I've been looking for Frieden

Eine deutsche Geschichte in zehn Songs

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Taschenbuch
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Wo waren Sie, als David Hasselhoff die Mauer niedergesungen hat?

Popsongs erzählen Geschichten: von der ersten Liebe, dem ersten Rausch und der ersten eigenen Wohnung. Und manchmal auch die Geschichte eines ganzen Landes und seiner Bewohner, ihrer Ängste und Sehnsüchte. Maik Brüggemeyer hat zehn Songs ausgewählt, in denen sich die wichtigsten Momente der deutschen Geschichte spiegeln. Sie erzählen von der Italiensehnsucht der Fünfzigerjahre über die 99 Luftballons des Kalten Krieges bis hin zu der sommermärchenhaften Erkenntnis, dass dieser Weg wohl kein leichter sein wird. Und damit zugleich von Schuld und Rebellion, Tanz und harter Arbeit, Terror und einer friedlichen Revolution.
Und um diese Lieder wird es gehen: Rudi Schuricke, »Capri-Fischer«; Franz Josef Degenhardt, »Deutscher Sonntag«; Can, »Father Cannot Yell«; Nena, »99 Luftballons«; David Hasselhoff, »I’ve Been Looking For Freedom«; Marusha, »Over The Rainbow«; Rammstein, »Links, 2, 3, 4«; Xavier Naidoo, »Dieser Weg«; und Balbina, »Nichtstun«.

»Über Pop gleichzeitig klug und witzig zu schreiben, hat in Deutschland keine lange Tradition. Maik Brüggemeyer beherrscht diese Kunst. Bitte mehr davon.«


ORIGINALAUSGABE
Taschenbuch, Broschur, 288 Seiten, 11,8 x 18,7 cm, 4 s/w Abbildungen
ISBN: 978-3-328-10286-1
Erschienen am  12. November 2018
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

musikalische Geschichtsstunde

Von: Rabiata

13.05.2019

Der Autor versucht, anhand von 10 Liedern, die deutsche Geschichte einzuordnen und zu kommentieren. Dabei erwähnt er auch weitere Künstler und Lieder, die zu der jeweiligen Zeit populär waren und versuchten, die Stimmung im Land widerzuspiegeln. Auch der Einfluss der verschiedenen Lieder und Künstler aufeinander wird dabei nicht unerwähnt gelassen. Hin und wieder springt der Autor dabei scheinbar willkürlich zwischen den Jahren und Jahrzehnten hin und her, um Zusammenhänge zu erläutern. Mir persönlich war das teilweise etwas zu ungeordnet und nicht leicht, dem zu folgen. Mir hätte es auch gefallen, wenn es zum Buch einen Datenträger mit den genannten Liedern gegeben hätte. So blieb mir nur die Internetsuche, um die mir unbekannten Stücke anzuhören. Auf jeden Fall ist das Buch sehr interessant, auch wenn ich einige Lieder und Interpreten vermisst habe. So werden die Die Toten Hosen und die Die Ärzte nicht mal erwähnt, als es um die Punk-Zeit geht, oder die Zeit in den 90ern, als wieder rechte Gewalt ausbrach und diese beiden Bands (wie viele andere auch) ganz klar Position bezogen haben. Gefallen haben mir die persönlichen Bezüge zum Leben und den Erfahrungen des Autoren und seiner Familie. Es ist ein lesenswertes Sachbuch, das sich der deutschen Geschichte mal von einer anderen Seite nähert. Eine musikalische Geschichtsstunde, interessant und wissenswert, stellenweise auch humorvoll.

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Deutsche Geschichte und Musik interessant verknüpft.

Von: Burgherr

01.04.2019

Natürlich schreckt der Titel (und m. E. auch das Cover) dieses Buches ab. Eine Anspielung auf den Song "I've been looking for freedom" dürfte tatsächlich mehr potentielle Leser verschrecken als zur Lektüre ermutigen. Aber ich war mutig und ich bereute es nicht. Anhand der Songs "Capri-Fischer" von Rudi Schuricke "Deutscher Sonntag" von Franz Josef Degenhardt "Father Cannot Yell" von Can "99 Luftballons" von Nena "I’ve Been Looking For Freedom" von David Hasselhoff "Over The Rainbow" von Marusha "Links, 2, 3, 4" von Rammstein "Dieser Weg" von Xavier Naidoo "Nichtstun" von Balbina "Sommer '89" von Kettcar erkläutert der Rolling Stone-Autor Maik Brüggemeyer deutsche Geschichte von der Zeit um den zweiten Weltkrieg bis in die Gegenwart. Die o. a. Songs treffen sicherlich nicht jedermanns Geschmack. Aber über diese hinaus benötigt er noch 58 weitere Titel, um sein Bild der Entwicklung Deutschlands und der Auswirkungen auf die Musik zu zeichnen. Natürlich ist das viel eigene Interpretation dabei und der Leser muss entscheiden, in welchem Umfang er den "Thesen" Brüggemeyers folgt. Auf jeden Fall regt das Buch zum Nachdenken an. Bei einigen Ereignissen beschränkt sich mein Wissen auf das, was ich nun einmal in der Schule brauchte. Vor allem die 68er Bewegung und die Verlinkung zu Krautrock und anderen "Neuheiten" der Zeit fand ich sehr spannend. Interessant ist auch, wie klein die Welt auch bezüglich deutscher Musik ist. Hier die Kette von Kontakt um Nena: Carlo Karges (Extrabreit), Co-Autor und Musiker in Nenas Band. Nena selbst beantwortete später in Günther "Jim" Raketes Büro Fanpost for Spliff. Die Spliff-Musiker kamen aus Nina Hagens Band und die war bekanntlich die Stieftochter Wolf Biermanns. Und da sind wir schon wieder bei einem ganz anderen Kapitel des Buchs. Ich fühle mich von "I've been looking for Frieden" sehr gut unterhalten und während der Lektüre befasste ich mich mit einigen Songs, die ich ansonsten bislang nur vom Namen her kannte.

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Vita

Maik Brüggemeyer, geboren 1976, hat in Münster Politikwissenschaft, Kommunikationswissenschaft sowie Angewandte Kulturwissenschaften studiert und arbeitet seit 2001 beim »Rolling Stone«. Er schreibt über Musik, Literatur und Film und veröffentlichte zwei Romane, zuletzt »Catfish. Ein Bob-Dylan-Roman«. »I’ve been looking for Frieden« ist sein erstes Sachbuch.

Zur AUTORENSEITE

Pressestimmen

»Ein ungewöhnliches, aber auch sehr überraschendes Geschichtsbuch. Wer das Buch von Maik Brüggemeyer liest, wird Deutschland ein bisschen anders, ein bisschen besser verstehen.«

rbb »Die Literaturagenten« (02. Dezember 2018)

»Manchmal hilft ein Perspektivwechsel – die Fokussierung auf einzelne Songs –, um eine schon oft erzählte Geschichte wie die der Popmusik wieder reizvoll zu machen.«

»Zehn Songs, die beispielhaft sind für sieben Jahrzehnte deutscher Geschichte. Er schrieb anhand der zehn prägendsten eine unterhaltsame, tiefsinnige, teils auch sehr persönliche Geschichte Deutschlands.«

»Ein unterhaltsames Buch und eine – auch für junge Leser gut zugängliche – Geschichte dieses Landes.«

Dresdner Neueste Nachrichten (05. Januar 2019)

»Eine lesenswerte und gut lesbare, teils vergnügliche, immer spannende Tour durch etwa 70 Jahre (Musik-)Geschichte!«

nmz Neue Musikzeitung (01. Dezember 2018)

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