Leere Herzen

Roman

Bestseller Platz 6
Spiegel Taschenbuch Belletristik

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Britta Söldner ist desillusioniert und pragmatisch. Sie sieht die Dinge glasklar und hat den Zynismus der Politik genauso durchschaut wie das kleinbürgerliche Gutmenschentum, das die Welt keinen Deut besser macht. Wie ihr Geschäftspartner Babak hat sie den Glauben an eine bessere Zukunft verloren - und sie hat nicht die geringste Lust, deswegen Schuldgefühle zu haben. Bis Brittas ganze Welt in ihren Grundfesten erschüttert wird. Und sie gezwungen ist, ihr Leben, ihre Beziehungen, ihre Überzeugungen und Werte noch einmal ganz neu zu überdenken.

»Ein Thriller am Puls der Zeit, der die richtigen Fragen stellt.«

Nadine Kreuzahler / rbb Inforadio

Originaltitel: Leere Herzen
Originalverlag: Luchterhand HC
Taschenbuch, Klappenbroschur, 352 Seiten, 12,5 x 18,7 cm, 1 s/w Abbildung
ISBN: 978-3-442-71838-2
Erschienen am  08. April 2019
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Juli Zeh "Leere Herzen"

Von: Was Silke liest

11.03.2019

Nachdem dem hervorragenden Roman „Unterleuten“ konnte es eigentlich nur schlechter werden. Doch welch Überraschung: „Leere Herzen“ spielt mindestens in der gleichen Liga! Ich habe das Buch an einem Abend verschlungen. Braunschweig 2025: Britta Söldner und ihr Geschäftspartner Babak Hamwi betreiben eine gutlaufende Praxis für Suizidgefährdete, genannt „Die Brücke“. Doch keiner weiß, dass nicht die Heilung der Patienten das Ziel ist, sondern Britta und Babak ein sehr lukratives Geschäft mit dem Tod betreiben. Als plötzlich ein lästiges Konkurrenzunternehmen auftaucht, ist nicht nur die angebliche Heilpraxis sondern auch das Leben der beiden Inhaber in Gefahr … „Leere Herzen“ ist eine gesellschaftskritische Mischung aus dystopischem Polit- und Psychothriller. Juli Zeh beschreibt eine düstere Zukunftsvision, bei der die Menschen nicht mehr zur Wahl gehen und die Partei „Besorgte-Bürger-Bewegung“ – unter anderem mit ihrer Innenministerin „Wagenknecht“ - das Land regiert. Die nicht allzu ferne Zukunft wird zwar etwas überspitzt, aber doch glaubwürdig dargestellt. Die Autorin will ihre Leser wachrütteln. Sie zeigt, wie unser Leben aussehen könnte, wenn niemand mehr Verantwortung in der Gesellschaft übernimmt und sich Politik und Wahlen verweigert. Sie hält ihren Lesern den Spiegel vor, denn schon zu Beginn heißt es: „Da. So seid ihr.“ Mit ihrem raffinierten und flüssigen Schreibstil hat mich Juli Zeh sofort eingefangen. Sie versteht es Spannung aufzubauen und diese von Kapitel zu Kapitel zu steigern. So fiebert man Seite um Seite der Enthüllung der Geheimnisse um die „Brücke“ entgegen. Mit „Leere Herzen“ ist es der Autorin wieder gelungenen einen spannenden, provokanten, und sogar schockierenden Roman abzuliefern, der zum Nachdenken anregt. Ich kann dessen Lektüre nur ausdrücklich empfehlen!!!

