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Golem und Dschinn. Eine Liebe nicht von dieser Welt Roman

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Taschenbuch, Broschur ISBN: 978-3-7341-0120-5

Erschienen: 20.07.2015
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Berührend und voller Magie: eine Frau aus Ton und ein Mann aus Feuer auf der Suche nach der wahren Liebe

Chava ist ein Golem, zum Leben erweckt von einem skrupellosen Rabbi. Sie kann die Wünsche und Sehnsüchte der Menschen um sich herum spüren. Als ihr Meister stirbt, muss sie sich allein in New York zurechtfinden. Ahmad ist ein Dschinn, der eingeschlossen in einer Kupferflasche auf Umwegen nach Manhattan gelangt. Seine Neugier und seine Leidenschaft sind ihm schon einmal zum Verhängnis geworden. In der Welt der Menschen suchen sie nach Liebe und Freundschaft und müssen sich gegen einen übermächtigen Feind zur Wehr setzen.

Helene Wecker (Autorin)

Helene Wecker wuchs in Libertyville, Illinois, einer Kleinstadt nördlich von Chicago, auf. Nach ihrem Anglistikstudium arbeitete sie in Minneapolis und Seattle in den Bereichen Marketing und Werbung. Danach studierte sie Kreatives Schreiben an der Columbia University in New York. Heute lebt sie mit ihrem Mann und ihrer Tochter bei San Francisco. Golem und Dschinn ist ihr erster Roman.

ERSTMALS IM TASCHENBUCH

Aus dem Amerikanischen von Annette Grube
Originaltitel: The Golem and the Jinni
Originalverlag: HarperCollins, New York 2013

Taschenbuch, Broschur, 736 Seiten, 11,8 x 18,7 cm

ISBN: 978-3-7341-0120-5

€ 9,99 [D] | € 10,30 [A] | CHF 13,90* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Blanvalet

Erschienen: 20.07.2015

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Ein wunderbares Werk!

Von: Hauntedcupcake Datum: 23.06.2016

www.liebezwischendenzeilen.blogspot.ch

Inhalt
Chava, ein Golem, geschaffen von einem skrupellosen Rabbi als Ehefrau für einen einsamen Arbeiter, spürt, wie alle ihrer Art, die Wünsche und Sehnsüchte der Menschen. Als ihr Meister bei der Überfahrt nach Amerika stirbt, muss sie sich plötzlich ganz alleine zurecht finden. Doch kann ein Golem ohne Meister überhaupt überleben? Oder wird er zur Gefahr für die Menschheit?
Ahmad, ein Dschinn, der gefangen genommen wurde, gelangt in einer Kupferflasche nach Amerika, wo er aus versehen von einem Goldschmied aus seinem Gefängnis befreit wird. Fortan versucht er verzweifelt, seine Fessel, eine Handschelle aus Eisen, los zu werden, damit er wieder in seine normale Gestalt annehmen kann.
Beide sind sie auf der Suche nach Freiheit und Liebe, doch nicht jeder Mensch ist ihnen wohl gesonnen...

Meine Meinung
Dieses Buch ist anders, als alle Bücher, die ich bisher gelesen habe. Im Untergenre Historic Fantasy zu Hause ist diese Geschichte Fantasie und doch wieder nicht, ein Roman, voller Gefühle und Melancholie und gleichzeitig voller Lebensfreude. Trotz einer gewissen Düsterheit, die sich über das ganze Buch zieht, hat es mich in seinen Bann gezogen. Ein Golem und ein Dschinn spielen die Hauptrolle in dieser Geschichte, und doch ist es nicht klassische Fantasy, eher ein Buch über Liebe, Freundschaft, Freiheit, Glaube und darüber, wie unterschiedlich sich das Glück im Leben äussern kann.

Das Buch beginnt mit der Überfahrt von Polen nach Amerika, wo Chava, der Golem zum Leben erweckt wird. Ich hatte keine Schwierigkeiten, mich in die Geschichte zu fühlen. Der Schreibstil lässt sich angenehm lesen, er plätschert ruhig vor sich hin und ist doch voller Botschaften. Die Geschichte beleuchtet immer wieder andere Abschnitte: mal ist das Leben von Chava beleuchtet, dann das des Dschinns, dann erhält man Einblicke in die Vergangenheit des Dschinns und dann wieder lernt man eine völlig andere Person kennen, die auf ihre Art eine wichtige Rolle in der Story hat. All diese kleinen Schnipsel, diese Auszüge und Aussagen führen am Schluss zu einem grossen Ganzen zusammen. Das hat mir sehr gut gefallen und ist eine wirklich grossartige Leistung der Autorin.

"Golem und Dschinn" berichtet nicht nur über zwei sonderbare Wesen, sondern über das Leben selbst. Ich musste das Buch öfters zur Seite legen, damit ich meinen eigenen Gedanken nachhängen konnte, angeregt durch bestimmte Passagen. Besonders die Art von Chava hat mich sehr berührt. Sie versucht alles richtig zu machen und hat, weil sie erst vor kurzem zum Leben erweckt wurde, eine kindliche Weltanschauung. So fragt sie sich, wie die Hühner es schaffen, dass jedes Ei die gleiche Form hat. Und gleichzeitig macht sie sich riesige Sorgen, etwas falsch zu machen. Dieses Kindliche finde ich sehr schön, es regt zum Nachdenken an, und manchmal musste ich meine eigene Weltanschauung etwas hinterfragen.

