Idaho

Roman

(5)
TaschenbuchNEU
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Ein flirrend heißer Sommertag in Idaho, USA: eine Familie im Wald, die beiden Mädchen spielen, die Eltern holen Brennholz für den Winter. Die Luft steht, die Mutter hat ein Beil in der Hand – und innerhalb eines Augenblicks ist die Idylle zerstört. Eine Tochter ist tot, die zweite flieht in den Wald und verschwindet spurlos. Ist es Gnade, dass der Vater Jahre später langsam sein Gedächtnis verliert? Während Wade immer mehr vergisst, erkundet seine zweite Frau Ann tiefer und tiefer die Tragödie jenes heißen Augusttages und nimmt schließlich Kontakt zu seiner Exfrau im Gefängnis auf.

Ein atemberaubender Roman über das Unbegreifliche in uns, erzählt mit einer Zärtlichkeit und Schönheit, die die Möglichkeit der Gnade und vergebenden Liebe erfahrbar machen.

»Mich hat schon lange kein Buch mehr so angerührt. Idaho ist pure Magie.«

Daniel Schreiber

ERSTMALS IM TASCHENBUCH
Aus dem Amerikanischen von Stefanie Jacobs
Originaltitel: Idaho
Originalverlag: Carl Hanser Berlin
Taschenbuch, Broschur, 416 Seiten, 11,8 x 18,7 cm
ISBN: 978-3-453-36043-3
Erschienen am  09. September 2019
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Das Buch lässt mich auch einen Tag später noch nicht los.

Von: VB00KS

07.10.2019

Meine Zusammenfassung: Wade vergisst leider immer mehr und mehr. Ganz zum Leid von Ann, seiner zweiten Ehefrau. Wade selbst wusste, dass es irgendwann passieren würde, denn schon sein Vater vor ihm und dessen Vater ebenfalls litten an dieser fürchterlichen Krankheit. Doch was bringt es einem dies über seine Zukunft zu wissen, wenn man in der Gegenwart schon so gut wie alles vergessen hat? Vielleicht ist es für ihn nur gut, so muss er nicht mehr an den schrecklichen Tag zurückdenken, an dem seine jüngere Tochter starb und die ältere spurlos verschwand. Seine Exfrau ist im Gefängnis, zum Glück hat er noch Ann. Die gute Ann. Sie liebt Wade, er ist ihre große Liebe. Doch manchmal ist es schwer, mit seiner Krankheit umzugehen. Es gibt viele gute Momente, doch in den schlechten, neigt Wade zu aggressivem Verhalten. Er verwechselt sie stets mit seinen Hunden, die er so hingebungsvoll abrichtet. Sie meidet nun Dinge, die ihn aufregen könnte, damit er sie nicht wieder verletzt. Doch sie muss einfach wissen, was damals im August so schreckliches passiert ist. Wie kam es dazu, dass seine Exfrau nach dem Beil griff? Warum musste seine Tochter sterben? Doch Wade redet nicht mehr darüber, es regt ihn auf. Jenny weiß, dass sie ins Gefängnis gehört. Sie weiß auch, dass nichts ihre Taten je wieder gutmachen können. Sie hasst sich selbst dafür, also muss sie sich noch mehr bestrafen. Niemals wieder, soll ihr auch nur ein Wunsch erfüllt werden. Das hat sie nicht verdient. Sie möchte nur noch ihrer Zellengenossin etwas Gutes tun, ansonsten möchte sie für immer im Gefängnis bleiben. Das hat sie verdient. Doch Ann will mehr wissen. Von Wade erfährt sie nichts, er vergisst. Mehr und mehr. Sie möchte ihn nicht aufregen. Denkt immer wieder an die Zeit zurück, in der sie ihn kennenlernte, kurz vor Mays Tod. Sie lernte ihn das Klavierspielen, er übte fleißig. Doch dann kam er nicht wieder, May starb, und er war zurück. Sie muss erfahren, was passiert ist. Wenn Wade es ihr nicht sagen kann, bleibt nur noch seine Exfrau … Meine Meinung: Großartig. Ich hätte nicht gedacht, dass mir dieses Buch so gut gefallen würde. Ich hatte die ersten zwanzig bis dreißig meine Schwierigkeiten, in den Schreibstil und die Geschichte hinzufinden - es war allerdings auch schon sehr spät am Abend und ich ziemlich müde - sodass ich das Lesen auf den nächsten Morgen geschoben habe. „Hups“ sag ich da nur, die restlichen knapp 400 Seiten in einem Rutsch einfach durchgelesen. Als ich einmal drin war, war es wirklich kein Problem der Geschichte und ihren Sprüngen durch die Zeit und zu den einzelnen Personen zu folgen. Ganz im Gegenteil; irgendwann hatte ich schon raus, was als nächstes folgen könnte oder gar müsste. Ich war so drin, ich wollte das Buch nicht mehr weglegen und habe auch um mich herum nichts mehr mitbekommen. Ich weiß auch gar nicht genau, wo ich anfangen soll. Meine Zusammenfassung beschreibt schon sehr viel, aber eigentlich kann ich den Inhalt und auch meine Meinung nicht mit den richtigen Worte wiedergeben. Die Autorin hat mich mit dem gesamten Paket begeistert. Eigentlich möchte ich mehr. Ich bin nicht mit dem Ende zufrieden, ich habe noch so viele offene Fragen. Ich finde es gut, dass diese nicht beantwortet sind, ich hasse es aber, dass sie nicht beantwortet sind. Ich will so viel mehr noch wissen und ich weiß nicht, ob ich einen anderen Roman noch einmal so gut finde, so wie diesen auf seine Art und Weise. Wahrscheinlich müsste ich bei manch einem Buch noch so den ein oder anderen Stern abziehen, weil es eigentlich doch keine fünf davon verdient hätte. Oder ich müsste diesem einfach sechs davon geben. Eine Bewertung dieser Art beschreibt aber auch nicht, wie gut es mir gefallen hat. Der Inhalt, das Thema an sich, die Geschichte, die Erzählweise, die Personen, einfach alles. Ich bin ein Fan und möchte mehr von Emily Ruskovich. Mein Fazit: Das Buch lässt mich auch einen Tag später noch nicht los. Ich möchte mehr von Emily Ruskovich. 5 von 5 Sternen.

