Die juten Sitten - Goldene Zwanziger. Dreckige Wahrheiten

Roman – für alle Fans von Babylon Berlin
Die juten Sitten 1

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Die Goldenen Zwanziger, wie sie schmutziger nicht sein könnten – der Roman zum erfolgreichen Audible-Hörspiel, das über Nacht zum Nr.1-Bestseller wurde

Berlin, 1927: Die achtjährige Hedi wächst im berüchtigten Bordell »Ritze« auf. Ihre Großmutter Minna, die das zwielichtige Etablissement betreibt, die strenge Domina Natalia und die bildschöne Hure Colette sind die einzige Familie, die Hedi je kannte. Von ihnen lernt sie alles, was sie fürs Leben braucht.
Drei Jahrzehnte später ist Hedi eine gefeierte Hollywood-Diva – und eine zum Tode verurteilte Mörderin. Kurz vor ihrer Hinrichtung erzählt sie einem Journalisten der New York Times die ganze ungeschminkte Wahrheit über ihr Leben. Eine Wahrheit, die sie unsterblich machen wird ...

Willkommen in der »Ritze«, dem verruchtesten Bordell Berlins!
»Die juten Sitten« entführen uns in eine Welt, die schockiert, mitreißt und erregt. In unserer Vorstellung sind die Zwanzigerjahre fast nichts als Nachtleben – aber wem gehört die Nacht? Es wird Zeit, sie denen zu schenken, die sonst kaum zu Wort kommen: den Prostituierten.

»Verachtung und Erniedrigung sind nicht dasselbe.«
Natalia, strenge Domina mit großem Herzen

»Angst vor Konkurrenz? Moi? Ich bitte dich, hast du mich mal angesehen?«
Colette, schönste Hure Berlins

»Meine Damen sind jute, starke Frauen, und ick kann mir keine besseren Vorbilder für ‘n kleines Mädchen vorstellen als uns.«
Minna, Bordellbesitzerin

»Sie wollen einen Skandal? Können Sie haben!«
Hedi, Minnas Enkelin und Hollywood-Star


ORIGINALAUSGABE
Taschenbuch, Klappenbroschur, 384 Seiten, 13,5 x 20,0 cm
ISBN: 978-3-442-49098-1
Erschienen am  19. Oktober 2020
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

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Dieses Buch spielt in: Berlin, Deutschland

Die juten Sitten

Leserstimmen

Authentisch, aber heftig

Von: scarlett59

11.11.2020

Zum Inhalt: Die achtjährige Hedi wächst Ende der 20er Jahre bei ihrer Großmutter Minna, in dem von ihr betriebenen Bordell „Die Ritze“ in Berlin auf. Sie lernt dort viel über das Leben und die Männer; von Minna, aber auch von der Hure Colette sowie der Domina Natalia. 30 Jahre später sitzt Hedi wegen Mordes in Los Angeles im Gefängnis und erzählt dem Reporter Noah ihre Lebensgeschichte ... Meine Meinung: Das Cover ist ein echter Hingucker und passt hervorragend. Die grafischen Elemente im unteren Teil stellen für mich auch irgendwie eine Verbindung zur TV-Serie „Babylon Berlin“ her, ohne dass ich es näher erklären kann. Der Schreibstil ist klar, ein wenig derb und beschönigt nichts. Das macht die Story umso authentischer. Allerdings darf man als Leser nicht zu zart besaitet sein, denn „es geht ordentlich zur Sache“. Die einzelnen Charaktere sind sehr gut ausgearbeitet und bestechen durch ihre Unterschiedlichkeit. Getragen wird die Geschichte fast ausschließlich durch die weiblichen Protagonisten. Das Buch ist unterhaltsam, aber zugleich bedrückend aufgrund der damaligen Situation. Ich wollte es kaum aus der Hand legen, wenngleich mir eine Szene doch „schwer im Magen gelegen hat“. Fazit: ein gelungenes Sittenbild der Zwanziger Jahre für Leser, die sich an teilweise deftigen Beschreibungen nicht stören

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Schonungslos, aufwühlend und erotisch

Von: anne_vonbuchzubuch

24.10.2020

Reges Nachtleben, Varieté, Bubi-Kopf und Champagner-Exzesse - mit den "Goldenen Zwanzigern" verbindet wohl jeder ein ähnliches Bild. In "Die juten Sitten" lässt Anna Basener den Leser hinter die Kulissen blicken und nimmt den Leser mit in die "Ritze", einem berühmt-berüchtigten Etablissement im Scheunenviertel in Berlin. Geführt wird es mit Sachverstand, Berliner Schnauze und Herz von der resoluten Minna. Unter ihrem Dach finden sich Natalia, die kühle russische Domina, die umwerfend schöne Colette - und mittendrin: Hedi, Minnas Enkelin. Aufgewachsen im Bordell ihrer Großmutter weiß die mit ihren 8 Jahren schon weit mehr, als andere jemals im Leben wissen werden. Der Roman hat zwei Zeitebenen: 1954 - Hedi ist gefeierte Hollywood-Diva und verurteilte Mörderin. Sie erzählt dem Journalisten Noah in schonungsloser Offenheit von ihrer Kindheit in der "Ritze". In Rückblicken begleitet der Leser so Hedi, Minna, Colette und Natalia in die Monate ab Oktober bis Ende des Jahres 1927. Wer zartbesaitet ist und bei expliziten Ausdrücken rot wird, sollte das Buch vielleicht nicht lesen. Alle anderen erwartet ein zeitgeschichtlicher Roman, der mit entwaffnender Offenheit das damalige Leben von Prostituierten schildert - und zwar in all seinen Facetten. Die Sprache ist direkt, häufig vulgär - niemand nimmt ein Blatt vor den Mund, nicht mal die 8-jährige Hedi. Es schwingt, vor allem bei Minna, immer ein gewisser Humor mit, was nicht zuletzt an der sehr direkten "Berliner Schnauze" liegt. Ich habe alle Figuren ins Herz geschlossen. Das Buch lebt nur zum Teil von der Handlung, für mich standen vielmehr die Stimmung und die Gefühle der Protagonisten im Vordergrund. Zusammenfassend kann man sagen, dass Anna Basener ein hervorragender historischer Roman gelungen ist, der die dreckigen Wahrheiten hervorholt und zeigt, dass nicht alles so goldenen an den "Goldenen Zwanzigerjahren" war.

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Vita

Anna Basener finanzierte sich ihr Studium in Hildesheim als »erfolgreichste deutsche Groschenromanautorin« (DIE ZEIT). Heute schreibt sie Romane, Drehbücher, Theaterstücke und Hörspiele. Ihr Hörspiel »Die juten Sitten« schoss bei Audible über Nacht auf Platz 1, bei Goldmann erscheint die Romanserie dazu.

www.annabasener.de

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