Gespräche mit Freunden

Roman

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Frances und ihre Freundin Bobbi, Studentinnen in Dublin, lernen das gut zehn Jahre ältere Ehepaar Melissa und Nick kennen. Sie treffen sich bei Events, zum Essen, führen Gespräche. Persönlich und online diskutieren sie über Sex und Freundschaft, Kunst und Literatur, Politik und Genderfragen und, natürlich, über sich selbst. Während Bobbi von Melissa fasziniert ist, fühlt sich Frances immer stärker zu Nick hingezogen … Ein intensiver Roman über Intimität, Untreue und die Möglichkeit der Liebe, eine hinreißende, kluge Antwort auf die Frage, wie es ist, heute jung und weiblich zu sein.


Aus dem Englischen von Zoë Beck
Originaltitel: Conversations with Friends
Originalverlag: Luchterhand
Taschenbuch, Klappenbroschur, 384 Seiten, 12,5 x 18,7 cm
ISBN: 978-3-442-71966-2
Erscheint am 09. Juni 2020

Leserstimmen

Die klugen Gedanken einer Zwanzigjährigen

Von: Goldene Seiten

12.11.2019

Dieses Buch hat einen ziemlichen Hype ausgelöst und ich war sehr neugierig darauf, es zu lesen. Es hat eine Weile gedauert, bis es mich in seinen Bann gezogen hat, dann jedoch mit voller Wucht. 384 Seiten lang habe ich die 20jährige Frances begleiten dürfen und dabei viel über ihre Gedanken zu Liebe, Freundschaften, Beziehungen, Geld, Macht, Kapitalismus und Krankheit erfahren. Ihre Gedanken sind klug, sie ist reflektiert, aber eben auch jung und teilweise überfordert mit dem Leben und seinen Herausforderungen: "Manchmal kam es mir so vor, als würde ich es nicht schaffen, mich für mein eigenes Leben zu interessieren, und das deprimierte mich." Die Handlung ist fast banal: Eine junge Frau verliebt sich in einen deutlich älteren, verheirateten Mann und beginnt eine Affäre mit ihm. Es ist nicht die Handlung, es sind die Dialoge und die Sprache, die dieses Buch so besonders machen und das Lebensgefühl Anfang Zwanzig auf den Punkt bringen: „Das nicht existente Baby ging in eine neue Kategorie der Nichtexistenz ein, das heißt, es gehörte nun zu den Dingen, die nicht aufgehört hatten zu existieren, sondern tatsächlich niemals existiert hatten. Ich fühlte mich dumm, und die Vorstellung, dass ich je schwanger gewesen war, schien jetzt wehmütig naiv.“ Die Dialoge sind brillant, egal ob sie zwischen Frances und ihren Freund*innen, ihren Eltern oder dem Arzt stattfinden, der sie wegen ihrer schlimmen Unterleibsschmerzen untersucht. Als ich das Buch zugeklappt habe, hatte ich das Gefühl Frances und ihre Mitmenschen über einen längeren Zeitraum "belauscht" zu haben. Ich mag es, mit Menschen verschiedenen Alters in Kontakt zu sein und bin dankbar, sowohl gleichaltrige, jüngere, sowie ältere Freund*innen zu haben. Dieses Buch war für mich so lesenswert, weil es mich mit der Lebenswelt einer 20jährigen in Berührung gebracht hat, ohne mich anzustrengen oder banal zu wirken.

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Die Gedanken einer 21-Jährigen

Von: marvellous.books

08.10.2019

Frances ist eine 21-jährige Studentin, als sie zusammen mit ihrer besten Freundin Bobbi das Ehepaar Melissa und Nick kennen lernt. Melissa und Nick sind um einige Jähre älter als die beiden Studentinnen, Nick ein semi-erfolgreicher Schauspieler. Aber weder das Alter noch die unterschiedlichen Lebenssituationen sind ein Problem für die vier, sie treffen sich immer öfter, sie trinken und essen zusammen, führen Gespräche über das Leben, doch im Luft liegt etwas schwereres, etwas knisterndes und funkelndes… Ich habe schon, bevor ich es gelesen habe, viel zu viel über dieses Buch gehört, es wurde teils überschwänglich gelobt. Wird es diesem Hype gerecht? Vielleicht nicht ganz, ein grundsolides Buch ist es aber trotzdem. Es passiert im Grunde nicht sehr viel, doch diese etwas triviale Geschichte über die Macht der Anziehungskraft, Untreue und Beziehungsgeflechte, ist sprachlich ganz fabelhaft verpackt. Es kam bei mir keinerlei Langeweile auf, teilweise habe ich mich wiedererkannt, mein junges, zweifelndes Selbst von vor 10 Jahren, und die Dialoge und Themen genossen, die angeschnitten wurden: Liebe, Eifersucht, innere Zerrissenheit, Stolz und Depression sind nur einige der Gefühle, durch die uns die Protagonistin führt. Wer mit weniger Informationen an die Geschichte herangeht, der wird belohnt.

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Vita

Sally Rooney wurde 1991 geboren, ist in Castlebar, County Mayo, aufgewachsen und lebt in Dublin. Ihre frühen Arbeiten sind erschienen in The New Yorker, Granta, The White Review, The Dublin Review, The Stinging Fly, Kevin Barrys Stonecutter und der Anthologie Winter Pages. Sie studierte am Trinity College Dublin, zunächst Politik, machte dann ihren Master in Literatur. Sie war dort 2013 die Nr. 1 bei den European University Debating Championships. Rooneys Debütroman »Gespräche mit Freunden« war Book of the Year in Sunday Times, Guardian, Observer, Daily Telegraph und Evening Standard. Der Roman kam auf die Shortlist des Sunday Independent Newcomer of the Year Award 2017, des International Dylan Thomas Prize und des Rathbones Folio Prize 2018. Rooney war die Gewinnerin des Sunday Times/Peters Fraser & Dunlop Young Writer of the Year Award 2017, den u.a. auch Zadie Smith und Sarah Waters gewannen. Rooney ist inzwischen Redakteurin des irischen Literaturmagazins The Stinging Fly. Ihr zweiter Roman »Normal People« kam auf die Longlist des Man Booker Prize 2018, war Waterstones Book of the Year, ist auf der Shortlist des Costa Novel Award und gewann den An Post Irish Novel of the Year Award.

Zur AUTORENSEITE

Zoë Beck, geboren 1975, lernte Klavier und studierte Literatur. Nach diversen Film- und Theaterjobs arbeitet sie heute als Autorin und Übersetzerin. Für ihre Romane und Kurzgeschichten wurde sie mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Friedrich-Glauser-Preis.

zoebeck.net

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