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Im finsteren Eis Roman

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Taschenbuch, Broschur ISBN: 978-3-453-43890-3

Erschienen: 11.09.2017
Dieser Titel ist lieferbar.

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In der Kälte hört dich niemand schreien

Als sich die Crew des Versorgungsschiffes Arctic Promise plötzlich im Zentrum eines Orkans findet, ahnen die von Wind und Wetter gehärteten Männer nicht, dass dies erst der Beginn ihrer Irrfahrt ist. Vom rücksichtslosen Kapitän immer weiter in die schwarze, eisige See getrieben, läuft das Schiff in einer gigantischen Eisscholle auf. In Kälte und Dunkelheit eingeschlossen, bricht eine seltsame Krankheit unter den Männern aus. Doch sie sind nicht alleine. In der Ferne sind die Umrisse eines zweiten Schiffes zu sehen. Dunkel, bedrohlich … In ihrer Verzweiflung machen sich die Überlebenden auf, um nach Rettung zu suchen. Sie ahnen nicht, dass in dem Schiff bereits etwas haust … etwas Böses …

Bracken MacLeod (Autor)

Bracken MacLeod arbeitete als Anwalt, Philosophielehrer und Martial-Arts-Trainer. Doch sein Herz gehört dem Schreiben. Zahlreiche seiner Kurzgeschichten sind in renommierten Genremagazinen erschienen, in Amerika gilt MacLeod schon jetzt als eine der aufregendsten Neuentdeckungen in der Spannungsliteratur.

DEUTSCHE ERSTAUSGABE

Aus dem Amerikanischen von Frank Dabrock
Originaltitel: Stranded
Originalverlag: Tor Books

Taschenbuch, Broschur, 416 Seiten, 11,8 x 18,7 cm

ISBN: 978-3-453-43890-3

€ 9,99 [D] | € 10,30 [A] | CHF 13,90* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Heyne

Erschienen: 11.09.2017

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Rezension zu "Im finsteren Eis"

Von: Zsadista Datum: 20.11.2017

zsadista.blogspot.de

Das Versorgungsschiff „Arctic Promise“ verliert in einem Sturm jegliche Orientierung. Alle Systeme fallen aus. Nicht einmal einen Funkspruch kann noch abgesetzt werden. Der Kapitän fährt unbeirrt weiter, weil er glaubt, er kann das Schiff aus dem Sturm bringen. Am nächsten Tag müssen die Männer der Besatzung jedoch feststellen, dass sie von dickem Eis umschlossen sind.

Relativ schnell stellt die Besatzung fest, dass sie nicht auf dem Schiff bleiben können. Vor allem, weil fast alle Mitglieder mittlerweile an einer seltsamen Krankheit leiden. So macht sich ein Trupp auf in Richtung eines Punktes am Horizont, mit der Hoffnung, dort Hilfe zu finden.

„Im finsteren Eis“ ist ein Roman aus der Feder des Autors Bracken Macleod.

Die Inhaltsangabe hört sich absolut spannend an. Vor allem die letzten Zeilen „Sie ahnen nicht, dass in dem Schiff bereits etwas haust … etwas Böses …“. Ehrlich gesagt? Das Buch ist bereits beendet und ich warte immer noch auf dieses „Böse“, das auf dem Schiff hausen soll.

Um vorne anzufangen. Das Buch ist das langweiligste Buch, das ich dieses Jahr in den Händen hatte. Ich hatte wirklich schon einige schlechte Exemplare dieses Jahr erwischt, aber das hier, glaub ich, ist der Spitzenreiter.

Das Buch besteht aus rund 412 Seiten. Meiner Meinung nach, hätte die Geschichte eine absolut geniale 20 Seiten Kurzgeschichte werden können. Aber mit so wenig Inhalt 412 Seiten zu füllen, ist schon eine Leistung.

Die ersten 200 Seiten bestehen nur aus Sturm und Eisscholle. Spannung kam für mich da wirklich nicht auf. Ok, die Leute wurden unerklärlich krank. Der Hauptcharakter Noah wurde ziemlich von Kapitän Brewster fertig gemacht. Noah tat mir aber auch nicht wirklich leid, er nervte einfach nur. Wobei der Hass zwischen den beiden auch nicht wirklich glaubhaft dargelegt wurde.

Nach den ersten 200 Seiten kamen dann rund 10 Seiten die wirklich interessant waren. Allerdings hatte ich danach auch die komplette Geschichte durchschaut. Wer ab und zu Science Fiction liest oder ansieht, kommt genauso schnell zu dem Ergebnis, wie ich.

In den restlichen 200 Seiten stieg zwar der Actionanteil, doch machte es das Ganze nicht wirklich besser. Nur weil es da rasanter zuging, heißt das nicht gleich, dass die Story auch besser wurde. Für mich lief das alles einfach absolut voraussehbar ab. Es gab keine überraschenden Wendungen oder Erkenntnisse.

Das wirklich beste am Buch befand sich auf Seite 261/262. Da dachte ich auch kurz, ganz kurz, jetzt fängt das Buch endlich mal an, spannend zu werden. Ich möchte das Gespräch hier gerne wiedergeben. Also bitte Vorsicht, ab hier:

Vorsicht! Spoiler!!
„… Wir sind jetzt seit einer Stunde hier, und die einzige Person, die ich auf dieser Bohrinsel zu Gesicht bekommen habe, sind Sie. Wo ist der Rest der Mannschaft?“

Antwort: „Sie haben gerade einen von ihnen kennengelernt. Wie hat Ihnen der zweite Offizier geschmeckt?“

Da dachte ich dann kurz, jetzt kommt das Böse an Bord zum Vorschein. Nein, es war leider nur ein kleiner Scherz am Rande.

