Laqua - Der Fluch der schwarzen Gondel

Mit Illustrationen von Annabelle von Sperber
Ab 10 Jahren
Taschenbuch
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Zwei Geschwister und ein jahrhundertealtes Rätsel in Venedig

Ein gruseliger, alter Palazzo, Dauerregen und eine grantige Urgroßmutter – Kristina und Jan sind zunächst nicht gerade begeistert, dass sie die Ferien in Venedig verbringen sollen. Dass sich des Nachts seltsame Schemen aus der Lagune erheben und katzengleich die Wände der Häuser hinaufgleiten, macht es nicht besser. Als dann auch noch ihre Tante verschwindet und sie sich auf die Spur des gruseligen Dogen begeben müssen, beginnt für die Kinder in den Gassen Venedigs ein großes Abenteuer ...


Mit Illustrationen von Annabelle von Sperber
Taschenbuch, Broschur, 384 Seiten, 11,8 x 18,7 cm
ISBN: 978-3-570-31259-9
Erschienen am  11. Februar 2019
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Ein spannender Fantasyroman für Jung und Alt - einfach magisch!

Von: Lena von Awkward Dangos

27.04.2019

~ Cover & Aufmachung ~ "Laqua" ist bereits 2012 als gebundenes Buch erschienen. Die Neuauflage kommt im Taschenbuch und mit neuem Covermotiv daher. Während das ursprüngliche Cover eine Gondel zeigte, wurde das neue Motiv an Nina Blazons andere Kinderbücher aus dem cbt Verlag ("Lillesang", "Silfur" & "Fayra") angepasst. Es ist überwiegend blau gehalten, was direkt an Wasser erinnert und somit sehr schön zum Setting Venedig passt. Um den Buchtitel herum ranken sich Wassertropfen, Muscheln und Verzierungen, die entfernt an Korallen erinnern. Das alte Cover wirkte auf mich einen Tick verwunschener und magischer, aber das neue ist auch ein richtiger Hingucker. Ich finde beide Ausgaben auf ihre eigene Art und Weise sehr hübsch und ansprechend. ~ Meine Meinung ~ Nina Blazon ist nun schon seit vielen Jahren meine absolute Lieblingsautorin. Obwohl ich überwiegend Fantasy für Erwachsene und ältere Jugendliche (14+) lese, sind auch ihre Kinderbücher immer einen zweiten Blick wert. Mit meinen 22 Jahren gehöre ich nicht mehr ganz der Zielgruppe an, doch "Laqua" konnte mich trotzdem komplett begeistern. Diese Geschichte ist so viel mehr als ein einfaches Kinderbuch! Vor der zeitlosen Kulisse der mystischen Kanäle Venedigs präsentiert uns die Autorin ein spannendes Abenteuer für Jung und Alt - ein wahres Fest der Fantasie. Im Mittelpunkt stehen die Geschwister Kristina und Jan, die für einige Zeit mit ihrer Tante im alten Hotel ihrer Urgroßmutter wohnen. Die Begeisterung ihrer Nonna über den unverhofften Besuch hält sich jedoch stark in Grenzen. Nach Weihnachten kommt es plötzlich zu übernatürlichen Ereignissen, die eng mit der Geschichte des Hotels Dandolo verknüpft sind. Die Kinder werden von unheimlichen Geisterwesen verfolgt und ein dunkler Doge lauert ihnen auf seiner Gondel im Wasser auf. Doch damit nicht genug, stoßen die beiden auf das geheimnisvolle, verschlossene Zimmer 13 und einen uralten Familienfluch... Nina Blazon schafft es, mit