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Leben ohne Ende Roman
Meisterwerke der Science Fiction

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Taschenbuch, Broschur ISBN: 978-3-453-31436-8

Erschienen: 08.08.2016
Dieser Titel ist lieferbar.

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Das ist das Ende ...

Eine rätselhafte Viruspest greift um sich wie ein Steppenbrand und rafft weltweit die Menschen dahin. Die Ordnung bricht zusammen, es gibt keine Regierungen, keine Kommunikation, keine Infrastruktur mehr. Nur ein Prozent der Weltbevölkerung überlebt die verheerende Seuche. Die Zivilisation wird ausgelöscht. Die Übriggebliebenen müssen neue Wege des menschlichen Zusammenlebens suchen …

George R. Stewart (Autor)

George R. Stewart wurde 1895 in Sewickley, Pennsylvania, geboren und studierte an den verschiedensten Universitäten, u.a. auch in Princeton und an der Columbia University. Er arbeitete als Sprachforscher und war Professor für Englisch an der University of California, Berkeley. Sein wohl bekanntester Roman Leben ohne Ende wurde mit dem International Fantasy Award ausgezeichnet und inspirierte Stephen King zu The Stand - Das letzte Gefecht. George R. Sterwart starb 1980.

Originaltitel: Earth Abides
Originalverlag: Heyne

Taschenbuch, Broschur, 528 Seiten, 11,8 x 18,7 cm

ISBN: 978-3-453-31436-8

€ 9,99 [D] | € 10,30 [A] | CHF 13,90* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Heyne

Erschienen: 08.08.2016

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Ein Meisterwerk = Ein must read?

Von: Kaisu Datum: 11.12.2016

life4books.blogspot.de

Hallo“, rief er.
Niemand kam. Nicht einmal ein Echo antwortete. [S.22]

Stell dir vor du machst einen Ausflug. Willst einfach mal abschalten und der hektischen Welt entfliehen. Packst deine sieben Sachen zusammen und los geht’s. Du erfreust dich an der Natur. Gehst auf Erkundungstouren und schläfst abends selig erschöpft ein. Irgendwann ist dieser Spaß dann vorbei und man kehrt in sein altes Leben zurück. Zumindest hat man das vor. Auf der leeren Straße denkst du noch nichts böses. Ein Sperrung. Ein Unfall. Es wird schon einen Grund geben. Nur, wenn die Stadt ebenfalls wie leergefegt wirkt. Dann muss da was oberfaul sein.

Nur ein paar Tieren begegnet Isherwood Williams – kurz Ish – bei seiner Rückkehr in die Stadt und kann es zunächst nicht glauben, was er da sieht. Bis die Zeichen immer offensichtlicher werden, dass hier etwas übles gewütet haben muss. Als ihm schließlich eine Zeitung vor die Füße fällt, hat er es schwarz auf weiß: Die Menschheit, oder zumindest ein ziemliche großer Teil davon, war an einer Krankheit gestorben, die man die „Super Masern“ nannte. Heilungschancen gab es keine. Entweder man war immun. Oder man war nicht immun.

„Trotz ihrer großen Zahl, trotz einer verschwenderischen Fülle an Nahrung, trotz ihrer schnellen Vermehrung ist die Spezies ausgestorben.“ [S.21]

Da Ish sich selbst etwas unwohl fühlt, hat er Sorge ebenfalls betroffen zu sein und sucht sich eine Wohnung, wo er die Nacht verbringen kann. Warm eingekuschelt verschläft er die Nacht und wacht erfrischt wieder auf. War wohl nichts mit Masern. Wohl eher noch Nachwirkungen seines Schlangenbisses aus der Wildnis. Auch gut. Ish lebt ein wenig vor sich hin. Sucht in der Gegend nach Überlebenden, findet welche, meidet einige, schließt kurze Freundschaften und irgendwann hat er auf diesen Trott keine Lust mehr.

