Eine Liebe, in Gedanken

Roman

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Hamburg, 1964. Antonia und Edgar scheinen wie füreinander gemacht. Im Krieg geboren und mit Härte und Verdrängung aufgewachsen, wollen sie die Welt kennenlernen, anders leben und lieben. Edgar ergreift die Chance, für eine Firma ein Büro in Hongkong aufzubauen. Toni soll folgen, sobald er Fuß gefasst hat. Fünfzig Jahre später, nach dem Tod ihrer Mutter, fragt sich Tonis Tochter: Welche Hoffnungen und Träume hatte ihre Mutter als junge Frau? Lebte sie, wie sie es sich gewünscht hat: selbstbestimmt und frei? Und wer war dieser Mann, den sie nie vergessen konnte? Die Tochter will ihm begegnen, ein einziges Mal.

»Einer der besten Liebesromane überhaupt.«

Maren Keller / Literatur SPIEGEL

Originaltitel: Eine Liebe, in Gedanken
Originalverlag: Luchterhand
Taschenbuch, Broschur, 256 Seiten, 11,8 x 18,7 cm
ISBN: 978-3-442-71898-6
Erscheint am 11. November 2019

Leserstimmen

Kristine Bilkau "Eine Liebe, in Gedanken"

Von: Was Silke liest

14.03.2019

Im Hamburg der frühen 60er Jahre lernt Antonia ihre große Liebe Edgar kennen. Nach dem Krieg und in diesen Zeiten des Um- und Aufbruchs träumen die beiden von einer gemeinsamen Zukunft, dem Reisen und einem Leben fernab der Heimat. Als Edgar nach Hongkong versetzt wird, scheint alles perfekt. Doch auch nach einem Jahr der Trennung hat er Toni noch immer nicht nachgeholt. Sie löst die Verlobung, was für beide schmerzliche Folgen hat. Viele Jahre später erinnert sich Antonias Tochter an ihre verstorbene Mutter und deren Erzählungen von Edgar... „Eine Liebe, in Gedanken“ ist eine Art Nachruf einer Tochter auf ihre gerade erst verstorbene Mutter. In kurzen Kapiteln, die zwischen Gegenwart und Vergangenheit wechseln, verarbeitet die Tochter den Tod ihrer Mutter und lässt so die Liebes- und Lebensgeschichte von Toni und Edgar wieder aufleben. Auf ganz zauberhafte Weise hat Kristine Bilkau eine einfühlsame und sehr intensive Liebesgeschichte geschaffen, die ohne den üblichen Kitsch und die dazugehörigen Klischees auskommt. Die gefühlvolle, sehr ruhige Sprache und die durchweg emotionalen Beschreibungen schaffen eine lebendige Atmosphäre und machen die großen Gefühle regelrecht spürbar. Dabei gelingt es der Autorin besonders gut, die damaligen sozialen Verhältnisse und das Frauenbild während der Nachkriegszeit darzustellen. Ein tiefgründiger Roman über die Liebe, verpasste Chancen, Hoffnungen und Träume, der mich nachhaltig berührt hat!

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Ein unglaublich liebevolles Buch

Von: Ulrike Rosina

31.01.2019

Hamburg, 1964. Für Antonia und Edgar ist es Liebe auf den ersten Blick. Sie wollen gemeinsam in die Zukunft gehen. Doch die entwickelt sich für das Paar anders als erwartet. Fünfzig Jahre später löst Antonias Tochter den Nachlass ihrer Mutter auf und stellt fest, wie wenig sie über diese Frau wusste. Es gibt Bücher, die eigentlich traurig sind, zum Beispiel weil zwei Liebende ihr Leben nicht miteinander verbringen können. Und es gibt solche, die Mut machen, gerade weil zwei Menschen ihre Liebe nicht leben können. Zu letzteren gehört für mich Eine Liebe, in Gedanken. Ohne jeden Kitsch erzählt Kristina Bilkau die Geschichte von Antonia und Edgar. Lässt uns teilhaben an dem Bangen und Hoffen. Und an der liebevollen Aufarbeitung der Vergangenheit durch Antonias Tochter. Mich beeindrucken die Geschichten junger Frauen aus den Fünfzigern oder Sechzigern des letzten Jahrhunderts. Frauen, die stark sein mussten, weil ihnen noch unzählige Hindernisse in den Weg gelegt wurden. Sich diesen zu stellen und ihren eigenen Weg zu gehen, war mutig und nicht sehr angesehen, entsprachen sie damit doch nicht dem gängigen Familienmodell der damaligen Zeit. Eine Liebe, in Gedanken von Kristina Bilkau ist ein wunderschönes Buch, das ich allen ans Herz lege, die sich für die Nachkriegszeit und der Rolle der Frau darin interessieren.

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Vita

Kristine Bilkau, 1974 geboren, studierte Geschichte und Amerikanistik in Hamburg und New Orleans. Ihr erster Roman „Die Glücklichen“ fand ein begeistertes Medienecho, wurde mit dem Franz-Tumler-Preis, dem Klaus-Michael-Kühne-Preis und dem Hamburger Förderpreis für Literatur ausgezeichnet und in mehrere Sprachen übersetzt. Sie lebt mit ihrer Familie in Hamburg.

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Pressestimmen

»Ein wunderbarer Roman - unkitschig, warmherzig und vor allem eine Anregung dazu, mit den eigenen Eltern mal wieder ins Gespräch zu kommen.«

Natascha Geier / NDR Fernsehen

»Ein kluges, ein zauberhaftes Buch.«

Katja Weise / NDR Kultur

»Ein glänzendes, bewegendes Buch, das ohne laute Töne auskommt.«

Rainer Moritz / MDR Kultur

»Kristine Bilkaus zweiter Roman besticht wie ihr Debüt durch einen federnden, unaufdringlichen Sprachstil, durch literarische Intelligenz und durch außerordentliches Taktgefühl gegenüber ihren Figuren.«

Ursula März / Deutschlandfunk Kultur

»Vielleicht wird dieser Roman mal in einem Literaturkanon auftauchen als Beispiel für die literarische Reflexion über den Zustand der Generation junger Eltern in diesem Jahrzehnt.«

Frank Statzner, hr-iNFO, über "Die Glücklichen"

»Und schließlich die Sprache Bilkaus: reportagehaft mit vielen beschreibenden Details, aber auch sehr fein ziselierten Stimmungen, die Bedeutung tragen. Sehr gekonnt und anziehend!«

Frank Statzner / hr-iNFO

»Der Roman ist eine Feier der gedanklichen Emanzipation von den Zumutungen des erlebten Lebens.«

Carsten Otte / SWR 2

»Sie ist eine Erzählerin, die mit jedem Satz etwas Interessantes zu sagen hat.«

Eberhard Falcke, SWR2

»Ein starker erster Auftritt einer bemerkenswerten Autorin.«

Andreas Wirthensohn, Wiener Zeitung, über "Die Glücklichen"

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