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Gott bewahre Roman

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€ 10,30 [A] | CHF 13,90*
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Taschenbuch, Broschur ISBN: 978-3-453-67633-6

Erschienen: 12.11.2012
Dieser Titel ist lieferbar.

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»Da kommt Gott – tut so, als wärt ihr beschäftigt.«

Kaum hat Gott sich im Himmel eine kleine Auszeit gegönnt und seinem Sohn Jesus Christus die Geschäftsführung überlassen, schon herrscht auf Erden das nackte Chaos. Bürgerkriege, Umweltsünden, Armut, Hassprediger, tödliche Krankheiten, moralischer Verfall und gnadenloser Kommerz, so weit das Auge reicht. Was wurde aus der Menschenliebe und dem einzig wahren Gebot: »SEID LIEB«? Gott denkt nach und findet nur eine Lösung – sein Sohn Jesus muss erneut auf die Erde zurückkehren, um Gutes zu tun. Doch werden die Menschen auf JC hören?

John Niven (Autor)

John Niven arbeitete mehrere Jahre als A&R-Manager einer Plattenfirma, bevor er sich dem Schreiben widmete. Nach seinem ersten Buch, der halbfiktionalen Novelle Music from Big Pink, gelang ihm mit Kill Your Friends ein Welterfolg. Mit den Romanen Coma, Gott bewahre, Das Gebot der Rache, Straight White Male und Old School konnte er diesen Erfolg wiederholen. Neben Romanen schreibt John Niven Drehbücher. Er lebt in der Gegend von London.

20.11.2017 | 20:00 Uhr | Berlin

Buchpremiere mit John Niven

Deutsch/Englisch

Moderation & Lesung der dt. Passagen: Thorsten Nagelschmidt

Einlass: ab 19:30 Uhr

Karten im International, auf yorck.de und an den Vorverkaufskassen.

Eintritt: VVK:€ 14,- zzgl. Gebühren

Details zur Veranstaltung

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Mehr Infos

Kino International
Karl-Marx-Allee 33
10178 Berlin

21.11.2017 | 20:00 Uhr | Hamburg

Lesung mit John Niven

Deutsch/Englisch

Moderation & Lesung der dt. Passagen: Thorsten Nagelschmidt

Einlass: 19:00

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Mehr Infos

Nochtspeicher
Bernhard-Nocht-Straße 69a
20359 Hamburg

22.11.2017 | 20:00 Uhr | Münster

Lesung mit John Niven

Deutsch/Englisch

Moderation & Lesung der dt. Passagen: Thorsten Nagelschmidt

Einlass: ab 19:30 Uhr

Eintritt: VVK:€ 13,- zzgl. Gebühren / AK: € 16,-

Pension Schmidt
Tickets

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Mehr Infos

Pension Schmidt
Alter Steinweg 37
48143 Münster

23.11.2017 | 21:00 Uhr | Köln

Lesung mit John Niven

Deutsch/Englisch

Moderation & Lesung der dt. Passagen: Thorsten Nagelschmidt

Einlass: ab 20:00 Uhr

Eintritt: € 10,-/ € 8,- ermäßigt

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Mehr Infos

King Georg Klubbar
Sudermanstraße 2
50670 Köln

24.11.2017 | Frankfurt am Main

Lesung mit John Niven

Deutsch/Englisch

Moderation & Lesung der dt. Passagen: Thorsten Nagelschmidt

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Mehr Infos

Mounsonturm - Lokal
Waldschmidtstraße 4
60316 Frankfurt am Main

ERSTMALS IM TASCHENBUCH

Aus dem Englischen von Stephan Glietsch, Jörn Ingwersen
Originaltitel: The Second Coming
Originalverlag: Heineman

Taschenbuch, Broschur, 400 Seiten, 11,8 x 18,7 cm

ISBN: 978-3-453-67633-6

€ 9,99 [D] | € 10,30 [A] | CHF 13,90* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Heyne Hardcore

Erschienen: 12.11.2012

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Moses ist schuld

Von: Thomas Lawall Datum: 15.07.2017

www.querblatt.com

An allem ist eigentlich Moses schuld. Dass er ein "paar Schrauben locker" hat, wussten alle. Doch die Sache mit den Geboten war dann der Gipfel. Gott liebt Sprüche und ganz besonders den von den Schwulen. "Seid lieb" heißt die einfache Botschaft und diese wäre gleichzeitig der Schlüssel zur Lösung aller Probleme dieser Welt.

