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London NW Roman

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Taschenbuch, Broschur ISBN: 978-3-442-48051-7

Erschienen:  15.02.2016
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Vier junge Londoner, ihre Geschichte und ihr Viertel am Rand der großen Stadt.

Leah und Natalie wachsen in einer Hochhaussiedlung auf – immer das Ziel vor Augen, ihr Zuhause eines Tages zu verlassen und etwas Größeres, Besseres aus ihrem Leben zu machen. Doch auch dreißig Jahre später sind sie nicht richtig weit gekommen. Nur Natalie hat es scheinbar geschafft. Als erfolgreiche Anwältin gibt sie vornehme Dinnerpartys, auf denen sich ihre Freundin Leah alles andere als wohlfühlt. Überhaupt sind Natalie und Leah blind für die Probleme der jeweils anderen, neiden einander das vermeintlich perfekte Leben. Bis eine Fremde an Leahs Tür klingelt, um sie um Hilfe zu bitten – und die Ereignisse sich überschlagen ...

»Eine witzige, kluge und rührende Geschichte über Menschen, die versuchen, glücklich zu sein.«

Brigitte Woman

Zadie Smith (Autorin)

Zadie Smith, geboren 1975 im Norden Londons, lebt heute in New York. Ihr erster Roman "Zähne zeigen", 2001 erschienen, wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, von der Kritik gelobt und ein internationaler Bestseller. "Von der Schönheit", mit über einer halben Million verkauften Exemplaren wochenlang auf den englischen Bestellerlisten, war für den Man Booker Prize nominiert und wurde mit dem Orange Prize for Fiction sowie dem Somerset Maugham Award ausgezeichnet. Zuletzt erschien ihr vielgepriesener Roman "London NW", für die New York Times eines der besten Bücher des Jahres.


Tanja Handels (Übersetzerin)

Tanja Handels, geboren 1971 in Aachen, lebt und arbeitet in München, übersetzt zeitgenössische britische und amerikanische Romane, neben Anna Quindlen Zadie Smith, Elizabeth Gilbert, Tim Glencross und Scarlett Thomas, und ist als Dozentin für Literarisches Übersetzen tätig. Ihre Übersetzungen wurden schon vielfach ausgezeichnet, u.a. 2018 mit dem Arbeitsstipendium des Freistaates Bayern.

»Eine witzige, kluge und rührende Geschichte über Menschen, die versuchen, glücklich zu sein.«

Brigitte Woman

»Ein ebenso scharfsinniges wie unterhaltsames Gesellschafts-Porträt.«

Kölner Stadt-Anzeiger Bücher Magazin

»In einem atemlosen Hin und Her malt Zadie Smith wunderbare kleine Charakterbilder und fängt Zeitstimmungen ein.«

Süddeutsche Zeitung

»Smith schreibt brillanter denn je.«

WDR 3

Aus dem Englischen von Tanja Handels
Originaltitel: NW
Originalverlag: Penguin

Taschenbuch, Broschur, 432 Seiten, 11,8 x 18,7 cm

ISBN: 978-3-442-48051-7

€ 9,99 [D] | € 10,30 [A] | CHF 14,50* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Goldmann

Erschienen:  15.02.2016

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London NW: Kompakter Großstadtroman mit kleinerem Durchhänger

Von: Sören Heim Datum: 31.01.2018

https://soerenheim.wordpress.com

Voran geschickt: Obwohl London NW nach meinem Vergleich der ersten knapp 30 Seiten gut übersetzt ist, kommt die deutsche Version kaum an die Sprache der Englischen heran.

Schwer ins Deutsche zu übertragen

Auf Englisch lässt sich in einer Weise kühl und reduziert schreiben, ohne dabei verwaltungstechnisch trocken zu werden, die im Deutschen kaum zu reproduzieren ist. Ich vermute den Grund dafür in der Eigenschaft des englischen als gewachsene weltumspannende Sprache u.a. des ökonomischen Pragmatismus. Dass die deutsche Ausgabe immer ein paar Worte mehr braucht um ein Bild zu zeichnen, und dass natürlich auch der vielfältige Einsatz von Local Colour in den Äußerungen und Gedanken der Protagonisten sich nicht reproduzieren lässt, macht das deutsche London NW ein gutes Stück gemächlicher und weniger scharf, nimmt ihm auch einiges von dem eigentümlichen vielstimmigen Sound des Originals.
Das beißt sich natürlich etwas mit der harrschen Lebensrealität der Charaktere zwischen Diskriminierung, sozialem Elend, Aufstiegsträumen (und Erfolgen), Verbrechen und Gewalt. Behält man das im Hinterkopf lässt sich aber auch die Übersetzung gut lesen.

Aufgefächerter Großstadtroman

London NW kommt mit dem Anspruch eines großen literarischen Wurfes. Die sporadischen Vergleiche mit Ulysses sind nicht übertrieben. Auch hier stehen schlaglichtartige Großstadtszenen im Mittelpunkt, einen einfach von A nach B führen Plot gibt es nicht. Andere mögliche Referenzrahmen wären Dos Passos‘ Manhattan Transfer oder Toni Morrisons Jazz. Was die Darstellung der Szenerie betrifft spielt London NW auf Höhe mit diesen beiden. Mit der Zeit wird allerdings deutlich, dass es bei der inneren Geschlossenheit im Vergleich ein wenig mangelt. Smith hängt ihr Stadtbild über weite Strecken an einzelnen Focus-Charakteren auf, deren wirklich jede einzelne Beobachtung und Tätigkeit Teil der Geschichte wird. Das kann ermüden, ein wenig Abwechslung, musikalisch gesprochen eine echtere Polyphonität hätte vielleicht Abhilfe verschaffen. Auch werden die vier Hauptperspektiven nicht ernsthaft enggeführt, sie stehen im Großen und Ganzen doch recht unverbunden nebeneinander. Vor allem die Geschichten von Leah und Felix begeistern für sich, ein böswilliger Leser mag aber vielleicht den Romancharakter des Buches gleich ganz bezweifeln: die Geschichten haben Stadtteil und Themen gemein, kaum aber ein narratives Ganzes.

