Irren ist nützlich!

Warum die Schwächen des Gehirns unsere Stärken sind

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Taschenbuch
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Das Gehirn hat für Ablenkung eine angeborene Schwäche. Und das ist gut so.

Viele glauben, dass man konzentriert, effizient und fokussiert arbeiten muss, um Probleme zu lösen und erfolgreich zu sein. Wir sind aber oft langsam, abgelenkt, ungenau und vergesslich. Doch gerade diese Fehler führen zu neuen Ideen und überraschend guten Entscheidungen. Henning Beck zeigt, warum die vermeintlichen Schwächen des Gehirns seine wahren Geheimwaffen sind. Erst durch Irrtümer des Gehirns sind wir kreativ – etwas, das Künstliche Intelligenz uns so schnell nicht nachmacht. Dieses Buch ist ein neurobiologischer Mutmacher, der uns spielerisch leicht zu mehr Konzentration und Entscheidungsstärke und Kreativität verhilft.


Originaltitel: Irren ist nützlich!
Originalverlag: Hanser, München 2017
Taschenbuch, Broschur, 352 Seiten, 12,5 x 18,7 cm
ISBN: 978-3-442-15958-1
Erschienen am  13. August 2018
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Unser Gehirn funktioniert einwandfrei, aber wir müssen es zu nutzen wissen

Von: Sonja

18.09.2018

Es ist eigentlich zum verrückt-werden: Unser Gehirn lernt unter Druck nicht besonders gut, Daten und Fakten werden ihm schnell zu langweilig und was wir gelernt haben, kann es schnell wieder ver-lernen. Das Gehirn vergisst, trifft falsche Entscheidungen, sorgt gelegentlich für Blackouts und Vorurteile. Und doch sollten wir uns über unser vermeintlich schlecht funktionierendes Gehirn nicht beschweren, denn „wir lernen nicht nur, sondern wir verstehen die Welt.“ Henning Beck schafft es, die Funktionsweisen und vermeintlichen Schwächen unseres Gehirns spannend und anschaulich zu erklären. Auch wenn ich einiges bereits wusste, war es oft erschrecken, wie falsch wir zum Beispiel mit unseren Erinnerungen liegen können. Und trotzdem liegt auch darin eine Stärke: „Falsche Erinnerungen sind auch eine besondere kreative Kraft des Gehirns. Würde es ständig so präzise und reproduzierbar funktionieren wie ein Computer […], dann hätten wir niemals die Möglichkeit, unser Gedächtnis für neue Gedanken zu nutzen.“ Schließlich gibt es in dem Buch auch viele praktische Tipps, zum Beispiel gegen Blockaden und Blackouts, aber auch beispielsweise für das Lernen: „Wann lernen wir am besten? Wenn wir uns dafür begeistern können. Fakten sind unwichtig, das Gefühl steckt an. Am ehesten, wenn es positiv ist.“ Und das kommt in Schule, Uni und Ausbildung doch meistens zu kurz… Das Fazit des Buches: Unser Gehirn funktioniert einwandfrei, aber wir müssen es zu nutzen wissen.

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„Meine Stärke ist meine Schwäche und meine Schwäche ist meine Stärke.“

Von: Regi Lang

23.08.2018

Eine Freundin sagte mal zu mir: „Meine Stärke ist meine Schwäche und meine Schwäche ist meine Stärke.“ Komisch, dieser Satz kam mir beim Lesen dieses Buches immer wieder in den Sinn. Oder besser gesagt in meine Gedanken. Und schon sind wir mitten im Thema. Ich habe schon Einiges von Henning Beck gelesen/gehört und auch in diesem Buch erklärt er auf sehr unterhaltsame Weise was in unserem Kopf passiert. Denkfehler bezeichnet er als die Geheimwaffen des Gehirns, die unsere Kreativität herausfordern und anspornen. Womit er ja nicht Unrecht hat. Ein Hoch also auf die Irrtümer … jeder Erfinder wird mir an dieser Stelle seine Zustimmung geben. Mit seiner Schreibweise - locker und leicht verständlich – versteht es Henning Beck bestens auch „Nicht-Akademikern“ die Funktionsweise des menschlichen Gehirns zu erläutern. Dabei geht es allerdings nicht um die präzise und perfekt funktionierenden eineinhalb Kilo-Masse, sondern um das Nichtperfekte und das Fehlerhafte, was das Gehirn so einzigartig macht. Nicht wenige von den beschriebenen Schwächen des Gehirn kenne ich selbst sehr gut (und weiß damit umzugehen), aber ich könnte die komplizierten Vorgänge im menschlichen Gehirn mit Sicherheit nicht mit diesen anschaulichen Metaphern des Alltags erläutern. Ein Gedanke ergibt sich immer aus einem vorherigen Gedanken. Als wäre er das Startsignal für den Nächsten. Gedanken entstehen also niemals aus dem Nichts. Eigentlich ganz einfach und doch so beeindruckend. „Was man zu verstehen gelernt hat, fürchtet man nicht mehr“, sagte Marie Curie. Beck schreibt: „Nicht lernen, sondern verstehen!“ Gelerntes kann man wieder verlernen, aber man kann es nicht ent-verstehen. Jeder von uns vergisst mal etwas oder trifft falsche Entscheidungen. Das ist menschlich. Aber auch nicht schlimm - das weiß ich nicht erst nach dieser Lektüre. Aber sie ist entspannend und schafft mir eine unterhaltsame und lehrreiche Lesezeit. Man sollte das Buch in wohldosierten „Häppchen“ (nicht in einem Rutsch) lesen … das Gehirn braucht schließlich Zeit zum Nachdenken und zum Setzen der richtigen geistigen Lesezeichen. Ich kann dieses Buch nur wärmstens weiter empfehlen – interessant, verständlich und manchmal auch zum Schmunzeln. Mit Sicherheit am Ende aber mit mehr Gedanken-Sprüngen als vorher.

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Vita

Henning Beck, Jahrgang 1983, studierte Biochemie in Tübingen. Nach seinem Diplom-Abschluss promovierte er an der dortigen Graduate School of Cellular & Molecular Neuroscience. Er arbeitete an der University of California in Berkeley, publiziert regelmäßig in der WirtschaftsWoche und für das GEO-Magazin und hält Vorträge zu Themen wie Hirnforschung und Kreativität. Henning Beck lebt in Frankfurt.

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