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Die Widerspenstigkeit des Glücks Roman

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Taschenbuch, Broschur ISBN: 978-3-453-35918-5

Erschienen: 11.10.2016
Dieser Titel ist lieferbar.

Weitere Ausgaben: Paperback, eBook (epub)

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Ein bezaubernder Roman und ein modernes Märchen

A.J. Fikry lebt auf einer malerischen Insel, ist umgeben von seinen wertvollsten Besitztümern - Tausenden von Büchern - und ist trotzdem ein unglücklicher Mensch. Bis er eines Morgens einen ungebetenen Gast entdeckt: In seiner Buchhandlung sitzt die zweijährige Waise Maya. Gegen seinen Willen nimmt er sich des kleinen Mädchens an, und es stellt sein Leben völlig auf den Kopf. Und dann ist da noch die Verlagsvertreterin Amelia, die A.J. nicht so schnell vergessen kann ...

Gabrielle Zevin (Autorin)

Gabrielle Zevin wurde in New York geboren und studierte Literatur in Harvard. Sie hat bereits mehrere Romane und Drehbücher veröffentlicht, die in über zwanzig Sprachen übersetzt und mit vielen Preisen ausgezeichnet wurden. Heute lebt die Autorin in Los Angeles.


Renate Orth-Guttmann (Übersetzerin)

Renate Orth-Guttmann (geb. 1935) studierte Anglistik und Slawistik und übersetzt seit nunmehr über fünf Jahrzehnten Belletristik und Klassiker, für den Manesse Verlag u.a. Edith Wharton, DuBose Heyward oder Halide Edip Adivar. 1989 erhielt sie den Christoph-Martin-Wieland-Übersetzerpreis.

ERSTMALS IM TASCHENBUCH

Aus dem Amerikanischen von Renate Orth-Guttmann
Originaltitel: The Storied Life of A. J. Fikry
Originalverlag: Algonquin

Taschenbuch, Broschur, 288 Seiten, 11,8 x 18,7 cm

ISBN: 978-3-453-35918-5

€ 9,99 [D] | € 10,30 [A] | CHF 13,90* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Diana

Erschienen: 11.10.2016

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Flatterhaft wie ein Schmetterling

Von: Fräulein Briest bloggt Datum: 14.03.2017

www.fraeuleinbriestbloggt.com

Alice Island ist eine idyllische Insel, mit gutmütigen Bewohnern. Die einzige Buchhandlung der Insel, Island Books, betreibt A.J. Fikry, dessen Ehefrau bei einem Unfall ums Leben gekommen ist. Schwermütig wendet er sich dem Alkohol zu und badauert sich und sein Dasein. Doch plötzlich ändert sich einiges: A.J.s wertvollstest Buch, „Tamerlane“, das einen 6stelligen Wert hat, verschwindet, und ein zweijähriges Kind wird von seiner Mutter mit einem Brief an ihn in der Buchhandlung zurück gelassen:

„An den Besitzer dieser Buchhandlung:
Das ist Maya. Sie ist fünfundzwanzig Monate alt. Sie ist SEHR GESCHEIT, ungewöhnlich sprachgewandt für ihr Alter und ein liebes, süßes Mädchen. Ich möchte, dass sie später ihre Liebe zum Lesen entdeckt, ich möchte, dass sie in einer Umgebung mit vielen Büchern aufwächst und unter Menschen, denen solche Dinge wichtig sind. Ich liebe sie sehr, aber ich kann mich nicht mehr um sie kümmern. Der Vater hat in ihrem Leben nichts zu sagen, und ich habe keine Familie, die helfen könnte. Ich bin verzweifelt.
Gruß
Mayas Mutter“

A.J.s Leben ändert sich schlagartig. Er wendet sich dem Leben wieder zu, adoptiert Maya und zieht seinen „kleinen Nerd“ zu einer intelligenten und schreibbegabten jungen Frau auf.
Genau.
Frau.
Die fehlt dem Buchhändler. Doch dann erinnert er sich an Amelia, die ihn mehrfach pro Jahr besucht, denn sie ist Verlagsvertreterin….

„Die Widerspenstigkeit des Glücks“ ist ein kleiner, feiner Roman über das Leben, was es mit sich bringt und wie schnell sich alles ändern kann. Verpackt in einer kleinen Geschichte rund um die Buchhandlung Island Books, A.J., Maya und Amelia. Und alle anderen Bewohner von Alice Island.

