Gute Geister

Roman

(5)
Taschenbuch
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Mississippi, 1962: Die junge Skeeter wünscht sich nur eins: Sie will weg aus dem engen Jackson und als Journalistin in New York leben. Um etwas zu verändern, verbündet sie sich mit zwei schwarzen Dienstmädchen: Aibileen zieht die Kinder ihrer Arbeitgeber auf – das Tafelsilber darf sie aber nicht berühren. Und Minny ist auf der Suche nach einer neuen Stelle. Sie ist bekannt für ihre Kochkünste, aber sie ist auch gefürchtet: Denn Minny trägt das Herz auf der Zunge. Gemeinsam beschließen die drei Frauen, gegen die Konventionen ihrer Zeit zu verstoßen und etwas zu wagen. Denn sie alle haben das Gefühl zu ersticken und wollen etwas verändern – in ihrer Stadt und in ihrem eigenen Leben.

»Dieser Roman wird Millionen Leser begeistern.«

New York Times

Aus dem Amerikanischen von Cornelia Holfelder-von der Tann
Originaltitel: The Help
Originalverlag: Putnam / Amy Einhorn
Taschenbuch, Broschur, 608 Seiten, 11,8 x 18,7 cm, 1 s/w Abbildung
ISBN: 978-3-442-74508-1
Erschienen am  10. September 2012
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

viele Perspektiven ohne überladen zu wirken

Von: Leipziger Mama

06.04.2020

Ich bin vernarrt in das Buch. Denn jede Sicht wird beleuchtet und jede hat irgendwie ihren eigenen Stil bekommen. Skeeter wird in zusammenhängenden Sätzen dargestellt. Und man merkt richtig den Wandel von einem wohlhabenden weißen Mädchen zu einer offenen, mutigen, selbstbewussten Frau. Auch Aibileen und Minny schloss ich in mein Herz. Wobei Aibileen mir einfach nur leid tat. Sie ist ein wahres Bild einer unterdrückten Schwarzen. Zum einen leidet sie darunter, dass sie so viele wunderbare Kinder großziehen darf, dann aber mit ansehen muss, wie sie zu eben solchen hochnäsigen, schwarzen verachtenden Erwachsenen werden wie ihre Eltern. Zum anderen setzt ihr auch das allgemeine Verhalten den Schwarzen gegenüber zu. Festgelegte Plätze im Bus, Plumpsklos im Garten und nur wenige Möglichkeiten ärztliche Unterstützung zu bekommen. Minny ist ein ganz anderes Blatt. So gar nicht auf den Mund gefallen, ist es dennoch schockierend was sie daheim durchleiden muss. Umso schöner fand ich es, dass sie in ihrer Arbeitsstelle einen Platz fand, der ihr nicht nur finanziell half, sondern auch ihr Leben in den Griff zu bekommen. Und was die drei Frauen anstellen? Tja, sie schreiben zusammen ein Buch und finden sogar noch weitere farbige Frauen, die sie dabei unterstützen. All die farbigen Frauen sind Dienstmädchen und bekommen so einiges mit, was ihre Arbeitgeber anstellen und auch für Menschen sind. So reihen sich einige schockierende Inhalte aneinander und das Buch kann nur ein Erfolg werden. Auch wenn so einige der „höheren Gesellschaft“ versuchen ihnen Steine in den Weg zu legen. „Gute Geister“ ist eine gute Mischung aus Komik, Drama und Historie. Vor allem den kleinen, aber dicken Geschenkband kann ich euch ans Herz legen. Ich habe es verschlungen, hatte es immer in der Tasche dabei und werde es sicher noch ein paar Mal lesen.