Genau deshalb erkor der Chef auch jenen Spruch "zu seinem ersten und alleinigen Gebot", ohne jedoch zu ahnen, dass Moses zehn eigene entwerfen würde. Was hatte er sich von jenen "gruseligen Vorschriften" versprochen? Das genau herauszufinden ist Gottes vordringlichste Aufgabe, weshalb er eine Konferenz mit allen "leitenden Heiligen" abhalten möchte ...

Auf der Erde ist die Hölle los. Nur eine Woche war Gott in einem Angelurlaub, doch auf der Erde vergingen inzwischen Jahrhunderte. Hass, Verfolgung, Krieg, religiöser Fanatismus, Umweltzerstörung, profitgierige Systeme und bescheuerte TV-Produktionen sind nur die Spitze des Eisbergs. Es muss etwas geschehen und zwar sofort.

Folgerichtig entscheidet Gott, Jesus noch einmal auf die Erde zu schicken, um dem einzigen wahren Gebot Nachdruck zu verleihen. Natürlich glaubt niemand, dass er Gottes Sohn ist, was zu erwarten war. Das letzte Mal war es ja nicht anders.

Neben philosophischen und existenzialistischen Erwägungen oder all den Greueltaten, die im Namen Gottes begangen wurden und immer noch begangen werden, ist diese ernste Angelegenheit natürlich auch mit allerhand Situationskomik verbunden, wobei die Gaudi ja eigentlich schon im Himmel beginnt ...

John Niven entwickelt im Zusammenhang mit diesem Szenario ein Füllhorn an komischen Momenten, die im krassen Gegensatz zur jeweiligen Thematik stehen. Alle Religionen bekommen ihr Fett weg, dicht gefolgt von den Mächtigen dieser Welt und deren Handlangern, sowie gesellschaftlichen Strukturen, die sich zwangsläufig so und nicht anders entwickeln mussten.

In einer Konfrontation auf allen Ebenen hält John Niven nahezu dem gesamten Planeten den Spiegel vor die Nase. An Unverschämtheit ist er ebenso wenig zu überbieten wie an scharfsinniger Lässigkeit, weshalb er keineswegs auf brachiales Vokabular aus der Fäkal- und Vulgärsprache verzichtet. "Gott" sei Dank!

Dennoch sind, wie man hört, einige Passagen aus dem Originalmanuskript offensichtlich gestrichen worden. Der "Rest" an knackigen Respektlosigkeiten kann sich dennoch sehen lassen und überrascht ebenso durch Spontanität wie Vehemenz im Ausdruck.

Auch die Dialoge erfreuen sich einer herzerfrischenden Direktheit, die ebenso auf den Punkt kommt, wie auch den (irdischen) Zeitgeist markiert. Jesus schläft bei genannter Konferenz ein, wahrscheinlich "vom Marihuanaqualm der zahlreichen Joints" betäubt ... und Gott ruft ungehalten: "Hey, Dumpfbacke!" Jesus: "Häh, was ist los?"

Nach dieser wahrhaft gehaltvollen und geistreichen Lektüre bleibt die Frage, wie es wohl auf dem Planeten aussehen würde, wenn alle so cool drauf wären wie Gott und jener, der sich ernsthaft für Jesus Christus hält.

Blasphemie auf höchstem Niveau. Ein Jahrhundertwerk. Schräge Anleitung für den Weltfrieden. Derzeit aber nicht praktikabel. Interessierten Lesern bleibt am Ende nur eine Frage: "Flucht Gott echt so rum?"

