Fahrenheit 451

Roman

(6)
Taschenbuch
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451 Grad Fahrenheit, 232 Grad Celsius: die Temperatur, bei der Bücherpapier Feuer fängt und verbrennt … In der Zukunft ist das Lesen von Büchern streng verboten, und es ist die Aufgabe der Feuerwehr, Bücher aufzustöbern und zu verbrennen. Pflichtgetreu versieht Feuerwehrmann Guy Montag seinen Dienst. Doch als er die junge Clarisse kennenlernt, ändert sich seine Einstellung, und er begeht eine folgenschwere Tat: Er liest ein Buch.


Aus dem Amerikanischen von Fritz Güttinger
Originaltitel: Fahrenheit 451
Originalverlag: Heyne
Taschenbuch, Broschur, 208 Seiten, 11,8 x 18,7 cm
ISBN: 978-3-453-31983-7
Erschienen am  13. August 2018
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Bücherverbrennungen

Von: Grenzenlos

11.04.2019

Fahrenheit 451 wird berechtigt mit George Orwells 1984 verglichen. Auch Bradbury hat ein Zukunftsbild geschaffen, das erschreckend nah an die Realität herangekommen ist. Vieles ist zwar übertrieben dargestellt, aber mit einem sehr, sehr wahren Kern. Die Regierung in Bradburys Roman ist von Grund auf paranoid und will die BürgerInnen so dumm wie möglich halten. Um dies umzusetzen, wurde die Feuerwehr engagiert, nicht um Feuer zu löschen, sondern um Bücher, Bibliotheken, ja ganze Häuser zu verbrennen und sie gehen sehr radikal dabei vor. Der Hauptprotagonist Guy Montag ist überzeugter Feuerwehrmann, bis er ein fragenstellendes Mädchen trifft, ihm ein paar Bücher in die Hände fallen und er selbst anfängt, Fragen zu stellen. Die Figuren bleiben alle sehr flach. Die Darstellung ist sehr oberflächlich und außer bei den Monologen über Bücher konnte ich keine richtige Leidenschaft in der Erschaffung der Story erkennen. Es könnte jedoch auch daran liegen, dass die Welt, in der Montag lebt, grau, einheitlich, oberflächlich ist und es eben nicht viel gibt, was schön ist und wirklich Spaß macht. Mit vielen schönen Metaphern schafft Bradbury ein anschauliches Bild der Gesellschaft in seiner Welt. Diese ist starker Kritik des Autors ausgesetzt. Fernsehen, Musik hören, soziale Interaktionen werden zu den Hauptproblemen des alltäglichen Lebens. Der poetische Schreibstil ist wirklich einzigartig und es war eine große Freude diese schönen Sätze zu lesen. Das Zukunftsbild ist erschreckend und doch nähern wir uns immer mehr diesem an. Wissen ist Macht und wer seine Informationen immer nur von einer Quelle bezieht, der kann leicht manipuliert werden. Wissen ist Macht und wer sich für die einfache, komprimierte Variante von vielem entscheidet, der verpasst vielleicht das Wichtigste. Fazit Für mich ein schönes, interessantes Buch, das sowohl mit einem poetischen Schreibstil als auch mit einer bedrückenden Zukunftsversion punkten kann. Mit den Figuren hatte ich so meine Probleme, diese fügen sich jedoch gut in die Welt und in die beschriebene Gesellschaft. Für mich ein lesenswerter Klassiker, der zum Nachdenken anregt und einem die Wichtigkeit von Büchern und Wissen nochmal verdeutlicht.

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Fahrenheit 451 – Ray Bradbury

Von: Buchfreaks

31.01.2019

Ein Klassiker mit Zeitgeist! „Ein alter Witz kam ihm in den Sinn, und er hätte am liebsten eine aufgespiesste Wurst in das Feuer gehalten, während die Bücher mit dem Flügelschlag weisser Tauben vor dem Haus den Flammentod starben.“ Aus „Fahrenheit 451“ von Ray Bradbury Inhalt: Guy Montag ist Feuerwehrmann. Jedoch löscht die Feuerwehr in Montags Welt keine brennenden Häuser, sondern beschlagnahmt und verbrennt Bücher (welch schreckliche Vorstellung für alle Buchliebhaber ;) ), denn Bücher sind der Ursprung zu allem Unglück. Heimlich lässt er immer wieder vereinzelt Bücher mitgehen und versteckt diese bei sich zu Hause. Doch eines Tages muss Montag mitansehen, wie eine Frau samt ihren Büchern verbrennt. Montag will wissen, was an Büchern so wertvoll ist, dass die Frau sich dafür verbrennen lässt. So holt Montag die Bücher aus ihrem Versteck und beginnt zu lesen. Kritik: Ich hatte bereits im Englisch-Unterricht in der Schule ein paar Kurzgeschichten von Ray Bradbury gelesen. Und was soll ich sagen? Ich liebe Ray Bradburys Schreibstil! Er ist einfach so genial. Das Buch las sich so flüssig, dass man kaum bemerkt hat, wenn wieder einmal 50 Seiten um waren. Auch die Ideen einer zukünftigen Welt, die Ray Bradbury hat und in diesen Roman einfliessen liess, sind einfach nur genial. Eigentlich bin ich nicht so ein Fan der klassischen Literatur, aber dieses Buch ändert alles! Wenn ich es nicht besser gewusst hätte, hätte ich niemals gedacht, dass dieses Buch bereits 1953 erstmals erschienen ist. Es hat so viele Aspekte drin, die unglaublich modern sind. Ich kann nur sagen, dass mich dieses Buch absolut begeistert hat! Die Kurzgeschichten, die ich in der Schule bereits gelesen hatte, waren gut, aber dieses Buch übertrifft nochmals alles! Auch das Cover ist die Wucht. Das Buch, das aufgeschlagen in den Händen liegt und brennt, passt so gut zu dem Inhalt. „Fahrenheit 451“ wird auf jeden Fall einen Ehrenplatz in meinem Bücherregal bekommen. Darum erhält das Buch auch 5 von 5 möglichen Sternen von mir.

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Vita

Ray Bradbury

Ray Bradbury wurde 1920 in Waukegan, Illinois geboren. 1934 zog seine Familie nach Los Angeles, und schon bald entdeckte er seine Leidenschaft für das Schreiben. Mit den Erzählungsbänden "Die Mars-Chroniken" (1950) und "Der illustrierte Mann" (1951), vor allem aber mit "Fahrenheit 451" (1953) wurde er weit über die Grenzen der Science-Fiction hinaus bekannt. In den folgenden Jahren schrieb er neben weiteren Erzählungen zahlreiche Kriminalromane, Essays und Drehbücher. Bradbury gilt heute als einer der bedeutendsten Vertreter der amerikanischen Gegenwartsliteratur. Er starb am 5. Juni 2012 in Los Angeles.

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