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Engel der Erlösung Ein Fall für Alexandra Gode

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Taschenbuch, Broschur ISBN: 978-3-442-48607-6

NEU
Erschienen:  20.11.2017
Dieser Titel ist lieferbar.

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Berlin im Winter. Innerhalb weniger Tage werden fünf Frauen ermordet aufgefunden. Die Frauen wurden brutal misshandelt und schließlich erstickt. Bei allen Opfern finden sich deutliche Spuren von zurückliegender häuslicher Gewalt. Alexandra Gode, genannt Alex, 39-jährige Hauptkommissarin bei der Mordkommission, ermittelt im Umfeld der Toten. Jeder der Ehemänner hat jedoch ein Alibi für den Tatzeitpunkt. Und dann taucht ein sechstes Opfer auf, das nicht ins Muster passt. Alex steht wieder ganz am Anfang. Doch die Zeit drängt, der Mörder hat sein nächstes Opfer längst im Visier ...

»Extrem Spannend«

IN – Leute, Lifestyle, Leben (30.11.2017)

Hilkje Hänel (Autorin)

Hilkje Charlotte Hänel, geboren 1987, hat ihr Psychologiestudium nach nur 14 Tagen abgebrochen und stattdessen begonnen, Texte fürs Theater zu schreiben. Später hat sie englische Literatur und Philosophie in Göttingen, Berlin, Sheffield und Boston studiert. Heute lebt sie wieder in Berlin. »Engel der Erlösung« ist ihr erster Kriminalroman und der Beginn einer Reihe um die junge Berliner Hauptkommissarin Alexandra Gode.

»Extrem Spannend«

IN – Leute, Lifestyle, Leben (30.11.2017)

ORIGINALAUSGABE

Taschenbuch, Broschur, 352 Seiten, 11,8 x 18,7 cm

ISBN: 978-3-442-48607-6

€ 10,00 [D] | € 10,30 [A] | CHF 13,90* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Goldmann

NEU
Erschienen:  20.11.2017

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Sprachlich spannend umgesetzt vor der stimmigen Kulisse des "dunklen, abgewrackten" Berlins

Von: artWORDising Diana Wieser Datum: 09.01.2018

schreiblust-leselust.de

In Berlin werden kurz hintereinander fünf Frauenleichen aufgefunden – geschlagen, misshandelt und erstickt. Ihre Körper weisen auch Verletzungen und Narben älteren Datums auf. Bald steht fest, dass sie über Jahre hinweg Opfer häuslicher Gewalt geworden sind. Die eigenbrötlerische Hauptkommissarin Alexandra Gode wird mit den Fällen betreut. Geraten zunächst die jeweiligen Ehemänner unter Verdacht, wird mit jedem neuen und exakt gleich ausgeführten Tötungsdelikt ersichtlich, dass ein Zusammenhang bestehen muss. Ein Serienmörder? Aber was ist sein Motiv? Alex, sonst für ihre unverblümte und direkte Art bekannt, stößt an ihre Grenzen. Der Fall reißt Wunden aus ihrer Kindheit auf. Ihr neuer Partner Markus Lepke macht die Ermittlungsarbeit ebenfalls nicht leichter.

Die Zutaten dieses Thrillers sind nicht neu, zum Beispiel die traumatisierte Hauptkommissarin oder die aufkeimende Romanze zwischen den Ermittlern. Dennoch hat die Autorin ihre Zutaten geschmackvoll angerichtet und mit aktuellen, neuen Toppings versehen. Da sind die Seitenhiebe auf den Polizeiapparat, das umstrittene Vorgehen gegen Demonstranten. Oder die Dreiecksbeziehung um Alexandra, die ebenso genderübergreifend und regenbogenbunt ist, wie es sich für die Hauptstadt gehört.

Überhaupt ist Berlin die Geheimzutat des Plots. Hilkje Hänel hat hier studiert und sich mittlerweile ganz niedergelassen. Sie offenbart uns ein Berlin, dass nicht hip oder „edgy“ ist. Das winterliche Berlin ihres Thrillers ist schmutzig, trostlos, deprimierend. Ratten tummeln sich überall, Berufsalkoholiker gammeln in klebrigen Bars, die Dunkelheit hängt zwischen den Betonmauern fest, schlafwandelnde Gestalten irren wie Zombies umher. Perfekt überträgt die dunkle Großstadtseele Alexandras Innenleben nach außen. Wie ein einsamer Wolf sitzt sie allabendlich in ihrer Stammkneipe, um stumm ein paar Whiskys zu kippen.

Das Thema (sexuelle) Gewalt gegen Frauen hat die Autorin, welche ihr Psychologiestudium nach zwei Wochen abgebrochen hat, mit einigen Denkanstößen versehen. Haben Frauen, die ihre Misshandlung hinnehmen, nicht auch selbst schuld an ihrem Schicksal? Würden sich mehr Frauen zur Wehr setzen, hätte dies eine Verschärfung der Gesetze zur Folge, was Täter abschrecken könnte. Gleichzeitig würde das Thema mehr ins öffentliche Bewusstsein rücken, wäre enttabuisiert. „Opfer ist in Berlin ein Schimpfwort“, heißt es im Plot. Alexandra Gode findet sich im Verlauf der Geschichte auf unterschiedlichen Seiten wieder. Mal ist sie das Opfer, mal ist sie die kämpferische Amazone, mal ertappt sie sich dabei, wie sie selbst resigniert wegblickt, als eine Praktikantin in Bedrängnis gerät.

Sprachlich liest sich der Prolog wie eine Referenz an Hilkje Hänels Tätigkeit als Theaterschreiberin. Die Szene ist mit regieartigen Anweisungen versehen, der Leser wird zum Voyeur des brutalen Geschehens. Auch der Rest der Geschichte ist bildhaft und anschaulich geschrieben. Zu Beginn jedes Kapitels umreißt sie in wenigen Sätzen kurze, verstörende Großstadtszenen, was einen starken dramaturgischen Effekt hinterlässt. Songzeilen aus Liedtexten, Fragmente eines Gedichtes von Rilke – die Autorin schöpft aus vielen textlichen Genre und schafft es in wenigen Worten, starke Emotionen hervorzurufen. Das Ergebnis liest sich rund und sehr spannend. Ein absoluter Pageturner!

Der erste Thriller rund um Alexandra Gode ist als Auftakt für eine Buchreihe angedacht. Mit den ungeklärten Punkten ihrer dunklen Vergangenheit sowie dem offenen Ende ihres Beziehungswirrwarrs, hält die Autorin noch einige Asse im Ärmel, um die Spannung über weitere Buchausgaben konstant zu halten. Der Einstieg ist zumindest mehr als gelungen …

Racheengel

Von: Das Echo vom Alpenrand Datum: 02.01.2018

https://derachentaler.de

Alexandra Gode, Hauptkommissarin der Mordkommission, ist überzeugte Einzelkämpferin. Entsprechend sauer reagiert sie als man ihr einen neuen Kollegen zuteilt, der von Hannover nach Berlin versetzt worden ist. Aber sie wird schnell eines Besseren belehrt, denn entgegen allen Erwartungen haben beide mehr gemeinsam als ihr lieb ist. Und als sie Dank ihrer unkonventionellen Ermittlungsmethode, die sich meist am Rand des Vertretbaren bewegt, ihren ersten gemeinsamen Fall gelöst haben, scheint aus ihnen ein echtes Team geworden zu sein.

Fazit
Ein vielversprechender Start einer neuen Krimireihe, mit einer ungewöhnlichen Ermittlerin im Berliner Milieu.

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