Eisenkinder

Die stille Wut der Wendegeneration

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Taschenbuch
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Ein bisher ungeschriebenes Kapitel der Nachwendezeit.

Im Herbst 2011 wurde bekannt, dass drei rechtsradikale Terroristen zwischen 2000 und 2007 zehn Menschen ermordeten. Uwe Böhnhardt, Uwe Mundlos und Beate Zschäpe kamen aus Jena, sind etwa genauso alt wie Sabine Rennefanz, die in Eisenhüttenstadt ihr Abitur machte. Sie kommen aus gleichen Milieus und aus einer Generation: Sabine Rennefanz und die Mörder der Zwickauer Zelle. Ihre Leben könnten unterschiedlicher nicht sein. Und doch stellt sich Sabine Rennefanz die Frage: Ist da nicht etwas, was sie selbst mit Menschen wie Uwe Mundlos verbindet, ob sie es will oder nicht?

»Die bekannten Thesen vom ›Gefühlsstau einer Generation‹ füllt Rennefanz mit Leben und liefert damit einen wichtigen Beitrag zur weiterhin ausstehenden Debatte um rechtsextreme Gewalt in (Ost)Deutschland.«

ZDF, aspekte

Originalverlag: Luchterhand HC
Taschenbuch, Broschur, 272 Seiten, 11,8 x 18,7 cm
ISBN: 978-3-442-74800-6
Erschienen am  14. April 2014
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Sabine Rennefanz: Eisenkinder (Roman)

Von: Zayneb Al-Hashimy aus 21224 Rosengarten

29.03.2018

Nahezu gleichalt und in einem ähnlichen Umfeld aufgewachsen, wie die Zwickauer Terrorzelle, versucht Sabine Rennefanz zu ergründen, was Uwe Mundlos, Uwe Böhnhardt und Beate Zschäpe zu Terroristen machte und wie sie zehn Jahre unbemerkt mordend durch das Land ziehen konnten. Eindringlich beschreibt sie anhand ihrer eigenen Biographie ein Ostdeutschland der neunziger Jahre, dass über Nacht die Richtung wechselte und spürt den Gemeinsamkeiten einer Generation nach, in der die Jugendlichen abdrifteten, während Eltern und Lehrer sich verunsichert auf die Suche nach einem neuen Weltbild begaben. Rennefanz verlässt diesen Krisenherd, zieht zum Studium nach Hamburg, schließt sich Freikirchlichen Fundamentalisten an und schafft erst Jahre später den Ausstieg. „Ich hätte wahrscheinlich auch Islamistin, Scientologin oder vielleicht, unter besonderen Umständen, Neonazi werden können. Es war nur eine Frage, wer mich zuerst ansprach.“ Sie konfrontiert ebenso mit der Tatenlosigkeit der Behörden, wie mit den Klischees über die Wendegeneration und ermutigt durch ihre beeindruckende Offenheit dazu, herrschende Glaubenssätze zu hinterfragen.

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Vita

Sabine Rennefanz, 1974 in Beeskow geboren, arbeitet als Redakteurin für die "Berliner Zeitung" und wurde für ihre Arbeit u.a. mit dem Theodor-Wolff-Preis und dem Deutschen Reporterpreis ausgezeichnet. Ihr erstes Buch, "Eisenkinder", stand mehrere Wochen auf der SPIEGEL-Bestsellerliste.

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Pressestimmen

»Wer die Probleme dieser besonderen Umbruchgeneration begreifen will, sollte Sabine Rennefanz' autobiographischen Text lesen, in dem exemplarisch beschrieben wird, was es heißt, ohne Werte aufzuwachsen, von hilflosen Autoritäten umgeben zu sein und keine klare Perspektive zu haben. (...) Lektürefreude mit Erkenntnisgewinn!«

Christoph Links, Publik-Forum (17. Mai 2013)

»Dieses Buch erklärt, warum die Einheit noch lange nicht vollendet ist.«

Anne Gramm, Kieler Nachrichten (08. April 2013)

»Ein wichtiges Buch, weil es daran erinnert, unter welchen Umständen gebürtige Ostdeutsche, die heute zwischen 30 und 40 sind, zu dem wurden, was sie sind.«

Martin Hatzius, neues deutschland (08. April 2013)

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