Im Dunkel der Angst

Roman

(5)
Taschenbuch
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Ein heftiger Schlag. Rotes Blut im Wasser des Sees. Danach nur noch Schwarz. Anna Winger starb nicht an jenem Tag, aber seither lebt sie in Angst. Rastlos zieht sie mit ihrem Sohn von Stadt zu Stadt, scheut den Kontakt zu anderen Menschen. Als Graphologin muss sie ihr Gegenüber nicht sehen, um in ihm lesen zu können, es reicht ein Blick auf dessen Handschrift. Dann verschwindet ein zweijähriger Junge und seine Babysitterin wird ermordet. Die einzige Spur: eine handschriftliche Notiz. Anna wird hinzugezogen, und alles, was sie für immer hinter sich lassen wollte – die Dunkelheit, die Gewalt, der Tod –, drängt unaufhaltsam an die Oberfläche …


DEUTSCHE ERSTAUSGABE
Aus dem Amerikanischen von Anne Fröhlich
Originaltitel: The Day I Died
Originalverlag: William Morrow Paperbacks, April 2017
Taschenbuch, Broschur, 448 Seiten, 11,8 x 18,7 cm
ISBN: 978-3-442-48771-4
Erschienen am  17. September 2018
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Sehr interessant

Von: Galen

03.01.2019

Das Cover hat mir von Anfang an ziemlich gut gefallen, es wirkt sehr schaurig und düster und lässt viel versprechen. Die Protagonisten gibt einen interessanten Einblick in ihren Berufsalltag als Graphologin. Der Leser bekommt hier also auch interessante Einblicke in die Thematik der Handschriftanalyse. Das einzige was ich negativ finde sind die Protagonisten, mit denen ich mich die ganze Zeit nicht anfreunden konnte, da sie für mich eher unfreundlich gewirkt haben aber das ist geschmackssache. Die Spannung des Buches blieb durchweg erhalten. Klare Leseempfehlung!

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Der Tag, an dem ich starb

Von: Mikka Gottstein aus Hilter aTW

12.12.2018

Mir hat das Buch sehr gut gefallen, unser Krimi-Lesekreis sah das anders – da stand ich tatsächlich auf verlorenem Posten, die anderen fanden es richtig schlecht. Selten bin ich so vehement überstimmt worden mit meiner Meinung! Daher möchte ich meine Rezension beginnen mit: Kritikpunkte des Krimilesekreises "Die Graphologie hat wesentlich weniger Einfluss auf den Fall, als der Klappentext suggeriert – zumindest wird es nicht befriedigend erklärt." Dem muss ich sogar zustimmen, ich hätte auch gerne noch viel mehr über diese Kunst erfahren. "Die Hauptfigur ist unsympathisch und sehr obsessiv in ihrem Verhalten." Auch da muss ich zustimmen, nur hat es mich nicht gestört – ich habe ein Faible für schwierige, sperrige Protagonisten. Außerdem hat Anna meines Erachtens plausible Gründe für ihr Verhalten. Trifft sie gute Entscheidungen? Nein. Hätte es andere Optionen gegeben? Ja. Aber sie ist in einem gewalttätigen Elternhaus aufgewachsen, hat dann von einem gewalttätigen Mann ein Kind bekommen und ist seither auf der Flucht. Sie hatte nie wirklich die Möglichkeit, eine normale emotionale Reife zu erlangen. Hier, in dieser Geschichte, sieht man, wie sie damit beginnt, die Vergangenheit abzustreifen. Am Schluss passiert etwas, was den anderen als unglaublicher, unrealistischer Zufall erschien. Darüber kann man sich streiten! Für mich war das eine logische Entwicklung und ein guter Abschluss der Geschichte, denn in gewisser Weise schließt sich auf mehr als eine Weise der Kreis. "Die Liebesgeschichte war unnötig." Hier muss ich schon wieder zustimmen. Leider bremst sie die Protagonistin meines Erachtens in ihrer Entwicklung. Am Schluss wird eine für die Überwindung ihres Traumas sehr wichtige Entscheidung von ihm getroffen, was dem Sinn des Ganzen ein wenig zuwider läuft. Ich mochte das Buch trotzdem. Warum? Die Geschichte wird sehr stimmungsvoll erzählt. Eine Atmosphäre der bedrückenden Angst und Paranoia baut sich allein schon durch die Hintergrundgeschichte der Protagonistin auf, die sich Stück für Stück enthüllt. Ein sehr grundlegendes Thema des Buches ist der Zyklus der Gewalt, den Anna unbedingt durchbrechen will. Aber Gewalt wird oft an die nächste Generation weitergegeben, und so rutscht auch ihr einmal die Hand aus – ein einmaliger, verzeihlicher Fehler oder ein Zeichen, dass sie die Gewaltbereitschaft ihres Vaters geerbt hat? Sie schämt sich jedenfalls in Grund und Boden. Dieser Aspekt der Geschichte war für mich präsenter und interessanter als der eigentliche Fall, für den Anna als Graphologin zu Rate gezogen wird: das Verschwinden des kleinen Jungen. Der Fall wird zum Hintergrundrauschen, zu Kulisse für das persönliche Drama der Protagonistin. Insofern zögere ich, das Buch überhaupt als Krimi zu bezeichnen, und ich denke, ob einem das Buch gefällt oder nicht, hängt sicher auch davon ab, was man von ihm erwartet. Ich fand es spannend, ich konnte gar nicht damit aufhören, aber es ist eine andere Art von Spannung, als ich für gewöhnlich von einem Krimi erwarten würde. Für mich baute sich die psychologische Spannung vor allem durch Annas Entwicklung auf. Sie geht ihren Weg mit zahlreichen Irrungen und Wirrungen. Die Charaktere sind sehr unterschiedlich angelegt. Manche, wie Anna oder ihren Sohn Joshua (ein Pupertier, wie es im Buche steht) , fand ich sehr präsent, komplex und glaubhaft beschrieben. Die Beziehung der beiden ist in vielen Aspekten ungesund, denn Anna schleppt Joshua seit vielen Jahren quer durch die Staaten, entwurzelt ihn wieder und wieder und wieder auf ihrer Flucht vor der Vergangenheit. Da bleibt erbitterter Konflikt nicht aus. Andere Charaktere sind eher Randerscheinungen, Teil der Kulisse. Aber auch das war für mich vollkommen in Ordnung, denn im Fokus steht für mich allein Anna.

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Vita

Lori Rader-Days Spannungsromane wurden in ihrer Heimat USA mit renommierten Preisen ausgezeichnet und von der Presse gefeiert. Mit »Im Dunkel der Angst« haben erstmals auch deutschsprachige Fans von psychologischer Spannungsliteratur die Chance, diese Autorin für sich zu entdecken. Lori Rader-Day lebt in Chicago.

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