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Ein Jahr voller Wunder Roman

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Taschenbuch, Broschur ISBN: 978-3-442-74556-2

Erschienen:  14.04.2015
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Der internationale Bestsellererfolg

Julia sitzt mit ihren Eltern Joel und Helen gerade am Frühstückstisch, als die Neuigkeit über sie hereinbricht: Die Erde dreht sich plötzlich langsamer. Tage und Nächte werden länger. Jegliche Orientierung geht verloren. Auf einmal ist alles anders. Denn auf einmal könnte jede Entscheidung die letzte sein. Als Julias Vater mit dem Gedanken spielt, seine Frau für Julias Klavierlehrerin zu verlassen, die sich nicht von der allgemeinen Panik anstecken lässt. Und Julias Mutter gegen ihre Depressionen ankämpft. Und als Julia sich zum ersten Mal verliebt ...

Karen Thompson Walker (Autorin)

Karen Thompson Walker, Anfang dreißig, geboren und aufgewachsen in San Diego, Kalifornien, hat an der UCLA und an der Columbia University studiert. Sie schrieb "Ein Jahr voller Wunder" in den Morgenstunden, bevor sie ihrer Arbeit als Lektorin in einem Verlag nachging. Der Roman erregte großes Aufsehen, wurde zum New-York-Times-Bestseller und erscheint in 26 Ländern. Karen Thompson Walker lebt mit ihrem Ehemann in Brooklyn, New York.

Aus dem Amerikanischen von Astrid Finke
Originaltitel: The Age of Miracles
Originalverlag: RH New York

Taschenbuch, Broschur, 320 Seiten, 11,8 x 18,7 cm

ISBN: 978-3-442-74556-2

€ 9,99 [D] | € 10,30 [A] | CHF 14,50* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: btb

Erschienen:  14.04.2015

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Nicht Fisch - nicht Fleisch

Von: Diamondgirl  aus Stolberg Datum: 06.03.2018

Während die 11jährige Julia mit ihren Eltern und ihrer besten Freundin am Frühstückstisch sitzt, macht in den Medien eine Horrornachricht die Runde: die Verlangsamung der Erdrotation.

Niemand weiß so recht, was dadurch für Probleme entstehen werden und auch die Wissenschaftler sind eindeutig überfordert. Julias Mutter reagiert voller Panik (bestückt Taschenlampen mit neuen Batterien, kontrolliert Lebensmittelvorräte und trinkt eindeutig zu viel Whiskey), ihr Vater hingegen sehr kontrolliert. Er geht ganz normal, sogar länger als zuvor, arbeiten (er arbeitet als Gynäkologe in einer Klinik) und beginnt zu allem Überfluss noch eine Affäre mit Sylvia, der Klavierlehrerin Julias, während Julias Mutter immer mehr unter Depressionen zu leiden hat. Julia erlebt ihre erste Verliebtheit und eine große Enttäuschung mit ihrer bisher besten Freundin - mehr möchte ich ungern von den zwischenmenschlichen Beziehungen in diesem Buch verraten.

Mit jedem Tag werden die Tage und Nächte länger. Mit jeder weiteren Verlangsamung entstehen größere Probleme - nicht nur für die Menschen, sondern hauptsächlich für Pflanzen und Tiere. Ein Handlungsstrang, den ich fast etwas anzweifeln möchte, denn die Natur hat sich bisher allen Umweltänderungen recht gut anpassen können - gut, in diesem Fall geht die Änderung ausgesprochen zügig vonstatten und entspricht einem normalen Evolutionsgeschehen. Jedenfalls fand ich schon fast blauäugig, dass ausgerechnet die Menschheit die besten Anpassungsvoraussetzungen haben soll.

Irgendwie bin ich insgesamt mit diesem Buch nicht so recht warm geworden. Dabei ist es recht flüssig und auch nicht besonders anspruchsvoll geschrieben. Ich werde mir einfach nicht klar darüber, ob es nun ein Jugendbuch ist oder eher nicht. Das Buch wird aus Sicht Julias geschildert, allerdings in einem Alter von Mitte 20, als die Tage und Nächte bereits wochenlang sind. Nur entspricht der Erzählstil eher einem pubertierenden Mädchen als einer Medizin-Studentin von Mitte 20. Das passt m. E. nicht zusammen.

