Good Morning, Mr. Mandela

Nelson Mandelas persönliche Assistentin erzählt

(5)
Taschenbuch
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Zelda La Grange war fast zwanzig Jahre lang die persönliche Assistentin von Nelson Mandela. Eine junge weiße Frau, geprägt von der rassistischen Politik des südafrikanischen Apartheidregimes. Die zunächst als Sekretärin für Mandela arbeitete und schließlich zu einer der engsten Vertrauten jenes Mannes wurde, der ihr jahrzehntelang als Feindbild gegolten hatte. Aus der Schreibkraft wurde eine Frau, die mit Nelson Mandela um die Welt reiste, bei Treffen mit Bill Clinton, Johannes Paul II, Yassar Arafat, Morgan Freeman und Gaddafi dabei war und die ihn bis zu seinem Tod begleitete. Und die wie keine andere den wahren Nelson Mandela kennenlernte. Jene Persönlichkeit, die niemanden unbeeindruckt ließ und zugleich überraschend humorvoll war. Ein ganz persönlicher Blick auf einen der außergewöhnlichsten Menschen unserer Zeit.


Aus dem Englischen von Ute Brammertz
Originaltitel: Good Morning, Mr Mandela
Originalverlag: Penguin Books South Africa
Taschenbuch, Broschur, 480 Seiten, 11,8 x 18,7 cm
ISBN: 978-3-442-71475-9
Erschienen am  11. Oktober 2016
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Persönliche Geschichte und Zeitzeugnis gleichermaßen

Von: Alexandra Graßler

06.10.2018

Zelda la Grange erzählt in diesem Buch von den 20 Jahren an der Seite von Nelson Mandela. Sie war seine persönliche Assistentin und begleitete ihn auf viele Reisen. Auch wenn sie ihre persönliche Geschichte erzählt ist es zugleich die Beschreibung des schwierigen Weges eines Landes aus der Apartheid. Zelda wurde als weißes Mädchen ebenfalls im Sinne der Apartheid erzogen. Die Dinge waren eben so wie sie waren und das wurde auch nicht groß in Frage gestellt. Sie war immer fleißig und bemüht beruflich voran zu kommen und beginnt in Regierungsämtern zu arbeiten. Als sie die Möglichkeit hat sich beruflich und örtlich zu verändern, greift sie zu. So landet sie schließlich ganz unverhofft im Bürostab des neuen Präsidenten Mandela. Er wollte seinen Traum der Regenbogennation wahr werden lassen und begann dazu im eigenen Haus. Sein Team war gemischt aus schwarzen und weißen MitarbeiterInnen. Die Schilderungen im Buch zeigen einen äußerst hart arbeitenden Mann mit unglaublicher Weitsicht, einen begnadeten Menschenkenntnis und seinem unermüdlichen Kampf für die innerliche Vereinigung des Landes. Denn das ist es, was nötig ist. Einen innerer Wandel in den Köpfen und Herzen der Menschen herbeizuführen, nur so kann die langjährige Zeit der Apartheid von einer Gemeinschaft aller abgelöst werden. Auch in Zelda vollzieht sich dieser Wandel. Je mehr und intensiver sie mit Mandela zusammenarbeitet. Sie ist zum Teil rund um die Uhr für ihn da. Seine Energie scheint unerschöpflich. Allein die Dichte der Reisen, Gespräche, Veranstaltungen die sie beschreibt, lassen einen schwindlig werden. Es ist ein sehr persönliches Buch und ein Zeitzeugnis über eine der wichtigsten politischen Umwälzungen weltweit. Wer auch nur im Entferntesten etwas mit dem Menschen Mandela anfangen kann und gern ein wenig hinter die Kulissen Südafrikas schauen möchte, dem sei dieses Buch ans Herz gelegt. Absolut lesenswert!