Festen Platz in meiner Top 10

Von: BookLady Datum: 28.04.2016

missi100.blogspot.de/

Meine Meinung:
Es gibt immer wieder Bücher, bei denen man von allen Seiten zu hören bekommt, dass sie einen nachdenklich machen würden. Gott bewahre ist bis jetzt das einzige Buch, bei dem ich das bestätigen kann. Das Buch zeigt seinen Lesern Abgründe unserer modernen Gesellschaft und ist dabei nicht zimperlich. Es gab einige Stellen an denen ich überlegt habe zu pausieren, allerdings hat die Geschichte mich dafür zu sehr fasziniert. Aber der Reihe nach.

Worum geht es?
Gott kommt aus einem einwöchigen Urlaub zurück und ist, vorsichtig ausgedrückt, "verstimmt" über das was während seiner Abwesenheit auf der Erde passiert ist. Was in dieser Zeit schon groß passieren kann? Gute Frage. An einem Tag im Himmel vergehen 57 Jahre auf der Erde und wer jetzt mal eben nachrechnet und flüchtig sein Geschichtswissen abfragt wird feststellen, dass da schon so einiges passiert ist. Da die Menschheit sich leider gar nicht so entwickelt hat wie er sich das vorgestellt hat, greift er zu einer Methode, die schon einmal gut funktioniert hat. Nein, er zieht nicht die Spülung und sagt Schwamm drüber. Stattdessen muss der Nachwuchs noch mal rann. Dieser soll nun die Menschen wieder einmal auf den richtigen Weg bringen. Viel mehr möchte ich zur Story an dieser Stelle noch nicht verraten.

Wer sich das Buch jetzt bestellt, weile er hören möchte wie Jesus und Gott durch den Kakao gezogen werden, der sollte den Einkaufswagen schnell wieder leeren. Das Buch ist zwar sehr lustig, aber die Witze gehen eher auf Kosten der Menschen. Ich bin kein religiöser Mensch und das hat sich auch durch das Buch nicht geändert. Aber wenn es einen Gott gibt hoffe ich das er der Beschreibung in diesem Buch zumindest nahe kommt. Ein bodenständiger, tiefenentspannter und sehr humorvoller Mann, der die Menschen liebt. (Ja alle Menschen, egal welche Sexualität, Hautfarbe oder Religion.) An so einen Gott würde ich gerne glauben können. Ich fand es ein bisschen Schade, dass er nicht öfter auftauchte. Jesus kam mir anfangs eher komisch vor. Seine Art und sein Verhalten waren mir sehr suspekt. Er wirkte so nett und großzügig, dass er mir suspekt war. Umso unangenehmer war es mir dann, als ich bemerkte, dass genau diese Sicht, im Buch, angeprangert wird.

Es gab leider auch einige Dinge, die ich nicht ganz so gelungen fand. Da wäre zum einen das SEHR häufige nennen von Musikern und Bands, die ich zwar fast alle kannte, aber ich könnte mir vorstellen, dass vor allem junge Hörer mit einem Großteil der Bands nichts anfangen können. Zum anderen sind da einige Längen, in denen es um Nebencharaktere geht, die leider dennoch die meiste Zeit eher blass bleiben. Gegen Ende nimmt das Buch dann dermaßen Fahrt auf, dass man gar nicht weiß wie einem geschieht.

Fazit:
Doch so gut mir die Geschichte auch gefallen hat, war ich viel mehr verwundert, dass ich, seit dem ich das Buch gehört habe, einige Dinge mit anderen Augen sehe und regelmäßig im Alltag an Passagen aus dem Buch erinnert werde. Allein deshalb hat das Buch schon jetzt einen festen Platz in meiner Top 10.

Story: 3,5/5 Humor: 4/5 Spannung 3/5 Gesamt: 4/5

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