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Frevel Roman

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Taschenbuch, Broschur ISBN: 978-3-442-38397-9

Erschienen: 15.12.2014
Dieser Titel ist lieferbar.

Weitere Ausgaben: eBook (epub)

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Ein mysteriöser Mordfall erschüttert den Hof der Tudors – Giordano Bruno ermittelt!

England, 1583. Königin Elisabeth steht kurz vor ihrem Thronjubiläum. Doch mächtige Verschwörer arbeiten heimlich am Sturz der Protestantin, um die katholische Maria Stuart auf den Thron zu heben. Auch Giordano Bruno befindet sich in der Stadt – und ist heimlich dem Komplott auf der Spur. Doch als eine junge Hofdame Elisabeths ermordet wird, steht Bruno vor einem Rätsel. Arbeitete die Tote für oder gegen die Monarchin? Wie viel Zeit bleibt ihr noch? Bruno ermittelt und verstrickt sich dabei immer tiefer in das tödliche Spiel der Intrigen um Macht und Glauben …

Stephanie Parris (Autorin)

Stephanie Parris ist das Pseudonym der Journalistin Stephanie Merritt. Unter ihrem bürgerlichen Namen publizierte sie Literaturkritiken in angesehenen Zeitungen wie The Times, Daily Telegraph und Die Welt und schreibt derzeit für The Guardian und The Observer. Darüber hinaus veröffentlichte sie bereits einige erfolgreiche Romane. In Deutschland erschien bei Limes bereits ihr von der Presse hochgelobter historische Thriller "Ketzer". Die Autorin lebt mit ihrem Sohn in Südengland.

ERSTMALS IM TASCHENBUCH

Aus dem Englischen von Nina Bader
Originaltitel: Prophecy
Originalverlag: HarperCollins, London 2011

Taschenbuch, Broschur, 512 Seiten, 11,8 x 18,7 cm

ISBN: 978-3-442-38397-9

€ 9,99 [D] | € 10,30 [A] | CHF 13,90* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Blanvalet

Erschienen: 15.12.2014

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Folgende Rezensionen beziehen sich auf eine andere Ausgabe (eBook)

Giordano Bruno ermittelt zum zweiten Mal

Von: Frau Goethe Datum: 24.03.2016

https://www.facebook.com/fraugoetheliest

Giordano Bruno befindet sich im Englischen Exil seit er vor sieben Jahren seine Heimat Neapel verlassen musste. Der wegen Ketzerei angeklagte Gelehrte sucht noch immer im Auftrag von Francis Walsingham nach dem Buch des Hermes, das das Geheimnis der Unsterblichkeit enthalten soll. Aber auch in der Bibliothek von Doktor Dee, dem Alchemisten Königin Elizabeth I. wird er nicht fündig. Das Buch wurde offenbar gestohlen. Während einer Hochzeitsfeier wird aber eine der Hofdamen der Königin tot aufgefunden. Bruno ist wieder einmal ermittelnd tätig.

Stephanie Parris setzt mit diesem Roman die Reihe um den Italienischen Freigeist Giordano Bruno fort. Einige der in „Ketzer“ vorgestellten Charaktere haben erneut einen Auftritt, so wie der Freund und Neffe Dudleys Sidney, der eine Tochter Walsinghams heiratet. Die durchweg historisch belegten Personen werden erneut zu einer spannenden, wenn auch fiktiven Handlung herangezogen. Die Autorin platziert ihren Protagonisten in eine turbulente Zeit. England war nach mehreren Wechseln der Religion in Aufruhr und nicht alle hatten sich bis 1583 dem Protestantismus angeschlossen. Katholiken wurden geduldet und durften sogar Messen lesen. Für Bruno bietet das den idealen Unterschlupf. Für Walsingham mit seinem ausgefeilten Spionagenetz bietet er zudem die Möglichkeit, den Französischen Botschafter auszuspionieren. Das Oberhaupt des Geheimdienstes hätte es sicher nicht anders gemacht als es Parris nun beschreibt. Der historische Krimi verfolgt also nicht nur den Mörder der Hofdamen, sondern beinhaltet eine große Portion Historie, wie sie hätte stattfinden können. Die Handlung wirkt dadurch authentisch, wenn es um die mögliche Erbfolge Englands und der ständigen Bedrohung durch die Schottische Cousine geht.

Der im Original unter dem Titel „Prophecy“ erschienene Roman besticht durch seine dem Jahrhundert angepassten Sprache und temporeichen Erzählstil. Die Kulisse des 16. Jahrhunderts wird farbenprächtig und bildhaft aus der Perspektive Brunos geschildert. Politische Entscheidungen, Intrigen und ein Porträt der gehobenen Gesellschaft fließen mit ein und runden den Einblick in das beginnende Goldene Zeitalter ab. Da der Kriminalfall fiktiv ist, haben auch Kenner der Historie ihren Spaß. Die Spannung hält sich hier bis kurz vor der letzten Seite. Wer den ersten Band nicht gelesen hat, wird dennoch keine Mühe haben, diesen zweiten zu verstehen. Lediglich die Chronologie spielt hier eine Rolle, da beide Handlungen knapp sechs Monate auseinander liegen. Notwendige Informationen sind stets in Dialogen oder Erinnerungen untergebracht. Der Deutschen Ausgabe folgt nun „Das letzte Sakrileg“, das mit dem Mord an William von Oranien und dem Einfluss auf seine protestantischen Nachbarn wieder eine Menge Spannung verspricht. Da die Serie bisher fünf Titel umfasst, hoffe ich auf weitere Übersetzungen, zumal das besagte Buch ja weiterhin verschwunden ist.

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