Taschenbuch
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Ein atemberaubender Thriller um späte Rache vor der beeindruckenden Kulisse Londons

Bei der Verfolgung eines Verdächtigen entdeckt Detective Nick Belsey ein mysteriöses Tunnellabyrinth unter den Straßen von London. Als er sich dort mit einer jungen Frau, die er beeindrucken will, zu einem Rendezvous trifft, wird diese plötzlich von einem Unbekannten entführt. Belsey ermittelt fieberhaft und muss seinen Kollegen immer einen Schritt voraus sein, um zu vertuschen, dass er in den Fall verstrickt ist. Dabei stößt er auf eine eiskalte Rachegeschichte, die bis in die Zeit des Kalten Krieges zurückreicht.

"Der perfekte intelligente Thriller. Harris, Oliver: gehört auf den Merkzettel."

Tobias Gohlis, KrimiZEIT-Bestenliste

ERSTMALS IM TASCHENBUCH
Aus dem Englischen von Gunnar Kwisinski
Originaltitel: Deep Shelter
Originalverlag: Blessing
Taschenbuch, Broschur, 448 Seiten, 11,8 x 18,7 cm
ISBN: 978-3-453-41910-0
Erschienen am  12. Oktober 2015
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

London-Thrillerreihe mit Detective Nick Belsey

Leserstimmen

Belsey zum Zweiten

Von: Harakiri

05.12.2015

Als Detective Nick Belsey seine neue Flamme Jemma zu einem besonderen Rendezvous einlädt, verschwindet diese in den Tunneln unterhalb Londons. Belsey gerät selbst in Verdacht und versucht fortan die Suche auf eigene Faust voranzutreiben. Einzige Hilfe ist ihm seine Vorgesetzte. Als dann jedoch auch diese verschwindet, muss Belsey vor seinen eigenen Kollegen fliehen. Denn was nur er weiß: der Täter treibt ein perfides Spiel mit ihm. Und wenn er nicht rechtzeitig das Rätsel löst, stirbt Jemma. Auf der Suche nach „Standort 3“ könnte man das Buch untertiteln. Denn schnell ist dem Detective klar, wonach er suchen muss. Allein – diesen Standort kennt niemand. So wird es ein nervenzerreißenes Puzzle, das Belsey lösen muss. Nur in kleinen Schritten kommt er weiter und viele Hinweise erweisen sich als eine Sackgasse- oder er ist ein klein wenig zu spät dran. Denn der Täter hat Helfer in den höchsten Kreisen. Beim Lesen des Buches gingen mir zwei Gedanken durch den Kopf: London muss total unterhöhlt sein und: gibt es keine Ermittler mehr ohne ein Alkohol- oder Drogenproblem? Vor allem Letzteres hat mich anfangs etwas genervt. Da findet Belsey ein Depot und schießt sich erst mal ab. Dann will er den Inhalt des Lagers verkaufen – kein Gutmensch. Wobei diese Tatsache dann später ja erst zur Auflösung des Falles beiträgt. Ersteres fand dann auch in einem Nebensatz Erwähnung, den ich recht nett fand: bei der Beerdigung Prinzessin Dianas musste ein bestimmter Platz mit Blumen bepflanzt werden, damit dort nicht zu viele Menschen Platz finden – evtl. wäre sonst die Erde eingebrochen. Die Handlung an sich wirkt etwas konstruiert, wartet aber mit einigen überraschenden Ereignissen auf und führt weit zurück in die Vergangenheit. Das Ende habe ich leider nicht ganz verstanden, die Story nach dem Showdown blieb mir verborgen. Was hat es mit dem Standort 3 wirklich auf sich? SPOILER Wurden dort die Menschen gefangengehalten, um die es vorher ging? SPOILER Der Spannungsbogen ist recht hoch, vor allem am Ende. Was ein wenig fehlt, waren Gefühle. Belsey kommt als eigenwilliger Charakter daher, der sich zwar um Jemma und Craik sorgt, aber jetzt nicht gleich in Panik verfällt. Fast ruhig und besonnen löst er den Fall und gerät auch selbst in Gefahr. Fazit: Tief unterhalb Londons Straßen lauert die Rache. Doch wofür – auf die Auflösung muss der Leser lange warten und auf die Jagd mit Belsey gehen.

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Packender und intelligenter Verschwörungsthriller unter den Straßen Londons