Spoiler Ende!!

Das Ende fand ich dann auch wirklich, ich nenne es einfach mal, verzweifelt. Man brauchte ein Ende zum Buch, damit es endlich abgeschlossen ist. Ob das Ende rund wird und wenigstens auch nur annähernd Sinn ergibt, war bei dem Buch egal. Hauptsache das Ende ist gekommen.

Gut, man könnte aufführen, dass man hier über ein rundes oder aufgeklärtes Ende streiten könne. Wenn man so eine Story schreibt, die man eigentlich nicht unbedingt unter der Sparte „Roman“ führen kann, sondern eher ein phantastischer oder futuristischer Roman darstellt, kann das Ende durchaus unrealistisch und offen sein.

Könnte man so anführen in dieser Sache, könnte man ... tue ich aber nicht. Das gesamte Projekt ist einfach nicht ausgereift, langweilig und langatmig. Ich streite nicht ab, dass die Idee, die hinter dem Plot steckt schon recht gut ist. Trotzdem kann ich nicht behaupten, dass der Autor dies spannend und mitreißend auf das Papier bringen konnte.

Ich kann das Buch nicht wirklich guten Gewissens weiter empfehlen.

Testosterongesteuerter Zickenalarm

Von: NiWa Datum: 19.11.2017

zeit-fuer-neue-genres.blogspot.co.at

Das Versorgungsschiff Arctic Promise ist auf dem Weg zu einer Bohrinsel als es sich mitten in einem eisigen Sturm befindet. Schiff und Mannschaft kämpfen gegen Wind und Wetter an bis sie merken, dass sie mitten in die eisige Dunkelheit abgedriftet sind. Sie sitzen auf einer Eisscholle fest während die Crew unter einer mysteriösen Krankheit leidet.

„Im finsteren Eis“ zählt meiner Meinung nach in die Kategorie Mystery-Thriller. Mysteriöse Begebenheiten treffen auf spannende Actionszenen, während die Mannschaft des Schiffes mit Unruhen an Bord und der Natur zu kämpfen hat.

Gleich die ersten Seiten haben es in sich. Die Arctic Promise kämpft gegen einen eisigen Orkan an, der einem beim Lesen das Blut in den Adern gefrieren lässt. Das Schiff wird vom Wind getrieben, peitscht zwischen gigantischen Wellen hin- und her, während es die Crew mit dem Eis aufnimmt, das den sicheren Untergang bedeuten würde.

Denn die Arctic Promise ist in eiskalten Gewässern unterwegs. Hier ist es so kalt, dass sogar das Meer gefriert und die Eismassen ganze Schiffe zerdrücken können.

Genau diese unwirtliche Umgebung hat mich sofort gereizt. Es fasziniert mich, wenn sich Menschen an Grenzen wagen und genau das ist bei einem Versorgungsschiff dieser Art der Fall.

Die Ereignisse werden aus der Sicht des Protagonisten Noah geschildert, der sich zu meinem Leidwesen als erheblicher Störfaktor entpuppt. Wegen des Geldes und aufgrund privater Probleme hat er den Job auf der Arctic Promise angenommen. Er hat zwar Erfahrung auf See, ist aber bisher nie auf einem Schiff wie diesem tätig gewesen.

Hier hat es mich erheblich gestört, dass er sich so aufgespielt hat. Für den Verlauf der Handlung ist es wichtig, dass er als Protagonist sozusagen die Führungsrolle übernimmt. Jedoch ist dieser Umstand für mich nicht nachvollziehbar. Warum sollte sich ausgerechnet er gegen die Entscheidungen des Kapitäns stellen? Immerhin ist eine Handvoll weitaus erfahrenerer Seebären an Bord! Ständig geht er in die Offensive und greift den Kapitän - der auch sein Schwiegervater ist - an. Dass dieser davon nicht begeistert ist, kann ich sehr gut verstehen. Denn ich gehe mal davon aus, dass er nicht ohne Grund Kapitän geworden ist.

Zusätzlich sind diverse Feindseligkeiten innerhalb der Crew von Beginn an gegeben, wobei Noah immer der Buhmann ist. Das empfand ich deutlich übertrieben und es hatte für mich sogar etwas von testosterongesteuerten Zickenalarm.

Nichtsdestotrotz ist der Verlauf der Handlung gut. Wenn man emotionale Kleinkriege, beiläufige Anfeindungen und persönliche Differenzen einigermaßen überwunden hat, taucht die Handlung in ein mysteriöses Ambiente ab, was mir sehr gut gefallen hat. Es ist kalt, das Schiff ist auf dieser Eisscholle aufgelaufen und viele Männer leiden an einer seltsamen Krankheit. Doch am Horizont - über eine unvorstellbare Eismasse hinweg - ist ein Punkt zu sehen, der eventuell ein anderes Schiff sein kann …

Meiner Meinung nach hätte der Roman ein bisschen weniger künstliches Drama, dafür mehr von der eiskalten Atmosphäre vertragen können. Eventuell ist es auch ein Buch, das Männern besser als Frauen gefällt. Ich bin jedenfalls mit der Arctic Promise auf der Eisscholle gelandet, habe mir den Hintern abgefroren, furchteinflößende Dinge entdeckt und über die Männer an Bord den Kopf geschüttelt.

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