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Ich will brav sein Psychothriller

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Taschenbuch, Klappenbroschur ISBN: 978-3-442-48604-5

NEU
Erschienen: 19.06.2017
Dieser Titel ist lieferbar.

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Der Sommer steht vor der Tür, als die Studentin Juli das kleine Dachzimmer in dem charmanten Münchner Mietshaus bezieht. Sie teilt die Wohnung mit der jungen Schauspielerin Greta, die ihr auf Anhieb sympathisch ist, und zunächst ist Juli glücklich in ihrer neuen Umgebung. Doch dann mehren sich die Hinweise, dass Greta ein ebenso undurchsichtiges wie grausames Spiel mit ihr treibt – und während eine mörderische Hitzewelle die Stadt wie eine Glocke umschließt, gerät Julis Leben immer mehr zur Hölle: Sie entdeckt eine Leiche auf dem Dachboden, ihre beste Freundin verschwindet, ein stummes Mädchen im Treppenhaus versetzt sie in Angst und Schrecken. Als sich weitere Todesfälle ereignen, weiß sie, dass auch sie selbst in höchster Gefahr ist. Aber da ist es fast schon zu spät ...

»Auch wenn erfahrene Krimileser ahnen, wie die Geschichte laufen könnte, ist sie doch wesentlich vielschichtiger als angenommen und der Schluss einfach großartig.«

B5 Kulturnachrichten (26.06.2017)

Clara Weiss (Autorin)

Clara Weiss, geboren 1976 in Thüringen, hat Literaturwissenschaften in Berlin und Bologna studiert. Sie ist im Verlagswesen tätig und lebt mit ihrer Familie in München. Für ihren ersten Roman "Milchsblut", ebenfalls bei Goldmann erschienen, wurde sie nominiert für den renommierten Friedrich-Glauser-Preis in der Sparte "Debüt".

»Auch wenn erfahrene Krimileser ahnen, wie die Geschichte laufen könnte, ist sie doch wesentlich vielschichtiger als angenommen und der Schluss einfach großartig.«

B5 Kulturnachrichten (26.06.2017)

»Ich will brav sein‹ ist ein psychologisches Vexierspiel der Extraklasse - beklemmend, klaustrophobisch und unglaublich spannend«

Münsterländische Tageszeitung (22.06.2017)

04.10.2017 | 19:00 Uhr | Augsburg

Lesung

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Mehr Infos

Kino Liliom
Unterer graben 1
86152 Augsburg

Tel. 0821 / 51 40 84, kino@liliom.de

Weitere Informationen:
KDFB Stadtverband Augsburg e.V.
86152 Augsburg

Tel. 0821 510283, kdfb-augsburg@gmx.de

ORIGINALAUSGABE

Taschenbuch, Klappenbroschur, 416 Seiten, 12,5 x 18,7 cm

ISBN: 978-3-442-48604-5

€ 9,99 [D] | € 10,30 [A] | CHF 13,90* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Goldmann

NEU
Erschienen: 19.06.2017

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Ein spannender Psychothriller, der die Abgründe der menschlichen Seele thematisiert

Von: nessisbookchoice Datum: 09.08.2017

nessisbookchoice.wordpress.com

Titel: „Ich will brav sein“ (Rezensionsexemplar)
Autorin: Clara Weiss
Erscheinungsdatum: 19. Juni 2017
Seitenanzahl: 411 Seiten
Genre: Psychothriller
Preis: Taschenbuch 9,99€
Verlag: Goldmann Verlag
Klappentext:

Glühende Hitze über den Dächern der Stadt. Eine Tat, die das Blut in den Adern gefrieren lässt. Und eine junge Frau, die unentrinnbar ins Verderben gerissen wird.

Im Dachgeschoss eines alten Münchener Mietshauses hat Juli endlich ein Zimmer gefunden. Ihre Mitbewohnerin Greta, eine charismatische rothaarige Schauspielerin, ist der Studentin auf Anhieb sympathisch. Bis Juli auf dem Dachboden eine Leiche mit einem Büschel roter Haare im Mund entdeckt und an der Tür die verstörende Botschaft eines Kindes.
Hat Greta etwas damit zu tun? Je mehr Juli über die Schauspielerin herausfindet, desto undurchsichtiger erscheint sie. Was an ihr ist echt, wer ist sie wirklich?
Und während allmählich die Sommerhitze durch die Mauern des Hauses kriecht, raubt eine schleichende Gewissheit Juli die Luft zum Atmen…



Vielen herzlichen Dank an den Goldmann Verlag und die Verlagsgruppe randomhouse, die mir das Buch als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben.

