Irren ist nützlich!

Warum die Schwächen des Gehirns unsere Stärken sind

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Taschenbuch
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Das Gehirn hat für Ablenkung eine angeborene Schwäche. Und das ist gut so.

Viele glauben, dass man konzentriert, effizient und fokussiert arbeiten muss, um Probleme zu lösen und erfolgreich zu sein. Wir sind aber oft langsam, abgelenkt, ungenau und vergesslich. Doch gerade diese Fehler führen zu neuen Ideen und überraschend guten Entscheidungen. Henning Beck zeigt, warum die vermeintlichen Schwächen des Gehirns seine wahren Geheimwaffen sind. Erst durch Irrtümer des Gehirns sind wir kreativ – etwas, das Künstliche Intelligenz uns so schnell nicht nachmacht. Dieses Buch ist ein neurobiologischer Mutmacher, der uns spielerisch leicht zu mehr Konzentration und Entscheidungsstärke und Kreativität verhilft.


Originaltitel: Irren ist nützlich!
Originalverlag: Hanser, München 2017
Taschenbuch, Broschur, 352 Seiten, 12,5 x 18,7 cm
ISBN: 978-3-442-15958-1
Erschienen am  13. August 2018
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Ein Genie regiert das Chaos

Von: Jasmin von DasLesesofa

13.02.2019

Wir müssen effizient, effektiv, schnell und multitaskingfähig sein. Dabei dürfen wir nichts vergessen, langsam, abgelenkt oder ungenau sein. Ansonsten wäre das gewünschte Ideal nur ein Witz. Doch egal wie sehr wir uns anstrengen, besonders wenn wir sehen, dass andere es anscheinend mit einer Leichtigkeit schaffen, irgendwann geht immer irgendetwas schief. Doch warum ist es so? Warum schwächeln wir immer wieder? Wieso kann das Hirn nicht einfach mal durchgehend und vernünftig arbeiten? Denn Schwächen sind schlecht und diese darf es nicht geben - oder? Meinung: In unserer Gesellschaft muss alles perfekt sein, denn wir leben in einem riesigen Pool voller Konkurrenten und in einem stätigen Wettbewerb. So wird es uns vermittelt. Einen Fehltritt sollte man sich nicht erlauben. Doch manchmal gibt es Momente, wo der Schein des Perfektionismus nicht mehr gewahrt werden kann und einen Riss bekommt. Jeder hat solche Momente durchlebt und am liebsten möchte man manche einfach nur noch aus seinen Erinnerungen streichen. Aber wieso ist das so? Wieso können wir nicht so vollkommen und perfekt sein? Warum passieren manchmal Dinge, von denen wir wissen, dass sie falsch sind? Seit langem beschäftige ich mich mit den Themen Idealismus, Perfektionismus, Denkweisen und Effektivität. Unser Hirn, wie auch unser Körper, sind das wertvollste Kapital, was wir besitzen. Darum ist es niemals verkehrt, mehr darüber zu erfahren. Doch wenn man sich mit dem Thema Denkweise näher und wissenschaftlich fundiert beschäftigen will, so stößt man sehr schnell auf Fachpublikationen, die man ohne ein Psychologiestudium kaum bis gar nicht mehr versteht und man gibt schnell wieder auf. Durch Zufall bin ich auf das Buch Irren ist nützlich! von Henning Beck gestoßen. Unsere Schwächen sollen die Stärken unseres Gehirns sein. Was? In Rat- und Sachbüchern werden die Schwächen gerne als schwach und problematisch dargestellt. Am besten sollte man diese entweder akzeptieren oder verbessern, so dass aus ihnen Stärken werden. Im besser zu werden, um perfekter zu werden. Persönlich liebe ich ein aufgeräumtes Haus, wo alles seinen Platz hat und das Putzen erleichtert. Schaut man sich aber meinen Schreibtisch an, so werde ich gerne gefragt, ob da eine Bombe eingeschlagen hätte. Dieser Ort ist die einzige Stelle im Haus, die so ist und ich habe noch nie das Bedürfnis gehabt, dies zu verbessern oder zu perfektionieren. Meine Antwort ist daher immer: nur ein Genie regiert das Chaos! Doch was hat das alles mit Irren ist nützlich! zutun? Im Wahn des Ideals vergessen wir gerne, dass es immer zwei Seiten der Medaille gibt. Jede Stärke beinhaltet auch eine Schwäche. Ohne funktioniert es nicht. Wir fixieren uns so sehr die Schwächen zu ändern und/oder zu kaschieren, dass wir gar nicht in Betracht ziehen, dass sie nicht immer gleich ein Negativ oder gar ein Nachteil sein müssen. Der Autor erklärt verständlich, flüssig und klar, wie unser Gehirn funktioniert, wie er funktioniert. Dabei zeigt er, woher, warum und wie unsere Schwächen entstehen und wie sie, auch wenn wir sie schlecht wahrnehmen, für uns einen Vorteil sein kann. Es heißt, in jedem Sprichwort läge ein Funken Wahrheit. Ein Genie regiert das Chaos. Fazit: Beck erklärt wunderbar in Metaphern und wissenschaftlichen Studien fundiert, wie unser Gehirn arbeitet und zeigt, dass unsere Schwächen eigentlich unsere Stärken sind.