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Liebe- und respektvolle Hommage an Nelson Mandela

Von: Bianca81

24.10.2015

In ihrer Autobiographie erzählt Zelda la Grange nicht nur ihre Geschichte, sondern auch die des berühmten und auf aller Welt verehrten Nelson Mandela, dessen Präsenz ihr eigenes Leben so stark geprägt hat. Liebevoll nennt sie ihn Madiba (sein Clanname), Khulu ("Großvater") oder Tata ("Vater"), wie es auch Millionen andere Afrikaner tun. La Grange ist noch sehr jung, als sie den Präsidenten kennenlernt, und der Großteil ihres Lebens wird von ihrer Arbeit für ihn bestimmt. Ihr Lebenssinn ist es, für ihn da zu sein, sie ist fast ständig auf Reisen und stellt die Belange des Präsidenten über ihre eigene. Mr. Mandela fordert Zeldas Dienste Tag und Nacht, doch für die Autorin ist dies in Ordnung, denn ihre Liebe für diesen Mann ist wirklich grenzenlos und wird mit jedem Wort deutlich, das sie niedergeschrieben hat. Im Mittelpunkt dieses Buches steht ganz klar Nelson Mandela, eine der größten Persönlichkeiten unserer Zeit, die auch noch nach ihrem Tod von vielen Menschen - nicht nur Afrikanern - verehrt wird. Die Autorin nimmt sich selbst zurück, wie sie es auch zu Lebzeiten Mandelas getan hat. Da ich vorher kaum etwas über Nelson Mandela als Politiker und Privatmensch wusste, waren la Granges Erzählungen für mich sehr interessant, und ich habe viel über Südafrika gelernt, wenngleich "Good Morning, Mr. Mandela" kein Geschichtsbuch ist und man sich viele Hintergrundinformationen zu Geschichte und Politik dieses Landes anderweitig anlesen sollte. Das Buch ist in vier Zeitabschnitte eingeteilt: 1970-1994 (Zeldas Kindheit und beruflicher Werdegang), 1994-1999 (Präsidentschaft Mandelas), 1999-2008 (persönliche Assistenz von Ex-Präsident Mandela) und 2009-2013 (Krankheit und Tod Mandelas). Dennoch fehlte mir ein roter Faden, denn innerhalb dieser Kapitel waren la Granges Erzählungen doch ziemlich ungeordnet und sprangen hin und her. Mir kam es eher vor wie eine sehr lange Aneinanderreihung von kurzen Anekdoten. Sie beginnt z. B. von einer Reise zu erzählen, macht dann aber plötzlich mit einer anderen Reise wieder weiter, die ihr in diesem Zusammenhang einfällt. Die Zeitsprünge innerhalb der Kapiteleinteilungen waren deshalb für mich etwas unübersichtlich. Ich glaube ehrlich gesagt, mit etwas mehr Struktur hätte man das fast 500 Seiten starke Buch etwas straffen können, ohne dass etwas gefehlt hätte. Neben Mandelas politischer Tätigkeit werden auch viele Anekdoten von Reisen und Treffen mit Prominenten erzählt. Auch die Fehler Nelson Mandelas werden nicht verschwiegen. Er war stur, vereinnahmte Zelda ohne Rücksicht auf ihr Privatleben und hatte verschiedene Ticks (z. B. weigerte er sich, Zeitungen zu lesen, die schon einmal aufgeschlagen waren). Dennoch bestätigt die Autorin das positive Bild, das die Welt von Mandela hat, und es bleibt als Leser nichts Anderes übrig, als ihren Respekt und ihre Liebe zu diesem faszinierenden Menschen zu teilen. "Good Morning, Mr. Mandela" ist eine liebe- und respektvolle Hommage an Nelson Mandela von einer Frau, die den Großteil ihres Lebens in dessen Diensten stand und sein Vermächtnis auch weiterhin fortbestehen lassen möchte. Ich kann dieses Buch wirklich jedem ans Herz legen, egal, ob er bereits ein Anhänger Mandelas ist oder noch nicht viel über ihn weiß.

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Vita

Zelda la Grange, geboren 1970, wuchs während der Apartheid in Südafrika auf. Seit 1992 war sie zunächst in verschiedenen Bereichen als Sekretärin für die Regierung tätig. 1994 begann sie, als "Senior Ministerial Typist" im Office des ersten demokratisch gewählten Präsidenten Südafrikas zu arbeiten. 1997 wurde sie zu einer von drei Privatsekretärinnen von Nelson Mandela befördert. 1999 bat Mandela sie, auch nach Ende seiner Amtszeit in seinen Diensten zu bleiben. Seit 2002 arbeitete sie festangestellt für die Nelson Mandela Stiftung. Über 19 Jahre war sie in verschiedenen Funktionen für Nelson Mandela tätig – als Schreibkraft, Privatsekretärin, Office-Managerin, als seine Pressesprecherin und stete Gehilfin. Als er im Dezember 2013 starb, war sie seine persönliche Assistentin. Zelda la Grange lebt in Pretoria.

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