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Die linke Hand der Dunkelheit Roman

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Taschenbuch, Broschur ISBN: 978-3-453-31594-5

Erschienen: 14.04.2014
Dieser Titel ist lieferbar.

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Ich werde meinen Bericht schreiben, als wäre er eine Geschichte ... denn Wahrheit ist eine Sache der Vorstellungskraft.

Die Bewohner des Planeten Gethen sind uns Menschen verblüffend ähnlich – mit einem Unterschied: Sie kennen keine zwei Geschlechter. In ihrer Kultur sind geschlechtsspezifische Machtkämpfe, wie wir sie kennen, nicht möglich. Doch es gibt andere Formen von Macht ... Der bis heute bedeutendste und weit über die Science Fiction hinaus prägende Roman über Geschlechterrollen und ihre Auswirkungen auf die Gesellschaft.

Ursula K. Le Guin (Autorin)

Ursula K. Le Guin wurde 1929 in Berkeley/Kalifornien als Tochter der Schriftstellerin Theodora Kroeber und des Anthropologen Alfred Kroeber (daher das K. in ihrem Namen) geboren. Nach einem Geschichtsstudium begann sie Anfang der sechziger Jahre mit dem Schreiben und veröffentlichte ihre ersten SF- und Fantasy-Erzählungen. Ihren Durchbruch erzielte sie schon wenige Jahre später mit dem Roman "Die linke Hand der Dunkelheit" - und mit dem Fantasy-Epos "Erdsee" wurde sie schließlich weltberühmt. Poesie und gedankliche Tiefe ihres Werkes, das nicht nur mit sämtlichen Genre-Preisen ausgezeichnet, sondern auch mit dem amerikanischen National Book Award geehrt wurde, haben in der Science Fiction neue Maßstäbe gesetzt. Die Autorin lebt und arbeitet in Portland/Oregon.

Aus dem Amerikanischen von Gisela Stege
Originaltitel: The Left Hand of Darkness

Taschenbuch, Broschur, 400 Seiten, 11,8 x 18,7 cm

ISBN: 978-3-453-31594-5

€ 8,99 [D] | € 9,30 [A] | CHF 12,50* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Heyne

Erschienen: 14.04.2014

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Die linke Hand der Dunkelheit von Ursula K. Le Guin

Von: ccAngelinAcc Datum: 27.07.2015

angelinapink.blogspot.com

Inhaltsangabe:
Die Bewohner des Planeten Gethen sind uns Menschen sehr ähnlich - mit einem Unterschied: Sie sind androgyn, und während einer kurzen Phase sexueller Erregbarkeit entscheidet sich, welcher der beiden Partner einer Beziehung welches Geschlecht annimmt. In einer solchen Gesellschaft sind geschlechtsspezifische Machtkämpfe und Hierarchien, wie wir sie kenne nicht möglich. Doch es gibt andere Formen von Macht- und diese werden einem Abgesandten von der Erde schmerzhaft bewusst ,als er um Spielball politischer Interessen wird und gezwungen ist, in Begleitung eines Hethenianers durch die Eiswüsten des Planeten zu fliehen.

Rezension:


Cover: Das Cover ist sehr einfach. Es scheint als ob jemand ein Tropfen von blau/lillaner Farbe auf das Blatt getropft hat, dann mit schwarz und am mit weiß ,sodass ein weißer Kreis in der Mitte entsteht . In diesem weißem Kreis steht die Autorin und der Titel des Buches.


Stil:
Der Schreibt der Autorin ist nicht speziell. Dafür das die Geschichte nicht in unserer heutigen Welt spielt , reden die Leute dort genauso wie wir hier.


Sprache:
Die Sprache ist die gleiche wie in unserer derzeitigen Zeit. Es werden aber ein paar andere Wörter benutzt wie 'androgyn' oder ' argaven' . Doch die Leute dort haben auch ihre eigene Sprache.

