Kleine große Schritte

Roman

Taschenbuch
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Ruth Jefferson ist eine der besten Säuglingsschwestern des Mercy-West Haven Hospitals in Connecticut. Dennoch wird ihr die Versorgung eines Neugeborenen von der Klinikleitung untersagt – die Eltern wollen nicht, dass eine dunkelhäutige Frau ihr Baby berührt. Doch eines Tages arbeitet Ruth allein auf der Station und bemerkt, dass das Kind keine Luft mehr bekommt. Sie entscheidet schließlich, sich der Anweisung zu widersetzen und dem Jungen zu helfen. Doch ihre Hilfe kommt zu spät, und Ruth wird von den Eltern des Jungen angeklagt, schuld an dessen Tod zu sein. Ein nervenaufreibendes Verfahren beginnt ...

»Kaum eine Autorin kann zwischenmenschliche Beziehungen so feinfühlig beschreiben wie die US-Amerikanerin Jodi Picoult.«

Hannoversche Allgemeine Zeitung (15. Juni 2019)

ERSTMALS IM TASCHENBUCH
Aus dem Englischen von Elfriede Peschel
Originaltitel: Small Great Things
Originalverlag: Ballantine Books (Penguin Random House), New York 2016
Taschenbuch, Broschur, 592 Seiten, 11,8 x 18,7 cm
ISBN: 978-3-328-10260-1
Erschienen am  13. August 2018
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Ein so wichtiger Roman!

Von: Juliane - I AM JANE

29.12.2018

“Kleine große Schritte” ist mein erster Roman von Jodi Picoult. Ich weiß nicht warum, aber irgendwie dachte ich immer, dass sie seichte Liebesromane schreibt. Wie weiß entfernt ich doch von der Realität war! Über einen meiner Lieblingspodcasts bin ich dann aufgeklärt worden. Nämlich war Jodi Picoult bei “Crtl Alt Delete” zu Gast hat mit der Moderation Emma Gannon über ihren neusten Roman “A Spark of Light” und dem Thema Abtreibung gesprochen. Diese Podcast Folge hat mich richtig neugierig auf Jodi Picoult gemacht. Ihre Art zu sprechen gefiel mir gut und vor allem auch wie sie berichtet hat, wie intensiv sie sich mit einem Thema auseinander setzt und recherchiert bevor sie einen Roman schreibt. Ich musste einfach etwas von ihr lesen – und ich habe mir “Kleine große Schritte” als ersten Roman ausgesucht. Und ich wurde nicht enttäuscht. Im Gegenteil. Ich bin extrem begeistert! Dieser Roman hat so viel Tiefe, Geschichte und Realität. Wir lernen zu Beginn Ruth kennen, wie sie aufgewachsen ist und aus welchen Verhältnissen sie stammt. All das gibt einem als Leser ein gutes Verständnis für ihren Charakter und ihre Art zu entscheiden. Denn sie ist vernünftig, hält sich an Regeln und ist zurückhaltend. Sie erzählt ihre Geschichte als Hebamme und alleinerziehende Mutter. Neben ihr lesen wir die Geschichte aus noch zwei Perspektiven: Die ihrer späteren Anwältin Kennedy und die des rassistischen Ehemanns Turk. Daran musste ich mich erstmal gewöhnen. Denn so gern ich auch die rechtlichen Hintergründe und Unsicherheiten von Kennedy interessierte – so schockierten mich die widerlichen Gedanken von