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Einsam, na und? Von der Entdeckung eines Lebensgefühls

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Taschenbuch, Broschur ISBN: 978-3-442-71535-0

Erschienen:  09.05.2017
Dieser Titel ist lieferbar.

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Seien Sie doch mal einsam!

Einsam zu sein: gibt es das heutzutage überhaupt noch, wo sich doch jeder mit jedem in Windeseile verknüpfen und hemmungslos Informationen, Gefühlszustände, Ärgernisse und Lustigkeiten austauschen kann? Natürlich gibt es die Einsamkeit noch, und manch einen mag das Gefühl beschleichen, dass sie in Zeiten allgegenwärtiger Vernetzung eher größer als kleiner geworden ist. Aber ist das immer wirklich so schlimm? Wenn man sich ein wenig einsam fühlt? Bietet sie nicht manchmal sogar eine bitter notwendige Atempause? Max Dorner lädt uns ein auf eine ehrliche, amüsante und gleichzeitig schonungslose Expedition zu den schillernden Variationen der Einsamkeit in unserem Alltag. Und unternimmt die Ehrenrettung eines maßlos unterschätzten Lebensgefühls.

Maximilian Dorner (Autor)

Maximilian Dorner, geboren 1973 in München, studierte Dramaturgie an der Bayerischen Theaterakademie und ist seitdem als Autor, Regisseur und Literaturlektor tätig. 2006 wurde bei ihm eine unheilbare Nervenkrankheit diagnostiziert. Diese Erfahrung beschrieb er in dem sehr erfolgreichen Buch „Mein Dämon ist ein Stubenhocker“. Maximilian Dorner lebt in München.

www.maxdorner.de

Taschenbuch, Broschur, 240 Seiten, 11,8 x 18,7 cm, 1 s/w Abbildung

ISBN: 978-3-442-71535-0

€ 10,00 [D] | € 10,30 [A] | CHF 13,90* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: btb

Erschienen:  09.05.2017

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"Die schönste Schwester der Einsamkeit ist die Freiheit. Diese seltsame Mischung aus Ungebunden- und Verlorensein..."

Von: 100.Geschichten Datum: 05.01.2018

www.100geschichten.blog

Von der Entdeckung eines Lebensgefühls

24 Kapitel Einsamkeit. Aus verschiedensten Blickwinkeln betrachtet, gelingt es dem Autor dem Tabuthema Einsamkeit positive wie negative Eigenschaften abzuringen.

Es ist eine Mischung aus Sachbuch und persönlichen Eindrücken und Erlebnisse des Autors Maximilian Dorner. Er erzählt vom Unterschied Allein sein und Einsam sein. Ständige digitale Vernetzung und ihre Vereinsamung. Die verschiedenen Facetten und Phasen in Beruf und Privatleben sowie begleitende Gefühle und ihr Umgang damit.

Es ist ein Buch, welches den Leser das Gefühl gibt, verstanden zu werden aber auch andere Sichtweisen der Einsamkeit nennt, die negative Gefühle in positive verwandeln kann. Tatsächlich ist es eine Ehrenrettung des negativ besetzten Erlebens und es macht sogar Lust auf autarke Auszeiten und stillen Rückzug.

Zitate:

Die Sehnsucht ist das schönste Gefühl, das in der Einsamkeit gedeiht.

Nähe allein bedeutet noch nicht, dass eine Verbindung besteht.

In der Vorstellung der  meisten ist das Unglück alt, arm oder gebrechlich.

Besser alleine als schlecht liiert.

Lesen heißt einsam sein, ohne einsam zu sein.

Autonomie ist nur durch die Erfahrung von Einsamkeit möglich.

Fazit:

Wieder ein Buch in welchem ich sehr viel markiert habe. Schöne und wahre Sätze und Zitate. Ein Autor der versteht und erklärt, der selbst Erlebtes teilt und den Leser spiegeln lässt. Ein guter Ratgeber für Menschen, die sich - warum auch immer - einsam fühlen!

