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Jagdtrip Roman

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€ 10,30 [A] | CHF 13,90*
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Taschenbuch, Broschur ISBN: 978-3-453-67706-7

Erschienen: 13.06.2016
Dieser Titel ist lieferbar.

Weitere Ausgaben: eBook (epub)

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Lee ist lebend aus dem Krieg zurückgekehrt, doch er ist ein anderer Mensch geworden. Die Erinnerung verfolgt ihn in seinen Träumen. Er lebt zurückgezogen tief in einem Wald und meidet den Kontakt zu Menschen. Aber heute ist er nicht allein. Eine Gruppe Camper ist in seine zerbrechliche Welt eingedrungen. Er hört ihre Stimmen, beobachtet ihr Lager. Mit einem Mal ist der Krieg zurück. Und Lees Besucher müssen um ihr Leben kämpfen ...

Jack Ketchum (Autor)

Jack Ketchum ist das Pseudonym des ehemaligen Schauspielers, Lehrers, Literaturagenten und Holzverkäufers Dallas Mayr. Er gilt heute als einer der absoluten Meister des Horror-Genres. 2011 wurde er zum Grand Master der World Horror Convention ernannt. Er erhielt fünfmal den Bram Stoker Award, sowie 2015 den Lifetime Achievement Award der Horror Writers Association.

DEUTSCHE ERSTAUSGABE

Aus dem Amerikanischen von Urban Hofstetter
Originaltitel: Cover
Originalverlag: Gauntlet Press

Taschenbuch, Broschur, 368 Seiten, 11,8 x 18,7 cm

ISBN: 978-3-453-67706-7

€ 9,99 [D] | € 10,30 [A] | CHF 13,90* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Heyne Hardcore

Erschienen: 13.06.2016

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Eindringlich in seiner Aussage, spannend geschrieben und erschütternd in der Konsequenz.

Von: Wolfgang Brunner - Buchwelten Datum: 16.05.2017

https://buchwelten.wordpress.com/

Lee Moravian ist Vietnam-Veteran. Durch den Krieg hat er ein Trauma, wird von quälenden Erinnerungen heimgesucht und ist sofort auf Abwehrstellung, wenn eine Auseinandersetzung droht. Aus diesem Grund zieht er es vor, alleine in einer Hütte im Wald zu leben, denn er weiß, was er anrichten kann, wenn es mit ihm durchgeht.
Als eine Gruppe Camper in sein Revier eindringen, kann Lee nicht lange zurückhalten, was tief in ihm schlummert. Denn er sieht nicht die realen Menschen, die in "seinem" Wald sind, sondern Vietnamesen, die ihm nach dem Leben trachten. Lee beginnt, sich gegen die Eindringlinge zu wehren.

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Jack Ketchums Romane gelten als blutig, brutal und schonungslos. Seine Kannibalen-Reihe wurde sogar als pornographisch bezeichnet, was ich nicht wirklich nachvollziehen kann, aber na gut. Nichtsdestotrotz sind Ketchums Romane tatsächlich beängstigend und wirken vor allem so brutal, weil sie sehr nahe an der Wirklichkeit sind.
Manch einer von Ketchums Fans wird "Jagdtrip" daher eher als ruhig und nicht blutig (hart) genug ansehen. Doch hinter der einfachen Story verbirgt sich mehr als man denkt. Ketchum hat einen einsamen, verängstigten und dennoch kaltblütigen "Rambo" erschaffen, der an seiner Vergangenheit so sehr zu nagen hat, dass er die Realität fast vergisst.

Auf gewisse Art und Weise einfühlsam erzählt Ketchum Lees Geschichte, wie er sich in einer Welt außerhalb des Vietnamkrieges fühlt und welche (Verfolgungs-) Ängste ihn plagen. Sicherlich ist "Jagdtrip" ein etwas anderer Ketchum, wie übrigens "Scar" auch, aber er funktioniert einwandfrei. Jack Ketchums Schreibstil ist knapp, aber präzise. Man ist mittendrin im Geschehen und das macht dieses Buch auch, zumindest war es bei mir so, zu einem echten Pageturner. Die Story ist simpel und im Prinzip auch vorhersehbar. Aber das macht gar nichts, denn die Atmosphäre und die Charakterzeichnungen zählen in diesem Fall. Auch wenn es nicht Jack Ketchums bestes Buch ist, so wird aber das schwierige Thema von Vietnam-Veteranen mit Kriegstrauma sehr gut und, wie oben schon erwähnt, auch sehr einfühlsam und glaubwürdig behandelt.

