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John Rothstein hat in den Sechzigern drei berühmte Romane veröffentlicht, seither aber nichts mehr. Morris Bellamy, ein psychopathischer Verehrer, ermordet den Autor aus Wut über dessen »Verrat«. Seine Beute besteht aus einer großen Menge Geld und einer wahren Fundgrube an Notizbüchern, die auch unveröffentlichte Romane enthalten. Bellamy vergräbt vorerst alles – und wandert dummerweise für ein völlig anderes Verbrechen in den Knast. Jahre später stößt der Junge Peter Saubers auf den »Schatz«. Nach seiner Haftentlassung kommt Bellamy dem ahnungslosen Peter auf die Spur und macht Jagd auf ihn. Kann Bill Hodges, den wir als Detective a. D. aus Mr. Mercedes kennen, den Wahnsinnigen stoppen?


ERSTMALS IM TASCHENBUCH
Aus dem Amerikanischen von Bernhard Kleinschmidt
Originaltitel: Finders Keepers
Originalverlag: Heyne
Taschenbuch, Broschur, ca. 560 Seiten, 12,5 x 18,7 cm
ISBN: 978-3-453-43871-2
Erscheint am 09. September 2019

Leserstimmen

Es gibt Bücher, die prägen ihre Leser maßgeblich ...

Von: Birgit Pirker

15.03.2019

Es gibt Bücher, die prägen ihre Leser maßgeblich. Man ist vernarrt in die Protagonisten, die Geschichte ist immer wieder von Neuem spannend und obwohl man sie schon etliche Male gelesen hat, findet man immer wieder neue Details. Genau so geht es Pete Saubers, nachdem er im Wald einen Koffer mit Notizbüchern von John Rothstein findet und die darin enthaltenen Manuskripte liest. Auch Morris Bellamy, der 30 Jahre zuvor in das Haus des Autors einbricht und diesen ermordet, war ein ebenso großer Narr. Warum dann diese irre Tat? Nicht des Geldes wegen, sondern aus reiner Rache, da der Autor Morris‘ Lieblingscharakter nicht das von ihm gewünschte Ende gegönnt hat. Er war es, der die Notizbücher im Wald vergrub, die viele Jahre später Peter Saubers Leben so maßgebend verändern sollen … Ich verfolge die Hodges-Trilogie wirklich gern. Dass Stephen King klassischen Horror schreiben kann, wissen wir ja schon, aber auch bei Kriminalgeschichten macht er seine Sache wirklich hervorragend. Zudem ist dieses Buch für mich eine Art Liebeserklärung an das geschriebene Wort. Wir alle haben Bücher, aus denen wir Kraft schöpfen und bei denen wir es lieben über weitere Erzählstränge zu sinnieren. Das macht für mich einen großen Teil der Magie von „Finderlohn“ aus. Bill Hodges ist nach den vergangenen Geschehnissen wieder ruhiger geworden und hat einen neuen Lebensmittelpunkt gefunden. Er arbeitet als privater Ermittler bei seiner Firma „Finders Keepers“ wo auch Holly als seine große Unterstützung mit von der Partie ist. Nachdem sie vor einigen Jahren gemeinsam Brady Hartsfield zur Strecke gebracht haben, hat sich ihre platonische Freundschaft gefestigt und auch Holly blüht in ihrem neuen selbstständigen Leben auf. Sie verliert immer mehr ihre Schüchternheit und ist anderen Menschen gegenüber offener und fröhlicher. „Mr. Mercedes“ war ein spannender Kriminalroman mit starken Thriller-Elementen. „Finderlohn“ geht hier einen Schritt zurück und bedient sich nur noch sehr wenigen Krimivorgaben. Es wirkt dadurch beinahe stärker, obwohl die Spannung im ersten Buch deutlich größer war. Dennoch solltet ihr die Geschichte nicht unterschätzen. Es ist ein grandios geschriebenes Buch über Wahnsinn, Abhängigkeit und einer großen Portion jugendlichen Leichtsinns, das fesselt und für ausreichend Tiefgang sorgt. Natürlich setzt Stephen King auch in diesem Buch wieder auf einige kingtypischen Elemente, wie beispielsweise auf den Schriftsteller, der eine große Rolle spielt, aber auch das er sich für das Kennenlernen der Protagonisten und der Geschichte sehr viel Zeit nimmt, aber genau das erwarte ich mir mittlerweile von diesem Autor und macht für mich das „Heimkommen“-Gefühl aus!

