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Nadjas Katze Ein Berndorf-Roman

Berndorf ermittelt (10)

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Taschenbuch, Broschur ISBN: 978-3-442-71581-7

DEMNÄCHST
Erscheint: 13.11.2017

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Privatermittler Berndorf ermittelt in eigener Sache …

Auf der Suche nach vergessenen Autoren – ihrem Hobby – entdeckt die pensionierte Lehrerin Nadja Schwertfeger in einem Antiquariat eine Erzählung über das Kriegsende 1945. Stunden vor dem Einmarsch der US-Army hören in einem kleinen Dorf Einheimische, Flüchtlinge und versprengte Soldaten gemeinsam die Rundfunkübertragung zu Hitlers 56. Geburtstag. Als der Strom ausfällt, läuft die Zusammenkunft aus dem Ruder … Eine Erfindung? Nadja stolpert über ein seltsames Detail: die Beschreibung einer schwarzen Stoffkatze mit rosa Tatzen. Sie selbst besitzt eine solche Katze – die einzige Verbindung zu ihrer Mutter, die sie nach Kriegsende einer anderen Frau überlassen musste. Nadja recherchiert. Hat es ein solches Dorf gegeben? Bald wird sie wirklich fündig. Doch niemand dort will mit ihr reden. Schließlich wird sie auf jemanden verwiesen, der hier ebenfalls aufgewachsen ist und später Polizist wurde: Den ehemaligen Kriminalkommissar Hans Berndorf, der schließlich mit ihr auf eine Zeitreise geht …

KOMMISSAR BERNDORF ERMITTELT

Berndorf ermittelt

Doppelbände

Bitte beachten Sie, dass zwecks Vollständigkeit ggf. auch Bücher mit aufgeführt werden, die derzeit nicht lieferbar oder nicht bei der Verlagsgruppe Random House erschienen sind.

Ulrich Ritzel (Autor)

Ulrich Ritzel, geboren 1940, gilt als einer der besten Kriminalautoren Deutschlands. Nach seinem Jurastudium arbeitete er jahrelang für verschiedene Zeitungen, 1981 erhielt er für seine Gerichtsreportagen den renommierten Wächter-Preis. Seine Kommissar-Berndorf-Krimis »Schwemmholz« und »Der Hund des Propheten« waren preisgekrönt, "Beifang« wurde mit dem Deutschen Krimipreis 2010 ausgezeichnet, "Schlangenkopf" und "Trotzkis Narr" standen monatelang auf der Krimizeit-Bestenliste. Ulrich Ritzel lebt seit 2008 in der Schweiz.

Taschenbuch, Broschur, 448 Seiten, 11,8 x 18,7 cm, 1 s/w Abbildung

ISBN: 978-3-442-71581-7

ca. € 10,00 [D] | ca. € 10,30 [A] | ca. CHF 13,90* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: btb

DEMNÄCHST
Erscheint: 13.11.2017

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Folgende Rezensionen beziehen sich auf eine andere Ausgabe (Gebundenes Buch)

Deutsche Geschichte mit Berndorf

Von: Ritja Datum: 24.05.2016

buchstabenfestival.blogspot.de/

Ulrich Ritzels Berndorf ist nicht einfach und je älter er wird, umso eigenwilliger wird er. Aber ich mag ihn irgendwie trotzdem (oder gerade deshalb).

Die Geschichte an sich ist gut durchdacht und auch interessant. Ulrich Ritzel verwebt wieder sehr viel deutsche Geschichte in den aktuellen Fall und strickt zwei Handlungsstränge, die sich im Laufe der Geschichte miteinander verbinden werden. Man ahnt recht schnell, wohin es führen könnte, aber hier ist der Weg das Ziel, denn die Verstrickungen aus dem zweiten Weltkrieg sind interessant. Das Verstecken und das Schweigen, damit die Verbrechen und das eigene Handeln nicht an die Öffentlichkeit kommen. Man will mit dieser Zeit nichts mehr zu tun haben. Einfach vergessen, was war.

Bei dieser Geschichte weiß man nicht, was ist Fiktion und was ist Realität und doch kann man sich das Erzählte gut als wahre Begebenheit vorstellen.

