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Heldenflucht Roman

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Taschenbuch, Klappenbroschur ISBN: 978-3-453-43837-8

NEU
Erschienen: 13.03.2017
Dieser Titel ist lieferbar.

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1918 – Deutschland nach dem großen Krieg … Das Land wird von Hungersnöten geplagt, die Daheimgebliebenen warten sehnsüchtig auf die Kriegsrückkehrer. In dieser düsteren Zeit begibt sich die Kriegsberichterstatterin Agnes Papen in die Eifel, in ihr Heimatdorf, das von den Wunden des Krieges heimgesucht wird, wie sich bald zeigt. Als die Bewohner einen stummen französischen Soldaten stellen, kommt eine Spirale der Gewalt in Gang. Menschen verschwinden spurlos, und in den Wäldern wird eine Leiche gefunden. Agnes beschließt, sich auf die Suche nach der Wahrheit zu machen …

Jan Kilman (Autor)

Jan Kilman ist das Pseudonym eines bekannten deutschen Spannungsautors. Für seinen historischen Krimi »Heldenflucht« recherchierte Kilman intensiv über die Themen Kriegstraumata und Deutschland nach dem Ersten Weltkrieg, begab sich an Kriegsschauplätze und las unzählige Feldpostbriefe dieser Zeit.

ORIGINALAUSGABE

Taschenbuch, Klappenbroschur, 512 Seiten, 11,8 x 18,7 cm

ISBN: 978-3-453-43837-8

€ 9,99 [D] | € 10,30 [A] | CHF 13,90* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Heyne

NEU
Erschienen: 13.03.2017

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der Autor gewährt einen sehr lebendigen und schockierenden Einblick in die Nachkriegsjahre

Von: Buchmagie Datum: 20.04.2017

www.team-buchmagie.de/heldenflucht-jan-kilman/

Mit seinen historischen Krimi „Heldenflucht“ liefert der Autor Jan Kilman ein sehr lebendiges, realistisches und schockierendes Szenario der letzten Kriegs- und ersten Nachkriegsjahre. Hierzu vermischt er reale mit fiktiven Fakten und baut zusätzlich auf Tatsachen beruhende Nachrichten und Feldpostbriefe mit ein.

Buchinhalt:

Wir befinden uns in Deutschland des Jahres 1918, es ist die Zeit nach dem Krieg und die Daheimgebliebenen warten sehnsüchtig auf die Kriegsrückkehrer. So auch die Bewohner des kleinen Dorfes Kirchbach.

Die Kriegsberichterstatterin Agnes Papen, ebenfalls gerade in ihr Heimatdorf zurückgekehrt versucht ihre schrecklichen Erinnerungen nun zu vergessen und kümmert sich um ihren kranken Onkel. Als die Dorfbewohner einen mysteriösen, stummen französischen Soldaten stellen, Menschen plötzlich verschwinden und im Wald eine Leiche gefunden wird, beschließt Agnes sich auf die Suche nach der Ursache zu machen.

Meinung:

Durch einen sehr bildlichen Schreibstil hat es Jan Kilman nicht nur geschafft Szene um Szene ein sehr schockierendes Bild der damaligen Zeit zu liefern, sondern zusätzlich auch jede einzelne Figur authentisch und realistisch zum Leben erweckt. Alle Protagonisten sind mit positiven aber auch negativen Eigenschaften versehen und sehr gut charakterisiert worden. Schonungslos führt der Autor seinen Lesern die Auswirkungen des Krieges auf die menschliche Psyche vor Augen.

Die Handlungsverläufe sind informativ und gut konstruiert, auch an Spannung mangelt es keineswegs, der Abschluss ist dabei gelungen und rundet das gesamte Geschehen gut ab. Für meinen Geschmack hat die gesamte Handlung allerdings noch Potential nach oben offen. Einige Szenen wurden leider nur oberflächlich beleuchtet, obwohl sie mehr Tiefe vertragen könnten.

