Die sieben Gründe zu töten

Thriller

(3)
Taschenbuch
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Im Angesicht des Bösen stellt sich die Frage: Was bist du bereit, für die zu tun, die du liebst?

Die ehemalige Staatsanwältin Helena Faber steht vor dem Nichts. Sie hat ihren Job und ihre Freiheit verloren, ihre Ehe ist gescheitert, und ihre beiden Töchter wurden vor ihren Augen entführt. Die Ältere, Katharina, konnte befreit werden, aber deren kleine Schwester Sophie bleibt verschwunden. Eine Spur führt nach Saudi-Arabien und obwohl ihre Mutter es mit allen Mitteln verhindern will, macht Katharina sich alleine auf die Suche nach Sophie. Eine gefährliche, eigentlich unmögliche Reise, die für Katharina den Tod bedeuten könnte. Helena hat keine Wahl – sie muss Katharina helfen, wenn sie nicht beide Kinder verlieren will …


ORIGINALAUSGABE
Taschenbuch, Klappenbroschur, 432 Seiten, 11,8 x 18,7 cm
ISBN: 978-3-7341-0618-7
Erschienen am  20. Mai 2019
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Ein Happy End?

Von: Buecherseele79

17.07.2019

Die Familie um die ehemalige Staatsanwältin Helena Faber ist zerbrochen. Ihre jüngste Tochter Sophie konnte die nicht retten, diese befindet sich jetzt irgendwo in Saudi-Arabien und keiner hat Kontakt zu ihr, keiner weiß wo genau sie sich befindet, wir es ihr geht. Helena selbst sitzt 3 Jahre im Gefängnis wegen Totschlags. Ihre Tochter Katharina hat sich stark verändert, kein Wunder, nachdem was sie alles erlebt hat in der Zeit als sie und Sophie von einem Kinderschänderring entführt wurden... Ihr Ex-Mann Robert hat Sophie gesucht, aber keinen Erfolg gehabt... doch Katharina will nicht aufgeben und hat vor Sophie zu finden und nach Deutschland zurückzuholen, kostet es was es wolle... Der dritte und finale Band rund um die Staatsanwältin Helena Faber ist nun geschrieben und ich sage vorweg – alle 3 Bücher sind absolut zu empfehlen. Ich habe selten sowas spannendes aber auch unglaublich realistisches gelesen... es geht an die eigene Schmerzgrenze und darüber hinaus. Für zarte Gemüter würde ich die Bücher auf keinen Fall empfehlen! Der Schreibstil ist wie bei den vorigen Büchern gleich wieder packend, spannend, man trifft die Protagonisten wieder und fühlt sich sofort wieder daheim und möchte natürlich jetzt erfahren was sie erlebt haben, wie sie mit dem Schicksal als Familie umgehen, ob es überhaupt noch eine Zukunft für sie gibt. Ich habe die ganze Familie Faber recht schnell in mein Herz geschlossen und man lernt sie kennen und lieben und als dann das Schicksal so zuschlägt leidet man regelrecht mit. Dies ist auch in diesem finalen Buch der Fall. Helena war immer die Starke, die Mutter und Frau die die ganze Familie geleitet und geführt hat, doch mittlerweile hat das Geschehene auch bei ihr Spuren hinterlassen und gerade die Sorge um beide Töchter habe ich der Mutter jederzeit abgenommen. Diese Ungewissheit was mit Sophie ist, ob überhaupt jemand nach ihr sucht, Kontakt zu ihr hat. Und Katharina die mit dem Verhalten ihrer Mutter rein gar nicht mehr umgehen kann, sie regelrecht hasst und dies Helena mehr als deutlich zeigt. Die Hauptrollen spielen in diesem Buch die beiden Töchter, wir reisen durch 4 Jahre und erleben ihre Veränderungen, ihre Ansichten, ihre Ängste, Hoffnungen und Enttäuschungen. Ich finde beide Töchter unglaublich gelungen und nach dem Geschehnissen sehr realistisch umgesetzt, egal ob Katharina die ihrer Wut freien Lauf lässt, die aneckt und sich einen Dreck darum schert. Oder Sophie, die trotz Zwangsehe und mittlerweile 2 Kindern, anfängt ihren Mann zu lieben, sich dem Islam zuwendet und im Glauben an Gott ihren Frieden findet, sich mit der niedrigen Rolle der Frau in Saudi-Arabien abfindet. Der Vater Robert erhält eine kleine Rolle, aber diese hat es in sich, soviel mal dazu. Der Autor setzt sich in diesem Buch mit Saudi-Arabien auseinander und dies sehr gekonnt, sehr abgeklärt, er beschönigt nichts, dramatisiert aber auch nicht die Tatsachen. Saudi-Arabien ist ja immer wieder in den Medien, egal ob es um Waffenlieferungen geht, die Politik, die Geheimnisse zwischen Staaten aber vor allem geht es um die Rolle der Frauen. Das Frauenbild ist in diesem Land leider mehr als feindlich und wer nicht regelmässig die Nachrichten sieht kann sich in diesem Buch zusätzlich informieren. Um diese Tatsachen baut der Autor seine finale Geschichte um Helena und ihre Töchtern auf. Erschreckend, brutal, berührend, wieder über die Grenze des Möglichen hinaus, hart an der Grenze zu dem was man als Leser aushalten kann aber schonungslos realistisch, ehrlich, ein Strudel der Gefühle, was ist Richtig und was ist Falsch, ein Thriller den man nicht alle Tage zu lesen bekommt. Auch mit dem dritten Band konnte mich der Autor vollends überzeugen und ich spreche für alle 3 Bücher eine ganz klare Leseempfehlung aus!

