Mord auf Bestellung

Ein Agententhriller

(2)
Taschenbuch
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Ein humorvoller Agententhriller von einem der großen amerikanischen Bestsellerautoren

10.000 Dollar für einen Polizeichef und eine halbe Million für den König von England – die Preise von Ivan Dragomiloffs New Yorker Attentatsagentur sind gesalzen, doch die Geschäfte laufen prächtig. Wer einen unliebsamen Feind um die Ecke bringen will, ohne sich selbst die Hände schmutzig zu machen, steht hier Schlange. Doch der schwerreiche Winter Hall ist wild entschlossen, dem Treiben der Auftragskiller ein Ende zu setzen – und beauftragt sie, ihren eigenen Chef zu eliminieren. Eine atemlose Verfolgungsjagd quer durch die USA beginnt. Auf einer hawaiianischen Insel kommt es schließlich zum Showdown …


ERSTMALS IM TASCHENBUCH
Aus dem Amerikanischen von Eike Schönfeld
Originaltitel: The Assassination Bureau Ltd.
Originalverlag: McGraw-Hill Book Company, Inc, New York 1910/1963
Mit Nachwort von Freddy Langer
Taschenbuch, Broschur, 272 Seiten, 11,8 x 18,7 cm
ISBN: 978-3-328-10340-0
Erschienen am  10. Dezember 2018
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

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Leserstimmen

Mord als Geschäftsmodell

Von: Manuela Candal

16.06.2019

"Vorsicht Spoiler" Mord als Geschäft! Das ist wohl die Kernaussage dieses Romans. Die Idee dieses mörderischen Geschäfts auf Bestellung ist, dass jemand per Auftrag getötet wird. Ausführender ist jemand, der mit dem Opfer überhaupt nichts zu tun hat und somit mit dem Toten auch nicht in Verbindung gebracht werden kann. Je nach Wichtigkeit der Person staffelt sich auch der Preis für diese „Dienstleistung“. Kopf dieses „Geschäfts“ ist Ivan Dragomiloff. Er hat sich ein Netzwerk aufgebaut, welches effizient, schnell und gründlich arbeitet. Wichtig war ihm dabei, dass seine „Mitarbeiter“ nicht nur gut ausgebildete Kämpfer sind, sondern auch über gute Bildung und Manieren verfügen. Hinzu kommt die zweifelhafte Philosophie von Dragomiloff: Es werden nur Aufträge angenommen, die dem Wohl der Gesellschaft dienen. Daher wird jeder Auftrag vorher gut und sorgfältig überprüft. Womit Dragomiloff nie gerechnet hätte, wird nun aber wahr: Die nächste Zielperson ist er selbst! Es beginnt ein Rennen auf Leben und Tod, welches nicht aufgehalten werden kann. Ein spannender Roman, der mich allerdings auch an einen amerikanischen Spielfilm aus dem Jahr 1951 erinnert, in dem genau diese „Geschäftsidee“ verfilmt wurde. Trotzdem ist der Roman - auch wenn er hier und da etwas langatmig erscheint - sehr lesenswert. Er zeigt einem auf, dass es nichts gibt, was es nicht gibt!

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...Jack London überzeugend "anders"!

Von: Andreas Kück - LESELUST

23.05.2019

Ivan Dragomiloff hat ein sowohl außer- als auch ungewöhnliches Geschäftsmodel: Seine erfolgreiche Attentatsagentur beseitig unliebsame Mitmenschen sauber, zuverlässig und diskret nach äußerst ethischen und moralischen Kritikpunkten. Nur diejenigen Zeitgenossen, von deren Tod die Menschheit profitieren würde, finden ein vorzeitiges Ende. Der schwerreiche und integre Winter Hall stellt Dragomiloff eine Falle und beauftragt ihn, sich selbst ermorden zu lassen – nichtsahnend, dass er es mit dem Vater der reizenden Grunya zu tun hat. Ein Wettlauf mit der Zeit sowie kreuz und quer durch die amerikanischen Staaten beginnt…! Zugegeben: Mit Jack London habe ich Werke wie „Wolfsblut“, „Seewolf“ und „Ruf der Wildnis“ assoziiert. Zudem waren meine Versuche, mich diesen Werken in meiner Jugend zu nähern, kläglich gescheitert: Ich empfand sie als schwülstig, langatmig und somit langweilig (Selbst ein Kartoffel zerdrückender Raimund Harmstorf konnte daran nichts ändern.),… …35 Jahre später „stolpere“ ich nun über diesen Roman, der mich – zu meiner eigenen Überraschung – sehr begeistert hat. Jack London mixte hier aus einer Prise „James Bond“, einem Schuss „Edgar Wallace“ und einem Spritzer „Malteser Falke“ einen äußerst süffigen Cocktail. Besonders schmackhaft empfand ich die Beschreibungen vom Personal der Attentatsagentur: Hier tummeln sich nur hoch-gebildete Wissenschaftler und Gelehrte, die ihre Taten völlig rational rechtfertigen. Gerade die ausführlichen Dialoge und Gespräche dieser Männer zu Ethik und Moral sind sehr vergnüglich zu lesen, ließen mich beim Lesen mehrfach auflachen und waren in ihrer Argumentation so überzeugend, dass ich beinah versucht war, ihre Morde als ethisch vertretbar anzusehen. London charakterisiert diese Männer durchweg sympathisch und sehr individuell und verhindert so ein Schubladendenken beim Leser: Es gibt kein Schwarz oder Weiß, kein Gut oder Böse…! Selbst der strahlende Held (Winter Hall) und seine liebreizende Angebetete (Grunya) sind irgendwann so tief in dieser Affäre verstrickt, dass die Mauer ihrer Moral zarte Risse bekommt. Am Ende siegt die Gewissheit, dass niemand von ihnen aus diesem Spiel als Sieger hervorgeht. …eine äußerst erfreuliche Wiederbegegnung mit Jack London, die hoffentlich nicht meine einzige bleibt!

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Vita

Jack London

Jack London (1876–1916) stammte aus ärmlichen Verhältnissen und schlug sich zunächst als Zeitungsjunge, Lagerarbeiter und Seemann durch. Später ging er als Goldsucher nach Alaska und geriet als Korrespondent im russisch-japanischen Krieg in Gefangenschaft. Weltweite Bekanntheit erlangte er mit legendären Abenteuerromanen wie »Wolfsblut« oder »Ruf der Wildnis«.

Zur AUTORENSEITE

Eike Schönfeld

Eike Schönfeld, geboren 1949, übersetzt seit 1986 englischsprachige Literatur, unter anderem Werke von J.D. Salinger, Jonathan Franzen und Jeffrey Eugenides. Er wurde vielfach ausgezeichnet: 2004 erhielt er den Ledig-Rowohlt-Übersetzerpreis, 2009 den Preis der Leipziger Buchmesse in der Kategorie Übersetzung für Saul Bellows "Humboldts Vermächtnis". 2013 wurde er für seine Übertragung von Sherwood Andersons "Winesburg, Ohio" mit dem Christoph-Martin-Wieland-Übersetzerpreis geehrt.

zum Übersetzer

Freddy Langer

Freddy Langer studierte in Frankfurt und den Vereinigten Staaten Amerikanistik, Anglistik sowie Film- und Fernsehwissenschaften. Seit 2002 leitet er das Reiseblatt der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Zugleich betreut er im Feuilleton die Fotografie.

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