Die Tochter des Medicus

Roman

Taschenbuch
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Das Schicksal einer Frau wird zum Vermächtnis einer ganzen Familie ...

Als Gideon Morgenstern in Regensburg das Erbe seines Großvaters antritt, ahnt er nicht, dass der Koffer, den der alte Mann ihm vermacht hat, sein Leben für immer verändern wird. Gideon entdeckt nun die tragischen Zeugnisse einer längst verschwundenen Welt: alte Fotografien – und vor allem einen uralten kleinen Holzkasten. Dieser gehörte Daniel Friedman, einem jüdischen Arzt, der 1519 bei einem Pogrom ermordet wurde. Als einzige Überlebende nahm seine Tochter Alisah den Medizinkasten an sich und führte sein Handwerk fort. Doch als jüdische Frau war es nicht nur gefährlich, sondern auch verboten, als Ärztin tätig zu sein …


ERSTMALS IM TASCHENBUCH
Originaltitel: Die Tochter des Medicus
Originalverlag: Blanvalet Verlag, München 2015
Taschenbuch, Broschur, 512 Seiten, 11,8 x 18,7 cm
ISBN: 978-3-7341-0315-5
Erschienen am  18. Juli 2016
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Rezension "Die Tochter des Medicus"

Von: Alexandra

17.04.2016

"Die Tochter des Medicus" Autor: Gerit Bertram Preis: 14,99 Euro Verlag: Blanvalet Inhalt: Das Schicksal einer Frau wird zum Vermächtnis einer ganzen Familie ...Als Gideon Morgenstern in Regensburg das Erbe seines Großvaters antritt, ahnt er nicht, dass der Koffer, den der alte Mann ihm vermacht hat, sein Leben für immer verändern wird. Gideon, der stets gegen die Traditionen aufbegehrte und als Einziger in der Familie nicht Arzt wurde, entdeckt plötzlich die tragischen Zeugnisse einer längst verschwundenen Welt: alte Fotografien, ein Hochzeitsgewand und vor allem eine uralte Holztruhe. Diese gehörte Daniel Friedman, einem jüdischen Arzt, der 1519 in Regensburg bei einem Pogrom ermordet wurde. Als einzige Überlebende nahm seine Tochter Alisah den Medizinkoffer an sich und führte sein Handwerk fort. Doch als jüdische Frau war es nicht nur gefährlich, sondern auch verboten, als Ärztin tätig zu sein... Fazit: Da es sich hier nicht um meinen ersten historischen Roman handelt, hatte ich natürlich gleich von Anfang an, eine gewisse Erwartung. Ich wollte unterhalten werden und gleichzeitig lernen. Entgegen meiner Erwartung, die durch Gideons langweiliges Leben etwas gedämpft wurden, habe ich mich sofort in die Geschichte verliebt. Ich habe Alishas Erzählungen kaum aus der Hand legen können und ihr Schicksal hat mich unglaublich fasziniert. Ich finde die Beschreibung der Geschehnisse wirklich gut und zeitgetreu, sodass man während des Lesens das Gefühl hat, quasi neben ihr herzulaufen und alles mitzuerleben. Auch was das Lernen betraf, bin ich vollkommen zufrieden. Ich habe mich noch nie so mit dem Judentum beschäftigt und muss nach diesem Buch zugeben, dass ich diese Religion in vielerlei Hinsicht ehrlicher finde, als meine eigene. Die Beschreibung von Alishas Erlebnissen macht einen im Hinblick auf die Ereignisse der Vergangenheit unglaublich wütend. Dass ein einfacher Roman so viele Gefühle hervorrufen kann, spricht nur für seine Qualität. Der einzige Punkt, den ich nicht so gut fand, war das die Gefühle bei Gideon und auch bei Paula sehr einfach und steif beschrieben werden. Ich hätte mir gewünscht genauso in ihre Welt mit hineingezogen zu werden, was leider nicht passiert ist. Nichtsdestotrotz würde ich das Buch weiterempfehlen, wenn auch eher denen, die an dem Thema interessiert sind oder einen ersten Schritt in dieses Genre wagen wollen. 4/5

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Das Leben der Alisah Friedmann im mittelalterlichen Regensburg und Frankfurt

Von: Karin Wenz-Langhans

04.08.2015

Regensburg 1519: die Juden in Regensburg leiden zunehmend unter Diskriminierung und Ausgrenzung. Die Ablehnung findet ihren Höhepunkt im Regensburger Pogrom, das neben offener Gewalt die Ausweisung der Juden zur Folge hat. Besonders hart trifft es die Familie der jungen Alisah Friedmann, die ihrem Vater, dem Medicus, zur Hand geht. Alisahs größter Traum wäre es, als Medica zu arbeiten, jedoch ist dieser Beruf Frauen untersagt und als Jüdin hat sie es doppelt so schwer. Trient 2013: Gideon Morgenstern erbt überraschenderweise von seinem Regensburger Großvater einen alten Koffer, der Erinnerungsstücke seiner Vorfahren enthält. Unter diesen Schätzen findet er auch die Tagebücher seiner Ahnin Alisah Friedmann. Mit ihrem Buch entführt das Autorenduo Gerit Bertram den Leser in die mittelalterliche Welt der Regensburger und Frankfurter Juden, die mir bisher unbekannt war. Es ist erschreckend zu sehen, wie jüdische Mitbürger schon immer unter Ablehnung und Ausgrenzung zu leiden hatten. Mehrmals mußte ich beschämend erkennen, wie die Ereignisse von damals den Geschehnissen aus der jüngerer Vergangenheit ähneln. Die Handlung des Buches wird in zwei Zeitebenen aufgeteilt: in der Vergangenheit begleitet der Leser Alisah auf ihrem Weg. In der Gegenwart erleben wir, wie die Tagebücher seiner Ahnin das Leben von Gideon Morgenstern veränderm, dem seine jüdischen Wurzeln und Vergangenheit bis dahin eher lästig waren. Neben vielen historischen Fakten lernt der Leser auch einiges über die Arbeitsweise der damaligen Medicae, den Ärzten des Mittelalters. Auch hier waren die Juden federführend und wegweisend, was ihnen jedoch oftmals angekreidet wurde. Alisah Friedmann ist eine mutige junge Frau, die sich trotz aller Schicksalsschläge immer wieder aufrafft und ihren Traum, als Heilerin zu arbeiten, verfolgt. Dabei hilft ihr der Zusammenhalt der jüdischen Gemeinschaft, aber auch unter den Christen findet sie Menschen, die zu ihr halten und sich wohltuend vom Mob abheben. Gideon Morgenstern ist ein Mensch, der manchmal etwas länger braucht, um bestimmte Dinge anzunehmen. Zugegeben, der alte Koffer samt Inhalt krempelt sein Leben aber auch komplett um. Mir hat das Buch schöne Lesestunden beschert und es wird sicherlich nicht das einzige Buch der sympathischen Autoren bleiben, das ich gelesen habe.

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Vita

Gerit Bertram ist das Pseudonym eines Autorenpaares, das sich 2007 durch ein Internet-Schreibforum kennenlernte. Schnell entdeckten sie ihre gemeinsame Liebe zur Geschichte und schreiben seitdem erfolgreich zusammen. Iris Klockmann ist gelernte Arzthelferin und lebt mit ihrer Familie in ihrer Geburtsstadt Lübeck. Peter Hoeft war fast dreißig Jahre lang in der stationären Altenpflege tätig und wohnt in der Nähe von Hannover.

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