Außerdem habe ich dieses Buch in einer Leserunde mit Marina gelesen. Danke auch an dich!
Hier findet ihr ihren Blog. ��



Cover und Klappentext

Das Cover empfinde ich als sehr ansprechend! Es machte mich neugierig und ließ mich auf Spannung hoffen, die man erst hinter verschlossenen Türen findet.

Zu Beginn des Buches gibt es ein Klappcover, dessen Buch eine düstere Atmosphäre des Dachbodens, der im Klappentext erwähnt wird, verspricht.
Eine wirklich tolle Darstellung, die zusammen mit dem Klappentext meine Neugier nur noch weiter wachsen ließ!

Sogar der Titel liefert tiefere Verbindungen zum Inhalt des Buches, was ich sehr gut gelungen finde.

Wem kann Juli trauen?
Diese Frage stellt man sich bereits zu Anfang, da natürlich Probleme, Ängste und Sorgen aufgrund des Covers und des Klappentextes vorprogrammiert sind.



Figuren

Als Protagonistin lernen wir Julietta kennen, die von allen jedoch nur Juli genannt wird.
Sie kommt nach Berlin um die Vergangenheit ihrer Mutter nachzuvollziehen und ist auf der Suche nach etwas ganz Bestimmtem.

Ich empfand sie als sympathisch, aber teilweise etwas zurückhaltend, da sie nicht immer ihre ehrliche Meinung offen und direkt gesagt hat.
Ich habe mit ihr gefühlt und konnte mich in sie hineinversetzen.

Ihre Mitbewohnerin Greta war mir zunächst ebenfalls sympathisch, sie entwickelte sich im Laufe des Buches allerdings zu einer riesigen Zicke und eröffnete dem Leser gewisse Neurosen und Starallüren.

Außerdem lernen wir Greta’s und Juli’s Freunde, Gregor und Hannes, kennen, die aber beide eher kleinere Parts in dem Buch einnehmen, dennoch wichtig für den Handlungsverlauf sind.



Schreibstil und Inhalt

Zu Beginn ist zu sagen, dass das Buch in 5 Teile aufgeteilt ist, die jeweils mit einem kurzen Gedicht beginnen, welches bereits am Anfang des Buches eine wirklich beklemmende und düstere Atmosphäre heraufbeschwört.
Zusätzlich dienen kurze Kapitel nach diesen Gedichten, die scheinbar in der Vergangenheit spielen und die Geschichte eines Mädchens und seiner Mutter erzählt, zum Erhalt der regelrecht einsamen und trübseligen Stimmung.
Diese Teile sind kursiv gedruckt, sodass man sie perfekt vom Rest der Handlung unterscheiden kann.

Durch das Buch hinweg sind vielerlei Hinweise enthalten, denen Juli allerdings nicht weiter nachgeht.
Sie werden in die Handlung eingebracht, aber für lange Zeit nicht weiter aufgegriffen, weshalb sie zunächst willkürlich und fragwürdig erscheinen.

Dem Lesefluss tat dies, aufgrund des schönen und angenehm zu lesenden Schreibstils, keinen Abbruch. Als Leser kann man das Buch flüssig lesen.

Einige Dinge, wie zum Beispiel das permanente Erwähnen der beißenden Hitze in Berlin, empfand ich allerdings irgendwann als sehr störend.
Es wurde, meiner Meinung nach, einfach viel zu oft und viel zu detailreich erwähnt. Hier hätte man die Buchstaben lieber in andere Teile des Buches investieren und die Hitze-Beschreibungen auf ein Nötiges minimieren können.

Natürlich spielen sie im Gesamten betrachtet eine Rolle, dennoch denke ich, dass weniger manchmal mehr ist.

Weiss setzt auf unterschwellige und im ersten Teil eher subtile, konstante Spannung, weshalb man hier nicht mit rasanten Handlungsdetails rechnen kann.
Ab der Hälfte des Buches verdichten sich jedoch gewisse Aspekte, sodass die Spannungskurve an sich immer weiter ansteigt, bis sie schlussendlich ihren Höhepunkt erreicht und alles Mysteriöse, was bisher unterklärbar schien, aufgelöst und erklärt wird.

