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In einem dunklen Walde Wie Dante mir einen Weg aus meiner Trauer wies

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Taschenbuch, Broschur ISBN: 978-3-442-71562-6

NEU
Erschienen:  11.12.2017
Dieser Titel ist lieferbar.

Weitere Ausgaben: eBook (epub)

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An einem kalten Morgen im November hetzt Joseph Luzzi, Dante-Forscher und Dozent am Bard College im Bundesstaat New York, ins Krankenhaus – seine Frau Katherine, die im achten Monat schwanger ist, hatte einen schweren Verkehrsunfall. Von der einen Sekunde auf die andere ist Luzzi Witwer und Vater zugleich.

Um vor seiner Trauer fliehen zu können, kümmert Luzzi sich - zusammen mit seiner Mutter - um seine kleine Tochter und stürzt sich vor allem in Arbeit. Er studiert und analysiert Dantes Göttliche Komödie intensiver als er es je zuvor getan hat. Durch das epische Gedicht des italienischen Philosophen, lernt Luzzi mit seiner Trauer umzugehen und einen Weg hinaus zu finden. Auf Dantes Spuren wird Luzzi nach und nach aus seinem „dunklen Walde“ geführt, von der Hölle über den Läuterungsberg bis hin ins Paradies der wiedergefundenen Liebe.

Joseph Luzzi (Autor)

Joseph Luzzi ist Autor und Dozent am Bard College. Er schreibt unter anderem für New York Times, Los Angeles Times, Bookforum, London Times Literary Supplement. Als erstes Kind in seiner großen italienischen Familie, wurde er in Amerika geboren.

DEUTSCHE ERSTAUSGABE

Aus dem Englischen von Martin Ruben Becker
Originaltitel: In a Dark Wood
Originalverlag: HarperWave

Taschenbuch, Broschur, 320 Seiten, 11,8 x 18,7 cm, 1 s/w Abbildung

ISBN: 978-3-442-71562-6

€ 11,00 [D] | € 11,40 [A] | CHF 15,90* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: btb

NEU
Erschienen:  11.12.2017

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Auf Dantes Spuren

Von: Amy J. Brown Datum: 24.01.2018

https://bibliomanie.jimdo.com/

Joseph Luzzi unterrichtet am Bard-College in New York. Er ist ein Italo-Amerikaner, seinen Ursprung hat er in Kalabrien. Er beschäftigt sich seit Jahrzehnten mit der Literatur und Kultur Italiens, zu deren frühen Dichtern eben auch Dante gehört.



Sein Roman "In einem dunklen Walde unterscheidet sich jedoch literatisch von seinen petischen Vorbildern, er schreibt in seiner Geschichte eher Prosa, also in einer ungebundenen Sprache, wie wir sie von aktuellen Romanen kennen.



Die Kernaussage von Joseph Luzzi besagt, dass Geschichten heilen können, wenn sie zur rechten Zeit an den richtigen Menschen geraten. Das kann ich nur bestätigen, auch ich habe mich oft in Bücher geflüchtet, die mir Mut gemacht oder mich getröstet haben.



Der Schreibstil ist zwar ohne Form, aber trotzdem sehr poetisch und tiefsinnig, das ist keine Erzählung, die man mal eben so weg lest, für die Geschichte muss man sich Zeit nehmen, denn oft gerät man ins Grübeln und muss Joseph Luzzi recht geben. Ich kann mich noch gut daran erinnern, dass mir bei seiner Trauer und den Vergleich mit Dantes Werken oft das Herz weh getan hat weil die Texte so eindringlich geschrieben sind, dass man unweigerlich mitleidet.



Seine Erzählungen über seine Frau Katherin wechseln sich ab mit Vergleichen zu Dantes Werken. Insbesondere Dantes Vorstellungen der Liebe werden oft thematisiert. Sein Werk ist eine Mischung aus Selbstüberprüfung und Interpretation von Dante. Joseph Luzzi thematisiert den Verlust seiner Frau sehr häufig, was mir sehr gut gefallen hat, weil das Thema in unserer Gesellschaft viel zu wenig Anklang findet.

Poetisch und sehr berührend

Von: Stephanie Schuster Datum: 19.01.2018

www.leselieben.de

„Joe, deine Frau hatte einen schrecklichen Unfall.“
Die hochschwangere Frau des Dante-Forschers Joseph Luzzi stirbt.
„Die Worte kamen von irgendwoher aus der Nähe, aber sie klangen gedämpft, als wären sie durch andere Dimensionen zu mir gekommen. Zeit und Raum krümmten sich um mich. Ich betrat den dunklen Wald.“ Gemeint ist der Wald des Dichters Dante Alighieri, der in seiner „Göttlichen Komödie“ einen ähnlichen Wald betrat. Die noch ungeborene Tochter des Autors Joseph Luzzi wird per Kaiserschnitt auf die Welt geholt. Für sie muss er nun alleine da sein, trotz des unfassbaren Schmerzes um den Verlust seiner geliebten Frau. Wie er geschafft hat und am Ende wieder zurück ins Leben fand, davon handelt dieses sehr berührende Sachbuch. Auf persönliche und zugleich allgemein gültige Art erfährt der Leser, dass Poesie, in diesem Fall, Jahrhunderte überdauernde Kunst heilen kann. Dante besingt in seinen Versen die verlorene Geliebte Beatrice, und auch Luzzi kann nach und nach trauern. Das Schönste dabei ist, dass er auch selbst sehr poetisch schreibt, von diesem Sachbuchautor könnten sich viele Romanautoren ein Scheibchen abschneiden. Man kann das eher unscheinbar wirkende Buch an jeder beliebigen Stelle aufschlagen und findet tiefsinnige Passagen. Und natürlich erfahren wir Leser so auch mehr über Dante selbst. Ein Buch, dass uns einen Klassiker nahebringt, und eine Möglichkeit bietet, um mit Verlust und Schmerz umzugehen.

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