Garten der Wünsche

Roman

Taschenbuch
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Seit Jahrzehnten führt Klara eine verwunschene Pension und empfängt mit Hingabe und Einfühlungsvermögen ihre Gäste. Doch kurz vor ihrem sechzigsten Geburtstag gerät ihr ganzes Leben ins Wanken. Der wunderschöne Garten soll einem großen Bauprojekt zum Opfer fallen. Klara kämpft um ihre Pension – und um die Träume, die sie für sich selbst noch hat.

Romy sehnt sich danach, Mutter zu werden, doch stattdessen kommt es zur Trennung von ihrem Mann. Als ihr eine Visitenkarte von Klaras Pension in die Hände fällt, nimmt sie spontan eine Auszeit. In Lindenbühl taucht sie tief ein in altes Gartenwissen. Wird sie bei Klara herausfinden, mit wem und wie ihr Leben weitergeht?


ORIGINALAUSGABE
Taschenbuch, Klappenbroschur, 336 Seiten, 11,8 x 18,7 cm
ISBN: 978-3-453-35961-1
Erschienen am  13. Mai 2019
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Eine Geschichte vom Finden. Vom Zulassen und Entscheiden.

Von: SimoneD

28.11.2019

Bald wird Klara 60 Jahre alt. Fast die Hälfte ihres Lebens beherbergt sie in ihrer Pension Gäste, die dringend eine Auszeit benötigen. In der alten Bauernkate im idyllischen Lindenbühl erholen sich die Gäste so gut wie nirgendwo sonst. Denn Klara weiß, was die Menschen brauchen. Und sie hütet einen verwunschenen Garten, einen beseelten Garten; der seinen eigenen Willen hat. Romy hat nur einen einzigen Wunsch: Sie will Mutter werden. Seit drei Jahren versucht sie es. Seit drei Jahren klappt es nicht. Ihr Mann kann nicht mehr. Romy auch nicht. Zufällig findet sie die Visitenkarte der Pension Klara. Kurzentschlossen und verzweifelt bucht sie ein Zimmer. „Garten der Wünsche“ ist ein zauberhaftes Buch. So zauberhaft wie der Garten, den es beschreibt. Und wie auf den Garten, muss man sich auch auf das Buch einlassen. Es erzählt eine ruhige Geschichte. Eine Geschichte vom Finden. Vom Zulassen und Entscheiden. Sinnlich, still und sensibel. Es passiert nicht viel. So wie in uns – von außen betrachtet – oft auch nicht viel passiert. Aber in uns geschieht umso mehr. Wie in den Charakteren dieser Geschichte. Was schwermütig und traurig erzählt sein könnte, plätschert bei Valentin in lockerem, herrlich frischem Ton keck über die Seiten. Ich fühlte sehr mit Romy. Fühlte mich Klara sehr nahe. Hätte gerne meine Hände in die Lindenbühler Erde gesteckt. Und entdeckte eine Sehnsucht in mir, ein anderes Leben zu leben. Mich auch vom Finkenwerder Herbstprinz mit Äpfeln bewerfen lassen, Ringelblumensalbe und Löwenzahnsirup zu kochen und Johanniskraut zu sammeln. Ich kenne diese Sehnsucht. Doch noch ist es nicht soweit. Noch bleibe ich der Stadt erhalten. Aber ich schätze es, wenn diese Stelle in mir angestupst und wachgehalten wird.

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Garten der Wünsche

Von: Tintenhain

26.09.2019

Romy ist mit den Nerven am Ende. Wieder nicht schwanger, und das, obwohl Lukas und sie es schon so lange versuchen. Ihre Beziehung leidet schwer unter der Last des unerfüllten Kinderwunsches. Da fällt der Bibliothekarin eine Visitenkarte aus einem Buch, die in eine Pension einlädt. Romy fühlt, dass dies ein Zeichen ist und mietet sich in Lindenbühl bei Klara Gorse ein. Schon bald merkt sie, dass diese Pension mit ihrem verwunschenen Garten ein ganz besonderer Ort ist, dem ein Zauber innewohnt. Die Pensionswirtin Klara indes spürt den Wind der Veränderung. Und das hängt nicht nur damit zusammen, das ein Bauunternehmer die benachbarte Wiese mit einem Hotel bebauen will. Klara ahnt, dass Lindenbühl nicht ihre letzte Lebensstation ist und beginnt um ihre Träume zu kämpfen. „Garten der Wünsche“ ist ein absoluter Wohlfühlroman, in dem Natur, Gartenwissen und Magie Hand in Hand gehen. Der Garten von Klara ist mehr als nur ein Ort, in dem man Kraft tanken kann. Er führt ein regelrechtes Eigenleben und da kann es schonmal vorkommen, dass der Finkenwerder Herbstprinz (ein Apfelbaum) einem einen Apfel an den Kopf wirft, um den Gästen auf die Sprünge zu helfen. Dieser magische Aspekt hat mich ziemlich überrascht, aber ich konnte mich dann schnell darauf einlassen. Überhaupt ist es der Garten, der mich letztendlich in seinen Bann geschlagen hat und am liebsten hätte ich beim Lesen des Buches selbst darin gesessen. Ich würde sogar sagen, dass mir der Garten, das Flüsschen Rudella und der Wald dahinter näher gekommen sind als die beiden Hauptpersonen Klara und Romy. Bei beiden Frauen ahnt man bereits sehr früh, wie sich ihre Geschichte entwickeln wird und so bietet der Roman auch kaum Überraschungen. Dafür konnten dann eher noch die Dorfbewohner oder Bauunternehmer Dr. Bergmann sorgen. Kristina Valentin (ein Pseudoynm der Autorin Kristina Günak) schreibt leicht und anschaulich, man merkt ihr an, wie sehr sie selbst die Gartenarbeit und die Pflanzen liebt. In einem Nachwort plaudert die Autorin dann auch noch aus dem Nähkästchen oder besser aus ihrem Gartenwissensschatz. So hat mich „Garten der Wünsche“ dann auch gut unterhalten, auch wenn die Geschichte ein wenig vor sich hinplätschert. Überraschend, aber durchaus positiv fand ich, dass es sich nicht um einen typischen Liebesroman handelt, was ich ehrlich gesagt fast schon erwartet hatte. Es ist relativ schnell klar, wie es für Romy in Liebesdingen weitergehen wird und das hat mir sehr gut gefallen. © Tintenhain https://tintenhain.de/2019/09/24/kristina-valentin-garten-der-wuensche/

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Vita

Kristina Valentin liegt das Gärtnern im Blut. Wahres Glück empfindet sie, wenn sie mit erdverkrusteten Händen im Beet sitzen und den Ringelblumen beim Wachsen zusehen darf. Das lässt sich auch wunderbar mit ihrer zweiten großen Leidenschaft, dem Erfinden von Geschichten, verbinden. Die Autorin lebt mit ihrer Familie in Norddeutschland.

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