Jedoch haben mich die eingeschobenen Erzählungen des Autoren Paul Anderweg nicht so richtig packen können. Die sind jedoch Grundlage für die Suche, die dann Nadja Schwertfeger und Berndorf starten. Die Geschichte ringsum war wieder gut und interessant, die Recherche und die innere Unruhe, die mit jeder weiteren Information wächst bis zur Erkenntnis, dass...und hier macht es Ulrich Ritzel spannend.

Auf "Nadjas Katze" hatte ich mich gefreut und bin nun nach der Lektüre etwas enttäuscht. Es war nicht wie immer, flüssig und gut, sondern eher etwas holprig und schleppend.

Trotzdem lohnt es sich (der deutschen Geschichte wegen), aber ich würde das Buch nicht als "Einsteigerbuch" empfehlen. Den Berndorf sollte man lieber etwas kennen bis man sich dieses Buch vornimmt.

Spurensuche im Wald der Erinnerung

Von: Elke Heid-Paulus Datum: 08.05.2016

www.lovelybooks.de/mitglied/Havers/rezensionen/

Auch in seinem zehnten Berndorf-Krimi bleibt der Autor Ulrich Ritzel seinem bewährten Konzept treu. Er taucht ein in die deutsche Zeitgeschichte, mischt Fakten mit Fiktion und konstruiert eine vielschichtige, aber dennoch bis ins Detail logische Geschichte, in der sich sein Ermittler der eigenen Vergangenheit stellen muss.

Es beginnt alles mit einem schmalen Heftchen, das die ehemalige Freiburger Studienrätin Nadja Schwertfeger in einem Antiquariat findet. Ihre Passion gilt den vergessenen und unbekannten Schriftstellern. Die Lektüre der „Nachtwache des Soldaten Pietzsch“, so der Titel der Erzählung, verunsichert sie aber zutiefst, denn neben den Geschehnissen in der Nacht des 19. April 1945 in einem Dorf auf der Schwäbischen Alb ist darin auch von einer speziellen Stoffkatze die Rede. Und genau das gleiche Kuscheltier besitzt die adoptierte Nadja als einzige Erinnerung an ihre leibliche Mutter. Und so beginnt sie mit Hilfe ihrer Freundin Wally nachzuforschen, inwieweit die Erzählung des unbekannten Autors Anderweg einen realen Kern hat. Die Spur führt auf die Schwäbische Alb in das kleine Dorf Wieshülen, aber kaum jemand mag mit ihr über die Ereignisse in den letzten Wochen und Monaten des Zweiten Weltkriegs reden. Man verweist sie an Hans Berndorf, den ehemaligen Ulmer Polizisten, jetzt in Berlin lebend, der ebenfalls dort aufgewachsen ist. Gemeinsam begeben sich die beiden auf Spurensuche, nicht wissend, dass sie sich damit auch ihrer eigenen Vergangenheit stellen müssen, sondern auch ein dunkles Kapitel des Dorflebens enthüllen werden.

Wie immer nähert sich Ulrich Ritzel behutsam dem eigentlichen Thema seines Kriminalromans, dem Verdrängen und Verschweigen und den Auswirkungen, die dieses Verhalten bis in die Gegenwart nach sich zieht. Sei es nun der Umgang mit den Fremden, den Flüchtlingen und Zwangsarbeitern, die die dörfliche Ruhe stören. Aber auch die strammen Gefolgsleuten Hitlers, die nach Kriegsende ihr Schäflein ins Trockene bringen, geraten in den Fokus. Das Ende eines Krieges, das kein neuer Anfang, sondern ein kollektives Verleugnen von Schuld ist.

Der Autor erzählt eindringlich und realistisch, nutzt dafür auch historisches Quellenmaterial, das am Ende des Buches aufgeführt wird. Die klassische Frage nach Opfer und Täter in dem fiktionalen Strang seines Kriminalromans wird zur Nebensache, wesentlich interessanter ist die Auseinandersetzung mit den tatsächlichen Ereignissen, denn „…im Wald der Erinnerungen (…) darf man keinen Schritt zur Seite tun. Und das Gebüsch am Wegrand nicht zur Seite schieben. Nicht in diesem Land. Überall liegen noch Skelette herum.“

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