Gerade weil Jack Ketchum mit diesem Roman beweist, dass er nicht nur blutige, brutale Horrorgeschichten schreiben kann, sondern auch einen Thriller mit Drama-Touch, macht mir diesen Roman sympathisch. Das Ende geht dann zwar sehr schnell, aber nicht unbedingt zu schnell und wirkt in seiner Konsequenz, die mich übrigens ein wenig an das Lebensende von Ernest Hemingway erinnerte, nach. Vielleicht handelt es sich bei dieser Anspielung auf Hemingway sogar um Absicht. ;)
Der Plot zeigt auf jeden Fall, wie brutal und unsinnig Krieg ist und vor allem, was er später aus den Menschen macht, die sich gezwungenermaßen daran beteiligen mussten. Nicht nur die Soldaten selbst, sondern auch ihre Ehen zerbrechen an den Kriegen. Mir persönlich hat dieses Kriegsdrama wirklich gut gefallen und zeigt vor allem durch den stimmungsvollen Handlungsort (der Wald) eine nachhaltige Wirkung. Ketchum zeigt in etwa ähnlicher Weise Kritik am Vietnamkrieg wie Filme á la "Jacob's Ladder" oder "Geboren am 04. Juli".
Jack Ketchums "Jagdtrip" konnte mich auf jeden Fall durch seine klare und wirkungsvolle Sprache und die tiefergehenden Charakterzeichnungen der Protagonisten überzeugen.
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Fazit: Eindringlich in seiner Aussage, spannend geschrieben und erschütternd in der Konsequenz.

© 2017 Wolfgang Brunner für Buchwelten

Gesellschaftskritik verwoben mit einer guten Story

Von: Sorrynotbroke Datum: 04.03.2017

sorrynotbroke.simplesite.com

Eine Gruppe von Campern möchte ein unvergessliches Wochenende in den Wäldern erleben und packt ihre Sachen zum Zelten. Jeder von ihnen hat eigene Absichten, eigene Lügen gesponnen, eigene Geheimnisse zu verheimlichen und eigene Intrigen zu bewahren oder diese noch auszuführen. Alle zusammen tun sie so als passt alles, aber wie lange schaffen sie es diese Kulisse aufrechtzuhalten ?
Er hat es geschafft. Er war zurück aus dem Vietnam. Jetzt ist er in seinem Wald und achtet auf Recht und Ordnung. Immer wieder kommen die Bilder aus dem Vietcong zurück in seine Gedanken. Es waren nur bewegte Bilder bis SIE kommen. SIE wollen ihn bekämpfen wie diese kleinen Soldaten, die auf ihn versteckt im Boden warteten. Ein Knacken im Unterholz. Ein Schuss aus einer Waffe. Der Krieg hat ihn wieder...
Jack Ketchum zeigt mit seinem Buch Jagdtrip eine weitere dunkle Seite des Vietnamkriegs. Nicht nur die Zivilisten des Vietnam haben gelitten, sondern auch die amerikanischen Soldaten. Sie sind als nervliches Wrack aus dem grausamen Krieg zurückgekehrt und konnten aufgrund der sozialen Verachtung und Ausgrenzung nicht mehr zurück in die Gesellschaft, weswegen sich auch der Protagonist in dem Buch in diesen Wald zurückgezogen hat. Die anderen Personen wurden auch gut charakterisiert (wobei ich mir eine etwas längere Beschreibung gewünscht hätte). Man muss Ketchum zugestehen, dass er es schafft eine spannende und gute Story mit Gesellschaftskritik zu verbinden schafft, die sich gewaschen hat. Für das Buch hat er ziemlich gut und sorgfältig recherchiert. Somit war das Buch mit knapp 35 Seiten ein kurzes, aber schönes Vergnügen a lá Ketchum, wie man es schon gewohnt ist von ihm. Ich gebe dem Buch insgesamt 4 von 5 Sternen.

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