Die Widerspenstigkeit des Glücks

Roman

Taschenbuch
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Ein bezaubernder Roman und ein modernes Märchen

A.J. Fikry lebt auf einer malerischen Insel, ist umgeben von seinen wertvollsten Besitztümern - Tausenden von Büchern - und ist trotzdem ein unglücklicher Mensch. Bis er eines Morgens einen ungebetenen Gast entdeckt: In seiner Buchhandlung sitzt die zweijährige Waise Maya. Gegen seinen Willen nimmt er sich des kleinen Mädchens an, und es stellt sein Leben völlig auf den Kopf. Und dann ist da noch die Verlagsvertreterin Amelia, die A.J. nicht so schnell vergessen kann ...


ERSTMALS IM TASCHENBUCH
Aus dem Amerikanischen von Renate Orth-Guttmann
Originaltitel: The Storied Life of A. J. Fikry
Originalverlag: Algonquin
Taschenbuch, Broschur, 288 Seiten, 11,8 x 18,7 cm
ISBN: 978-3-453-35918-5
Erschienen am  11. Oktober 2016
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Eine Liebeserklärung an die Bücher

Von: Grenzenlos

12.01.2019

Es gibt nichts Schöneres als selbsternannter Büchernerd Bücher über Büchernerds zu lesen. Und von denen gibt es gleich drei in dieser Geschichte. Irgendwie gehts dann gar nicht anders, als diese Bücher zu mögen. Es ist eine Liebeserklärung an die Bücher. Und es war einfach schön darüber zu lesen, wie Bücher so viele unterschiedliche Menschen zusammenbringen können. A.J. Fikry ist anfangs nicht so ganz sympathisch, was aber glaub ich gewollt ist. Er hat einen schweren Schicksalsschlag hinter sich und findet erst im Laufe des Buches wieder richtig zurück ins Leben. Und so entwickelt er sich erst mit der Zeit zu einem liebenswerten Charakter. Er ist der Hauptcharakter im Buch, jedoch wird manchmal zu anderen Personen im Buch gewechselt, die dann ebenfalls viel zum Verlauf der Geschichte beizutragen haben. Die Perspektivenwechsel haben meiner Meinung nach gut hineingepasst und alles etwas aufgelockert. Die Entwicklung der Figuren ist wirklich gelungen. Es ist nämlich so, dass es zwei/drei große Zeitsprünge gibt und man nicht wirklich alles von der Entwicklung mitbekommt. Man merkt aber einen vorher/nachher Unterschied. Das Buch ist in zwei Teile eingeteilt und vor jedem Kapitel gibt es Rezensionen von A.J. oder geschriebene Nachrichten an seine Familie, die manchmal schon etwas vorwegnehmen und man im Laufe des Kapitels dann die Erleuchtung bekommt, was damit im Vorhinein gemeint war. Die Geschichte an sich ist wirklich sehr schön und auch traurig. Ich hab fast alles in einem Rutsch durchgelesen. Nur am Anfang hab ich länger gebraucht, eben bis ich mich an A.J. gewöhnt habe. Es lohnt sich aber. Der Schreibstil ist wirklich schön und flüssig zu lesen. Zevin verwendet eine schöne Sprache und weiß genau, was Bücherliebhaber lesen wollen, damit sie sich angesprochen fühlen. Fazit Ein Buch, das ich jedem Bücherliebhaber empfehlen kann. A.J.s Geschichte und wie er nach einem tragischen Vorfall wieder zurück ins Leben und zur Liebe findet, ist wirklich herzerwärmend. Die gelungenen Charaktere und der tolle Schreibstil machen dieses Buch zu einem einmaligen Leseerlebnis.

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Flatterhaft wie ein Schmetterling