Lesenswert- etwas zum Nachdenken

Von: Regina Langbein Datum: 23.06.2017

bneue.blogspot.de/

Auf der Covervorderseite lese ich: „Von der Entdeckung eines Lebensgefühls“. Auf der Rückseite: „Die Ehrenrettung eines unterschätzten Lebensgefühls“. Auf den 240 Seiten dazwischen findet sich eine Vielzahl der Facette der Einsamkeit beschrieben.

Vorab: Es handelt sich nicht um ein Ratgeberbuch mit mehr oder weniger guten Ratschlägen, wie man sie loswird, die Einsamkeit. Die Frage ist viel eher, ob „meine“ Einsamkeit negativ besetzt ist, weil mit einem Mangel verbunden, oder ob ich damit positive Aspekte in Zusammenhang bringe, weil ich meine Gedanken ordne und Kreativität entwickeln kann.

Ist nicht jeder mal alleine und fühlt sich mal einsam? Das heißt aber noch lange nicht, dass da ein Zusammenhang besteht. Allein und einsam bezeichnen ganz unterschiedliche Dinge: Alleinsein ist ein Zustand (ich sitze hier und schreibe alleine diese Zeilen ohne mich dabei einsam zu fühlen). Einsam wär ich hingegen, wenn mir ein Gefühl mein innerstes Befinden deutlich macht.

Für den Autor, Maximilian Dorner, der durch eine Nervenkrankheit auf einen Rollstuhl angewiesen ist, ist Einsamkeit ein Gefühl, welches zum Leben vieler Menschen gehört. Durch das Schreiben dieses Buches hat sich in seinem Leben viel geändert. Die Frage: Wie einsam bin ich eigentlich? erschreckt und tut gleichzeitig gut. Vielleicht sollte sich jeder Mensch einmal damit auseinandersetzen, um die Angst vor „seiner“ Einsamkeit zu überwinden.

In 24 Kapiteln beschreibt der Autor auf ehrliche, mitunter amüsante (und sehr anregende) Art verschiedene Variationen der Einsamkeit in unserem Alltag. Neben seinen eigenen Beobachtungen, seinen eigenen Experimenten, von der Meditationsgruppe bis zur Telefonseelsorge, der eigenen Einsamkeit und der Anderen, erwähnt er Obdachlose und Selbstmörder, Veteranen, alleinerziehende Mütter, Außenseiter, und, und, und … beschreibt er die Erscheinungsformen der Einsamkeit. In Trauer und Verzweiflung, in Wut, Angst und Scham, in Langeweile, Selbstmitleid und fehlendem Selbstbewusstsein, in Räumen, im eigenen Bett, im Krankenhaus, im Auto, aber auch bei der Arbeit, in der Freizeit, beim Essen und Kaufen, im Internet, im Sex, in der Liebe und bei „Gottnahen“.

Ich habe die Lektüre auf meine Art „genossen“, da ich mich selbst schon intensiv mit dieser Thematik beschäftigt habe. Obwohl ich zur Einsamkeit in Krankenhäusern eine andere Meinung habe. Und sicher wird sich mancher Leser auch fragen: Gibt es heutzutage „diese Einsamkeit“ überhaupt noch? Kann sich doch in Windeseile jeder mit jedem im Internet vernetzen, um hemmungslos den „größten Müll“ zu verbreiten. Ich meine, dass durch die Möglichkeiten der allgegenwärtigen Vernetzung in dieser digitalen Epoche die Menschen sich nicht näher kommen, sondern die Einsamkeit größer wird. Man kann geteilter Meinung darüber sein, aber wie schon meine Oma sagte: Es hat alles seine zwei Seiten.
In diesem Sinne muss ich sagen, dass mir das Buch gut gefallen hat, mir wieder Anstöße zum Nachdenken bescherte, aber jetzt ist es auch wieder gut zum Thema Einsamkeit!
Am ENDE – Nachtrag: der letzte Satz gefällt mir ausgesprochen gut: „… Damit nun aber seine Mozart liebende Katze nicht den ganzen Tag alleine ist, hat er sich eine zweite angeschafft.“



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