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Das Buch des Lebens

Von: G.Siema

18.12.2018

Rezension „Irren ist nützlich“ Warum die Schwächen des Gehirns unsere Stärken sind Henning Beck, Wilhelm Goldmann Verlag, München, September 2018 Ein weiterer Titel für dieses Buch könnte lauten: Das Buch des Lebens Der Autor, ein Neurowissenschaftler, beantwortet wichtige Fragen, die bestimmt schon jedem Menschen in den Sinn gekommen sind. Ich, als Leser, mache es jetzt so, wie es Henning Beck in seinem Buch macht: Ich spreche Sie direkt an. So bekommen Sie gleich eine Ahnung vom lockeren Schreibstil des Autors. Wenn Sie wissen möchten, warum Sie in Deutschland (auch in Österreich) der Depp sind, wenn Sie Fehler machen, im Silicon Valley aber auf einem guten Weg zum nächsten Investment ... Wenn Sie wissen möchten, was sich Ihr Gehirn dabei gedacht hat, als Sie geheiratet haben ... Wenn Sie wissen möchten, warum Ihnen manchmal etwas „einfach so“ einfällt ... Wenn Sie wissen möchten, wie Sie Fehler richtig kritisieren ... Weshalb es überhaupt wichtig ist, Fehler zu machen und warum Ihr Gehirn welche macht ... Wenn Sie wissen möchten, warum Verschwörungstheoretiker meist eine negative Atmosphäre verbreiten ... Warum Sie sich so gerne mit Menschen unterhalten, die Ihrer Meinung sind ... Warum Ihre Meinung immer so schön bestätigt wird ... Warum Sie beim Pauken von Vokabeln schon mal verzweifelt waren ... Warum Sie Meditieren langweilig finden ... Warum die Zeit schneller vergeht, je älter wir werden ... Sie ahnen es schon. Wenn Sie Antwort auf diese und auf noch mehr Fragen wollen, dann lesen Sie dieses Buch! Übrigens, wissen Sie, dass ... ...das Fehlermachen die Topausrüstung Ihres Gehirns ist? ...Belohnungen dazu motivieren Belohnung zu bekommen, aber nichts mit echter Motivation zu tun hat? ...leckeres Essen mit Beischlaf genau so viel zu tun hat, wie ein gutes Buch mit Drogen? ...Ihre Gemütslage sich verbessert, wenn Sie sich nicht auf Facebook tummeln? ...Zeit für Ihr Gehirn etwas Absurdes ist? Und wenn Sie das Buch lesen, erfahren Sie (auf sehr anschauliche Weise) auch noch Folgendes: Sie erfahren, was hinter Kontrollsucht steckt. Sie lernen die drei Motivationskiller kennen. Sie werden erkennen, was es mit diesem Verslein (direkt aus dem Buch übernommen) auf sich hat: „In diesem Sinne sieht man ein: Denkschablonen müssen sein. Doch richtig wendet man sie an, wenn man sie testet, dann und wann.“ Falls Ihnen manchmal der Gedanke kommt, dieses oder jenes hätte nichts mit Ihnen zu tun, dann wird der Autor Sie mit kleinen Aufgaben und Rätseln davon überzeugen, dass Sie sich irren. Was jedoch sehr nützlich ist, wie Sie zu diesem Zeitpunkt bereits wissen!

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Vita

Henning Beck, Jahrgang 1983, studierte Biochemie in Tübingen. Nach seinem Diplom-Abschluss promovierte er an der dortigen Graduate School of Cellular & Molecular Neuroscience. Er arbeitete an der University of California in Berkeley, publiziert regelmäßig in der WirtschaftsWoche und für das GEO-Magazin und hält Vorträge zu Themen wie Hirnforschung und Kreativität. Henning Beck lebt in Frankfurt.

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