dieser Mischung aus Geheimnissen und Familienroman eine spannende Geschichte zu spinnen, die mich direkt vom ersten Kapitel an in ihren Bann gezogen hat. Irgendwie fühlte ich mich in meine eigene Kindheit zurückversetzt, in der ich sehr viele Detektivgeschichten gelesen habe und gar nicht genug von Rätseln und Mysterien bekommen konnte. Dadurch haben wir mit Laqua einerseits ein typisches Kinderbuch vorliegen, aber es bietet auch für Erwachsene einen durchaus interessanten, intelligenten Plot. Besonders für die angegebene Zielgruppe von zehn Jahren finde ich es beeindruckend, wie komplex und tiefgründig sich die Handlung entwickelt. Die Figuren sind greifbar und man kann sich gut mit ihren Beweggründen und Problemen identifizieren. Besonders schön dargestellt finde ich die sich langsam entwickelnden Beziehungen zwischen den Charakteren - wie Kristina und Jan lernen, mit ihrer Nonna auszukommen, sich mit den Kindern der Familie Pezzi anfreunden oder Tante Sara lernen muss, Verantwortung zu übernehmen. Dazu bietet uns die Autorin Themen wie Freundschaft, Zusammenhalt, Vorurteile und sogar eine kleinere Liebesgeschichte, die sich jedoch nicht in den Vordergrund spielt. Ein bisschen bedenklich finde ich zwar, dass Nonna und Sara kaum etwas von den Abenteuern der Kinder mitbekommen, obwohl sie sich sogar nachts davonstehlen. Kristina und Jan sind erst neun und elf Jahre alt, aber rund um die Uhr allein unterwegs (was nicht nur gefährlich werden kann, wenn man es mit einer übernatürlichen, dunklen Macht zu tun hat). Doch das macht das Buch in meinen Augen keineswegs schlechter, denn sonst würde die Geschichte, so wie sie sich entwickelt, einfach nicht funktionieren! Ich kann mir gut vorstellen, dass jüngere Kinder diesen Aspekt - Nervenkitzel und Abenteuer - besonders spannend finden werden. Das Buch ist aus Sicht eines personalen Erzählers geschrieben und an Kristinas Gedankenwelt gebunden. Zwischendurch wechselt die Perspektive aber zu der des Bösewichts, sodass wir Stück für Stück mehr darüber erfahren, was im Hintergrund vor sich geht. Diese Kapitelabschnitte sind immer mit kleinen Gondeln gekennzeichnet und die Seiten leicht schattiert, was ich sehr gelungen finde. Der Schreibstil zeigt sich, in typischer Blazon-Manier, wunderschön und poetisch, ist aber einem Kinderbuch angepasst. Es kommen zahlreiche italienische Namen und Bezeichnungen vor, die jedoch immer direkt übersetzt werden oder sich sehr einfach aus dem Kontext erschließen lassen. Somit lernt man nebenbei noch ein wenig über die Sprache und auch über die Geschichte Venedigs, die sehr ansprechend aufbereitet wird. ~ Fazit ~ Ein spannender Fantasyroman für Jung und Alt, der uns in die mystischen Gassen Venedigs entführt. Von der ersten bis zur letzten Seite präsentiert uns Nina Blazon eine Geschichte voller Abenteuer, Freundschaft und Geheimnisse, die ihresgleichen sucht. Unbedingt lesen! 4,5/5♥

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Moment – war das wirklich ein Kinderbuch?!