Turk. Aber eins muss man Jodi Picoult lassen: Sie hat alle drei Personen so realistisch und authentisch dargestellt. Im Nachwort erklärt sie, dass sie viele Menschen im Vorfeld getroffen hat. Und dass sie sich auch lange davor gesträubt hat aus der Sicht einer dunkelhäutigen Person zu schreiben, weil sie es einfach nicht wissen kann als weiße Frau. Doch sie wurde ermutigt diese aufrüttelnde Geschichte zu schreiben. Und ich bin sehr froh, dass sie es getan hat! Ich finde sie hat es gut geschafft, ein Bewusstsein für Rassismus zu schaffen. Allein die Darstellung, was Ruth im Alltag passiert. Wie anders ihre Chancen sind, oder die ihres Sohnes. Wie sie in Schubladen gesteckt wird, allein wegen ihrer Hautfarbe. Die Gedanken von dem Rassisten Turk sind abstoßend und total plemm plemm – aber das schlimmste daran ist: Es gibt mit Sicherheit SO viele Menschen, die tatsächlich so einen Mist denken und glauben. Zu viel will ich nicht verraten, doch auch aus seiner Sicht erfährt man noch so einiges und ihm geschehen Dinge, die ihn reflektierten lassen. Der gesamte Schreibstil gefiel mir sehr gut. Jodi Picoult schafft es, ihre Geschichte so authentisch wirken zu lassen, als basiere sie auf einer wahren Begebenheit. Der Perspektivwechsel ist so geschickt gewählt immer an den richtige Stellen. Die verschiedenen Sichtweisen gaben dem Roman zudem noch an Tiefe und dem Leser viel mit auf dem Weg. Zu Beginn passiert relativ viel, die Grundgeschichte und Ausgangssituation wird aufgebaut. Der Mittelteil ist ruhiger, wir verfolgen den Prozess und viele Gedankengänge. Wir lernen viel über Rassismus und den Alltag von Ruth. Zum Ende hin nimmt es wieder an Spannung auf, der große Showdown ist nichts für schwache Nerven. Ich bin echt begeistert, weil genau dieser Aufbau passt hervorragend zu der Geschichte. Man lernt viel über Rassismus, da dies das zentrale Thema ist. Aber auch lernt man über das amerikanische Rechtssystem, was teilweise ziemlich ungerecht ist. Zudem auch über Säuglinge und Hebammen – was ihre Leistung ist und wie erste Hilfe aussieht. Ich kann diesen Roman von Jodi Picoult nur empfehlen. Es ist grandios geschrieben und das Thema ist wirklich wichtig. Jeder sollte sich mit Rassismus beschäftigen, jeden geht es etwas an. Denn es nicht nur eine Geschichte, es ist Alltag. Dieser Roman kann als Augenöffner dienen. Fazit: Mit ihrem neuesten Roman “Kleine große Schritte” konnte mich Jodi Picoult voll und ganz überzeugen. Die Geschichte ist nicht ohne, doch lehrt sie viel über Rassismus, welcher noch lange nicht der Vergangenheit angehört. Mit interessanten und vielschichtigen Personen ausgeschmückt erzählt sie auf geschickte Art und Weise eine tragische Geschichten mit Höhen und Tiefen, aus der ich als Leser sehr viel für mich mitnehmen konnte. Das bleibt definitiv nicht mein letzter Roman von ihr und ich empfehle ihn definitiv weiter.