Schwächerer dritter Teil

Das liegt auch daran, dass der Dritte Komplex um Keisha, die Schulfreundin von Leah, die den ersten Teil erzählt und der zumindest halbwegs den ersten Teil einfangen soll, stilistisch deutlich abfällt. Die endlose Aufzählung von Lebensereignissen, die auch optisch als Aufzählung gestaltet ist, soll wohl den pragmatisch-zielstrebigen Charakter Keishas (im chronologisch späteren ersten Teil „Natalie“) unterstreichen. Das bleibt dem Text aber äußerlich, durchdringt ihn nicht wie der raue Rhythmus der Geschichten von Felix und Leah. In den beiden kurzen Schlusskapitel nimmt dann Smith das alte Tempo wieder auf und führt die ersten drei Teile zumindest leidlich zusammen. Ganz hinweg hilft das nicht über den schwachen dritten wie auch darüber, dass die Brüche vorher vielleicht etwas zu gewaltig waren, um sie in einem kurzen Kraftakt zum Schluss zu kitten.

Alles in allem aber ist London NW eines dieser sprachlich dichten Werke, die ganz tief in ihre Welt eintauchen und bei denen man es bei einer Lektüre nicht wird belassen können. Besser geht immer, aber das ist schon ein richtig gutes Stück Literatur.

Zadie Smith - London NW

Von: Katharina Datum: 23.06.2017

www.ktinka.com

Mein Herz rast, ich schmelze dahin. ZADIE SMITH ist der Typ Frau, der mich zum Fangirl werden lässt. Die britische Schiftstellerin ist die Verkörperung von absolut cool - sagt man cool noch? -, unglaublich talentiert und très chic. Lena Dunham erwiderte auf die Frage, was sie an ZADIE SMITH schätze (neben ihrem ungeheuren Intellekt natürlich): ihren Stil! Googelt sie mal, sie sieht immer grandios und very fashionable aus. Ein role model in so vielerlei Hinsicht!


JAZZ, JAZZ, JAZZ

Der Name ZADIE SMITH geisterte bereits so viele Male durch meinen Instagram Stream, dass es eine wahre Schande ist, dass ich nicht früher ein Buch dieser über-smarten Frau in die Hand genommen habe. Ihr Roman LONDON NW ist also mein erster Smith gewesen. Aber sicherlich nicht der letzte Roman aus ihrer Feder. So viel sei an dieser Stelle schon verraten.

Zadie Smith wurde 1975 in England geboren. Die Tochter einer Jamaikanerin und eines Engländers wuchs im Nordwesten von London auf (London NW!), studierte Englische Literatur an der Cambridge University (Chapeau!) und verdiente sich ihren Lebensunterhalt nebenbei als Jazzsängerin (OMG). Und sie schrieb, sie schrieb, sie schrieb. Sie habe ihre zwangziger Jahre schreibend verbracht, sagte sie einmal in einem Interview.

PURSUIT OF HAPPINESS

Schreiben kann Zadie Smith. LONDON NW ist eine Art pursuit of happiness: Leah und Natalie wachsen in einer Hochhaussiedlung auf - immer das feste Ziel vor Augen, ihr Zuhause eines Tages zu verlassen und etwas Größeres, Besseres aus ihrem Leben zu machen. Dreißig Jahre später scheint dieses Ziel erreicht. Der Roman beginnt mit einem Klingeln an der Tür: »Die Klingel! Barfuß stolperte sie durchs Gras, sonnenwirr, schläfrig.« Es ist Shar, die vor der Tür steht und Leahs und Natalies Leben und auch ihre Freundschaft, gehörig durcheinander bringt.

LITERATURE IS ART

Ich liebe die Art und Weise, wie Smith mit verschiedenen Erzählstilen experimentiert. Generell liebe ich Bücher, die Form und Inhalt miteinander verknüpfen. In LONDON NW ist das auf eine so intensive Art und Weise geschehen, wie ich es bisher in keinem Roman der Gegenwartsliteratur gesehen habe. Es gibt (extrem) kurze Kapitel, lange Kapitel. Manch ein Kapitel kommt gänzlich ohne Satzbau aus. LONDON NW ist ein Kunstwerk, es verlangt dem Leser einiges an Aufmerksamkeit ab, verwöhnt ihn jedoch gleichermaßen mit wundervollen, lyrischen Bildern und Weisheiten:

The universe wants you to be free. You must shake yourself free of the negative. The universe wants only that you ask, so that you shall receive.

Einmal lesen wird nicht reichen! LONDON NW ist ein Stück Literatur, das wirkt. Das wirken will. Das braucht Zeit. Ich freue mich unbändig darüber, dass ich nun auch endlich diese tolle Frau und ihre Bücher entdeckt habe!

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