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Du in meinem Herzen Roman

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Taschenbuch, Broschur ISBN: 978-3-442-48551-2

Erschienen:  21.08.2017
Dieser Titel ist lieferbar.

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11 Jahre, 5 Monate und 27 Tage ist es her, dass Grace Bradshaw zuletzt die Stimme ihrer Tochter Sophie gehört hat. Und nun bleibt ihr nur noch wenig Zeit, denn der Staat South Carolina hat das Datum festgelegt, an dem die Todesstrafe an Grace vollzogen werden soll. Doch Sophie hat alle Brücken hinter sich abgebrochen, nicht einmal ihr Mann weiß, wer ihre Mutter ist und welche schreckliche Tat Grace zur Last gelegt wird. Als Graces Anwalt Sophie schließlich findet, muss sie sich entscheiden. Soll sie weiter eine Lüge leben – oder riskiert sie alles, um die Frau wiederzusehen, der einmal ihre ganze Liebe gehört hat?

Angela Pisel (Autorin)

Durch ihre Tätigkeit als Therapeutin und Coach stand Angela Pisel schon vielen Frauen in schwierigen Lebensphasen als Mentorin zur Seite. Die Erfahrungen, die sie in ihrer Arbeit mit zum Tode verurteilten Frauen gesammelt hat, haben sie tief bewegt und letztendlich zu ihrem ersten Roman, »Du in meinem Herzen«, inspiriert. Angela Pisel lebt mit ihrer Familie in North Carolina.

DEUTSCHE ERSTAUSGABE

Aus dem Amerikanischen von Karin Diemerling
Originaltitel: With love from the Inside
Originalverlag: Putnam, New York 2016

Taschenbuch, Broschur, 448 Seiten, 11,8 x 18,7 cm

ISBN: 978-3-442-48551-2

€ 10,00 [D] | € 10,30 [A] | CHF 14,50* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Goldmann

Erschienen:  21.08.2017

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A. Pisel - Du in meinem Herzen

Von: Melanie Datum: 19.05.2018

https://aboutbookscoffeeandcats.wordpress.com

2018 ist ja bekanntlich ein Gedenkjahr für unterschiedlichste historische Ereignisse.
Ein Ereignis, welches mir besonders am Herzen liegt und an welches ich in diesem Jahr erinnern möchte, ist die Abschaffung der Todesstrafe in Österreich, welche im Jahr 1968 durch das Bundesverfassungsgesetz, also genau von 50 Jahren, endgültig erfolgte.
Erst Ende vohrigen Jahres erschien ein sehr empfehlenswerter Roman, den ich aufgrund seiner Thematik in diesem Kontext hier vostellen möchte: Du in meinem Herzen erzählt die emotionale Geschichte einer zum Tode verurteilten Mutter und ihrer Tochter, zwischen denen viel zu lange viel zu Vieles ungesagt geblieben war:

17 Jahre — so lange sitzt Grace bereits hinter Gitter. 17 Jahre hatte sie ihre Zelle im Todestrakt nur unter strengster Bewachung verlassen dürfen. 17 Jahre war es her, dass ihr Urteil ausgesprochen wurde:
Grace sollte hingerichtet werden. Und darauf wartete sie nun.

Irgendwann vor 11 Jahren hatte Sophie aufgehört, ihre Mutter im Gefängnis zu besuchen — irgendwann, als sie den Beteuerungen ihrer Eltern von der Unschuld ihrer Mutter am Tod ihres geliebten kleinen Bruders keine Glauben mehr schenken konnte. Denn jeder – alle waren davon überzeugt, dass ihre Mutter wissentlich und willentlich den kleinen William vergiftet hatte.
Ihre zum Tode verurteilte Mutter folglich nicht mehr im Gefängnis zu besuchen, die Vergangenheit zu verdrängen, zu verleugnen und nach dem plötzlichen Tod ihres Vaters ein völlig neues Leben zu beginnen, war doch schließlich Sophies gutes Recht.
Oder nicht?
Grace hingegen konnte und wollte ihre Tochter nicht vergessen. Erst recht nicht jetzt, denn unter dem neuen Gouverneur hatte man auch das letzte Ansuchen auf Begnadigung abgelehnt und bereits einen Termin für ihre Hinrichtung festgelegt. Dabei gäbe es noch so viel, das Grace ihrer Tochter sagen hätte wollen, so viel, das sie über ihre Tochter wissen hätte wollen, so viel, was zwischen ihnen beiden unausgesprochen geblieben war. Also beginnt sie, alles, was sie ihrer Tochter noch zu sagen gehabt hätte, in einem Tagebuch aufzuschreiben.