Von: Flidra

15.04.2019

Erster Eindruck: Das Cover spielt viel darauf an, dass es um Wasser gehen wird. Ich hatte bis dato nie was von Nina Blazon gelesen und nur Gutes gehört. Daher, bin ich mit doch mit einigen Erwartungen heran gegangen. Fazit: Moment – war das wirklich ein Kinderbuch?! Vorab: Ich habe das Buch als Rezensionsexemplar vom cbt Verlag bekommen im Austausch für eine offene und ehrliche Meinung zum Buch. Das Cover finde ich in dem Blauton wirklich schön gelungen. Es ist vielleicht keins, was mir auf den ersten Blick aufgefallen wäre, aber durch den Klappentext, bin ich dann doch noch überzeugt worden. Es ist recht schlicht und bis auf den Titel, ist auf dem Cover nicht unbedingt etwas auffällig. Das Cover der Hardcoverausgabe ist komplett anders und zeigt viel mehr über die Story. Bei dem Hardcover gefällt mir die Farbgebung aber nicht, da ist mir die Taschenbuchausgabe lieber. Die Geschichte wird uns aus zwei Sichten in Form eines Er-/Sie-/Es- Erzählers erzählt. Zum einen aus der Sicht von Kristina, unserem Hauptcharakter, und dem Antagonisten, dessen Namen wir im Laufe der Geschichte erfahren. Beide Sichten sind optisch im Buch getrennt und für den Leser deutlich sichtbar. Während Kristinas Sicht ganz schlicht in Standardschrift und weißem Hintergrund abgelichtet wird, wird die Sicht des Antagonisten immer auf einem rauchigen Hintergrund mit kursiver Schrift und einer Gondel abgebildet. Diese Dinger erkennt man als Leser im Verlauf der Geschichte wieder und empfindet sie immer passender. Der Schreibstil ist recht flüssig und verständlich, bis auf die eine oder andere Eigenart, die mir aufgefallen ist und mich etwas im Lesefluss gestört hat. Zum einen, wird besonders am Anfang ständig ein italienisches Wort oder ein italienischer Satz benutzt und im nächsten Moment direkt übersetzt. Man mag dadurch dieses „venezianische Feeling“ bekommen, mich hat es nur gestört, weil es doppelt gemoppelt war. Dann hatte ich auch immer wieder das Problem, dass die Perspektive der Autorin ein Schnippchen geschlagen hat, denn ständig war etwas von „Kristina hat dies“, „Kristina hat das“, „Kristina macht jenes“ oder „Kristina sah das“ zu lesen. Diese Häufung ist immer eine der Gefahren bei diesem Erzähler, der einen negativen Eindruck hinterlassen kann. In diesem Fall konnte das Buch diese Art gerade eben noch vertragen. Dennoch gibt es für diese Aspekte leider einen Abzug bei der Bewertung. Insgesamt muss man der Autorin zu Gute halten, dass sie einige Stellen dennoch bildhaft und sprachlich schön gestaltet hat, sodass der Erzählstil im Ganzen in Ordnung ist. Kristina, die über Weihnachten mit ihrem Bruder, ihrer Tante und ihrer Uroma im Hotel ihrer Uroma in Vendig ihre Ferien verbringen muss, wirkt zu Anfang überhaupt nicht begeistert. Ihre Uroma ist eine grausige alte Schreckschraube und arbeiten darf sie auch noch. Während sie am Abend zusammen saßen, entdeckt Kristina am Fenster eine gruselige Gestalt, die ihre Fassade hochklettert und auch sonst, scheint das Hotel von Geistern heimgesucht zu werden. Einige Dinge von Jan werden geklaut und als Kristina und Jan , den vermeintlichen Täter schnappen, stellt dieser sich als Pippa heraus, die Schwester von Luca. Beide gehören der Familie Pezzi an, die sich ja so gar nicht mit ihrer verstehen, aber geklaut hat Pippa nichts und auch sonst sind die beiden doch irgendwie Kinder, die vollkommen okay sind, oder? Wer hat also Jans Sachen gestohlen, sind wirklich Geister unterwegs? Soweit die Geschichte und zwei Fragen, die uns die ganze Geschichte über verfolgen. Das malerische Venedig dient hierbei als Kulisse eines interessanten Abenteuers, in dem sämtliche Familienangehörige eine Rolle spielen. Es ist zwar ein Kinderbuch bzw. ab 10 Jahren geeignet, doch an manchen Stellen war ich so verwundert, dass es sich wirklich ein Kinderbuch sein soll. Die Geschichte folgte einem klaren Ziel, hatte so viel Spannung, Fantasie und den nötigen Schuss an Einzigartigkeit. Am Anfang war ich zwar doch recht skeptisch, denn