Jeder noch so kleine Hinweis, den wir innerhalb des Buches entdeckt haben, wurde in einen einzigen Strang integriert, der in gewisser Weise realistisch und nicht künstlich konstruiert erschien.

Wir erhalten psychologische Einblicke in die menschliche Seele und unbewusste Abwehrmechanismen des Körpers und Gehirns, welche ich persönlich grundsätzlich interessant und wirklich spannend finde.
Diese Aspekte wurden in einfacher Sprache erklärt, sodass jeder sie verstehen und für sich selbst interpretieren konnte.

Mich konnte das Buch wirklich begeistern und zum Mitfiebern und Miträtseln anhalten, weshalb ich gerne 4,5/5 Sterne für dieses Schätzchen vergebe!

Ich freue mich auf mehr von Clara Weiss! ��

In der Hitze des Sommers

Von: Books and Biscuit Datum: 29.07.2017

booksandbiscuit.blogspot.de

Es ist ein heißer Sommer, als Julietta "Juli" Schindler aus Berlin nach München zieht, um dort nicht nur Psychologie zu studieren, sondern auch den Garten ihrer Mutter wiederzufinden. Ein herrlich satter Obstgarten, in dem die Mutter als Kind einen Schatz versteckt hat. Juli hofft ihrer Mutter, die nach einem Schlaganfall nur noch ein Schatten ihrer selbst ist, so wieder näher zu kommen. Auf der Suche nach einem günstigen Zimmer stößt sie auf die junge Schauspielerin Margaretha "Greta" Brandstätter, bei der sie für kleines Geld unterkommen kann. Doch es ist eine Dachgeschosswohnung, in der sich die Hitze des Sommers staut und Greta stellt viele merkwürdige Regeln auf.

"Der Sommer war da. Und er war dabei ihr neues Zuhause in einen unwirtlichen Ort zu verwandeln"
(Seite 146)

Juli ist kaum einen Monat da, als es anfängt. Sie begegnet einem stummen, blonden Mädchen im Treppenhaus, das sonst niemand bemerkt hat. Auf dem Dachboden findet sie die Zeichnung eines Kindes, das eine verletzte rothaarige Frau zeigt. Soll das etwa Greta darstellen? Und dann entdecken Juli und Gretas Freund Gregor auf dem Dachboden eine Leiche, erstickt mit einer roten Perücke und an der Tür steht in kindlicher Schrift geschrieben "Ich will brav sein". Das alles sollte erst der Anfang sein. Was geht hier vor? Und was hat es mit dem Namen Charlotte Weber auf sich, der immer und immer wieder auftaucht?

Was da vor sich geht, das habe ich schon nach 150 Seiten geahnt. Eigentlich schon nach dem Anruf, den Juli kurz nach ihrem Einzug bekommen hat und bei dem eine Frau am anderen Ende der Leitung überzeugt war, sie würde mit Charlotte sprechen. Clara Weiss hat zwischendurch immer wieder Spuren gelegt, die mich an meiner Vermutung haben zweifeln lassen und es gab hier und da Puzzleteile, die nicht so ganz zu der Auflösung gepasst haben, die ich mir zurecht gelegt habe. Aber letztendlich hatte ich von Anfang an recht.

Trotzdem. Clara Weiss hat es geschafft, einen Psychothriller zu schreiben, der es verdient hat, so bezeichnet zu werden. Das Setting, das sie gewählt hat, passt perfekt zu den Geschehnissen, die Hitze und Schwüle, die stickige Luft, das Schwitzen, all das unterstützt die bedrohliche Atmosphäre hervorragend. Mehr noch. Die Hitze verbindet die kursivgeschriebenen Passagen über ein kleines Mädchen, das von ihrer Mutter auf dem Dachboden eingesperrt wird und dort aus Angst vor einer Zauberin, die ihr die Haare abschneidet und den Fluchtweg zumauert auf der Erde kauert, mit dem gegenwärtigen Erzählstrang, bei dem Juli ähnliche Dinge erlebt wie das Mädchen. Ein sticker Dachboden, auf dem sich die Hitze staut und auf dem sie ihre Wäsche aufhängen muss. Die beklemmende Enge eines Autos, das sich wie ein Backofen aufheizt. Hitze und stickige Luft sind ein allgegenwärtiges Thema in diesem Thriller und sorgen - in Kombination mit Schlafmangel - dafür, dass Juli langsam aber sicher die Nerven verliert.

