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Junge Hunde Roman

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Taschenbuch, Broschur ISBN: 978-3-328-10135-2

DEMNÄCHST
Erscheint: 13.06.2017

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Weitere Ausgaben: Paperback, eBook (epub)

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Johanna kümmert sich gern um andere: um die Tochter ihrer alleinerziehenden Nachbarin Julia, um den betagten Herrn Glantz und sein Hündchen Gloria und auch um ihren besten Freund Ernst. Doch dann beschließt Ernst, nach China zu reisen, um dort seine leibliche Mutter zu suchen, und Johanna bleibt allein zurück. Als ihr Vater, der an Demenz leidet, ins Pflegeheim muss, entdeckt Johanna beim Ausräumen des Elternhauses eine alte Postkarte, die ihre Welt in neuem Licht erscheinen lässt. Plötzlich beginnt auch für sie eine Suche – während Ernst am anderen Ende der Welt versucht, die eigenen Wurzeln zu finden und sich dabei immer mehr verliert.

Hintergrundinformationen zu Cornelia Travnicek und ihren Büchern Zum Special

Cornelia Travnicek am 3sat-Buchmessen-Stand: Interview auf 3sat.de

"Auf der Suche nach dir, auf der Suche nach mir" - literaturkritik.de

Cornelia Travnicek (Autorin)

Cornelia Travnicek (*1987) lebt in Niederösterreich. Sie hat Sinologie und Informatik studiert. Ihre Texte sind vielfach preisgekrönt; für einen Auszug aus dem Roman "Junge Hunde" erhielt sie 2012 den Publikumspreis bei den Tagen der deutschsprachigen Literatur in Klagenfurt. Die Verfilmung des Debüts "Chucks" (DVA 2012) wurde beim Montréal World Film Festival mit dem Publikumspreis ausgezeichnet.

13.01.2017 | 19:00 Uhr | Wien

Veranstaltung im Rahmen der Reihe "SCHNITZEL IM KONTEXT"

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Werk X
Oswaldgasse 35A
1120 Wien

ERSTMALS IM TASCHENBUCH

Originaltitel: Junge Hunde
Originalverlag: DVA, München 2015

Taschenbuch, Broschur, 240 Seiten, 11,8 x 18,7 cm

ISBN: 978-3-328-10135-2

ca. € 10,00 [D] | ca. € 10,30 [A] | ca. CHF 13,90* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Penguin

DEMNÄCHST
Erscheint: 13.06.2017

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Folgende Rezensionen beziehen sich auf eine andere Ausgabe (Paperback)

Beinahe schmerzfrei

Von: Tanja Jeschke aus Stuttgart Datum: 02.06.2016

Rezension
Cornelia Travnicek: Junge Hunde. Roman. Deutsche Verlags-Anstalt, 2015. 238 Seiten.

Beinahe schmerzfrei

Von Tanja Jeschke

Geschichten der Wurzelsuche werden in den letzten Jahren häufiger erzählt, nicht nur in den Kinos, auch in der Literatur. Der Koffer auf dem Dachboden, in dem sich überraschende Dokumente finden, die die Existenz der Protagonisten auf den Kopf stellen. Das Tagebuch der alten Großtante, in dem die familiäre Wahrheit, wie bizarr auch immer, endlich schwarz auf weiß steht. Die Reise in die Vergangenheit als Suche nach Identität. Die Zuwendung zu den Eltern, zu Heimat und Herkunft scheint dem Text eine Tiefe zu geben, und nicht selten sickert dann so etwas wie Frieden durch, der jetzt mit dem Leben geschlossen werden kann.
In Cornelia Travniceks Roman „Junge Hunde“ besitzt Romanfigur Johanna alle Eigenschaften aus, die sie braucht, um am Ende ein sich glücklich fügendes Leben vor sich zu haben. Sie ist die Tochter, die jeder Demenz-kranker Vater sich wünschen würde: Während seine Ehefrau längst nach Peru abgewandert ist und nur per Mail Interesse am Überwechsel ihres Mannes in ein Altersheim zeigt, kümmert Johanna sich um alles. Sie räumt das Haus aus, sortiert die Dinge, beauftragt einen Makler mit dem Verkauf und hat auch nur sonst nur Gutes im Sinn. Ihrer Freundin Julia hilft sie genauso weiter wie dem einsamen alten Herrn Glantz aus der Nachbarschaft. Sie ist für alle da, hat selbst kaum größere Bedürfnisse und Regungen, auch nicht als ihr Hund stirbt. Aus ihrem gelassenen Altruismus wird sie erst gerissen, als sie eben jene Postkarte findet, durch die auch sie - unfreiwillig - die Frage nach der eigenen Herkunft stellen muss. Ganz anders Ernst, ihr bester Freund seit Kindertagen. Er bestreitet seine Romankapitel souverän als Ich-Erzähler auf der Reise nach China, um seine leibliche Mutter zu finden, die ihn einst zur Adoption freigab. Seine Eigenschaften bleiben dabei blass im Hintergrund der Reiseerlebnisse, Beziehungen spielen eine Nebenrolle, auch Johanna gegenüber ist er indifferent. Er und Johanna – sie suchen getrennt nach Lebensentwürfen. Jung, behütet, beinahe schmerzfrei, freundlich und unaufgeregt. Leidenschaft kennen nur die Hunde, und auch von denen stirbt ja einer. Am Schluss geht Johannas Geschichte auf wie ein Hefekuchen. Süß duftend. Fast zu gut zum Schlucken und zu weich zum Kauen. Und schmecken Wurzeln nicht herber?

