Die andere Welt

Roman

(2)
TaschenbuchNEU
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Louise und Louis haben alles gemeinsam, bis auf eines: ihr Geschlecht. Beide wachsen zu willensstarken jungen Menschen heran, verlieben sich, träumen davon, Romane zu schreiben – und verlieren in einer dramatischen Nacht viel zu früh das Vertrauen ins Leben. Dreizehn Jahre später können beide nicht mehr vor der Vergangenheit davonlaufen und kehren in die Heimat zurück. Was denkt und fühlt Louise, was Louis? Wie verlaufen zwei Wege, die mit nur einem Unterschied beginnen? Einfühlsam erkundet Julie Cohen in ihrem vielschichtigen Roman, wie das Geschlecht unser Leben und unsere Identität bestimmt.

Wunderschöne Ausstattung – edles Naturpapier, hochwertig mit Goldfolie veredelt

»Ganz besonders und so echt, dass es einem das Herz bricht.«

Rosie Walsh

DEUTSCHE ERSTAUSGABE
Aus dem Englischen von Babette Schröder
Originaltitel: Louis & Louise
Originalverlag: Orion
Taschenbuch, Klappenbroschur, 384 Seiten, 11,8 x 18,7 cm
ISBN: 978-3-453-36053-2
Erschienen am  13. Januar 2020
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Eine faszinierende Idee - ein Buch über das, was uns prägt

Von: Virginie Storm

19.01.2020

"Das wird eine kleine Prinzessin. Die lässt alle warten", sagt jemand zur Mutter, als die Geburt zwei Wochen überfällig ist. In einer anderen Geschichte seufzt die Mutter, als ihre Fruchtblase platzt: "Nur ein Junge würde ein Gespräch unterbrechen, wenn es gerade interessant wird!" Louise kehrt in ihre kleine Heimatstadt in Maine zurück und muss sich einem schrecklichen Ereignis stellen, das vor 13 Jahren geschehen ist. Außerdem trifft sie das erste Mal wieder auf ihre Jugendfreundin Allie und deren Zwillingsbruder Benny. In zweiten Erzählstrang dieses Buches ist alles gleich: der Ort, die Familie, die Freunde. Nur heißt der Protagonist Louis statt Louise. Julia Cohen beschreibt in ihrem Roman, welchen Einfluss das Geschlecht und die Zuschreibungen des Umfeldes auf das heranwachsende Kind haben. Wie hat sich das Leben von Louis und Louise entwickelt? Haben sie Kinder? Welche Beziehung haben sie zu ihren Eltern? Abwechselnd erzählt die Autorin von Louises und Louis` Rückkehr. Dazwischen kommentiert sie in Kapiteln, die mit "Louis & Louise" überschrieben sind, die Geschehnisse und vergleicht sie. Ich hatte mehr Beispiele von unterschiedlicher Behandlung der Geschlechter erwartet. (Ich erinnere mich grob an das Sachbuch "Wir werden nicht als Mädchen geboren - wir werden dazu gemacht" von der Psychologin Ursula Scheu.) Die Geschichte begann etwas langsam, und ich empfand es als verwirrend, dass Louis auch Lou genannt wurde und beide Protagonisten die gleichen Freunde, das gleiche Umfeld, die gleichen Eltern haben. Gelegentlich hat es einen Moment gedauert, bis ich mich (trotz Kapitelüberschrift) orientiert hatte. Während der Lektüre war ich eher damit beschäftigt, Unterschiede in beiden Lebensläufen zu finden, als mich mit den Figuren zu identifizieren. Die Spannung zog stark an, als das prägende Ereignis von vor 13 Jahren beschrieben wurde. Die Schilderungen waren für mich sehr realistisch. Unter dem Einfluss des Familiennarrativs "Du bist ein/e Alder!" sollten die Kinder außerdem in bestimmte Rollen gedrängt werden, die von der Vergangenheit mitbestimmt waren. Ein interessanter über weite Strecken ruhig erzählter Roman über Erziehung und Geschlechterrollen, der mich zum Nachdenken eingeladen hat. Triggerwarnung: Krebs, Selbstmord, Vergewaltigung

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Identität ...