Die Schilderungen der veränderten Umwelt - die mich besonders interessiert hätten - werden in diesem Buch zu Randphänomenen der eigentlichen Handlung. Die Änderungen, die in diesem Buch im Vordergrund stehen, sind eindeutig die zwischenmenschlichen. Dabei habe ich jedoch keine einzige gefunden, die es im richtigen Leben mit bekannter Erdrotation nicht auch geben würde. Auch heute gehen Väter fremd und verlassen ihre kranken Frauen oder überlegen es sich auch wieder anders, auch heute werden einst beste Freundinnen zu Fremden und nahezu immer ist die erste Verliebtheit eine kleine Katastrophe oder ein kleines Erdbeben. Auch heute gibt es Jugendliche, die nie im Mittelpunkt stehen sondern immer am Rande jeder Gemeinschaft. In diesem Sinne bietet dieses Buch wenig Neues zu anderen Wir-werden-erwachsen-Romanen.

Insgesamt hat mich das Buch enttäuscht - sowohl von der Schreibweise als auch vom Inhalt her. Nichts desto weniger war es recht unterhaltsam und zügig zu lesen.

Endzeitroman, der erschreckend realistisch ist - spannend bis zum Schluss. Ein Roman, der im Gedächtnis bleibt

Von: schnäppchenjägerin Datum: 10.09.2016

erdbeersekt-testet.blogspot.de/

Es passierte ganz langsam, so dass es die Menschheit zunächst nicht bemerkte: Die Erde dreht sich langsamer. Unbemerkt wurden die Tage wenige Minuten länger, dehnten sich aber schon bald unaufhörlich auf mehrere Stunden aus. Die katastrophalen Auswirkungen auf Flora und Fauna sowie den Menschen sind bereits bei einer Überlänge von nur wenigen Stunden spürbar.
Durch die Verlangsamung der Erde verstärkt sich die Schwerkraft: Vögel fallen vom Himmel und Menschen entwickeln die Schwerkraftkrankheit, die sich in ihrer harmlosesten Form als Schwindel äußert.

Die Welt teilt sich in zwei Gruppen: Menschen, die sich anpassen und nach der (24-Stunden-)Uhrenzeit weiterleben, so dass mittags tiefste Dunkelheit herrschen kann und nachts das Schlafen bei Helligkeit schwerfällt. Daneben gibt es die Echtzeitmenschen, die in der Minderheit sind und versuchen, nach den Tageszeiten zu leben, was aber aufgrund der Länge der Tages- und Nachtabschnitte unmöglich werden wird.

Tage und Nächte dehnen sind aus, so dass extreme Wetterverhältnisse herrschen. Die Sonne wird so bedrohlich stark, dass Pflanzen nicht mehr unter natürlichem Sonnenlicht wachsen können.
Die Menschen beginnen Lebensmittel zu horten und geben die Hoffnung nicht auf, dass die Verlangsamung eines Tages nachlassen wird. Wissenschaftler, die die Ursache des Phänomens nicht erklären können, forschen nach Alternativen bis hin zu einem Leben außerhalb der Erde.

Die Dystopie wird aus der Perspektive der 11-jährigen Julia geschildert, die den Beginn der Katastrophe im Jahr 2021 miterlebt. Ihr Vater Joel ist Arzt und kann mit der Umstellung des Biorhythmus aufgrund seiner Schichtarbeit im Krankenhaus noch am besten umgehen, während die Mutter Helen sowohl psychisch als auch physisch enorm unter den Auswirkungen der Verlangsamung leidet. Julia verliert nach und nach ihre Freunde, die mit ihren Familien in andere Landesteile oder alternative Kolonien fliehen. In der Schule fühlt sie sich allein und ausgeschlossen, bis endlich ihr heimlicher Schwarm Seth Interesse an ihr zeigt.

"Ein Jahr voller Wunder" ist ein Titel, der stutzig macht, verbindet man doch mit einem Wunder in der Regel etwas Positives. In diesem Roman ist das Wunder eine Katastrophe, die nicht zu erklären ist und für die es aus diesem Grund auch keine Lösung zu geben scheint. Besonders eindringlich ist dabei, dass es sich nicht um eine völlig absurde Vorstellung handelt, sondern dass das Szenario durchaus schlüssig und realistisch ist.

"Ein Jahr voller Wunder" ist ein Endzeitroman, den ich voller Spannung verschlungen habe, um zu erfahren, wie das Leben weitergeht, wenn sich die Erde so langsam dreht, dass sich einzelne Tage über Wochen erstrecken.
Auch wenn dem Leser am Ende keine Ursache für diese Entwicklung präsentiert wird, enttäuschte mich das Ende keinesfalls. Im Gegenteil - gerade das (halb-)offene Ende macht die Geschichte so brutal realistisch.

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