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Egal, wie man sich etwas vorstellt - es geht immer noch ein bisschen schlimmer.

Von: Tina

11.06.2019

Wie schon in den letzten beiden Bänden wird die Geschichte aus ganz unterschiedlichen Perspektiven erzählt. Aber hauptsächlich sind das Helenas, Katharinas und Sophies Sichtweisen die gleichermaßen eindrücklich wie eindringlich erzählt werden. Auch Roberts Perspektive, als Vater der Opfer, ist bedrückend und endet ja leider auch tragisch. Gehirnwäsche Die Art, wie Sophie hier einer Art Gehirnwäsche unterzogen wird, sicherlich gepaart mit dem Stockholm-Syndrom, hat gewisse aktuelle Bezüge. Im Moment tauchen in den Berichten der Tageszeitungen ja immer wieder Berichte über westliche, teils sehr junge, IS-Kämpferinnen auf, die nun, nachdem der Kampf ja wohl verloren ist, wieder zurück wollen. Ihnen dürfte es ähnlich gehen, oder gegangen sein, wie Sophie. Schicksale Auch in Die sieben Gründe zu töten geht es sehr hart, sehr brutal zu und gelegentlich musste ich das Buch erst einmal für eine Weile beiseite legen. Vielleicht hat mich diese Geschichte mehr mitgenommen, weil ich selber Töchter in dem Alter habe, vielleicht auch, weil Uwe Wilhelm. für mich jedenfalls, ein wirklich genialer Erzähler ist. Noch lange, nachdem ich die letzte Seite gelesen habe, beschäftigten mich die Schicksale der handelnden Personen weiter. Versöhnlich Im Gegensatz zu den beiden ersten Bänden geht die Geschichte hier noch eine Weile voraus in die Zukunft, bis in den Dezember 2022, was daran liegt, dass nach 2019 die Ereignisse des Buches sehr fiktiv sind und nichts mehr mit der geopolitischen Realität zu tun haben. Das Ende der Geschichte ist ohnehin kein richtiges Happy End, aber es ist trotzdem ein versöhnliches Ende - so versöhnlich, wie es eben geht. Mein Fazit: Die sieben Gründe zu töten ist spannend, brutal, blutig, eindringlich, temporeich und aufwühlend. Ich finde es ist nichts, für zartbesaitete Gemüter - aber es ist auf jeden Fall sehr, sehr lesenswert.

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Vita

Uwe Wilhelm, geboren 1957, hat mehr als 120 Drehbücher unter anderem für Bernd Eichinger, Katja von Garnier und Til Schweiger verfasst, bevor er sich er sich auch dem Sachbuch widmete. Er hat außerdem Theaterstücke geschrieben, zuletzt »Ich, Friedrich der Große«, uraufgeführt 2012 am Hans-Otto-Theater in Potsdam, und entwickelt und verlegt mit seiner Firma »Die Hölle Development« Neuschöpfungen alter Romane.

www.uwewilhelm.de

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