Von: Diane Jordan

13.01.2020

Die andere Welt Neues Jahr – neues Buch. Ich starte den Januar mit dem Taschenbuch- Roman „Die andere Welt“ von Julie Cohen. Es ist ein auffallend hübsches Cover, das sehe ich sofort. Pink-flieder, der Titelschriftzug „Die andere Welt“ in Goldprägung, ein Libellenpaar in rosa und blau, ein paar angedeutete Wolken und im zarten Hellblauton der Name der Autorin sowie ein Zitat der Autorin Rosie Walsh über dieses Buch. Der pinke Farbton ist sehr gut gewählt, wie ich finde. Deutet diese Farbe für mich sofort auf Sensibilität und Einfühlungsvermögen hin. Eine Mädchenfarbe eben ☺, die aber auch einige Jungs unterdessen toll finden. Im Gegensatz dazu der Blauton. Der steht für mich für Ausgeglichenheit, Harmonie, Ruhe aber auch für Unternehmungsgeist. Aber auch für das traditionelle, Mädchen rosa, Jungen blau. Ob das Zufall ist? Oder eher bewusst gewählt wurde, werde ich bei der Lektüre sicher noch herausfinden. Jedenfalls ist der Klappentext sehr interessant und weicht auch von meinem sonstigen Lesestoff gewaltig ab. Gespannt fange ich an zu lesen und freue mich über das griffige Naturpapier, was sich sehr gut anfühlt, wie ich finde. Gut gefällt mir auch, dass die einzelnen Kapitel mit den Namen der Protagonisten Louis & Louise sowie den Libellen vom Cover geschmückt sind. Die Autorin beschreibt ihre Romanfiguren detailreich. Dadurch haucht sie ihnen Leben ein und macht sie greifbar und authentisch. Mir sind die beiden sympathisch. Aber auch die anderen Familienmitglieder und Freunde werden überzeugend geschildert. Und ich spiele gedanklich das Spiel, was, wäre, wenn? Und natürlich stelle ich mir schnell die Frage: „Gibt es mehr als zwei Geschlechter, oder ist es am Ende gar nur eins...? Sind es Rollentausch oder sich einfach nur in das andere hineindenken. Dies bietet viel Spielraum für Spekulationen.“ „Was macht „nur“ weiblich oder „nur“ männlich aus?“ Aber auch Fragen aus der Biologie oder Psychologie schießen mir bei der Lektüre durch den Kopf. Grins ☺ als Rezensent finde ich es natürlich mega spannend, ob es einen Unterschied macht als Frau oder als Mann einen Roman zu schreiben. Und welche Hindernisse einen da erwarten. Gekonnt gelingt es Julie Cohen meiner Meinung daher, die zwei Biografien/Lebensläufe von Louis & Louise gekonnt wie eine DNA Doppelhelix aufzudröseln. Der Wortlaut, Sprachstil und Syntax sind dabei angenehm und leicht verständlich. Spoiler: Der Plot hat es in sich und macht nachdenklich. Unbewältigte Konflikte, dunkle Geheimnisse, Jugendsünden und der verhängnisvolle Schuss .... ... Ein Leben, zwei Welten ... Der kleine Unterschied und ob signifikante Unterschiede dem gängigen Rollenklischee zuträglich sind oder nicht, nach diesem Roman denkt ihr vielleicht etwas intensiver darüber nach. Inhalt: Louise und Louis haben alles gemeinsam, bis auf eines: ihr Geschlecht. Beide wachsen zu willensstarken jungen Menschen heran, verlieben sich, träumen davon, Romane zu schreiben – und verlieren in einer dramatischen Nacht viel zu früh das Vertrauen ins Leben. Dreizehn Jahre später können beide nicht mehr vor der Vergangenheit davonlaufen und kehren in die Heimat zurück. Was denkt und fühlt Louise, was Louis? Wie verlaufen zwei Wege, die mit nur einem Unterschied beginnen? Einfühlsam erkundet Julie Cohen in ihrem vielschichtigen Roman, wie das Geschlecht unser Leben und unsere Identität bestimmt. Die Autorin: Julie Cohen wurde in Maine, USA, geboren und verbrachte ihre Kindheit zwischen Büchern in der Bibliothek. Sie studierte Literatur an der Brown und der Cambridge University, und wenn sie nicht gerade an ihren Romanen arbeitet, leitet sie Schreibworkshops. Sie lebt mit ihrer Familie und ihrem Hund in Berkshire, England. Weitere Bücher: Der Tag, an dem der Sommer begann, Mit den Augen meiner Schwester, Das geheime Glück. Fazit: 4**** Der Roman „Die andere Welt“ ist im Diana Verlag erschienen. Das Taschenbuch hat 384 berührende Seiten, die auch nach Beenden der letzten Seite noch lange nachwirken.

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Vita

Julie Cohen wurde in Maine, USA, geboren und verbrachte ihre Kindheit zwischen Büchern in der Bibliothek. Sie studierte Literatur an der Brown und der Cambridge University, und wenn sie nicht gerade an ihren Romanen arbeitet, leitet sie Schreibworkshops. Sie lebt mit ihrer Familie und ihrem Hund in Berkshire, England.

Zur AUTORENSEITE

Pressestimmen

»Einfach brillant, ein kluger Roman, der Spaß macht.«

Marian Keyes

»Ein fesselnder, berührender Roman.«

Sunday Times

»Sensibel erkundet Julie Cohen, wie gesellschaftliche Erwartungen unser Leben beeinflussen.«

The Independent

»Ein starker Roman, der lange nachhallt. Julie Cohen schreibt über Geheimnisse einer Kleinstadt, Familiendynamiken und darüber, dass manche Dinge einfach sein sollen.«

Sunday Express

»Wunderschön geschrieben und anregend.«

Kate Eberlen, Autorin von »Miss you«

»Nur selten erinnert uns eine Geschichte daran, was für wunderbar komplexe Geschöpfe wir sind. Julie Cohen hat uns dieses Geschenk gemacht.«

Christina Dalcher, Autorin von »VOX«

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