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ER wurde gezeichnet. ER tötet. ER ist neun Jahre alt.

Die Staatsanwältin Jana Berzelius wird bei einem spektakulären Fall hinzugezogen: Ein Mann wurde erschossen – die Hinweise verdichten sich, dass die Tat von einem Kind begangen wurde. Dann taucht die Leiche eines Jungen an der schwedischen Küste auf. Seine Fingerabdrücke passen zu jenen des Tatorts, doch warum sollte ein Kind einen Mord begehen? Während die Ermittler im Dunkeln tappen, ermittelt Jana auf eigene Faust. Denn der Junge, der das Wort »Thanatos« als Narbe im Genick trägt, hat ein Geheimnis, das nur Jana kennt: Auch ihr Genick ziert der Name einer Todesgottheit, und nun setzt sie alles daran, herauszufinden, warum.

"Emelie Schepps Debüt 'Nebelkind' bietet alles, was einen guten Thriller ausmacht – vor allem Spannung."

dpa Meldung (31. August 2015)

DEUTSCHE ERSTAUSGABE
Aus dem Schwedischen von Annika Krummacher
Originaltitel: Märkta for livet (Jana Berzelius 1)
Originalverlag: En & Ett, Stavsjö 2013
Taschenbuch, Klappenbroschur, 448 Seiten, 12,5 x 18,7 cm
ISBN: 978-3-7341-0069-7
Erschienen am  17. August 2015
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Nebelkind

Von: Miss.mesmerized aus Deutschland

19.01.2019

»Keren«. Sie las weiter. »Griech. Myth. Bei den alten Griechen galten die Keren als Todesdämonen oder genauer als Dämonen der gewaltsamen Todesarten. Staatsanwältin Jana Berzelius hat wieder Alpträume, schon seit ihrer Kindheit begleiten sie diese, doch sie kann sie nicht deuten. Ihr neuester Fall scheint sie noch viel stärker heraufzubeschwören – kann sie vielleicht der Ursache endlich auf die Schliche kommen und die Erinnerungslücken ihrer Kindheit schließen? Ein hoher Mitarbeiter des Amts für Migration wurde in seinem Haus erschossen, auf den Überwachungskameras sieht man nur ein Kind, das aber unmöglich der Täter sein kann. Nur kurz darauf wird auch der Junge erschossen aufgefunden und zwei Dinge stellen die Ermittler vor Rätsel: wieso vermisst niemand den 9-Jährigen und weshalb hat er das Wort „Thanatos“ in seinen Hals eingeritzt? Jana hat vielleicht eine Erklärung, die sie jedoch unmöglich teilen kann: sie selbst trägt ebenfalls den Namen einer Todesgottheit unter ihren Haaren und hält dies seit Jahrzehnten versteckt. „Nebelkind“ ist der Auftakt der Serie um die schwedische Staatsanwältin mit ungewöhnlicher Kindheit. Der Fall verwickelt die Juristin unmittelbar in ihre eigene Geschichte und beantwortet ihr zahlreiche Fragen. Die eingeschobenen Träume sind zunächst nicht einzuordnen, im Laufe der Handlung wird das Bild jedoch zunehmend klarer und gemeinsam mit der Protagonistin lüftet man den Schleier um ihre Herkunft. Insgesamt ein solider Thriller, der einen komplexen Fall behandelt, der zahlreiche Nebenschauplätze mit sich bringt und auch so manche tote Spur legt und damit die Spannung stetig aufrecht hält. Überzeugend hat die Autorin jedoch die Spuren gelegt und löst das komplizierte Gebilde sauber auf. Weniger als der Kriminalfall lebt der Roman jedoch von den Figuren. Jana Berzelius ist ganz sicher eine sehr außergewöhnliche Figur, die mit den inneren Rissen und ihren zwei Seiten leben muss: einerseits die korrekte Staatsanwältin, die für Recht und Ordnung sorgt, andererseits der Mensch, der nie Liebe erfahren hat und seinen Emotionen folgt, um persönliche Gerechtigkeit zu erzwingen. Auch die anderen Ermittler wurden mit individuellen Stärken und Schwächen ausgestattet, die sie menschlich und auch facettenreich erscheinen lassen.

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Spannend, düster und mit unkonventioneller Protagonistin – ein gelungener Reihenauftakt!

