Mord im Olivenhain

Ein Kroatien-Krimi

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Taschenbuch
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Falsche Versprechen, unbändiger Hass und die Gier nach dem großen Geld – der zweite Fall für die sympathische Ermittlerin Sandra Horvat.

Der bekannte Wunderheiler Damjan wird auf seinem Anwesen, in der Nähe von Rijeka, ermordet aufgefunden. Ein heikler Fall für Sandra Horvat, die so gar nichts fürs Handauflegen oder ähnliche Heilmethoden übrig hat - im Gegenteil zu vielen anderen, die fest an Damjan geglaubt haben. Die Liste der Verdächtigen ist lang, denn auf Damjans falsche Versprechen sind einige hereingefallen, bei einem Patienten haben sie sogar zum Tod geführt. Die Journalistin Mirta Car stürzt sich auf den Fall, Sandra gerät immer mehr unter Druck und stellt fest, dass Glaubensfragen komplizierter sind, als sie je vermutet hätte. Doch nicht nur die ungewöhnlichen Ermittlungen, auch ihr attraktiver Kollege Danijel Sedlar sorgt bei ihr für Verwirrung ...

»Eine empfehlenswerte Lektüre für den Sommerurlaub.«

Wolfgang Schaller / Radio Steiermark (13. August 2018)

ORIGINALAUSGABE
Taschenbuch, Broschur, 352 Seiten, 11,8 x 18,7 cm
ISBN: 978-3-7341-0572-2
Erschienen am  16. April 2018
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Im Doppelpack - Mörderisches Kroatien

Von: Svanvithe

31.12.2018

Ein neuer Fall für Sandra Horvat und ihre Kollegen: Der bekannte und erfolgreiche Wunderheiler Damjan Martinović ist in dem in der Nähe von Rijeka gelegenen Dorf Malnari ermordet worden. Für Sandra gestalten sich die Ermittlungen schwierig, hat sie doch so gar nichts für Menschen wie Damjan übrig, die mit Handauflegen und anderen angeblichen Heilkünsten viel Geld verdienen. Zwar hat Damjan diversen Mitbewohnern in seinem Haus ein kostenfreie Unterkunft gewährt, sich aber andererseits nicht nur Freunde gemacht, weil sich einige seiner Versprechungen als falsch erwiesen. Auf sein Konto scheint sogar ein Toter zu gehen, weil dieser die Schulmedizin ablehnte und den Heilmethoden von Damjan vertraute, der tatsächlich geglaubt hat, er könne Menschen durch Berührung heilen. Da Damjan eine lokale Berühmtheit ist, interessiert sich die Presse außerordentlich für den Fall. Der Druck, der dadurch entsteht, erschwert die Ermittlungen für Sandra, zumal auch die Beziehung zu ihrem Kollegen Danijel Sedlar zu keiner Klarheit gefunden hat. In „Mord im Olivenhain“ wird dem Leser der Einstieg in das Geschehen im kroatischen Rijeka mit einem Stadtplan und einem Personenregister erleichtert. Ranka Nikolić knüpft an die Handlung von „Mord mit Meerblick“ an und behält ihre Grundlinie bei: Sie bietet dem Leser eine atmosphärische Darstellung der kroatischen Gegebenheiten in einer geruhsam, schnörkellos erzählten Geschichte, in der neben bekannten nun neue Protagonisten agieren, deren Zahl an Umfang zugenommen hat Ranka Nicolić hat nicht nur die neu auftretenden Personen mit unterschiedlichen Wesenszügen ausgestattet, sondern auch ihre Hauptfiguren weiterentwickelt. Besonders Zelinka fällt auf. Er ist seit ein paar Wochen trockener Alkoholiker, woraus manchmal extreme Stimmungsschwankungen und Kratzbürstigkeit resultieren, die er an seinem Kollegen Milić auslässt. Auf den überempfindlichen Sarkasmus von Zelenika reagiert Milić mit derben Humor. Nach wie vor verbindet die beiden eine Art Hassliebe, was sie natürlich niemals zugeben würden. Erneut bringen die Dispute der beiden Männer eine heitere Leichtigkeit in die Geschichte, die die Ernsthaftigkeit bei den Mordermittlungen allerdings nicht unterläuft. Sandra Horvat und ihre männlichen Kollegen arbeiten intensiv und effektiv zusammen. Das müssen sie auch, da die Liste der Verdächtigen umfangreich ist. Danijel Sedlar fügt sich inzwischen besser in die Gruppe, macht aber immer noch typische Anfängerpatzer. Allerdings bringen seine nicht im konformen Denkansätze die Ermittlungen durchaus voran. Indes sind die unterschwelligen Gefühle zwischen ihm und Sandra nach wie vor vorhanden, doch Sandra möchte keine Flirtereien mehr. Die Beschäftigung mit Wunderheilern nutzt die Autorin zudem zur Thematisierung von Glaubensfragen – Sandra beispielsweise ist „mittelgläubig“, keine Atheistin, eher eine ewig Suchende – und zudem Einblicke in Familienkonstellationen. Insgesamt überzeugen die Schilderung des lokalen Umfeldes und der darin handelnden Personen auf angenehme Art und Weise und verführen den Leser dazu, den Ort des Geschehens einmal selbst aufzusuchen.