„Er kehrte nach Hause zurück wie eine Taube in ihren Schlag.“ [S.123]

Und wird sesshaft. Zumindest könnte man es so nennen. Er geht alltäglichen Dingen nach. Verfolgt interessiert natürliche Vorgänge in der Natur, die sich ihr Terrain langsam zurückerobert. Auf einem seiner Streifzüge begegnet er dann Em, „einer voll entwickelte Frau“, wie er es so schön ausdrückt. Anfänglicher Skepsis weicht dann fix das Vertrauen in sein Gegenüber. Letztlich kommt es wie es kommen musste, die beiden erwarten Nachwuchs.

Nicht, dass das ein schönes Ereignis für die meisten Paare ist, nur ist die Zivilisation zusammengebrochen. Kein Arzt in der Nähe. Was, wenn Komplikationen kommen. Aber Ish sieht das praktisch. Schließlich muss man für Nachfahren sorgen. Und wenn die Mutter nicht überlebt, dann ist das nicht schön, aber sie hat ihren Zweck erfüllt. Man merkt schon, dass der gute Ish, eine recht seltsame Denkweise hat.

„Nennt man das nicht Biologie oder so ähnlich? Ich denke, es ist ganz natürlich.“
„Du meinst, das Leben muss weitergehen, und wir haben eine Verpflichtung gegenüber der Zukunft?“ [S.165]

Ish ist nämlich der Meinung, dass die beiden dafür sorgen müssen, dass es weiter geht. Einfach nur vor sich hingammeln, ist ein absolutes No-Go. Mit Kindern haben sie für eine neue Generation gesorgt. Wenn jetzt sich noch andere Menschen ihnen anschließen, ebenfalls Kinder bekommen. Können diese sich untereinander fortpflanzen. Nebenbei baut man eine neue Gesellschaft auf. Alles was der Virus zerstört hat, würde neu aufkeimen und man kann einen Neustart wagen.

Klingt alles recht evolutionär und nach Schule? Ja, den Eindruck hatte ich während des Lesens auch gehabt und mich gefragt, ob der ewige Kreislauf, der hier angesprochen wird, auch mal unterbrochen wird und was neues passiert. Leider nein. Es geht um den Kreislauf des Lebens und wie die Natur dafür sorgt, dass alles, was sich zu stark vermehrt, wieder ausgerottet wird. Jahr für Jahr. Jahrzehnt für Jahrzehnt. Generation zu Generation. Immer wieder. Zumindest im ersten Buch aus „Leben ohne Ende“, geht es um nichts anderes. Wie es in den anderen zwei Abschnitten weiter geht, kann ich nicht beurteilen, da ich die Geschichte unterbrechen musste.

Mir wurde es irgendwann Leid immer das Gleiche zu lesen und nichts Neues zu erfahren. Nicht, dass die Geschichte an sich langweilig wäre. Sie ist nur langweilig erzählt. Da nützt es auch nicht, dass das Buch als „großartig“ und „berühmt“ oder gar „brilliant“ betitelt wird. Der Autor hat sein Werk 1949 auf den Markt gebracht. Natürlich schrieb man damals anders, aber die Evolution war da schon bekannt und nichts utopisches mehr. In der Handlung wird sie aber als solche dargestellt und immer den gleichen Kontext zu hören, langweilt irgendwann nur noch.

Letztlich kann ich das Buch nicht in seinem kompletten Dasein beurteilen. Nur knapp die Hälfte habe ich gelesen und bin auch nicht geneigt den Rest zu verschlingen. Ich kann aber sagen, dass ich enttäuscht war. Alles fängt so super an und verfängt sich dann in einer Endlosschleife, aus der man nicht mehr herauskommt. Nur, wenn man das Buch zusammenklappt oder einschläft. Trotzdem lesen? Man sollte es zumindest versuchen und sich ein eigenes Urteil bilden, schließlich soll es ein „Meisterwerk der Science-Fiction“ sein.

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