Kleine Panik

Unseren Alltagsängsten auf den Grund gegangen

(7)
Taschenbuch
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Angst ist ein fester Bestandteil des menschlichen Wesens. Wir alle empfinden sie und sorgen uns: um unsere Gesundheit, um die Menschen, die uns nahe stehen, um große Themen wie Terror und kleine Themen im Alltag wie die Maus im Keller. In diesem unterhaltsamen und klug erzählten Sachbuch stellt sich Juliane Gringer all ihren Alltagsängsten und geht ihnen – und seien sie noch so absonderlich – auf den Grund. Sie befragt Experten aus allen Winkeln der Republik – Ärzte, Wissenschaftler, Praktiker –, besucht "Tatorte" und überzeugt sich davon, dass das Leben doch nicht ganz so gefährlich ist, wie viele von uns glauben. Oder vielleicht doch?

»Man erfährt eine Menge kurioser und interessanter Fakten [...], bekommt auch viele konkrete Tipps, was man machen kann, wenn dieses oder jenes Malheur passiert ist.«

Susanne Billig, Deutschlandfunk Kultur (11. Oktober 2018)

ORIGINALAUSGABE
Taschenbuch, Broschur, 288 Seiten, 12,5 x 18,3 cm
ISBN: 978-3-442-17722-6
Erschienen am  17. September 2018
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Don’t Panic!

Von: Thursdaynext

13.03.2019

Niemand ist völlig frei von kleinen Ängsten, sei es das Unwohlsein im Aufzug, das immerhin gesundheitsfördernd ist, wenn die Option Treppe praktikabel ist, oder die Angst, von den des Nachts im Garten marodierenden Mardern en passant mal kurz gebissen zu werden. Eltern legen da noch einen drauf und ergänzen sich wunderbar bei ihren kleinen Panikanfällen. Bevor ich Kinder hatte, war ich gelassen und cool, seit ich welche habe, weiß ich, dass Notfälle immer am Wochenende kommen oder im Urlaub, und meine reichhaltige Phantasie malt sich, mit wachsender Beklemmung gerne Horrorszenarien aus, die nicht immer leicht zu stoppen sind. Das zuvor reichlich vorhandene Urvertrauen war mit der Mutterschaft erschüttert und die Verletzlichkeit trat, größer als sie tatsächlich ist, zutage. Dieser Mist hat mich nie wieder verlassen. Ich bin damit nicht alleine. Juliane Gringer beschreibt sie, diese kleinen Alltagsängste, die Mütter, seltener Väter und andere Menschen überfallen. In „Kleine Panik“ schildert sie anhand eines fiktiven Tages im Leben ihrer in Berlin hausenden Familie mit welchen Ängsten Menschen, die keine Angststörung haben, sondern „normal“ ängstlich, aber mit sehr gutem Vorstellungsvermögen ausgestattet sind, lernen müssen umzugehen. Ja, das kann man handeln, muss man! Gringers Buch kann hier als Erdung dienen, so Mensch bereit ist hinzunehmen, dass es Schicksal gibt, und es keine hundertprozentige Sicherheit gibt. Je mehr Lebenserfahrung man hat und je mehr schlimme Dinge bereits geschehen sind, desto schwieriger ist es, so viel ist klar. Sehr deutlich macht Juliane Gringer aber auch, wie viel Lebensqualität verlorengeht, wenn man sich seinen Ängsten nicht entgegenstellt. Hier kann Kleine Panik sehr schön zur „Erdung“ dienen. Der leichte Plauderton in dem es erzählt ist, liest sich angenehm, der Inhalt hat es dennoch in sich, bietet eine gute Möglichkeit, sich mit seinen eigenen kleinen Ängsten auseinanderzusetzen und an sich zu arbeiten. Ich habe mir vorgenommen, eine gelassenere Beifahrerin zu werden. Eine knifflige Aufgabe, da ich schon beim besten Ehemann von allen zum Angstgriff grapsche, obwohl er ein guter, sicherer Autofahrer ist, nur eben ein wenig anders fährt, als ich und seine Vorstellung von Sicherheitsabstand auf der Autobahn dringendst! überdenken sollte. Neben dem bald mit Fahrerlaubnis ausgestattetem Junior zu sitzen wird die nächste Bewährungsprobe. Wie Freundinnen mir versicherten geht es sehr gut, wenn frau zuvor, je nach Fassungsvermögen 2 bis 4 Gläser Wein oder anderen Sprit intus habe, doch eine wirkliche Lösung kann das, ganz abgesehen von der Vorbildfunktion, nicht sein. So bleibt nur, das zu akzeptieren und im Gehirn zu verankern, was Juliane Gringer, die übrigens Journalistik und Psychologie studiert hat, fundiert und mithilfe von Experten eruiert hat. Shit happens, aber meist ist es nicht so schlimm, wie man sich es vorstellt. Also bitte, die Einbildungskraft an die kurze Leine legen!

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Tipps zum Umgang mit Alltagsängsten

Von: Baeusel

27.02.2019

„Kleine Panik“ von Juliane Gringer Sachbuch Goldmann Verlag, Taschenbuch, 288 Seiten, 10,00 € Erschienen 17. September 2018 Klappentext: „Wir alle kennen sie, die großen und kleinen Ängste des Alltags. Auch Juliane Gringer ist dieses Kopfkino nur allzu vertraut, doch jetzt geht sie den kleinen Paniken auf den Grund: Sind Spülmittelreste auf dem Geschirr irgendwann tödlich? Wie gefährlich sind Rolltreppen oder Flugreisen? Und was ist mit all den Keimen, die uns überall begegnen? Sie befragt Experten aus allen Winkeln der Republik - Ärzte, Wissenschaftler, Praktiker - und überzeugt sich davon, dass das Leben nicht ganz so gefährlich ist, wie man glauben könnte.“ Meinung: Tolles Buch für Zwischendurch über die Alltagsängste die wir wohl alle haben. Das Buch ist ganz anders als erwartet. Der Leser begleitet die Autorin in ihren Familien-Alltag, genau dort werden beängstigende Situationen aufgezeigt und in einem Kästchen wird die Situation von einem Experten aus dem jeweiligen Bereich beleuchtet und erklärt warum wir so reagieren und wie wir die Ängste in den Griff bekommen. Manchmal ist es gut und wichtig besorgt zu sein, manchmal reagiert man zu stark. Der Schreibstil ist leicht und die Autorin geht sehr humorvoll mit dem Thema um. Fazit Wie der Titel schon sagt: Unseren Ängsten auf den Grund gegangen... genau das macht die Autorin, die übrigens Psychologie studiert hat, sehr gut und abwechslungsreich. Das Buch hat mir geholfen mich selbst besser zu verstehen und solchen Alltagsängste einzuordnen.

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Vita

Juliane Gringer hat Journalismus und Psychologie in Leipzig studiert und schrieb u.a. für Brigitte, Elle, Handelsblatt, Neon, Neue Zürcher Zeitung und die taz. Sie ist außerdem Autorin zahlreicher Sachbücher und lebt als freie Journalistin und Mutter von zwei Kindern im ziemlich ungefährlichen Berliner Stadtteil Prenzlauer Berg.

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