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~ berührend ~ fesselnde und authentische Story ~ hervorragend recherchiert ~ Eine absolute Leseempfehlung!

Von: Katis Buecherwelt

10.09.2018

Erster Satz: "Das Wunder ereignete sich an der West 74th Street, in dem Haus, in dem Mutter arbeitete." Meine Meinung: Jodi Picoult war mir durch die Buchverfilmung "Beim Leben meiner Schwester" und durch ihre Medienpräsenz bekannt. Gelesen habe ich von ihr bis dato noch kein Buch und war daher neugierig auf ihren Schreibstil und wollte nachvollziehen, warum viele meiner Freunde von der Autorin so begeistert sind. Nachdem ich das Buch gelesen habe, kann ich die Schwärmerei verstehen und teile die neu gefundene Begeisterung. Ruth Jefferson ist Hebamme seit über 20 Jahren im Mercy-West Haven Bezirkskrankenhaus und kümmert sich liebevoll um die Paare und ihren Babys. Als sie bei der Schichtübergabe die Familie Bauer übernimmt und den kleinen Davis versorgen will, wird ihr von den Eltern verboten, sich dem Kind zu nähern. Der einzige Grund dafür ist - Ruth ist eine Afroamerikanerin und die Eltern sind Rechtsextremisten. Ruth gerät während einer Doppelschicht in einen Gewissenskonflikt, als sie bemerkt, dass der kleine Davis Probleme mit der Atmung hat. Darf sie ihm helfen, obwohl sie die Anweisung hat, das Kind nicht anzufassen? Letztendlich verstirbt der Junge und Ruth findet sich auf der Anklagebank wegen Mordes. Der Kampf um Freiheit und Gerechtigkeit beginnt ... Diese Geschichte hat mich von Anfang an gefesselt und die ersten Szenen waren schockierend und Fassungslosigkeit machte sich in mir breit. Mir fehlten die Worte, um auszudrücken, was ich in dem Moment fühlte, als Ruth Jefferson verboten wurde, das Kind weiterhin zu betreuen. Und als Davis anschließend verstarb, seine Eltern die Hebamme dafür verantwortlich machen. Alles was danach passierte, stimmte mich nachdenklich und es fiel mir schwer, das Buch zur Seite zu legen - besonders nachdem der Prozess begonnen hatte. Von da an, saß ich nägelkauend in meinem Sessel und schlotterte vor Angst vor dem bevorstehenden Urteil. Jodi Picoult entführte mich in eine hervorragend recherchierte Story, die nicht lebendiger hätte geschrieben werden können. Aus verschiedenen Blickwinkeln wurden die Charaktere Ruth, Kennedy und Turk in der Ich-Perspektive geschrieben, und ich erhielt dadurch einen tief schürfenden Einblick der Protagonisten. Ich konnte mich in sie hineinversetzen und mitfühlen. Ruth verzauberte mich mit ihrer liebevollen Art und ihrer Leidenschaft zu ihrem Beruf als Hebamme. Mit vollem Körpereinsatz und Liebe erzählt sie aus ihrem Alltag und der Vergangenheit, oder beschrieb ihr Leben als Schwarze - was wahrlich nicht ganz einfach war und mir nahegegangen ist. Turk und Brittany sind Rechtsextremisten und berichteten über ihre brutalen Aktionen gegen die Schwarzen, Asiaten und Schwulen, die mich schockierten. Beide sind aufgrund ihrer Vergangenheit auf die rassistische Schiene gerutscht, aus der es schwer zu entkommen war, was keine Entschuldigung für ihr Tun sein soll. Eine erschütternde Tat jagte die Nächste und einige Male hielt ich während des Lesens inne, weil ich es nicht begreifen konnte, wie viel Hass in einem Menschen heranreifen kann, der zu solchen Übeltaten fähig ist. Im Mittelteil des Buches zog es sich kurzzeitig etwas, was aber nicht uninteressant war. Zum Prozessbeginn stieg die Spannung atemberaubend an und erreichte seinen Höhepunkt. Ich dachte, schlimmer kann es nicht mehr werden, doch die Ereignisse überschlugen sich und Jodi Picoult schaffte einen grandiosen Abschluss, denn ich so nicht erwartet hätte. Dieses Buch wird mir noch lange in Erinnerung bleiben und ich danke Jodi Picoult für diese Story, die mir den Atem geraubt hat, mich zu Tränen berührte und mir zahlreiche Denkanstöße bescherte. "Kleine große Schritte" wird übrigens verfilmt mit den Schauspielern Julia Roberts und Viola Davis. Ich möchte noch betonen, dass der Ausdruck "Schwarze" Teil des Buches ist und ich deshalb diesen Wortlaut verwendet habe. Für mich gibt es keine Unterschiede, ob ein Mensch nun hell, dunkel, gelb oder mischfarbig ist. Für mich ist jeder Mensch besonders und einzigartig, egal welche Hautfarbe oder Herkunft er hat. Fazit: "Kleine große Schritte" von Jodi Picoult erzählt über Rassendiskriminierung, Gerechtigkeit und über Veränderungen. Eine bewegende und spannende Geschichte über ein aktuelles Thema, was mich fassungslos aber auch nachdenklich stimmte. ~ berührend ~ fesselnde und authentische Story ~ hervorragend recherchiert ~ Eine absolute Leseempfehlung!

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Vita

Jodi Picoult, geboren 1966 in New York, hat weltweit eine riesige Fangemeinde für ihre mehrfach ausgezeichneten Romane. »Kleine große Schritte« stand wochenlang an der Spitze der amerikanischen Bestsellerlisten und wurde von der LA-Times zum »Pageturner des Jahres« gekürt und als zeitgemäße Variante von Harper Lees Roman »Wer die Nachtigall stört« gefeiert. Jodi Picoult lebt in Hanover, New Hampshire.

Zur AUTORENSEITE

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Pressestimmen

»Ein wichtiger Roman, der nachdenklich stimmt.«

TV für mich (20. September 2018)

»Ihr Anliegen – sich des alltäglichen Rassismus bewusst zu werden – ist Jodi Picoult mit diesem Buch wunderbar gelungen.«

hr2 Kultur (03. Oktober 2017)

»›Kleine große Schritte‹ ist das wichtigste Buch, das Jodi Picoult jemals geschrieben hat.«

Washington Post

»Ein packendes Gerichtsdrama, das das politische Klima unserer Tage einfängt. Jodi Picoult durchdringt ihre Charaktere durch und durch.«

The New York Times

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