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Wow

Von: gay_dirk_books

30.09.2019

Idaho von Emily Ruskovich Tb Diana Verlag Roman 416 Seiten 10,99€ Rezensionsexemplar Vielen Dank ans Bloggerportal und Diana Verlag Wir steigen ein im Jahre 2004 mit Ann, der zweiten Frau von Wade, dem Vater des toten Mädchens. Danach macht der Leser immer wieder Zeizsprünge. Bis zurück ins Jahr 1973 und bis hinein ins Jahr 2012. Dies geschieht immer Kapitel oder Ansatzweise. Während der verschiedenen Zeitebenen erfahren wir immer mehr von den verschiedenen Protagonisten. Sei es Ann, Wade, May ( das tote Mädchen), June-die Schwester- und schließlich Jennifer, Wades erste Frau und die Mutter der Mädchen. Es ist schwer weitere Personen aufzuzählen, da dies gefährlich ist ohne zu viel zu verraten, wie diese in die Geschichte passen . Die Autorin versteht es , auf wunderbare Art und Weise, die Story zu erzählen. Benutzt immer die richtigen Worte und wiederholt sich nie. Um es mal vornehm auszudrücken , auf einem sehr hohen literarischen Niveau. Finde ich zumindest. Wurde auch mit dem internationalen Dublin Literary Award ausgezeichnet. Emily Ruskovich versteht es den Leser zu fangen. Egal , ob sie über Landschaften oder die Gedanken der Protagonisten erzählt. Ein großes Lob gebührt auch der Übersetzerin oder Übersetzer. Konnte ich leider nicht herausfinden. Kommen wir nun zu meiner Meinung. Die Sprache derAutorin hat mich durch das Buch getragen. Für mich kam leider kaum Spannung auf , was ich nach dem Klappentext doch erwartet hätte. Das hat aber die Geschichte über die Protagonisten wieder gut gemacht. Meiner Meinung nach hätte man ruhig deutlich mehr über May erfahren können . Insgesamt eine klare Empfehlung von mir. Echt fast perfekt. 4.5 Sterne von mir. Bis zum nächsten Mal euer gay_dirk_books

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Vita

Emily Ruskovich

EMILY RUSKOVICH wuchs im Idaho Panhandle auf dem Hoodoo Mountain auf. Sie gewann den O. Henry Award 2015, ist Absolventin des Iowa Writers’ Workshop und lehrt an der Boise State University. Ihr beeindruckendes Debüt »Idaho« wurde in den USA und Deutschland von der Presse gefeiert.

Zur AUTORENSEITE

Pressestimmen

»Ein dramaturgisch wie sprachlich meisterliches Debüt.«

Süddeutsche Zeitung

»Emily Ruskovich entfaltet einen so komplexen wie spannenden Roman, der auf überzeugende Weise die Grenzen der Erinnerung und der Vorstellungskraft auslotet … Bewegend!«

NZZ am Sonntag

»Die Lektüre lohnt, und mit anderen darüber zu sprechen noch mehr.«

Die Zeit

»Dieses Buch hat die kühle Schärfe frischer Limonade. Ruskovich erzählt unerschrocken, schnörkellos und vielschichtig – umwerfend schön und vernichtend zugleich.«

Rachel Joyce