Von: Büchermonster

11.06.2015

Ist der Ruf erst ruiniert, lebt es sich ganz ungeniert – eine Redewendung, die Detective Nick Belsey auf den Leib geschrieben zu sein scheint: Nach einigen Eskapaden in der jüngeren Vergangenheit (u.a. auch im Vorgängerroman „London Killing“) ist der Polizist vom Dienst suspendiert, darf keine eigenen Ermittlungen mehr leiten und bestenfalls ein paar kleinere Fälle bearbeiten. Da scheint es nur fair, dass das Schicksal es ausnahmsweise offenbar mal gut mit ihm meint und ihn während einer spektakulären Verfolgungsjagd durch die Straßen Londons auf eine kleine unterirdische Schatzkammer stoßen lässt – mit umfangreichen Alkohol- und Medikamentenvorräten, die man entweder selbst konsumieren oder für gutes Geld verticken kann, und die nach der etwas verqueren Belsey-Logik den perfekten Ort für ein romantisches Date mit seiner jungen Geliebten darstellt. Das klappt aber gerade mal so lange, bis er seine Begleitung in den düsteren Gängen aus den Augen verliert und diese offenbar von dem Mann verschleppt wird, den Belsey wenige Stunden zuvor noch bis in den versteckten Bunker verfolgt hatte. Der von seinem Arbeitgeber ohnehin nur noch geduldete Ermittler steckt also ein weiteres Mal in der Klemme: Er muss seine Freundin wiederfinden, und zwar bevor der wahnsinnige Entführer seine kurz darauf folgende Morddrohung in die Tat umsetzt und möglichst ohne dass andere etwas von dieser peinlichen Angelegenheit mitbekommen – denn es macht sich bestimmt nicht gut in der eh schon wenig schmeichelhaften Personalakte, wenn Nick nun auch noch die Entführung einer jungen Frau zu verantworten hat. In „London Underground“, dem zweiten Nick-Belsey-Krimi aus der Feder des Engländers Oliver Harris, darf man als Leser also ein weiteres Mal die durchaus kuriosen Ermittlungen des etwas anderen Polizisten verfolgen, die oft ebenso wenig mit dem Gesetz zu vereinbaren sind wie im Vorgänger „London Killing“, als Belsey sich mit der Identität eines russischen Oligarchen absetzen wollte. Während man sich also nach Nicks befremdlicher und in der Katastrophe endenden Abendplanung fragt, wie so ein verantwortungsloser Trottel überhaupt in den Dienst des Criminal Investigation Departments (CID) geraten könnte, jagt Belsey wieder munter von einem Fettnäpfchen zum nächsten. Wer befürchtet, dass dieser Thriller also schnell zum plumpen Klamauk verkommen könnte, wird sich aber spätestens nach dem ersten Drittel der Geschichte verwundert die Augen reiben. Belseys Methoden mögen vielleicht zweifelhaft sein, als dieser aber auf Hinweise stößt, dass hinter der Entführung seiner Eroberung möglicherweise weitaus Größeres stecken könnte, entpuppt sich dieser aber als erstaunlich guter Ermittler, der nicht nur hartnäckige, sondern auch handlungsschnelle und kombinationssichere Fallarbeit abliefert. Eine weitere Überraschung ist, dass „London Underground“ nicht nur eine einfache Entführungsstory bietet, sondern sich mit fortschreitender Handlung fast schon zu einem waschechten Geheimdienst-Thriller entwickelt, der nicht nur mit der „Kalter Krieg“-Thematik zuweilen an klassische Spionageromane wie z.B. von John le Carré erinnert. Oliver Harris erzählt hier eine wirklich originelle und vor allem auch interessante Geschichte, die selbst für eingefleischte London-Fans noch einige Überraschungen auf Lager haben dürfte, da man diese verborgene Seite der englischen Hauptstadt vermutlich sonst noch nirgendwo erlebt hat – und dass diese zu großen Teilen auch auf verbürgten historischen Fakten und Tatsachen beruht, dürfte „London Underground“ nur noch spannender machen. Doch auch Freunde des oberirdischen Londons kommen wieder auf ihre Kosten, da Harris seine Schauplätze stets sehr genau beschreibt und man die Bewegungen Belseys anhand der erwähnten Straßennamen nahezu auf den Meter genau auf einer Straßenkarte nachvollziehen könnte. Dass die Geschichte erst ein wenig Anlauf benötigt, um wirklich in Fahrt zu kommen und dass Belseys Entwicklung vom peinlichen Polizisten-Trottel zur knallharten und auch von Schusswunden nicht aufzuhaltenden Ein-Mann-Armee vielleicht ein wenig übertrieben ist, sei angesichts der faszinierenden Erkenntnisse und des ansonsten wohltuend intelligenten Plots gerne verziehen.

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Vita

Oliver Harris, geboren 1978, hat am University College of London Englische Literatur studiert und in Psychologie promoviert. Sein Debüt London Killing, Detective Nick Belseys erster Fall, erschien 2012 bei Blessing. 2014 folgte London Underground. Oliver Harris lebt in London.

Zur AUTORENSEITE

Pressestimmen

"Das Unbewusste ist hier tatsächlich ein Unterbewusstes, und Belsey ist dem Trauma auf der Spur, an dem diese Stadt leidet ..."

Nicloas Freund, Süddeutsche Zeitung

"... London Underground [entpuppt sich] als raffinierte Doppelbelichtung der britischen Metropole, die hier unter dem Asphalt die Paranoia des Kalten Kriegs eingesargt hat."

Hartmut Wilmes, Frankfurter Rundschau

"London Underground ist ein perfekter, wendungsreicher Thriller, mit intelligent konstruierten Verschwörungsszenarien und atemberaubenden Verfolgungsjagden. Und eine spannende Geschichtsstunde ..."

Münchner Merkur

"Nick Belsey ... ist, was Laune und Manieren angeht, so etwas wie ein Horst Schimanksi der Londoner Polizei."

Welt am Sonntag kompakt

"Ein spannender, ironisch-zynischer Thriller voller gesellschaftskritischer Abgründigkeiten."

Wiener Zeitung

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