Future

Roman

(3)
Taschenbuch
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Europa, in der Zukunft: Seit die Sterblichkeit überwunden wurde, ist der gesamte Kontinent zu einer einzigen Megapolis aus gigantischen Wohntürmen zusammengewachsen. Nur die Reichen und Mächtigen können sich in den obersten Etagen noch ein unbeschwertes Leben leisten, während die Mehrheit der Bevölkerung auf den niederen Ebenen ein beengtes Dasein fristet. Als der Polizist Nr. 717 auf den Anführer einer Terrorgruppe angesetzt wird, gerät er in ein Komplott, das bis in die höchsten Etagen der Gesellschaft reicht – und das die brutale Ordnung ins Wanken bringen wird.


Aus dem Russischen von M. David Drevs
Originaltitel: Будущее
Originalverlag: Heyne
Taschenbuch, Broschur, 928 Seiten, 11,8 x 18,7 cm
ISBN: 978-3-453-31758-1
Erschienen am  11. April 2016
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Einzelromane

Leserstimmen

Dmitry Glukhovsky: Futu.re

Von: denkdiers

25.03.2019

Europa im 26. Jahrhundert. Jan Nachtigall ist einer der Unsterblichen. Einer Garde, die ein Leben für ein anderes nimmt. Wer immer ein Kind unter die 120 Milliarden anderen Europäer bringt, wird mit einem Akzelator gespritzt, sodass die über das Wasser empfangene Resistenz gegen das Altern aufgehoben wird. Während sich die Menschenmassen in einem ewigen Leben in kilometerhohen Türmen aus Kohlenstoffkomposit den Genüssen des Lebens hingeben, erlebt Jan eine turbulente Reise und beginnt, seine Arbeit langsam mit anderen Augen zu sehen. Seine Vergangenheit im Internat, in welches alle illegal geborenen Kinder verwiesen werden, wird eindrucksvoll aufgearbeitet, genau so wie alle offenen Fragen, die sich während des Lesens ergeben, von Glukhovsky beantwortet werden. Der 925 Seiten starke Roman beginnt etwas schwerfällig, wirkt an manchen Stellen der ersten Hälfte sehr in die Länge gezogen. Doch umso weiter sich der Leser in der Geschichte fortbewegt, die Welt der Zukunft kennen und hassen lernt, umso wichtiger wird dieser schleppende Anfang - wie ein unendliches Leben, in denen kein Druck mehr herrscht, seine Ziele in der Lebenszeit zu erreichen. Der Erfinder des Metro-Universums hat mit „Futu.re“ einen großartigen Zukunftsroman vorgelegt, der typisch düster für den russischen Autor ist, gleichzeitig aber auch sehr emotional. Schon das sich ab Seite 700 anbahnende Ende ist das Lesen des Romanes bereits wert - die Vision in dieser äußerst packenden Geschichte aber definitiv auch.

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Europa in der Zukunft

Von: Florian Eckardt

04.05.2016

In einer nicht allzu fernen Zukunft des 25. Jahrhunderts ist Europa nur noch eine Stadt. Überall drängen sich kilometerhohe Wolkenkratzer dicht an dicht. Nach den neuesten Gesetzesentwürfen hat jeder Mensch hier ein Recht auf Unsterblichkeit. Klar, dass das bei etwa 120 Milliarden Menschen allein in Europa zu Problemen führt. „Vergiss den Tod!“ Ich weiß nicht, wie oft ich diesen Ausruf lesen musste. Es ist der Leitspruch der Phalanx, einer Armee aus Unsterblichen, die in Europa für Recht und Ordnung sorgen. Auch der Protagonist ist ein Teil dieser Armee und deshalb oft in schwarzen Kampfanzügen unterwegs. Das Gesicht ziert dabei eine Maske mit dem Gesicht eines Gottes. Sie dringen in Wohntürme ein, in denen Menschen unerwünschten Nachwuchs gezeugt haben. Denn im ohnehin überbevolkerten Europa ist kein Platz mehr für weitere Menschen. Wer ein Kind zeugt wird vor die Wahl gestellt: Dein Kind oder dein Leben. Wer sich für sein Leben entscheidet, verliert sein Kind für immer. Der andere Elternteil bekommt einfach Ax gespritzt. Entscheidest du dich für dein Kind, bekommst du selber Ax gespritzt. Dabei ist Ax nichts weiter als ein biologische Waffe, die die mit Unsterblichkeit gesegneten Menschen altern lässt. Doch sie altern in mindestens siebenfacher Geschwindigkeit, so dass ihr Leben nach zehn Jahren als Greis vorbei ist. Dafür sorgt die Phalanx. Denn das Gesetz über die Wahl muss mit allen Mitteln durchgesetzt werden. Doch leider ist das Leben von 717 nicht so problemlos, wie er es gerne hätte. Ein privater Auftrag von Senator Schreyer und ein unerlaubter Aufenthalt im Badehaus sind da erst der Anfang. Jan soll einen Terroristen ausfindig machen und liquidieren. Natürlich läuft der Auftrag schief und zieht einen ganzen Rattenschwanz an Problemen nach. Dabei bringt ihn nicht nur die Liebe dazu, über sein Leben als Unsterblicher nachzudenken. Gestatten: 717. Auf den 928 Seiten erfährt man einiges über 717 alias Jan. Von seinem Leben im Internat und warum er so überzeugt von dem ist, was er tut. Alles ändert sich an dem Tag, an dem er den gesuchten Terroristen Jesús Rocamora ziehen lässt. Er beginnt tatsächlich langsam, aber sicher, sich Gedanken über sein Leben zu machen. Neben kleinen privaten Übeln und dem ewigen Erzfeind 503 hat er eben auch mit dem Bollwerk des europäischen Gesetzes zu kämpfen. Zugegeben: Ich habe sehr lange gebraucht um dieses Buch zu lesen. Klar, es hat 928 Seiten. Dennoch gab es leider einige Stellen, an denen die ständigen Rückblenden die Handlung unnötig in die Länge gezogen haben. Trotzdem ist das Buch bemerkenswert gut geschrieben und kann mit der einen oder anderen unerwarteten Wendung aufwarten. Gerade zum Ende hin nimmt die Handlung immer mal wieder rasant Fahrt auf. Deshalb kann ich trotz einiger Längen sagen: Das Buch sollte man gelesen haben, auch wenn 100 bis 150 Seiten weniger wahrscheinlich auch gereicht hätten.

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Vita

Dmitry Glukhovsky, geboren 1979 in Moskau, hat in Jerusalem Internationale Beziehungen studiert und arbeitete als TV-und Radio-Journalist unter anderem für den Fernsehsender Russia Today und die Deutsche Welle. Mit seinem Debütroman »METRO 2033« landete er auf Anhieb einen Bestseller. Er gilt als einer der neuen Stars der jungen russischen Literatur. Der Autor lebt in Moskau.

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