poetischer Tiefgang

Von: BücherLiebe Datum: 13.02.2016

Junge Hunde von Cornelia Travnicek



DVA Verlag
240 Seiten
Broschiert 14,99€



Inhalt:

Kann man erwachsen werden, wenn man nicht weiß, wer man ist?

Johanna kümmert sich gern um andere – um die Tochter ihrer alleinerziehenden Nachbarin Julia, um den betagten Herrn Glantz und sein Malteserhündchen Gloria und auch um ihren besten Freund Ernst. Doch eines Tages beschließt Ernst, nach China zu reisen, um dort seine leibliche Mutter zu suchen, und Johanna bleibt mit ihrem langsam dement werdenden Vater allein zurück. Als sie beim Ausräumen des elterlichen Hauses eine alte Postkarte ihres Vaters entdeckt, die jahrelange Gewissheiten auf den Kopf stellt, beginnt auch für sie plötzlich eine Suche. Am anderen Ende der Welt muss Ernst erkennen, dass das reale China nichts mit dem märchenhaften Land seiner Kindheitsfantasie zu tun hat und er in seiner vermeintlichen Heimat ein Fremder ist.

Eine berührende Geschichte über die Suche zweier junger Menschen nach der eigenen Wahrheit, über Familie, Freundschaft und Aufrichtigkeit.

Meine Meinung:
Travnicek hat einen sehr gewöhnungsbedürftigen Schreibstil, der es dem Leser zunächst stellenweise schwer macht in das Buch zu kommen. Sie spielt mit der Sprache, was durchaus interessant ist und sich von der breiten Masse an Büchern abhebt.
Das Cover und die Überschrift lassen nur bedingt auf den Inhalt der Story schließen. Ein schmelzendes Eis- schmelzt die Jugend dahin? Warum junge Hunde??? Das schon machte mich, in Zusammenhang mit dem Klappentext neugierig.
Und ichwurde wirklich positiv überrascht:
Ernst und Johanna erzählen jeweils in der Ich-Perspektive ihr Leben. Ernst ist adoptiert und sucht nach seiner Herkunft, während Johanna einen kranken Vater hat und gerade ihr altes Leben auflöst. Beide sind seit ihrer Kindheit enge Freunde und ihre Leben kreuzen sich immer und immer wieder.
Die Geschichte beginnt mit dem Blick auf die beiden Vergangenheiten der Protagonisten, Rückblenden und Verlusten; Zugleich aber auch mit neuen, spannenden Lebensereignissen.
Das Buch ist sehr ernst gehalten und wirkt oft sehr melancholisch.
Ich fand Johanna sehr zurückhaltend und doch präsent und Ernst sehr stark dargestellt.
Während dem Lesen kommt man den beiden nah, versetzt sich in sie hinein und lernt die Hintergründe ihrer Entwicklung kennen, die man dann ein Stückchen begleitet. Teilweise findet man Parallelen zu dem eigenen Leben.
Der Schreibstil und die melancholisch-poetische Art waren mir beim Lesen oft too much. Die Handlung an sich fand ich stimmig, klar, einfach dargestellt und passt denke ich zu vielen jungen Menschen. Jedoch war die doch drückende Atmosphäre teilweise zu stark. Daher denke ich, dass dieses Buch eher für Erwachsene und bereits gereifte Menschen sehr interessant ist. Vor allem für Jene, die einen unheimlich besonderen Schreibstil lieben.

Mein Fazit:
Durchaus Potenzial, nach meinem Geschmack leider zu übertrieben
3 von 5 Herzen
<3 <3 <3

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