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'Die Erfolgreichsten sind die Blender [...].'

Von: Travel Without Moving

01.07.2018

‚Es ist immer dasselbe. Ob in der Medizin, in der Politik oder sonst wo. Die Erfolgreichsten sind die Blender, einfach deshalb, weil sie den Menschen einfache Lösungen anbieten und ihnen das Gefühl der Wichtigkeit geben.‘ Im fiktiven Dorf Malnari bei Rijeka wird die Leiche des Wunderheilers Damjan auf seinem Anwesen gefunden. Sandra Horvat von der Kriminalpolizei Rijeka leitet die Ermittlungen und befragt zusammen mit ihrem Team die zahlreichen Mitbewohner Damjans, der anscheinend ein größer Gönner war und vielen Menschen Unterstützung geboten hat, während er anderen das Geld aus der Tasche zog. Schnell steht fest, dass es sich weder um einen Suizid noch um einen Unfall handeln kann. Doch wurde Damjan tatsächlich von einem seiner Mitbewohner getötet, die scheinbar alle tiefe Zuneigung und Dankbarkeit für ihn empfunden haben? Oder hat sein Tod mit seiner Arbeit als Wunderheiler zu tun? Ich kenne den ersten Band der Reihe nicht, war aber neugierig auf den Krimi, da ich Kroatien von einer eigenen Reise kenne und gerne wieder in Gedanken ins Land reisen wollte. Der Krimi ist sprachlich einfach gehalten und dadurch flüssig lesbar, so dass ich das Buch in wenigen Stunden ausgelesen hatte. Bisweilen empfand ich Ranka Nikolićs Sprache etwas unbeholfen und auch die Protagonisten sind eher schablonenhaft und agieren manchmal wenig überzeugend. Nichtsdestotrotz hat mir die Lektüre Spaß gemacht und mich für ein paar Stunden nach Kroatien versetzt, denn ‚Mord im Olivenhain‘ ist stimmungsvoll und spannend, obwohl die Auflösung des Falls in meinen Augen ein bisschen zu konstruiert und hölzern wirkte. Das Milieu, in dem der Krimi spielt, fand ich interessant, und Nikolić gelingt es durchaus, die Esoterikszene, in der sich Menschen auf Kosten von Hilfsbedürftigen, Verzweifelten, Kranken bereichern und mit falschen Versprechen das große Geld machen, überzeugend vorzustellen. Trotz meiner Kritikpunkte ist ‚Mord im Olivenhain‘ ein unterhaltsamer Schmöker, der sich sowohl zur Einstimmung auf einen Kroatien-Urlaub als auch für ein Schwelgen in Erinnerungen an Kroatien eignet.

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Vita

Ranka Nikolić wurde 1966 in Rijeka geboren, kam im Alter von drei Jahren nach Deutschland und lebt heute mit ihrer Familie in München – allerdings nicht, ohne ihrer Heimat Kroatien, der sie sich nach wie vor sehr verbunden fühlt, mindestens drei Besuche im Jahr abzustatten. Sie begann bereits als Jugendliche mit dem Schreiben von Gedichten und Kurzgeschichten und gibt ihre Erfahrung heute als Leiterin von Schreibseminaren weiter. In ihrer Krimireihe um Ermittlerin Sandra Horvat spürt man in jeder Zeile die Liebe zu ihrer kroatischen Heimat.

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Pressestimmen

»Atmosphärische Spannung vor traumhafter Kulisse …«

DIE HARKE am Sonntag (01. Juli 2018)

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