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Ketzer Roman

Giordano Bruno (1)

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Taschenbuch, Broschur ISBN: 978-3-442-38059-6

Erschienen: 21.01.2013
Dieser Titel ist lieferbar.

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Drei göttliche Gebote, drei tödliche Gedanken, drei grausame Verbrechen

Oxford 1583. An seinem ersten Morgen im Lincoln College wird Giordano Bruno Zeuge eines entsetzlichen Kampfes: Ein Hund stürzt sich auf einen Mann und tötet ihn. Handelte das Tier auf Geheiß? Der Rektor des Colleges schweigt. Als ein weiterer brutaler Mord geschieht, fürchtet Bruno, er könnte der Nächste sein – denn der Mörder scheint es auf Glaubensverräter abgesehen zu haben. Holt Bruno seine Vergangenheit wieder ein? Und welche Rolle spielt dabei die Tochter des Rektors, die sich verdächtig stark für Alchemie interessiert, und für die Bruno verbotene Gefühle hegt?

Giordano Bruno und die Märtyrer-Morde von Oxford Zur Buchempfehlung

Giordano Bruno

Bitte beachten Sie, dass zwecks Vollständigkeit ggf. auch Bücher mit aufgeführt werden, die derzeit nicht lieferbar oder nicht bei der Verlagsgruppe Random House erschienen sind.

Stephanie Parris (Autorin)

Das Pseudonym Stephanie Parris verwendet die Journalistin Stephanie Merritt immer dann, wenn sie einen Roman veröffentlicht. Unter ihrem bürgerlichen Namen publizierte sie Literaturkritiken in so angesehenen Zeitungen wie The Times, Daily Telegraph, New Statesman oder Die Welt. Derzeit schreibt sie für den Guardian und den Observer. Sie lebt mit ihrem Sohn in Südengland.

ERSTMALS IM TASCHENBUCH

Aus dem Englischen von Nina Bader
Originaltitel: Heresy
Originalverlag: HarperCollins, London 2010

Taschenbuch, Broschur, 512 Seiten, 11,8 x 18,7 cm

ISBN: 978-3-442-38059-6

€ 9,99 [D] | € 10,30 [A] | CHF 13,90* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Blanvalet

Erschienen: 21.01.2013

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Folgende Rezensionen beziehen sich auf eine andere Ausgabe (eBook)

Giordano Bruno ermittelt in seinem ersten Fall

Von: Frau Goethe Datum: 04.01.2016

https://www.facebook.com/fraugoetheliest

Giordano Bruno flüchtet 1576 aus einem Kloster in Neapel nach Rom, um der Inquisition zu entgehen. Seine den neuen Erkenntnissen der Wissenschaft zugewandten Ideologien missfielen der Kirche. Als er obendrein dabei erwischt wurde, wie er auf dem Abtritt Erasmus las, blieb nichts als die Flucht. Die in der Ich-Form wiedergegebenen Ereignisse handeln von einem Auftrag, den der Italiener von Sir Francis Walsingham, dem ersten Staatssekretär von Königin Elizabeth I., erhielt. Im Mai 1583 soll Bruno für ihn in Oxford ein verlorenes Buch finden. Gleichzeitig soll er die Geheimnisse der dort lebenden Katholiken erkunden. Mit Sir Philip Sidney, dem Neffen des Earl of Leicester, macht er sich auf den Weg nach Oxford. Wenige Stunden nach seiner Ankunft wird einer der Fellows der dortigen Universität von einem Hund zerfleischt im Garten gefunden. Da niemand außer den Fellows einen Schlüssel zum Gelände hat, scheint der Kreis der Verdächtigen übersichtlich. Immer wieder kann Bruno jedoch Ungereimtheiten aufdecken, sodass der Krimi bis zum Schluss seine Spannung erhält.

Stephanie Parris stellt in ihrem Debüt der Krimiserie um Giordano Bruno eine für die Festigung der Anglikanischen Kirche in England wichtige Epoche dar. Der Wechsel der Monarchen nach der Abspaltung von Rom und des Katholischen Glaubens brachte auch immer wieder Uneinigkeiten im Volk. Seit der Krönung von Elizabeth I. wurden die Treffen der Katholiken erneut verboten und die Einhaltung streng kontrolliert. Das ausgefeilte Spionagenetz Walsinghams half dabei mit rascher Informationsübermittlung. So ist es auch hier nicht verwunderlich, dass die historisch belegte Person Brunos für die Aufklärung eines Falls hinzugezogen wird. Der italienischer Priester, Dichter, Philosoph und Astronom und wurde obendrein durch die Inquisition der Ketzerei und Magie für schuldig befunden und passt somit ideal zur ansonsten fiktiven Geschichte. Um seine Unterstützung auch vom Königshaus zu sichern, wird ihm Dudleys Neffe an die Seite gestellt.

Die Autorin schildert das Leben in einem College der Universität recht bildhaft und berücksichtigt dabei auch die politischen Umstände des Landes im 16. Jahrhundert. Die Gelehrten und die Studenten formten eine Einheit, in der ein ominöser Todesfall leicht vertuscht werden konnte. Die Personengruppe genießt zunächst einen Vertrauensvorschuss, sodass der Leser leicht auf Irrwege geleitet werden kann. Dies beherrscht Parris gekonnt. Die dicken Mauern lassen Raum für Lauscher mit tief ins Gesicht gezogenen Kapuzen, harmlose Schreibsäle werden zu gefährlichen Orten der Wissensvermittlung und immer stellt sich die Frage, ob man nicht doch dem Falschen vertraut hat. Bruno kommt öfter in gefährliche Situationen, die auch den Einsatz einer Waffe erfordern. Es geht nicht nur um die Wahrung des Glaubens oder Alchemie, sondern vielmehr um Loyalität, Liebe und der Wahrung des Großen Ganzen wie sie Walsingham verfolgt. Der Krimi liest sich flüssig in seiner mäßig dem Jahrhundert angepassten Sprache und es bedarf keine Kenntnisse der Zeit. Wer mehr von dem Ermittler lesen möchte, hat mit „Frevel“ und „Das letzte Sakrileg“ weitere Möglichkeiten.

Rezension bezieht sich auf eine nicht mehr lieferbare Ausgabe.

Von: Hagen Löw (Buchhandlung Cramer + Löw)  aus Greven Datum: 03.08.2011

Spannender, historischer Krimi. Große Klasse !

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