Justizpalast

Roman

Taschenbuch
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Der große Gesellschaftsroman über Recht und Gerechtigkeit

Thirza Zorniger stammt aus einer desaströsen Schauspielerehe und will nichts anderes, als für Gerechtigkeit sorgen. Unter der Obhut des Großvaters und zweier ältlicher Tanten wird aus dem kleinen Mädchen eine fleißige Studentin und zuletzt Richterin im Münchner Justizpalast. Doch auch hier ist die Wirklichkeit anders als die Theorie: Eine hochdifferenzierte Gerechtigkeitsmaschine muss das ganze Spektrum des Lebens verarbeiten, wobei sie sich gelegentlich verschluckt. Und auch unter Richtern geht es manchmal zu wie in einer chaotischen Familie ...

»Dies ist ein ganz besonderer Roman: ein Grundkurs in Jura und zugleich eine berührende Geschichte.«

SWR 2 »Die Buchkritik«, Brigitte Neumann

ERSTMALS IM TASCHENBUCH
Originaltitel: Justizpalast
Originalverlag: Knaus, München 2017
Taschenbuch, Broschur, 480 Seiten, 11,8 x 18,7 cm
ISBN: 978-3-328-10379-0
Erschienen am  08. Oktober 2018
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Justizroman

Von: Benedikt Bögle

23.04.2019

Thirza Zorniger hat eine chaotische Kindheit hinter sich: Der Vater ein berühmter wie peinlicher Schauspieler, die Mutter verzweifelt, später krank. Thirza wächst bei ihrem Großvater, einem gescheiterten Richter, und ihren Großtanten in Pasing auf. Sie will Richterin werden, studiert Jura und landet nach verschiedenen Stationen tatsächlich auch am Landgericht München I im großen Justizpalast. Petra Morsbach hat aus diesen Lebensdaten einen großartigen Roman gemacht: "Justizpalast", erscheinen 2017 im Penguin Verlag. Die Autorin entspinnt ein Leben vor den Augen des Lesers: Ein juristisch mehr oder weniger erfolgreiches Leben, privat unglücklich und doch glücklich. "Justizpalast" berichtet von der Arbeit einer Richterin und durchwandert dabei - fast schon nebenbei - beinahe alle deutschen Rechtsgebiete: Es geht um Strafrecht wie um allgemeines Zivilrecht, rechtsdogmatische Fragen und Kartellrecht, prozessuale Fragen und verfassungsrechtliche Bedenken. Es geht um die große Frage nach Gerechtigkeit und die Möglichkeit, sie vor Gericht zu erstreiten. Neben der Unterbesetzung deutscher Gerichte beleuchtet Petra Morsbach aber auch große Literatur und fragt nach der Schuld der Justiz während der Nazizeit. Bisweilen meint man, das Buch hätte gar keinen roten Faden - nicht, dass es stören würde; ganz im Gegenteil. Aus einzelnen Episoden wird ein großer und wirklich großartiger Roman, der sich auf Gespräche mit etwa 50 Richterinnen und Richter stützen kann und somit einen realistischen Einblick in die deutsche Gerichtsbarkeit ermöglichen dürfte.

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Gesetz und Moral, grandiose Literatur

Von: Sabine Ibing

10.02.2018

Der Anfang: »Schon Thirzas Mutter wäre gern Richterin geworden. Doch dann kam Carlos Zorniger dazwischen.« Etwas über neun Jahre hat Petra Morsbach an diesem Roman geschrieben. Und hier stimmt jeder Satz, jedes Wort. Sie hat gut recherchiert, mit fünfzig Juristen gesprochen, dreißig davon waren Richter, hat das Manuskript von Richtern gegenlesen lassen. Für den Roman erhielt sie 2018 den Wilhelm Rabe Preis. Man kann den Roman in einen Satz beschreiben: Das Leben der Thirza Zorniger, einer Richterin. Oder auch doch nicht, denn eigentlich geht es um die Menschen, Menschen im Gericht: Angeklagte, Anklagende, Richter, Rechtsanwälte, Staatsanwälte. Hinter jedem Fall steckt ein Mensch, seine Intension, Emotion, sich zu beklagen, sich zu verteidigen. Auch Juristen sind Menschen, garantiert verschiedene Typen, verschiedene Arbeitsweisen, Denkansätze. Hinter jedem Fall steckt eine Geschichte, ein Mensch. Recht ist nicht gerecht, nicht unbedingt. Es ist ein Leitfaden der Gesellschaft, nachdem man sich zu richten hat. Weiter: http://www.sabine-ibing.ch/rezension-sabine_ibing-Justizpalast-Petra_Morsbach.htm

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Vita

Petra Morsbach, geboren 1956, studierte in München und St. Petersburg. Sie lebt als freie Schriftstellerin in der Nähe von München. Ihre Romane werden von Kritikern hochgelobt, ihr Werk wurde mit zahlreichen Stipendien und Preisen ausgezeichnet. 2017 erhielt sie für »Justizpalast«, für den sie über neun Jahre lang recherchierte, den Wilhelm-Raabe-Preis.

Zur AUTORENSEITE

Pressestimmen

»Als Skulptur würde Morsbachs Justizia, statt eine Augenbinde zu tragen, leise mit den Augen lächeln.«

Süddeutsche Zeitung, Hubert Winkels

»Ein ungemein lesenswerter und unterhaltsamer Roman über das deutsche Justizwesen, ja, fast eine Hommage.«

Augsburger Allgemeine, Stefanie Wirsching

»›Justizpalast‹ ist eine große, geschichtenreiche menschliche Tragikomödie«

Deutschlandfunk »Büchermarkt«, Wolfgang Schneider

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