Von: Fräulein Briest bloggt

14.03.2017

Alice Island ist eine idyllische Insel, mit gutmütigen Bewohnern. Die einzige Buchhandlung der Insel, Island Books, betreibt A.J. Fikry, dessen Ehefrau bei einem Unfall ums Leben gekommen ist. Schwermütig wendet er sich dem Alkohol zu und badauert sich und sein Dasein. Doch plötzlich ändert sich einiges: A.J.s wertvollstest Buch, „Tamerlane“, das einen 6stelligen Wert hat, verschwindet, und ein zweijähriges Kind wird von seiner Mutter mit einem Brief an ihn in der Buchhandlung zurück gelassen: „An den Besitzer dieser Buchhandlung: Das ist Maya. Sie ist fünfundzwanzig Monate alt. Sie ist SEHR GESCHEIT, ungewöhnlich sprachgewandt für ihr Alter und ein liebes, süßes Mädchen. Ich möchte, dass sie später ihre Liebe zum Lesen entdeckt, ich möchte, dass sie in einer Umgebung mit vielen Büchern aufwächst und unter Menschen, denen solche Dinge wichtig sind. Ich liebe sie sehr, aber ich kann mich nicht mehr um sie kümmern. Der Vater hat in ihrem Leben nichts zu sagen, und ich habe keine Familie, die helfen könnte. Ich bin verzweifelt. Gruß Mayas Mutter“ A.J.s Leben ändert sich schlagartig. Er wendet sich dem Leben wieder zu, adoptiert Maya und zieht seinen „kleinen Nerd“ zu einer intelligenten und schreibbegabten jungen Frau auf. Genau. Frau. Die fehlt dem Buchhändler. Doch dann erinnert er sich an Amelia, die ihn mehrfach pro Jahr besucht, denn sie ist Verlagsvertreterin…. „Die Widerspenstigkeit des Glücks“ ist ein kleiner, feiner Roman über das Leben, was es mit sich bringt und wie schnell sich alles ändern kann. Verpackt in einer kleinen Geschichte rund um die Buchhandlung Island Books, A.J., Maya und Amelia. Und alle anderen Bewohner von Alice Island. Die Autorin Gabriele Zeven schlägt in dem Roman einen ruhigen Ton an, überstürzt nichts an Handlungen und lässt die Geschichte vor sich hinplätschern. Es gibt weder Höhen noch Tiefen. Selbst nicht bei dem kleinen Finale, das sich so ganz anders entwickelt, als das, was der Leser erwartet. Ein nicht vorhandenes Happy End. Die Figuren des Romans werden nie so beschrieben, dass der Leser keine Fantasie mehr aufbringen müsste, um sich ein Bild zu machen. Ihnen zu folgen ist teilweise, durch große Zeitsprünge etwas schwierig. Vieles muss sich zusammen gereimt werden, bis die tatsächlichen Ereignisse der Zeitlücke erklärt werden. Dies lässt die Autorin meist durch A.J. geschehen. Denn der schreibt zu jedem Buch, das ihm am Herzen liegt, einen kurzen Hinweis für seine Adoptivtochter Maya – verbunden mit einem väterlichen Rat für’s Leben: „Das Glück von Roaring Camp – 1868 von Bret Harte Ziemlich sentimentale Geschichte […]. Gelesen – und zwar völlig ungerührt – habe ich sie zum ersten Mal in Princeton in einem Seminar […] […], dass es wichtig ist, bestimmten Erzählungen in genau dem richtigen Lebensalter zu begegnen. Denk daran, Maya: Das, was uns mit zwanzig gefällt, ist nicht notwendigerweise das, was uns mit vierzig anspricht, und umgekehrt. Das gilt für Bücher und auch für’s Leben.“ Die Widerspenstigkeit des Glücks ist ein wunderschöner Roman, der es schafft, den Leser mit in eine andere Welt zu nehmen. Dennoch viel mir, nachdem ich den letzten Satz gelesen habe, als erstes ein: Flatterhaft wie ein Schmetterling. Das mag an der Leichtigkeit liegen, mit der die Autorin diese doch teils schweren Themen verarbeitet, vielleicht auch daran, dass sich die Geschichte zum Ende hin auflöst – wie Luft. Kaum etwas bleibt übrig von dem, was einen über 287 Seiten begleitet hat. Vielleicht ist dies das Geheimnis der Geschichte: alles ist vergänglich, wie im wahren Leben? Die Autorin Gabrielle Zevin wurde in New York geboren und studierte Literatur in Harvard. Sie hat bereits mehrere Romane und Drehbücher veröffentlicht, die in über zwanzig Sprachen übersetzt und mit vielen Preisen ausgezeichnet wurden. Heute lebt die Autorin in Los Angeles.* *Quelle: DIANA Verlag

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Vita

Gabrielle Zevin wurde in New York geboren und studierte Literatur in Harvard. Sie hat bereits mehrere Romane und Drehbücher veröffentlicht, die in über 20 Sprachen übersetzt und mit vielen Preisen ausgezeichnet wurden. Heute lebt die Autorin in Los Angeles.

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Renate Orth-Guttmann

Renate Orth-Guttmann (geb. 1935) studierte Anglistik und Slawistik und übersetzt seit nunmehr über fünf Jahrzehnten Belletristik und Klassiker, für den Manesse Verlag u.a. Edith Wharton, DuBose Heyward oder Halide Edip Adivar. 1989 erhielt sie den Christoph-Martin-Wieland-Übersetzerpreis.

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