Nebel im August

Die Lebensgeschichte des Ernst Lossa

Ab 13 Jahren
Taschenbuch
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Wer misst den Wert von Leben?

„Wenn ich ihn nicht euthanasiert hätte, dann wäre er halt in eine andere Anstalt gekommen.“
Dr. Valentin Faltlhauser, der Ernst Lossas Ermordung angeordnet hat, bei der Gerichtsverhandlung.

Deutschland, 1933: Ernst Lossa stammt aus einer Familie von „Jenischen“, Zigeuner, wie man damals sagte. Er gilt als schwieriges Kind, wird von Heim zu Heim geschoben, bis er schließlich – obgleich geistig völlig gesund – in die psychiatrische Anstalt in Kaufbeuren eingewiesen wird. Hier nimmt sein Leben die letzte, schreckliche Wendung: In der Nacht zum 9. August 1944 bekommt er die Todesspritze verabreicht. Ernst Lossa wird mit dem Stempel „asozialer Psychopath“ als unwertes Leben aus dem Weg geräumt.
Der Journalist Robert Domes erzählt aus der Perspektive des Jungen mit beeindruckender Intensität. Er macht die Denkstrukturen des nationalsozialistischen Regimes sichtbar und berichtet von der damit einhergehenden Ideologie der Euthanasie.

• Eine wahre Geschichte
• Gründlich recherchiert, einzigartig berührend erzählt

"Domes' Buch schildert geradlinig und oft berührend Ernst Lossas Leiden, aber auch die Freuden und Eskapaden im kurzen Leben des Jungen."

Der Spiegel (14. April 2008)

ORIGINALAUSGABE
Taschenbuch, Broschur, 352 Seiten, 12,5 x 18,3 cm
ISBN: 978-3-570-30475-4
Erschienen am  27. Februar 2008
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

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Vita

Robert Domes, geboren 1961 im bayerischen Ichenhausen, studierte Politik und Kommunikationswissenschaften in München. Er arbeitete jahrelang als Redakteur bei der Allgäuer Zeitung, zuletzt als Leiter der Lokalredaktion in Kaufbeuren, bevor er sich 2002 als Journalist und Autor selbstständig machte. Für das vorliegende Buch, das inzwischen verfilmt wurde, hat er fünf Jahre lang recherchiert.

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Zitate

"Ein 350-seitiger biografischer Roman, der dank der einfühlsamen Sprache Domes' Ernst Lossa wieder lebendig werden lässt."

Augsburger Allgemeine (13. März 2008)

"Robert Domes erzählt (…) ohne jegliches Pathos und umso eindringlicher."

Buchhändler heute (15. April 2008)

"Dieses hervorragend recherchierte Buch sei allen Jugendlichen, die sich für die Zeit des Nationalsozialismus interessieren, bestens empfohlen."

Leipziger Volkszeitung (22. April 2008)

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