Von: Büchermonster

13.02.2018

Um uninteressante Protagonisten muss sich Emelie Schepp keine Sorgen machen, dann ihr Reihenauftakt „Nebelkind“ kann unbestritten mit einer der ungewöhnlicheren Ermittlerinnen des Thriller-Genres aufwarten – dabei ist Jana Berzelius auf den ersten Blick eine relativ gewöhnliche, wenn auch vielleicht etwas verbissen und spießig wirkende junge Staatsanwältin, die in erster Linie für ihren Beruf lebt und alles andere ihrer Karriere unterordnet. Damit macht sie sich bei ihren Kollegen nicht unbedingt beliebt, auf soziale Kontakte oder gar Freundschaften hat Jana aber ohnehin nie viel Wert gelegt. So weit scheint Schepps Hauptfigur noch nicht besonders herauszustechen, doch das ändert sich, als die Staatsanwältin mit einem neuen Fall konfrontiert wird: der Leiter des Amtes für Migration wird in seinem Haus erschossen aufgefunden und bei der Spurensuche am Tatort finden sich Hinweise darauf, dass möglicherweise ein Kind in den Mord involviert ist – allerdings lebten das Opfer und seine Frau alleine. Als wenig später die Leiche eines Jungen entdeckt wird und dessen Fingerabdrücke zum Tatort passen scheint der Mörder gefunden – doch warum würde ein Kind einen Menschen töten und wieso musste der vermeintliche Täter ebenfalls sterben? Dann machen die Ermittler jedoch eine Entdeckung, die Janas Welt ins Wanken bringt und sie mit einem längst vergessenen Kapitel ihrer eigenen Vergangenheit konfrontiert… Eine Staatsanwältin mit düsterer Vergangenheit und ohne Kompromisse „Nebelkind“ erschien in Emelie Schepps schwedischer Heimat ursprünglich im Selbstverlag und wurde dann zum gefeierten Bestseller und in mehrere Länder verkauft. Doch damit nicht genug, denn die Autorin wurde zusätzlich mit dem Crimetime Specsavers Award als beste Spannungsautorin Schwedens ausgezeichnet – was bei der großen Konkurrenz im eigenen Land durchaus Aussagekraft besitzt. So überrascht es dann auch nicht, dass die Geschichte nur wenige Seiten benötigt, um Spannung aufzubauen und schon nach kurzer Seite eine Sogwirkung entwickelt, die einen ans Buch fesselt. Schepp vermischt den Fall um den ermordeten Amtsleiter dabei geschickt mit rätselhaften und dramatischen Rückblenden, welche schnell eine sehr düstere Grundstimmung erzeugen. Man kann zwar recht früh erahnen, welche persönliche Verbindung Staatsanwältin Jana Berzelius zu dem Fall hat, das tut der Dramatik aber keinen Abbruch – im Gegenteil, denn zum einen lässt die vollständige Aufklärung der genauen Zusammenhänge bis zum Ende des Buches auf sich warten, zum anderen bringt die Konfrontation mit der eigenen Vergangenheit die Protagonistin in eine absolute Ausnahmesituation, aus der es kaum ein Entrinnen gibt und welche Jana zu drastischen und teilweise wirklich schockierenden Maßnahmen treibt. Dieses Spiel mit moralischen und zum Teil sogar gesetzlichen Grenzen macht „Nebelkind“ so spannend und Jana Berzelius zu so einer interessanten Persönlichkeit, die zwar im Laufe der Geschichte nicht unbedingt zur Sympathieträgerin wird (womit sich auch die anderen Charaktere wie z.B. die nervige Polizistin Mia schwer tun), aber viel Potenzial mitbringt, um auch über diesen Auftaktband hinaus eine Thriller-Reihe zu tragen. „Nebelkind“ macht jedenfalls trotz kleinerer Schwächen wie der manchmal etwas zu konstruiert wirkenden Story Lust auf mehr und man darf gespannt sein, wohin die Reise für Emelie Schepps unkonventionelle Heldin hinführt.

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Vita

Emelie Schepp, geboren 1979, wuchs im schwedischen Motala auf. Sie arbeitete als Projektleiterin in der Werbung, bevor sie sich dem Schreiben widmete. Nach einem preisgekrönten Theaterstück und zwei Drehbüchern verfasste sie ihren ersten Roman: Der zuerst nur im Selbstverlag erschienene Thriller »Nebelkind« wurde in Schweden ein Bestsellerphänomen und erscheint mittlerweile als Übersetzung in 30 Ländern; die Jana-Berzelius-Serie hat sich weltweit über eine Million Mal verkauft. 2016, 2017 und 2018 wurde Schepp mit dem renommierten CrimeTime Specsaver’s Reader’s Choice Award ausgezeichnet und damit bereits dreimal zur besten Spannungsautorin Schwedens gekürt.

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Pressestimmen

"Ein Ermittlungsalbtraum voller Abgründe."

BUNTE (17. September 2015)

»Packender Thriller …«

Frankfurter STADTKURIER (05. September 2017)

"Spannendes Debütwerk zu einem brandaktuellen Thema."

auf einen Blick (01. Oktober 2015)

"Geheimnisvoll."

neue woche (21. September 2015)

"Spannende und zugleich beängstigende Story."

krimi-fan.de (12. September 2015)

Weitere Bücher der Autorin