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Ein ganzes Leben Roman

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Taschenbuch, Klappenbroschur ISBN: 978-3-442-48291-7

Erschienen: 18.01.2016
Dieser Titel ist lieferbar.

Bestseller Platz 4
Spiegel Taschenbuch Belletristik

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Als Andreas Egger in das Tal kommt, in dem er sein Leben verbringen wird, ist er vier Jahre alt, ungefähr – so genau weiß das keiner. Er wächst zu einem gestandenen Hilfsknecht heran und schließt sich als junger Mann einem Arbeitstrupp an, der eine der ersten Bergbahnen baut und mit der Elektrizität auch das Licht und den Lärm in das Tal bringt. Dann kommt der Tag, an dem Egger zum ersten Mal vor Marie steht, der Liebe seines Lebens, die er jedoch wieder verlieren wird. Erst viele Jahre später, als Egger seinen letzten Weg antritt, ist sie noch einmal bei ihm. Und er, über den die Zeit längst hinweggegangen ist, blickt mit Staunen auf die Jahre, die hinter ihm liegen.

Robert Seethaler (Autor)

Robert Seethaler, 1966 in Wien geboren, wurde 2007 für seinen Roman "Die Biene und der Kurt" mit dem Debütpreis des Buddenbrookhauses ausgezeichnet. Er erhielt zahlreiche Stipendien, darunter das "Alfred-Döblin Stipendium" der Akademie der Künste. Der Film nach seinem Drehbuch "Die zweite Frau" wurde mehrfach ausgezeichnet und lief auf verschiedenen internationalen Filmfestivals. 2008 erschien sein zweiter Roman "Die weiteren Aussichten". "Jetzt wirds ernst" wurde 2010 veröffentlicht, darauf folgte 2012 "Der Trafikant". Das 2014 erschienene "Ein ganzes Leben" wurde nicht nur euphorisch von der Presse gefeiert, sondern auch zu einem Bestseller. Robert Seethaler lebt und schreibt in Wien und Berlin.

Originaltitel: Ein ganzes Leben
Originalverlag: Carl Hanser Verlag

Taschenbuch, Klappenbroschur, 192 Seiten, 12,5 x 18,7 cm

ISBN: 978-3-442-48291-7

€ 9,99 [D] | € 10,30 [A] | CHF 13,90* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Goldmann

Erschienen: 18.01.2016

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Unaufgeregt anders und berührend - Fazit: lesen!

Von: Perlenhuhn Datum: 05.06.2016

perlenhuhn.blogspot.de/

Mir fällt es gar nicht leicht, über dieses Buch zu schreiben, weil es so anders ist als das, was ich sonst gern lese. Es hat mich in seiner unaufgeregten, ja fast sachlich geschilderten Erzählform sehr beeindruckt und es war mit seinen 192 Seiten in 3-4 Happen aufgelesen. Der Hauptdarsteller beeindruckt durch seine Demut. Eine schwere Kindheit ohne Zuneigung, dafür umso mehr körperliche Misshandlung, harte körperliche Arbeit, Krieg, langjährige Gefangenschaft, der frühe Verlust seiner Frau, niemals das, was wir Wohlstand oder Luxus nennen, nimmt er scheinbar klaglos hin und hadert nicht mit seinem Schicksal. Was braucht´s zum Glücklichsein? Fazit: Lesen!

Ganz wunderbar - und wichtig

Von: Anette Becker Datum: 22.04.2016

https://nettebuecherkiste.wordpress.com/

Österreich im frühen 20. Jahrhundert. Andreas Egger kommt als Vierjähriger in das Tal, in dem er fast sein ganzes Leben verbringen wird. Es ist kein großes Leben, er erreicht nicht viel, außer dem, was wohl wirklich wichtig ist: zu überleben und ein zufriedenes Leben zu führen.

Ich liebe Bücher, die den “kleinen Mann” ins Zentrum des Geschehens rücken. Wie viele Helden gibt es denn wirklich da draußen? Muss jeder große Taten vollbringen, eine großartige Karriere hinlegen? Sind nur solche, denen dies gelingt, wert, dass man Bücher über sie schreibt? Für mich nicht, denn mich hat von jeher das Leben “normaler” Menschen mehr interessiert.

Andreas Egger ist ein solcher Mensch, das Schicksal hält einiges für ihn bereit, an dem ein anderer, ambitionierterer Mann womöglich verzweifelt wäre, doch nicht Andreas Egger. Er sieht an allem die positive Seite, gibt sich mit dem zufrieden, was ihm beschieden wird. Das heißt nicht, dass er keine Ideen hat oder Möglichkeiten erkennt, keine Ziele hat, im Gegenteil, das, was er gerne erreichen möchte, verfolgt er auch. Aber es sind kleine, realistische Ziele, und wenn etwas dazwischen kommt, macht er das beste daraus.

Robert Seethalers wunderbarer Roman kann gar nicht genug Leser finden in einer Gesellschaft, in der jeder eine tolle Karriere wollen muss, in der nur eine stetige Leistungssteigerung und Veränderungswillen zählen, niemand, der etwas auf sich hält, mit einer einfachen Arbeit und dem ganz privaten Streben nach Glück zufrieden sein darf. Zeigt nicht die Anzahl der Burnout- und Depressionskranken, was zu hohe Erwartungen seitens der Gesellschaft und an sich selbst bewirken?

Geschrieben ist das Buch genau mit jener wunderbaren Leichtigkeit, die mich bereits durch den “Trafikanten” fliegen ließ und die die Lektüre zu einem puren Genuss werden lässt. Dabei stößt man auf so fabelhafte Sätze wie den folgenden:

“Die Vergangenheit schien sich in alle Richtungen zu krümmen und in der Erinnerung gerieten die Abläufe durcheinander beziehungsweise formten und gewichteten sich auf eigentümliche Weise immer wieder neu.”

“Ein ganzes Leben” ist eines dieser Bücher, die im Gedächtnis bleiben, die mehr als eine Geschichte sind und uns zeigen, worauf es im Leben wirklich ankommt.

Der Roman, der auf der Longlist des diesjährigen Man Booker Prize International steht, hätte eine Aufnahme in die Shortlist verdient, drücken wir die Daumen!

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