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Gänsehaut beim Finale

Von: Caroline Schultz

17.10.2018

Juli Zeh hat eine besondere Begabung dafür, Bücher zu schreiben, die erstens völlig überraschen und zweitens fesselnd und spannend bis zur letzten Seite sind. Dabei hat jedes ihrerer Werke eine ganz eigene Daseinsberechtigung, obwohl sie alle untrennbar mit unserer Gesellschaft und der Rolle der Menschen darin verbunden sind. Inhalt In "Leere Herzen" geht es um eine fiktive nahe Zukkunft im Jahr 2025. Angela Merkel ist längst nicht mehr im Amt, Donald Trump hingegen ist unvermutet Retter auf internationalem Parkett. Das Besorgte-Bürger-Bündnis schafft nach und nach jegliche Form von Mitbestimmung und Demokratie ab, und so geht es weiter... In dieser Gesellschaft hat sich die völlig desillusionierte und pragmatische Britta Söldner und ihr Geschäftspartner Babak Hamwi erfolgreich eingerichtet. Die ausgebildete Heilpraktikerin ist mit Richard verheiratet, Mutter einer Tochter und bietet in ihrem Therapiezentrum "Die Brücke" eine besondere Form der Behandlung an. Doch niemand ahnt, was hinter dieser Fassade wirklich geschieht. Tatsächlich betreiben Babak und Britta ein lukratives und gefährliches Geschäft mit dem Tod. Ehemann Richard ist mit seinen Geschäften wenig erfolgreich, so dass er auf Britta, die für das Familieneinkommen sorgt, angewiesen ist. Eines Tages geschieht das unvermeidliche, "Die Brücke" bekommt unliebsame Konkurrenz und schließlich geraten Babak, Britta und ihre Familie in Lebensgefahr. Ich möchte hier lieber nicht mehr verraten, denn ich finde diese Buch liest sich am besten, wenn man es ein wenig unbedarft und ohne große Erwartungen in die Hand nimmt. Dann findet man auf jeder Seite Anspielungen und prägnante Sätze die allzu treffend sind für die momentane gesellschaftliche Situation und den Weg den wir scheinbar eingeschlagen haben. Juli Zeh ersinnt eine Dystopie, die erschreckender Weise überhaupt nicht absurd, sondern völlig nachvollziehbar und denkbar ist. Trotzdem bleibt sie jederzeit klar in ihrer Haltung und appelliert mit dem Roman vor allem an unsere eigene politische Verantwortung. Was ist uns unsere Demokratie wert, was sind ihre Grundpfeiler und wie können wir diese schützen? Bestimmt nicht, in dem Menschen aus Desinteresse den Wahllokalen fernbleiben. Der Buchtitel "Leere Herzen" hat in der Geschichte einen konkreten Bezug zur Handlung, dient aber gleichzeitig als Metapher für eine deutsche Gesellschaft voller gleichgültiger, leidenschaftsloser und oberflächlicher Menschen. Es mag Stimmen geben, die sagen, dass andere Bücher von Juli Zeh besser gefallen; Ich mag bisher jedes ihrer Bücher sehr und finde, dass jedes Einzelne eine eigene Aufgabe hat und für sich allein sprechen kann und wie der Volksmund so schön sagt, man kann Äpfel nicht mit Birnen verglichen. (z. B. auch das hier: Nullzeit) Fazit Ein Buch das ich hiermit vollständig und nachdrücklich empfehlen möchte.

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Vita

Juli Zeh, 1974 in Bonn geboren, studierte Jura in Passau und Leipzig. Schon ihr Debütroman "Adler und Engel" (2001) wurde zu einem Welterfolg, inzwischen sind ihre Romane in 35 Sprachen übersetzt. Ihr Gesellschaftsroman "Unterleuten" (2016) stand über ein Jahr auf der SPIEGEL-Bestsellerliste. Juli Zeh wurde für ihr Werk vielfach ausgezeichnet, u. a. mit dem Rauriser Literaturpreis (2002), dem Hölderlin-Förderpreis (2003), dem Ernst-Toller-Preis (2003), dem Carl-Amery-Literaturpreis (2009), dem Thomas-Mann-Preis (2013), dem Hildegard-von-Bingen-Preis (2015) und dem Bruno-Kreisky-Preis (2017) sowie dem Bundesverdienstkreuz (2018). 2018 wurde sie zur ehrenamtlichen Richterin am Verfassungsgericht des Landes Brandenburg gewählt.

www.juli-zeh.de

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Pressestimmen

»Ein unheimliches Gedankenspiel, das unsere Zukunft weiterdreht.«

Natascha Geier / NDR Fernsehen Kulturjournal

»Ich wünsche, dass ›Leere Herzen‹, der neue Roman von Juli Zeh, an den Erfolg von ›Unterleuten‹ anknüpfen kann. Literarisch ist das ohne Frage der Fall.«

Denis Scheck / ARD Das Erste druckfrisch

»Mal wieder ist es Zeh gelungen, ihre klugen Gedanken über die Widersprüche in unserer Gesellschaft literarisch so miteinander zu verknüpfen, dass ein spannender Roman daraus entstanden ist.«

Jacqueline Thör / ZEIT ONLINE

»Spannend und beklemmend zugleich. Was für ein Szenario! Sarkasmus pur, eine Warnung oder nichts als Satire?«

Felicitas von Twickel / ZDF aspekte

»Ein spannendes und wunderbar geschriebenes Buch«

Kristian Thees / SWR 3

»Das ist das Sittenbild einer aus den moralischen Fugen geratenen Gesellschaft.«

Johannes Kaiser / hr2-kultur

»Juli Zeh kann erzählen, und wie!«

Martin Ebel / Der Bund

»Ihr neues Werk ist ein Politthriller über das Business mit dem Tod. Beängstigend gut!«

Cosmopolitan