Venedig, Gondeln , Magie – klingt nach Zeitenzauber. Dann hat Kristina auch noch das kratzen am Nacken, wenn etwas passiert? Dennoch kann ich euch sagen, dass diese Geschichte eine ganz andere ist! Es dreht sich zwar auch um einiges in der Vergangenheit und es wird auch das eine oder andere davon erzählt, aber hier geht es weder um irgendwelche Portale, noch darum die Welt zu retten. Es ist eine Geschichte, die viel mehr von der Magie der Stadt, den wunderschönen Schauplätzen und den tollen Charakteren lebt. Natürlich gibt es auch den einen oder anderen Konflikt, der wirklich gut und angemessen in die Geschichte verwoben wird, sodass es nicht nur um die Vergangenheit oder die Magie geht. Insgesamt, hat das Buch also inhaltlich eine menge tolles zu bieten. Mir fiel es immer schwerer von Kapitel zu Kapitel nur die abgesprochenen Leseabschnitte zu lesen. Kristina ist ein Mädchen, dass am Anfang sehr emotional und intuitiv handelt ohne viel nachzudenken. Sie ist nun mal noch nicht erwachsen und ab und an ist es natürlich etwas leichtsinnig, was sie vor hat. Zuerst will sie auch nicht unbedingt wahr haben, dass etwas übernatürliches dahinter stecken könnte, kommt aber doch recht schnell dahinter und lässt sich auf das ganze Abenteuer ein. Anders wie in vielen Büchern ist sie nicht die „Auserwählte“, was mir an ihrem Charakter besonders gut gefallen hat. Sie will sich weder in den Vordergrund drängen, noch will sie alle Aufmerksamkeit. Ähnlich ist ihr Bruder Jan. Er leidet sehr darunter, dass die Mutter von ihm und Kristina bei seiner Geburt gestorben ist und fragt sich ständig, was wäre, wenn es ihn nicht geben würde. Der Konflikt, den er mit sich trägt, rund um seinen eigenen Wert wird am Ende wirklich toll gelöst und daher bin ich wirklich begeistert von dieser Entwicklung. Pippa und Luca sind beides Charaktere, die ich wirklich gut leiden konnte, denn trotz ihres Unglücks geben sie nicht auf. Sie kämpfen weiter, was mir besonders Luca sympathisch gemacht hat. Man merkt jedoch, er besitzt eine gewisse Engstirnigkeit und durch die Schicksalsschläge versucht er immer besonders erwachsen zu wirken. Weitere Charaktere wie Sara , will ich nicht beschreiben, weil es sonst spoilern könnte. Dennoch finden selbst Nebencharaktere Platz und sind toll ausgearbeitet. Erstaunlich für ein Kinderbuch fand ich auch die Ernsthaftigkeit und die Herangehensweise der einzelnen Charaktere. Insgesamt macht diese Geschichte Lust auf mehr! Ich würde unglaublich gerne demnächst ein Buch der Autorin lesen, welches sie für erwachsene Leser geschrieben hat. Wem würde ich das Buch empfehlen ?: Fans von Venedig und Zeitenzauber, sowie Rubinrot, werden dieses Buch verschlingen. Auch wenn es ein Kinderbuch ist, so hat es mich mit weit über 20 Jahren begeistern können! Erotik oder große Liebesgeschichten sollte man, was auch irgendwie klar ist, nicht erwarten.

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Vita

Nina Blazon las schon als Jugendliche mit Begeisterung Fantasy-Literatur. Selbst zu schreiben begann sie während dem Studium. Nina Blazons Bücher haben zahlreiche Auszeichnungen erhalten, zuletzt 2016 den Seraph für das Beste Buch, für Der Winter der schwarzen Rosen. Die erfolgreiche Kinder- und Jugendbuchautorin lebt in Stuttgart.

www.ninablazon.de

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Annabelle von Sperber

Annabelle von Sperber, geb.1973, hat bereits über 100 Bücher illustriert. Sie studierte Illustration an der HAW Hamburg und arbeitet heute als Illustratorin, Autorin und Dozentin für Illustration in Berlin.

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13. Juni 2019

Kinderbuchlesung mit der Autorin Nina Blazon

19:00 Uhr | Echternach | Lesungen
Nina Blazon
Kiesel, die Elfe - Sommerfest im Veilchental

28. Juni 2019

Kinderbuchlesung mit der Autorin Nina Blazon

09:00 Uhr | Pfullingen | Lesungen
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Kiesel, die Elfe - Sommerfest im Veilchental

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