Beinahe wäre das Buch ein 5-Sterne-Buch geworden, denn das einzige, was ich fast bis zum Schluss zu bemängeln hatte, waren ein paar Sätze, wie "Hast du deine Tage?" und "Was er nicht weiss, macht ihn nicht heiss". Ich bin keine Historikerin und weiss daher nicht, ob es solche Metaphern und Sprichwörter im Jahr 1899 schon gab, aber für mich wirkten sie fehl am Platz. Leider muss ich für das Ende aber einen halben Stern abziehen, denn das kam mir einfach zu abrupt. Die Geschichte baut sich langsam auf und dann kommt die Lösung für das Problem in einem kleinen und unbegründeten Satz. Das fand ich etwas schade.

Setting
Die Geschichte um Chava und Ahmed spielt um die Jahrhundertwende 1899/1900 in New York, Amerika und stellenweise in der syrischen Wüste und in Polen. Ich lese sonst weniger historische Romane, dieser hier hat mir aber gut gefallen. Der Autorin gelingt es spielend, dem Leser die damals schon grosse aber noch völlig andere Stadt näher zu bringen, entführt einen in Elendsviertel, Viertel der Juden und Syrer, in verschiedene Parks und ab und an in eines der vielen florierenden Geschäfte. Für mich war es eine wunderbare Entdeckungsreise.

Charaktere
Golem Chava wurde erschaffen und zum Leben erweckt, nur mit dem Zweck, zu dienen. Ohne ihren Meister ist sie zwar frei, fühlt sich aber durch die vielen Wünsche und Ängste der Menschen um sie herum sehr unsicher. Da Golem's durchaus zu Gewalt neigen können, muss sie ihre Natur vor den Menschen verbergen. Hilfe bekommt sie von einem liebenswerten alten Rabbi, der ihr die Grundlagen des Menschseins beibringt, und ihr hilft, sich in der neuen Welt, zurecht zu finden. Chava ist in ihrem Denken noch sehr kindlich, da sie noch nicht sehr lange lebt. Dadurch betrachtet sie die Welt anders, als normale Menschen, was mir wirklich gut gefallen hat. Der Golem macht sich grosse Gedanken über Richtig und Falsch und versucht, es allen recht zu machen. Ihre wahre Natur als Dienerin kann sie nur schlecht ablegen und sie ist jedem gut gesinnt.

Dschinn Ahmad ist Jahrhunderte in einer Flasche eingesperrt gewesen und nun zwar befreit, aber an seine menschliche Gestalt gebunden. Er wird von einem Goldschmied gefunden und als Lehrling aufgenommen. Während seiner Ausbildung kommt es aber immer wieder zu Problemen, weil sich der Dschinn gefangen und eingeengt fühlt. Auch er darf sein wahres Wesen niemandem eröffnen, was ihn noch wütender macht. Ahmad macht sich kaum Gedanken über sein Handeln und die Konsequenzen, die es nach sich ziehen kann. Er wirkt kühl und herablassend und war mir nicht von Anfang an sympathisch.

Golem und Dschinn könnten unterschiedlicher nicht sein. Und doch verbindet sie dieses Anderssein. Ihre Geschichte wird begleitet von den Geschichten von anderen Menschen und wird so zu etwas ganz besonderem.

Fazit
Eine wunderschöne Geschichte über Freiheit, das Leben, die Liebe, über Glaube, Verantwortung und Glück, die mich fast vollständig überzeugen konnte.

Für mich war es nichts

Von: Yunika Datum: 10.01.2016

yunikas-buecherwelt.blogspot.de/

Bei diesem Buch fällt es mir schwer, die richtigen Worte zu finden. Denn einerseits war das Buch zwar ganz nett, aber nach 300 Seiten habe ich mit diesem Buch aufgehört. Wer begeistert Märchen ließt, für den ist das Buch das richtige.

Die Handlung an sich schien gut durchdacht, doch diese hat sich viel zu langsam aufgebaut. Man wartet und wartet, dass der Golem und der Dschinn sich endlich treffen, da der KT ja auch von der Liebe zwischen den Beiden spricht. Doch selbst bis zu dem Zeitpunkt, an dem ich aufgehört hatte, haben sich die Beiden noch nicht getroffen. Stattdessen hat man alle möglichen Nebenereignisse erzählt bekommen, die gar nichts zur Sache tun und das Buch nur unnötig in die Länge zieht.

Der Schreibstil erinnert mich ein wenig an Märchen. Einerseits sachlich, andererseits aber auch sehr bildlich und liebevoll. Das Buch ließ sich leicht und flüssig ohne stocken lesen. Die Autorin wusste genau, wann sie was beschreiben muss und wann eine Beschreibung zu viel war. Trotzdem war alles etwas sachlich und hat mich nicht wirklich gepackt.

Mit den Charakteren konnte ich absolut keine Bindung aufbauen. Dies lag aber vor allem daran, dass die Autorin den Charakteren zwar Name gegeben hat, diese jedoch nie benutzt, sondern immer nur schreibt: Der Golem oder der Dschinn. Da frae ich mich wirklich, wofür die Autorin Namen vergibt. Die Charaktere sind selbst nach fast 300 Seiten fremd und das hat mir absolut nicht gefallen. Auch wurden viel zu viele Charaktere eingeführt, die alle irgendwie eine Geschichte habe, aber doch war alles etwas sehr oberflächlich.

Dieses Buch konnte mich absolut nicht überzeugen. Die Sprache war zu sachlich und konnte mich nicht packen. Zu den Charakteren konnte ich keine Bindung aufbauen und sind mir die ganze Zeit über fremd geblieben. Für mich war dieses Buch absolut nichts.

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