Es ist eine berührende Geschichte, die einen nicht so schnell loslässt, denn die Todesstrafe ist leider auch heute in vielen Ländern noch traurige Realität. Noch immer werden Menschen getötet, die – aus unterschiedlichsten Gründen – im Gefängnis sitzen; Ein Irrtum, eine ungerechtfertigte Verurteilung kann dabei natürlich nie ausgeschlossen werden.
Wie bereits eingangs erwähnt, wurde die Todesstrafe in Österreich 1968, also vor 50 Jahren abgeschafft, was – wenn ich bedenke, dass auch meine Eltern beispielsweise noch kaum älter sind als 50 Jahre – ein unvorstellbar kurzer Zeitraum ist.

Weltweit sind es laut Amnesty International (http://todesstrafe.amnesty.at/zahlen_fakten.php) derzeit noch 56 Staaten, die nach wie vor Hinrichtungen vollziehen. Im Bezug auf die Menschenrechte bleibt somit noch so einiges zu tun und als umso wichtiger empfinde ich es auch, immer wieder auf diese unmenschliche Bestrafungsmethode aufmerksam zu machen.
Denn keinem Menschen soll es erlaubt sein, über Leben oder Tod eines anderen Menschen zu richten – unter welchen Umständen auch immer.

Du in meinem Herzen ist ein emotionsgeladener Roman, der eine traurigeweise nach wie vor noch sehr aktuelle Thematik behandelt. Die Kapitel erzählen abwechselnd aus den Perspektiven der Tochter und deren verurteilter Mutter, ergänzt durch Tagebucheinträge, welche Grace an ihre Tochter richtet.
Selten nimmt mich die Spannung eines Buches so mit, wie dies hier der Fall war.
Emotional aufrüttelnd, traurig und spannend zugleich. In jeder Hinsicht lesenswert!

Absolute Empfehlung!

Von: Daniela Vödisch Datum: 17.05.2018

https://danis-buecherregal.jimdofree.com/

Ich bin so froh, dass ich mir den Klappentext des Romanes um Grace und Sophie durchgelesen habe, denn er hat mich dazu bewogen, dieses Buch lesen zu wollen. Er hat mir eine dramatische Geschichte über eine komplizierte Mutter-Tochter-Beziehung versprochen und genau das habe ich auch bekommen. Mehr als einmal habe ich bei der Lektüre geweint, denn dieses Buch ist etwas ganz besonderes.

Die Geschichte wird durch zwei Perspektiven auf zwei verschiedenen Zeitebenen erzählt. Ich habe zum einen Grace begleitet, die im Todestrakt eines Gefängnisses auf ihre Hinrichtung wartet. Sie soll etwas schlimmes getan haben, doch Grace beteuert, nichts mit dem Ereignis zu tun zu haben. Nur noch der Gouverneur kann sie noch vor der Todesspritze bewahren. Als zweites habe ich Sophie, Graces Tochter, in Echtzeit begleitet, außerdem gibt es kleine Rückblicke in deren Kindheit. Ich mag diese Erzählform immer sehr, denn als Leser bekommt man so einen ausführlichen Blick auf die Ereignisse und kann die Handlungen der Protagonisten und ihre Gedanken gut nachvollziehen.

Was mir am Erzählstil noch gefallen hat, ist, dass die Autorin nicht verrät, ob sie pro oder contra Todesstrafe ist. Manchmal manipulieren Autoren ihre Leser durch gewisse Ereignisse und Handlungen der Figuren, das war aber hier nicht der Fall. Dadurch konnte ich mir ganz in Ruhe meine eigene Meinung bilden.
Auch der Schreibstil von Angela Pisel ist großartig, denn sie schreibt dramatisch und gefühlvoll ohne dabei kitschig zu sein. Damit hat sie mich komplett packen und mitreißen können.

Ich wünsche mir, dass dieses Buch mehr Aufmerksamkeit bekommt, denn die Geschichte ist einmalig. Das Ende hat mich sehr überrascht, obwohl man sich das eigentlich hätte denken können. Aber mehr möchte ich hier nicht verraten.

Fazit:
Eine absolute Empfehlung für jeden Leser, der dramatische Geschichten mag.

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