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Eine Fortsetzung deren Vorgänger man nicht kennen muss

Von: Das Bücherregal

06.04.2017

Um es direkt vorab zu sagen- Finderlohn ist der Nachfolger von Mr. Mercedes und der Vorgänger des vor kurzem erschienen Mind Control, nichtsdestotrotz kann man das Buch recht problemlos auch ohne den ersten Band lesen. In dem verhältnismäßig unblutigen Roman geht es um Morris Bellamy, der besessen ist von John Rohtsteins Büchern. Da Rohtstein schon seit Jahren nichts mehr geschrieben hat, beschließt Bellamy mit ein paar Kumpanen den Autor aufzusuchen um herauszufinden, ob dieser nicht vielleicht doch noch etwas geschrieben hat und es einfach vor der Welt geheim hält. Denn Jimmy Gold, der Protagonist einer erfolgreichen Reihe Rohtsteins, war mehr als einfach nur Bellamys Idol, bis zum letzten Band der Reihe in dem sich Jimmy Gold von allem abzuwenden scheint, für das er stand. Bellamy sieht das als Ruinierung und Verrat an der Figur, seine Mutter meinte, die Figur wäre schlichtweg erwachsen geworden. Der „Besuch“ Bellamys eskaliert und endet mit drei Toten- den Autor miteingeschlossen. Doch Bellamy hat gefunden, was er suchte: mehrere Dutzend Notizbüchern, die scheinbar eine Fortsetzung der Jimmy Gold Reihe enthalten. Allerdings währt die Freude über den Fund nicht lange, denn die Polizei findet die von Bellamy getöteten Komplizen. Den Mord an Rohtstein verbindet allerdings niemand mit ihm und da er noch genug Zeit hatte, die Notizbücher und Geld aus Rohtstein Safe zu vergraben, hält ihn die Vorfreude auf die Jimmy Gold Fortsetzung am Leben in den vielen Jahren im Gefängnis. In der Zwischenzeit zieht die vom Mercedes Killer gezeichnete Familie Saubers in Bellamys ehemaliges Elternhaus. Der Sohn der Saubers findet das gestohlene Geld und die Notizbücher aus dem Raubüberfall. Während er das Geld heimlich seinen Eltern schickt, entwickelt er eine ähnliche Begeisterung für die Geschichte von Jimmy Gold, wie Bellamy damals. Als dieser aus dem Gefängnis entlassen wird und feststellt, dass sein Schatz verschwunden ist, setzt er Himmel und Hölle in Bewegung, um an die Notizbücher zu gelangen. Finderlohn war überraschend unblutig, teilweise ziemlich vorhersehbar, da man ja wusste, dass es irgendwann zur Konfrontation zwischen dem jungen Saubers und Morris Bellamy kommen würde. Das hat die Spannung ziemlich rausgenommen, was ich ausgesprochen schade fand. Sprachlich ist man etwas Derbheit ja gewohnt, doch das ist kein Grund, einen Charakter als „Bimbo“ zu bezeichnen, das war in meinen Augen ziemlich unangemessen. Hingegen besser hat mir der Ausdruck von Liebe zur Literatur gefallen, der in Finderlohn zu finden ist. Die beiden Protagonisten lieben das Lesen und das ist eine absolut begrüßenswerte Botschaft. Mein Fazit: Letzten Endes ein eher mittelmäßiges Buch, dass sich zwar ganz gut lesen lässt, einen aber schwerlich aus den Socken hauen wird.

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Vita

Stephen King, 1947 in Portland, Maine, geboren, ist einer der erfolgreichsten amerikanischen Schriftsteller. Bislang haben sich seine Bücher weltweit über 400 Millionen Mal in mehr als 50 Sprachen verkauft. Für sein Werk bekam er zahlreiche Preise, darunter 2003 den Sonderpreis der National Book Foundation für sein Lebenswerk und 2015 mit dem Edgar Allan Poe Award den bedeutendsten kriminalliterarischen Preis für Mr. Mercedes. 2015 ehrte Präsident Barack Obama ihn zudem mit der National Medal of Arts. 2018 erhielt er den PEN America Literary Service Award für sein Wirken, gegen jedwede Art von Unterdrückung aufzubegehren und die hohen Werte der Humanität zu verteidigen.

Seine Werke erscheinen im Heyne-Verlag.

www.stephenking.com

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