"Sobald sie im Türrahmen stand, brach die Hitze wie eine Flutwelle über sie herein Scharf wie Messerstiche stach sie in ihre Lunge. Juli hielt sich schützend die Hand vor Mund und Nase, auch weil sie auf den grausam süßlichen Geruch gefasst war, der sie hier oben schon einmal überrollt und sich in ihr Gedächtnis gebrannt hatte."
(Seite 282)

Clara Weiss hat zudem eine Handvoll spannender Figuren geschaffen, von denen man leider bis zum Schluss nicht wusste, ob sie die Geschichte überleben werden oder nicht. Julis Suche nach dem mysteriösen Obstgarten ist nämlich mit Leichen gepflastert. Die Figur, die am meisten ins Auge sticht, ist natürlich die rothaarige Schönheit Greta, an dessen Echtheit Juli immer stärker zweifelt. Greta ist launisch und als die Leiche auf ihrem Dachboden gefunden wird, ärgert sie sich eher über ein geplatztes Dinner, als dass sie über den Fund bestürzt ist. Hat sie etwa etwas damit zu tun? Dann ist da Gregor, Gretas Freund, der eigentlich nach Hamburg ziehen wollte und dann doch ständig in Gretas Wohnung ist. Elli, eine Freundin, die Juli an der Uni kennenlernt und die ebenfalls Psychologie studiert. Nik, der verheiratete Polizist, mit dem Elli eine Affäre beginnt und der sie und somit auch Juli, mit polizeilichen, vertraulichen Informationen über die Dachbodenleiche versorgt. Hannes, Julis Freund aus Berlin, mit dem sich ab und an telefoniert, der aber versprochen hat, zu ihr nach München zu ziehen, damit sie sich ein gemeinsames Leben aufbauen können. Der Obstladenbesitzer, bei dem Juli anfängt zu jobben. Frau Grothe, die alte Dame aus dem Haus, deren Leiche man später auf dem Dachboden findet. Gretas Stalker. Und bei all diesen Figuren fragt man sich: haben sie es auf Juli abgesehen? Oder ist alles ganz anders, als sie denkt?

Das einzige, was mich ein passiert gestört hat, sind die vielen Zeitsprünge. Plötzlich ist ein Monat vergangen, oder ein Kapitel endet mitten in der Nacht und im nächsten Kapitel weiß man gar nicht, wie viel Zeit vergangen ist. Ist es der nächste Morgen? Der nächste Tag? Ist eine Woche vergangen? Es fehlt ein bisschen der Zusammenhang zwischen den einzelnen Kapiteln, weil an nie so recht weiß, wie spät es ist oder welcher Wochentag oder wie viel Zeit eigentlich zwischen den Kapiteln vergangen ist. Obwohl ich zugeben muss, dass diese Sprünge im Nachhinein sehr gut zur Auflösung passen und auch zu meiner frühzeitigen Ahnung, worum es hier geht, beigetragen haben.

Ach ja und dann wäre da noch das Gedicht, aus dem viermal jeweils eine Strophe zwischen die Kapitel geschoben wird. An sich eine tolle Idee und inhaltlich passt es auch super, aber: es ist einfach schlecht. Diese lächerlichen Yoda-Rheime haben mich immer wieder zum Lachen gebracht und das war sicherlich nicht die Absicht dahinter:

"Dein Weinen ist vergeblich, Kind,
um dich herum nur Steine sind"
(Seite 175)

Kurz und knapp, Ich will brav sein ist der erste Thriller seit sehr langer Zeit, der mich völlig in seinen Bann gezogen hat und den ich an einem einzigen Tag ausgelesen habe, weil ich keine Pause eingelegen wollte. Obwohl ich schon früh wusste, worauf alles hinauslaufen würde, hat die Autorin es immer wieder geschafft, dass ich an meiner Vermutung zweifle und sie hat mich mit der bedrückenden Atmosphäre, die sie geschaffen hat, völlig in ihren Bann gezogen.

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