Ein Schlag ins Gesicht

Roman

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Taschenbuch
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»Dobler schreibt Kriminalromane wie kein zweiter in Deutschland.« Marcus Müntefering, Spiegel Online

Robert Fallner ist ziemlich am Ende. Seinen Job als Kriminalhauptkommissar ist er endgültig los. Seine Frau wohl auch. Zeit für einen Neuanfang, den ihm ausgerechnet sein Bruder, selbst Ex-Bulle und Privatermittler, ermöglicht. Er drängt ihm einen speziellen Fall in seiner Sicherheitsfirma auf: den Stalker einer bekannten Schauspielerin zu stellen, von dem keiner glaubt, dass es ihn gibt.

Enthält Bonusmaterial: Eine Short Story mit dem Ermittler Robert Fallner!

»Das große Abenteuer in diesem Buch ist Doblers Sprache. Hart und auf den Punkt, Fallner schont niemanden, auch sich selbst nicht.«

Peter Körte, Frankfurter Allgemeine Zeitung

Originaltitel: Ein Schlag ins Gesicht
Originalverlag: Tropen
Taschenbuch, Broschur, 384 Seiten, 11,8 x 18,7 cm
ISBN: 978-3-453-67723-4
Erschienen am  14. Mai 2018
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Milieukrimi mit hervórragendem erzählstil

Von: worldwidewave.de

14.07.2019

in Schlag ins Gesicht ist der zweite Band zu Robert Fallner, in diesem Buch erstmals als abgehalfterter Ex-Bulle. Denn Fallner hat nach einem tödlichen Schuss auf einen jugendlichen Verbrecher nach 20 Jahren den Dienst quittiert und in der Security-Firma seines Bruders angeheuert. Sein erster Auftrag: Einen Stalker dingfest machen, denn das ehemalige Schmuddelfilm-Sternchen Simone Thomas wird verfolgt. Die alternde Diva wurde mit dem Film “Die Satansmädels von Titting” berühmt, der schon beim jugendlichen Fallner für feuchte Träume sorgte. Fallner ermittelt, er schlägt sich mit Sohn, Manager, Schwiegertochter und nicht zuletzt den Launen der Diva herum und stößt auf drei mögliche Väter des vaterlos aufgewachsenen und missratenen Söhnchens. Und wird immer wieder von der Vergangenheit eingeholt, seiner eigenen und der der Diva. Denn die erzählt nebenher ihre Lebensgeschichte, die als Erzählstrang in eigenen Kapiteln zwischen die Haupthandlung geschoben wird. Ein prima Kunstgriff des Autors den so erfährt der Leser nach und nach, woher die aktuellen Stalking-Probleme kommen. Aber bei diesem Krimi ist die Handlung eher zweitrangig und der Fall mitsamt Lösung eher mittel spannend. Was das Buch so außergewöhnlich macht, sind der Erzählstil Doblers, die Sprache des Krimis sowie die Konstruktion der Figuren. Der Autor spielt mit Witz und Worten, erfindet kreative und treffende Neuschöpfungen, wo es keine passenden Worte gibt. Doblers Sprache ist hart und auf den Punkt, sein Sound zynisch, manchmal schon aggressiv und sehr plakativ, was seine Wirkung nicht verfehlt – das muss man mögen. Zahlreiche Exkurse in die Musikwelt der 1960-er und 70-er-Jahre sowie Zitate, Anspielungen und Anleihen aus Büchern oder Filmen, besonders zur Geschichte des deutschen Softpornofilms, erzeugen ein ganz eigenes Gewebe und persiflieren gleichzeitig die schwarzen Serien der hardboiled-Krimis aus Groschenromanen jener Zeit. Auch die Figuren erinnern sehr an den Stil von Irvine Welsh und die Trainspotting-Trilogie: Skurrile Typen, die teilweise krasse und absurde Dialoge führen. Figuren, die in Bahnhofscafés oder ranzigen Kaschemmen wie “Bertls Eck” verkehren. Notorische Loser, Hasardeure und andere Glücksritter, die versuchen ein bisschen Glück in ihrem Leben zu erzwingen. Alles etwas überzeichnet, aber schön schrullig, was auch für die Hauptfigur Fallner gilt: Von der Freundin betrogen und verlassen, dann Sex mit der Ex und der verzweifelte Kampf um Zuneigung. Fallner ist verschroben, depressiv, heruntergekommen, aber knallhart und klar, wenn es darauf ankommt. Eine lesenswerte Milieustudie, ein wilder Parforce-Ritt durch das etwas andere München mit dem Schmuddel-Image, welches die Schickeria in ihrer vermeintlich heilen Glitzerwelt so gern verdrängt.

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Vita

Franz Dobler, 1959 in Schongau geboren, lebt in Augsburg. Neben Romanen und Gedichtbänden, für die er unter anderem mit dem Bayerischen Literaturförderpreis ausgezeichnet wurde, veröffentlichte er auch Erzählungen und Musikbücher. Er hat Kompilationen herausgegeben und ist Discjockey.

Zur AUTORENSEITE

Pressestimmen

»Ein wuchtiger Hieb von einem Roman.«

Knut Cordsen, Bayerischer Rundfunk

»Fassbinder grüßt Cash.«

Franziska Hauser, Der Freitag

»Großartig schrauben sich die Dialoge über die Seiten.«

Sylvia Staude, Frankfurter Rundschau

»Doblers Dialoge sind Geschenk, seine Schilderungen Gedicht.«

Tiroler Tageszeitung

»Dobler ist ein exzellenter Beobachter. Die Stimmung seiner Figuren, ihre Ängste, ihre Wünsche schildert er schonungslos, gibt immer mehr von ihnen preis.«

Miriam Zißler, Augsburger Allgemeine (15. Oktober 2016)

»Ein großes, verschrobenes und finsteres Stück Literatur.«

Martin Becker, Deutschlandradio Kultur

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