Flucht aus Lager 14

Die Geschichte des Shin Dong-hyuk, der im nordkoreanischen Gulag geboren wurde und entkam
Ein SPIEGEL-Buch

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Ein schockierender Bericht aus der Hölle eines Gefangenenlagers in Nordkorea

In Nordkorea existieren Straflager von unbeschreiblicher Brutalität, und doch sind sie kaum bekannt. Unter den wenigen Zeugenberichten, die es überhaupt gibt, ragt die Geschichte von Shin Dong-hyuk heraus: Als Kind zweier Häftlinge wird er in Lager 14 geboren, einem der Lager, aus dem nie jemand entlassen wird. Nachdem er 23 Jahre in dieser Hölle überlebt hat, gelingt ihm wider aller Wahrscheinlichkeit die Flucht. Shins Bericht, ergänzt um zahlreiche bewegende Fotografien, ist das berührende Zeugnis eines ungewöhnlichen Schicksals und eines unmenschlichen Lagersystems zugleich. Nicht zuletzt ist das Buch ein Appell an die Welt, nicht länger wegzuschauen.

»Ein erschütterndes Buch.«

DIE ZEIT

ERSTMALS IM TASCHENBUCH
Aus dem Englischen von Udo Rennert
Originaltitel: Escape from Camp 14. One Man's Remarkable Odyssey from North Korea to Freedom in the West
Originalverlag: Viking
Taschenbuch, Broschur, 272 Seiten, 11,8 x 18,7 cm, 2 s/w Abbildungen
ISBN: 978-3-328-10478-0
Erschienen am  08. Juli 2019
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Zehn Gesetze, Denunzieren & Hunger

Von: Julia Franck aus Hannover

02.07.2014

Es ist schwer in Worte zu fassen, was dieses Buch bei einem hinterlässt. Es wirkt zu Beginn so unecht, unwirklich, da man es nicht begreifen kann. Es ist gerade zu Beginn so erschreckend nüchtern geschrieben, ohne Gefühle. Aber genau das ist es ja, wie Shin in dem Lager groß geworden ist – ohne Gefühle. Ich habe schon viele Bücher über Konzentrationslager aus dem 2. Weltkrieg gelesen. Das Grauen, von welchem dort berichtet wird, geht einem durch Mark und Bein, man kann kaum atmen. Diese Einzelschicksale lassen einen nicht kalt. Ganz normale Leute werden plötzlich aus ihrem Leben gerissen, verlieren alles, was ihnen lieb und teuer ist und werden erniedrigt und gefoltert. Man kann es (ansatzweise) nachvollziehen, was diese Menschen durchmachen. Aber in diesem Fall, bei diesem Buch, kann es keiner nachvollziehen, da Shin schon so aufgewachsen ist. Er hat nichts verloren, da er nie etwas besessen hat. Er konnte nicht um seine Mutter weinen, da er nicht wusste, was Liebe ist. Wenn das alles irgendwie bewusst wird, durchläuft es einem eiskalt! Nordkorea ist eines der absurdesten, erschreckendsten und unfassbarsten Länder der Welt. Es sollte gerade momentan jedem klar sein, was die Bevölkerung da gerade durchmacht und was für machthungrige, gefühlskalte und dumme Menschen dort an der Macht sind. Das Thema darf nicht wieder unter den Tisch fallen. Gerade solche Bücher, wie dieses hier, sollten gelesen werden und Bewusstsein schaffen. Das Deprimierendste an dem Buch ist, dass es kein Happy End gibt. Klar ist Shin die Flucht gelungen und er ist dem äußeren Martyrium entkommen, aber innerlich lässt es einen ja nicht plötzlich los. Es wird noch ein langer Weg…

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Vita

Blaine Harden, geboren 1952, ist Autor des »Economist« und der US-Dokumentarsendung »PBS Fronline«. Zuvor war er Korrespondent der »Washington Post« in Asien, Osteuropa und Afrika und arbeitete eine Zeitlang für die »New York Times«. Er veröffentlichte bereits zwei Bücher, darunter eines über Afrika, und lebt in Seattle.

Shin Dong-hyuk, geboren 1982 im Lager 14, lebt seit seiner Flucht aus Nordkorea in Washington und Seoul.

Zur AUTORENSEITE

Videos

Pressestimmen

»Bisher konnten nur wenige Augenzeugen über die Zustände berichten. Die eindrucksvollsten Schilderungen aber sind zweifellos die des 33-jährigen Shin Dong Hyuk.«

SPIEGEL ONLINE

»Das Resultat suggeriert eine Glaubwürdigkeit, die den Atem stocken lässt.«

NZZ am Sonntag – Bücher am Sonntag

»Hardens Buch ist ein notwendiges Dokument gegen die Gleichgültigkeit.«

WELT ONLINE