Insgesamt wirkt die Handlung, so wie das Cover, etwas düster, finster und dennoch geheimnisvoll. Genauso kann ich mir auch die Stimmung in den Nachkriegsjahren vorstellen, hier ist es dem Autor hervorragend gelungen die Atmosphäre „einzufangen“.

In Kürze:

Schreibstil: gut, nicht ganz so flüssig zu lesen

Protagonisten: im Handlungsverlauf baut der Autor sehr viele Personen ein, trotzdem schafft er es jeder einzelnen von ihnen mit Charaktereigenschaften zu versehen, das sie insgesamt authentisch und lebendig wirken. Der Leser vermag es so sich in jede einzelne Rolle zu versetzten.

Handlung: Szene für Szene wird ein sehr realistisches, düsteres, geheimnisvolles und bewegendes Bild der Nachkriegsjahre aufgebaut

Genre: im Handlungsverlauf stehen die Menschen und ihre Schicksale im Vordergrund. Der Mord und die Suche nach dem Täter rücken dabei eher in den Hintergrund, so dass ich diesen Roman nicht unbedingt ins Genre historischen Krimi einstufen würde. Vielmehr erzählt er ein Stück Zeitgeschichte.

Fazit: „Heldenflucht“ ist kein Roman, der sich schnell und einfach einmal nebenbei liest, vielmehr gewährt der Autor einen sehr lebendigen und schockierende Einblick in die Nachkriegsjahre und lässt seine Leser mit seinen Protagonisten mitleiden und mit fiebern

Eine bedrückende Geschichte mit düsterer Stimmung

Von: Angelika O. Datum: 20.04.2017

kaltefuesseundhaende.wordpress.com

Der erste Weltkrieg – die Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts – kostete fast 17 Millionen Menschenleben. Unfassbar! Und tragisch auch die Einzelschicksale, der Soldaten als auch der Zivilbevölkerung und der Daheimgebliebenen. In Heldenflucht bekommen diese Schicksale Namen und Gesichter.

Eigentlich sollte der Roman ein Krimi sein. Auch beginnt er wie ein Krimi, spannend und beängstigend. Doch die Handlung ist viel komplexer. Sie umfasst zahlreiche Charaktere, die alle gut dargestellt sind und die man auch gut auseinanderhalten kann. Die Psyche und die physische Auswirkung des Krieges auf alle Beteiligte ist sehr glaubhaft dargestellt und gut nachzuvollziehen. Jede einzelne Person wirkt sehr realistisch. Jeder Charakter ist in irgendeiner Form Opfer durch die Auswirkungen des Krieges. Da sind die Männer, die in den Krieg zogen freiwillig und aus Überzeugung und als Häufchen Elend, mit den unterschiedlichsten psychischen Problemen zurück kamen oder den Tod fanden. Da sind die Frauen, die ihre gefallen Männer und Söhne betrauern. So manche entwickelt in ihrer Trauer und Not einen Hass der sich nicht an den Feind richtet. Da ist der Hunger und die Verzweiflung, die so manchen in den Wahnsinn oder zu verzweifelten Taten antreibt. Die Situationen sind düster und bedrückend. Nur wenige Momente gaukeln ein normales Leben vor.

Ein weiterer bedrückender Aspekt der Geschichte sind die Feldpostbriefe der Soldaten an ihre Lieben zu Hause. Alle so voller Hoffnung und dem Glauben, dass sie sich bald wieder sehen werden. Am Ende jedes Briefes eine Fußnote mit der bitteren Wahrheit. Die Brief sind alle echten Feldpostbriefen nachempfunden und für die Geschichte entsprechend umgearbeitet, richten sie sich doch alle an Bewohner des kleinen Eifelortes.

Welche Auswirkungen der Krieg, insbesondere die Erlebnisse der Soldaten, hatte, erschließt sich nach und nach. Man hat als Leser zwar irgendwann eine Ahnung, die Erkenntnis ist aber erschütternd.

Mein Fazit:
Ein sehr bedrückender Roman mit sehr lebensechten Personen. Die Stimmung ist düster, der Jahreszeit und der Schreckenszeit angepasst. Eine Erzählung, die einen nicht so einfach loslässt.

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