Im Ghetto gibt es keine Schmetterlinge

Ein Roman über die Kinder von Theresienstadt

Ab 12 Jahren
Taschenbuch
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Nach einer wahren Geschichte...

Theresienstadt 1942: Die Nazis haben ein Lager für Juden errichtet, das zeitweise als Vorzeigelager dient. Doch es ist nur eine Station auf dem Weg in die Vernichtungslager. Inmitten dieser Hoffnungslosigkeit gründen Kinder eine Zeitschrift, um gegen das Grauen anzuschreiben. Sie treffen sich heimlich und verfassen Berichte über das Lager. Aber sie zeichnen auch Bilder, führen Interviews oder schreiben Gedichte.

Matteo Corradini bringt dem Leser auf berührende Weise das Schicksal dieser Kinder nahe.

»Eine lohnenswerte, wenn auch sprachlich und emotional nicht einfache Lektüre.«


DEUTSCHE ERSTAUSGABE
Aus dem Italienischen von Ingrid Ickler
Originaltitel: La Repubblica delle Farfalle
Originalverlag: BUR
Taschenbuch, Broschur, 288 Seiten, 12,5 x 18,3 cm
ISBN: 978-3-570-40355-6
Erschienen am  10. April 2017
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Ich hätte mir etwas mehr Tiefe gewünscht

Von: Die VOR-Leser

05.03.2018

von Matteo Corradini aus dem Italienischen von Ingrid Ickler cbj, 2017 Taschenbuch, 284 Seiten ab 12 Jahren ISBN: 978-3-570-40355-6 8,99 Euro Ein Urlaubsort nur für Juden? Damit versuchen die Nazis erfolgreich einige Juden nach Theresienstadt zu locken. Doch dort angekommen wird allen schnell klar, dass Theresienstadt einiges ist, aber kein Urlaubsort. Unter all den ankommenden Menschen befinden sich auch viele Kinder. Einige von ihnen schließen sich zusammen, um mit einer Zeitschrift namens Vedem ihren Widerstand auszudrücken. Eine Zeitschrift, die sie alle umbringen könnte, sollte sie von einem Nazi entdeckt werden. Die Zeitschrift hat verschiedene Bereiche und die Kinder berichten hauptsächlich über das Lager und aktuelle Ereignisse. Außerdem fügen sie Gedichte, Geschichten, Zeichnungen etc. von sich selbst aber auch von Mitgefangenen hinzu. Das Buch beruht auf einer wahren Begebenheit und der Autor hat versucht, möglichst realitätsnah über alles Geschehene zu schreiben sowie die Personen so originalgetreu wie möglich darzustellen. Ich persönlich finde, dass diese Realitätsnähe das Buch ausmacht und man sich so viel besser mit allen Personen und insbesondere der Hauptperson identifizieren kann. Der Autor hat meiner Meinung nach einen schönen Schreibstil. Man kann sich gut in die Geschichte einfühlen und erlebt sie sozusagen mit den Personen zusammen. Zudem regt das Buch zum Nachdenken an, da man sehr viel über das alltägliche Leben der Menschen in Theresienstadt erfährt. Ich hätte mir allerdings gewünscht, dass der Autor mehr in die Tiefe gegangen wäre. Ohne diese Tiefe wirken die Kinder leider etwas zu gefühlskalt und deshalb auch teilweise ein bisschen unglaubwürdig. Zudem reißt das Buch den Leser nicht wirklich in seinen Bann, da es keinen wirklichen Handlungsstrang hat. Man ist von Anfang an mitten im Geschehen und der Spannungshöhepunkt befindet sich direkt am Ende, welches irgendwie vorhersehbar und überraschend zugleich ist. Das Buch ist weder besonders spannend, noch extrem langweilig. Dies liegt vor allem daran, dass der Autor über ein Thema, welches man eigentlich nur in Geschichtsbüchern findet, geschrieben hat. Schlussendlich kann man sagen, dass es ein gutes Buch ist, wenn man sich für das Thema interessiert, ansonsten verliert man allerdings schnell die Lust zum Weiterlesen. Saskia Kathagen, 16 Jahre

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D.Wilke

Von: Deborah Wilke

10.09.2017

Cover: Das Cover hat eine Schöne Farbe, Es ist sehr schlicht gehalten. Und durch die Abbildung am unteren Teil des Covers gibt es die Auskunft, um was es geht. Schreibstil: Ich fand den Schreibstil sehr einfach zu lesen. Man musste nicht über die Wörter stolpern, sondern konnte fließend das Buch lesen. Meinung: Das Buch ist sehr rührend. Die Zeit des nationalsozialismus ist schon ein Weilchen her, doch irgendwie finde ich, ist sie doch so nah hinter uns. Dieses Buch handelt von wahren Erfahrungen und haben mich echt zum schluss zum nachdenken gebracht. Vieles wissen wir nicht was wirklich passiert war damals nur aus erzählungen in der Schule oder von den Großeltern. Dieses Buch gibt mehr Wissen an den Lesern weiter. Zu Beginn fiel es mir etwas schwer rein zu kommen, da ich mich irgendwie nicht richtig einfühlen konnte. Dann habe ich das Buch für 4 Tage beiseite gelegen und dann mit neuer Kraft wieder gelesen. Dann viel mir auch die unterschiedlichsten Schreibweisen als Gedanken, Träume oder andere Weisen der Protagonist leicht es zu lesen. Ich fand, fieles musste ich erneut lesen, denn ich war mir nicht sicher ob es jetzt real war. Doch durchs erneute Lesen konnte ich es nachvollziehen. Oh man war das ne Zeit damals. Ich finde echt, wer sich mit dem Thema auseinander setzten möchte, sollte sich dieses Buch echt vornehmen. Es macht unverständliche aus der Schule echt verständlicher. Also so erging es mir. Das Buch lässt einen echt zum Nachdenken anregen. 4 von 5 Sternen

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Vita

Matteo Corradini, geboren 1975, ist Hebraist und Schriftsteller. Er beschäftigt sich mit Didaktik der Schoah und arbeitet an verschiedenen Kunstprojekten. Er forscht in den Niederlanden und in Theresienstadt, wo er Geschichten und Gegenstände, vor allem Musikinstrumente, wieder zum Leben erweckt. Matteo Corradini ist außerdem der Kurator der neuen italienischen Ausgabe von Anne Franks Tagebuch.

Zur AUTORENSEITE

Zitate

»Im Ghetto gibt es keine Schmetterlinge ist ein berührendes Dokument einer unmenschlichen Zeit, das, soweit es dem Autor möglich war, auf historischen Tatsachen beruht (…).«

Fantasia 677e (01. Juni 2017)

»Dieses Buch ist ein stiller Schatz. Keine spaßige Lektüre, natürlich, doch bietet sie Zugang auf Augenhöhe für Jugendliche und sorgt für Diskussionsstoff und Sensibilisierung.«

»Die Geschichte von damals ist und bleibt eine Geschichte der Zeit, über die sich jeder Gedanken machen sollte und darüber lesen sollte.«