Die Autorin Gabriele Zeven schlägt in dem Roman einen ruhigen Ton an, überstürzt nichts an Handlungen und lässt die Geschichte vor sich hinplätschern. Es gibt weder Höhen noch Tiefen. Selbst nicht bei dem kleinen Finale, das sich so ganz anders entwickelt, als das, was der Leser erwartet. Ein nicht vorhandenes Happy End.
Die Figuren des Romans werden nie so beschrieben, dass der Leser keine Fantasie mehr aufbringen müsste, um sich ein Bild zu machen. Ihnen zu folgen ist teilweise, durch große Zeitsprünge etwas schwierig. Vieles muss sich zusammen gereimt werden, bis die tatsächlichen Ereignisse der Zeitlücke erklärt werden. Dies lässt die Autorin meist durch A.J. geschehen. Denn der schreibt zu jedem Buch, das ihm am Herzen liegt, einen kurzen Hinweis für seine Adoptivtochter Maya – verbunden mit einem väterlichen Rat für’s Leben:

„Das Glück von Roaring Camp – 1868 von Bret Harte
Ziemlich sentimentale Geschichte […]. Gelesen – und zwar völlig ungerührt – habe ich sie zum ersten Mal in Princeton in einem Seminar […]
[…], dass es wichtig ist, bestimmten Erzählungen in genau dem richtigen Lebensalter zu begegnen. Denk daran, Maya: Das, was uns mit zwanzig gefällt, ist nicht notwendigerweise das, was uns mit vierzig anspricht, und umgekehrt. Das gilt für Bücher und auch für’s Leben.“

Die Widerspenstigkeit des Glücks ist ein wunderschöner Roman, der es schafft, den Leser mit in eine andere Welt zu nehmen. Dennoch viel mir, nachdem ich den letzten Satz gelesen habe, als erstes ein: Flatterhaft wie ein Schmetterling. Das mag an der Leichtigkeit liegen, mit der die Autorin diese doch teils schweren Themen verarbeitet, vielleicht auch daran, dass sich die Geschichte zum Ende hin auflöst – wie Luft. Kaum etwas bleibt übrig von dem, was einen über 287 Seiten begleitet hat. Vielleicht ist dies das Geheimnis der Geschichte: alles ist vergänglich, wie im wahren Leben?

Die Autorin Gabrielle Zevin wurde in New York geboren und studierte Literatur in Harvard. Sie hat bereits mehrere Romane und Drehbücher veröffentlicht, die in über zwanzig Sprachen übersetzt und mit vielen Preisen ausgezeichnet wurden. Heute lebt die Autorin in Los Angeles.*