Inhalt:
Ich finde die Idee an der Geschichte überraschend intensiv ausgearbeitet. Die Autorin hat dort eine komplett neue Welt erschaffen. Neue Wesen. Ich finde diese Wesen die die Autorin erschaffen hat sehr interessant und ich würde gerne viiiel mehr über sie erfahren . Und wenn ich jetzt den Rest erzähle spoiler ich zu viel:)

Fazit:
Das Buch würde ich weiterempfehlen, weil es einen in eine andere Welt entführt und ich finde das ist das wofür Bücher gemacht werden, damit man in eine andere Welt entführt wird:)

Folgende Rezensionen beziehen sich auf eine andere Ausgabe (eBook)

Die linke Hand der Dunkelheit

Von: Imagoala Datum: 10.06.2016

imagoala.blogspot.com/2016/06/die-linke-hand-der-dunkelheit.html

""Darf ich Sie fragen, Sir, ob ich als an Estravens Verbrechen beteiligt gelte?"
"Sie? Nein." Er starrte mich noch durchdringender an. "Ich weiss zwar nicht, was Sie eigentlich sind, Mr. Ai, ein sexuelles Monstrum, ein künstliches Ungeheuer oder ein Besucher aus den Domänen des Nichts, doch ein Verräter sind Sie nicht. Sie waren lediglich das Werkzeug eines Verräters, und Werkzeuge bestrafe ich nicht.""

Le Guin schafft vieles mit dieser Geschichte. Man wird nicht nur einer neuen Welt (im wahrsten Sinne des Wortes) vorgestellt, sondern auch einer ganz neuen sozialen Struktur. Dies nicht nur glaubhaft, sondern auch überaus nachvollziehbar. Es ist eine sanfte Einführung in die Fremde und damit auch eine sanfte Reflexion unserer eigenen "Geschlechts-Vorurteile".

Wir erleben die Geschichte, grösstenteils, aus der Sicht von Genly Ai (oder Genry - Karhider können das "L" nicht aussprechen), einem Menschen, welcher zwei Geschlechter kennt. Als solcher kennt er natürlich auch die Geschlechterrollen und ist es gewohnten, einen anderen Menschen direkt zu der einen oder anderen "Sorte" zuzuordnen. Anfangs versucht er also noch sehr verzweifelt, verschiedene Charakterzüge, Aussehen und Ähnliches dem einen oder anderen Geschlecht zuzuweisen, wenn er mit einem von den den Einwohnern interagiert. Im Laufe der Geschichte werden diese Einteilungen, dieser verzweifelte Versuch sich an die Dualität der Geschlechter zu klammern, immer seltener und Genly Ai (somit auch der Leser) gewöhnt sich immer mehr daran, was es bedeutet, inmitten einer androgynen Gesellschaft zu stecken. Ein Charakterzug ist nicht mehr "männlich" oder "weiblich", sondern schlichtweg das neutrale Merkmal einer Person.

Dieser Wandel ist nicht nur gut gelungen, sondern auch sehr interessant. Neben der Rolle des Geschlechts (damit auch, dass Genly, für uns ein ganz ordinärer Mensch, für die Bewohner von Gethen ein Perverser, immer in der Lage den Geschlechtsakt zu vollziehen, ist) ist auch der Planet an sich überaus interessant. Also seine Politik, seine Religion und die ständige Kälte.

Obwohl die Geschichte, die Welt und auch der Schreibstil für mich also sehr ansprechend waren, hat es der Geschichte leider an etwas gefehlt; dem Gefühl. Mich haben die Ereignisse weitgehend recht kalt gelassen (also, bis auf das Interesse an der Erzählung), Freundschaften habe ich zwar anerkannt, konnte ich aber nicht wirklich "mitfühlen", dramatische Ereignisse, obgleich ich sie als solche erkannt habe, haben mich nicht erschüttert. Erst ganz am Ende gab es eine Stelle, die mich tatsächlich bewegt hat (eine der letzten Szenen), ansonsten... naja, nichts.

"Man bedenke: Eine Einteilung der Menschheit in stärkere und schwächere Hälfte, in Beschützer und Beschützte, in Beherrschende und Beherrschte, in Eigentümer und Eigentum, in Aktive und Passive existiert nicht. Man kann sogar feststellen, dass die Tendenz zum Dualismus, die das Denken der Menschen so beherrscht, auf Winter weit weniger stark ausgeprägt ist."

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