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Kathryn Stockett ist es wunderbar gelungen, eine schwierige Epoche der Geschichte Mississippis in eine realitätsnahe und berührende Geschichte zu fassen

Von: Birgit Pirker

11.01.2020

„Gute Geister“ ist eines der schönsten Bücher, das ich je gelesen habe. Amerika in den 60er Jahren. Aibileen und Minny sind Hausmädchen und leben genauso wie die junge und wohlhabende Skeeter in Jackson, Mississippi. Doch während die schwarzen Angestellten für einen Hungerlohn rund um die Uhr Schuften müssen, kann es sich Skeeter, als Mitglied der weißen Oberschicht bei Bridgerunden und Teekränzchen gemütlich machen. Jedoch scheint sie die einzige in Jackson zu sein, die der Ungerechtigkeit ein Ende setzen und etwas bewegen will. So beginnt sie, ein Buch über und mit den Hausmädchen zu schreiben … Gerade in den 60er Jahren treffen die schwarze Bevölkerung ein Schicksalsschlag nach dem Anderen. Die Südstaaten sind im Aufruhr, wodurch zahlreiche Frauen den Mut finden, Skeeter ihre Lebensgeschichte zu erzählen. Positive, wie negative Erfahrungen! Alle Beteiligten haben viel zu verlieren, doch sie gehen das Risiko ein! Die Autorin erzählt „Gute Geister“ nicht in Schwarz und Weiß, wie es viele Andere bereits vor ihr getan haben, sondern in eindrucksvollen hellen Grautönen. Die Lebensgeschichten sind nie ausschließlich negativ, einige von Ihnen denken immer noch mit viel Liebe an die Kinder zurück, die sie großzogen und an die guten Menschen, die ihnen geholfen haben. Doch auch die Willkür die sie immer wieder erfahren, trifft einen beim Lesen ins Herz: Auch wenn Miss Skeeter etwas verändern will, wird schnell klar, dass sie als einzelne nicht viele Möglichkeiten hat. Sie verliert ihre Freunde und jeglichen Rückhalt in der Gesellschaft. Auch wenn sie zu Aibileen eine enge Beziehung aufbaut, kann diese Freundschaft nicht funktionieren angesichts der gesellschaftlichen Unterschiede. Dennoch: Das Buch ist gesellschaftskritisch, ohne anklagend zu sein. Was eventuell auch daran liegen mag, dass es von einer weißen Schriftstellerin geschrieben wurde. Einer Frau, die selbst in einem Haushalt mit farbigem Dienstmädchen aufgewachsen ist. Trotz vieler trauriger und zermürbender Handlungsstränge, überwiegen doch die positiven Elemente. Der Stolz der Frauen auf das Erreichte. Der eigene Mut! Beachtlich sind auch die Parallelen zur heutigen Gegenwart. Höher gestellte Damen, die Wohltätigkeitsveranstaltung für hungernde Kinder in Afrika planen, während in ihrer eigenen Stadt Kinder nicht genügend zu Essen haben. Daran hat sich bis heute wirklich nichts verändert. Kathryn Stockett ist es wunderbar gelungen, eine schwierige Epoche der Geschichte Mississippis in eine realitätsnahe und berührende Geschichte zu fassen und den Leser dabei auch noch zu unterhalten. „Gute Geister“ ist ein faszinierendes und bewegendes Buch.

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Vita

Kathryn Stockett ist in Jackson, Mississippi, geboren und aufgewachsen, wo auch ihr Roman spielt. Nach ihrem Studium der englischen Literatur zog sie nach New York. Dort arbeitete sie neun Jahre lang bei Zeitungsverlagen. Sie lebt mit ihrem Mann und ihrer Tochter in Atlanta. “Gute Geister“ ist ihr literarisches Debüt, das gleich zu einem phänomenalen Bestsellererfolg wurde.

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Pressestimmen

»Wie Vom Winde verweht - nur besser!«

Grazia

»Ich bin begeistert! Und habe diesen Roman bereits in die Reihe meiner erklärten Lieblingsbücher aufgenommen.«

Annette Riedel, Deutschlandradio Kultur

»Eine Geschichte voller Herz und Hoffnung.«

New York Daily News

»Grandios geschrieben. Ich liebe und bewundere dieses Buch. Es ist voller Mut. Einfach fantastisch!«

Marian Keyes

»Klug und packend – Sie werden sich dabei erwischen, laut loszulachen!«

People Magazine

»Die Gegenwelt zu ›Vom Winde verweht‹ und genauso einzigartig.«

Sunday Times

»Dieser optimistische Gute-Laune-Roman kommt genau zur richtigen Zeit. Überzeugend und vielschichtig. Ein hundertprozentiger Bestseller.«

Publishers Weekly