*Quelle: DIANA Verlag

'Die Widerspenstigkeit des Glücks' von Gabrielle Zevin

Von: paper.and.poetry Datum: 02.03.2017

https://paperandpoetryblog.wordpress.com/

Manchmal stolpert man durch Zufall über ein kleines Büchlein und ist erstaunt, welche Wirkung dieses auf einen auszuüben vermag. „Die Widerspenstigkeit des Glücks“ von Gabrielle Zevin ist ein solches Buch, welches ich vermutlich nicht allzu sehr beachtet hätte, hätte ich nicht die vielen positiven Stimmen dazu gehört und gelesen. Daraufhin musste auch ich unbedingt wissen, worum es geht und ob es auch mir so gut gefallen würde.
Da es mein erstes Buch von Gabrielle Zevin war, die mit ihrem Debütroman ‚Anderswo‘ ('Elsewhere') bekannt wurde und mittlerweile erfolgreiche (Drehbuch)-autorin ist, konnte ich relativ unvoreingenommen an das Buch gehen. Dennoch hatte ich natürlich aufgrund der Begeisterung anderer eine gewisse Erwartung an das Buch – und wurde nicht enttäuscht!
In „Die Widerspenstigkeit des Glücks“ geht es um A.J. Fikry, Buchhändler und Inhaber von ‚Alice Books‘, einer kleinen unabhängigen Buchhandlung auf der Insel Alice Island, der recht eigen und starrsinnig versucht sein Leben nach dem Tod seiner geliebten Frau fortzuführen. Dieser lernt die Verlagsvertreterin Amelia kennen, die noch neu in ihrem Job ist, weder A.J. noch seinen Geschmack kennt und ihm deshalb prompt die falschen Bücher empfiehlt. So haben die beiden logischerweise keinen guten Start. Als dann auch noch nach einer durchzechten Nacht der wertvollste Besitz A.J.s gestohlen wird und er stattdessen das zweijährige Waisenmädchen Maya bei sich zu Hause ausgesetzt vorfindet, gerät A.J. Fikrys Leben endgültig aus den Fugen. Nach und nach findet er sich mit seinem neuen, unerwarteten Schicksal ab und die kleine Maya schafft es tatsächlich, ihm Leben und Bücher wieder näher zu bringen. Doch immer wieder muss er an Amelia denken…
Zunächst hatte ich Bedenken, dass es sich bei ‚Die Widerspenstigkeit des Glücks‘ um eine arg kitschige, stark auf die Tränendrüse drückende Geschichte handeln könnte. Das ist aber zum Glück nicht so. Klar sind viele Stellen in dem Buch ziemlich weichgespült und mit Zuckerstreuseln dekoriert, aber es ist nicht so, dass es zum Augenrollen übertrieben wirkt, sondern macht das Buch vielmehr zu einem bezaubernden märchenhaften Leseerlebnis. Als die kleine Maya auftaucht, hatte ich kurzzeitig Angst, das Buch doch noch aus der Hand legen zu müssen, denn oft läuft es dann nach dem gleichen Schema ab. (Kleines Wesen ändert komplett das Leben der unglücklichen Person und alles wird schlagartig gut – so oder so ähnlich.) Hier tendenziell auch, aber irgendwie wirkt es nur ein paar Seiten lang überspannt. Die Autorin schafft es einfach ihren Figuren einen zauberhaften Charme einzuhauchen, sodass man ihr das gar nicht wirklich übelnehmen kann.

Der Einstieg in die Geschichte fiel mir zudem nicht schwer, denn durch die einzelnen, klar gegliederten Kapitel wird sofort deutlich, aus welcher Perspektive das Geschehen geschildert wird. Gabrielle Zevins Schreibstil ist noch dazu locker leicht und liest sich sehr gut weg. Es handelt sich dabei zwar um keine „hohe Literatur“ und es ist kein um-die-Ecke-denken nötig, aber das muss ja auch nicht immer sein. So gelingt der Autorin eine feinfühlige Geschichte, in die man sofort ein- und gar nicht mehr wieder auftauchen möchte. Besonders schön sind die briefartigen Zusammenfassungen von Kurzgeschichten vor den einzelnen Kapiteln, die A.J. Maya empfiehlt zu lesen. Dadurch ist bestimmt nicht nur meine Leseliste um einige tolle Titel reicher geworden! Es ist einfach so wunderbar in dem Buch auf gleichgesinnte Buchliebhaber und liebevolle Nerds zu treffen, dass ich immer noch davon schwärmen muss. Zusammenfassend kann ich also guten Gewissens sagen: Dieses großartige Buch ist eine Hommage an alle Bücherfreunde und solche, die es noch werden wollen!

Folgende Rezensionen beziehen sich auf eine andere Ausgabe (Paperback)

Von: Barbara Pernter aus Bozen/Bolzano Datum: 04.08.2015

Buchhandlung: Athesia Buch GmbH

Wie könnte dieser Roman einer Buchhändlerin nicht gefallen, handelt er doch von dem was uns Buchhändlern das Liebste ist: Bücher und Menschen, die Bücher mögen. Doch leider ist die Geschichte etwas zu kitschig geraten und kann mit den Werken, die im Buch erwähnt werden nicht mithalten. Gut und fein zu lesen aber am Ende dann doch etwas unbefriedigend, leider.

Von: Odilie Preßberger aus Regensburg Datum: 22.05.2015

Buchhandlung: Thalia Universitätsbuchhandlung GmbH

Zuerst dachte ich: Oh nein! Nicht schon wieder ein Unterhaltungsroman über eine charmante Kleinstadtbuchhandlung mit ihrem Besitzer; den Angestellten, den Kleinstadtbewohnern, wo alles so beschaulich, ehrlich, bodenständig, klug und zu Herzen gehend ist. Nach ein paar Seiten lustlosem rumgelese packt mich die Geschichte und gefällt mir sehr gut!!

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